Heute besucht US-Vizepräsident J.D. Vance Grönland. Dänemark hat indes angekündigt, dass man die allgemeine Wehrpflicht auch für Frauen einführen will. Damit bekäme es Trump auf Grönland nicht nur mit Eskimos und Wikingern zu tun, sondern auch mit Wikingerinnen, den Amazonen des Nordens.
Die Qual der Wahl quält Wähler und Gewählte. Nur kurz: Uns deutsche Wähler quält, dass wir schön wählen und dann nicht kriegen, was wir gewählt haben. Aber das nur kurz. Eigentlich geht es hier um den gewählten und gequälten amerikanischen Präsidenten. Donald Trump hätte gerne Kanada. Aber er hätte genauso gerne, wenn nicht noch lieber Grönland. Eine schwere Entscheidung. Beide Nationen sind kalt, aber attraktiv. Jede Menge Bodenschätze und strategisch in wunderbarer Nähe zum Nordpol. Also, was nun? Kanada oder Grönland?
Oder geht vielleicht beides? Kanada einverleiben und Grönland krallen? Das wäre natürlich ein Knaller, mit dem sich Donald Trump zum – vorläufig – eindrucksvollsten Imperialisten des 21. Jahrhunderts aufschwingen würde. Sein Problem: Beide Einzuverleibende zieren sich. Kanada hängt an seiner Unabhängigkeit und an seinem König, dem dritten Charles. Grönland hängt, obgleich weitgehend autonom, an Dänemark und seinem König, dem zehnten Frederik.
Nun hat Trump zwar versprochen, er werde Grönland auf die eine oder andere Weise ergattern. Und er hat schon seinen jüngsten Sohn Baron und Usha, die Frau seines Vize J. D. Vance – rein privat – als Kundschafter auf die riesige Insel entsandt. Heute ist nun J.D. Vance höchstpersönlich und selbst in Grönland eingetroffen. Man hat zwar keine Einladung, aber Amerika hat einen Militärstützpunkt namens Pituffik auf Grönland, und den wird man ja wohl besuchen dürfen.
Dann schaute der Wikinger Erik der Rote vorbei
Und dann? Man kommt ja ein bisschen spät. Als erste kamen die Inuit, auch Eskimos genannt, nach Grönland. Dann schaute der Wikinger Erik der Rote vorbei und gab der eisigen Insel ihren bis heute nicht weggetauten Namen Grönland. Die Inuit nennen ihre Heimat trotzdem Kalaallit Nunaat. Ein Zungenbrecher, bestimmt auch für Donald Trump, den Eroberer. Eriks Sohn, Leif Eriksson brachte das Christentum dorthin und kam Amerikas Evangelicals um ein gutes Jahrtausend zuvor. Aus der Wikinger-Tradition entstand die dänische Zuständigkeit. Und die ethnische Lage, dass bei den meisten Inuit eine gute Portion Wikingerblut durch die Adern fließt. Das sollte man als Eroberer berücksichtigen.
Immerhin: Grönland liegt näher an Amerika als an Dänemark. Aber an welchem Amerika? Wer einen Blick auf die Weltkarte wirft, sieht sofort, dass der unmittelbare Nachbar Grönlands Kanada heißt. Ein Ärgernis für den Mann in Mar-a-Lago, was von Grönland ebenso weit entfernt ist wie Kopenhagen.
Was folgt daraus? Es kann kein Entweder Oder geben. Es muss der Doppelschlag her. Also Kanada und Grönland. War das von Beginn an die Strategie? Kanada, um Grönland zu kriegen? Also den unmittelbaren nördlichen Nachbarn als Sprungbrett auf die Inuit- und Wikinger-Insel nehmen und nutzen?
Eine unbezwingbare Logik. Was können die Grönländer, was können die Dänen tun? Es wird nicht leicht für sie. Die Inuit sind nur mäßig bewaffnet, und die Grönländer sind nicht zahlreich. Keine 60.000 Leute. Und die Dänen? Sie könnten sich über ihre Färöer-Inseln, zur Verteidigung nach Grönland hinüberhangeln. Vielleicht mit Zwischenstation auf der verbündeten Wikinger-Insel Island.
Wie es scheint, hat die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederisken andere Pläne. Sie hat angekündigt, dass sie die allgemeine Wehrpflicht auch für Frauen einführen will. Damit bekäme es Trump auf Grönland nicht nur mit Eskimos und Wikingern zu tun, sondern auch mit Wikingerinnen, den Amazonen des Nordens. Das dürfte ihn stärker beeindrucken als die Tatsache, dass beide, die USA und Dänemark NATO-Verbündete sind, sich also eigentlich gegenseitig verteidigen sollten.
Rainer Bonhorst, geboren 1942 in Nürnberg, arbeitete als Korrespondent der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) in London und Washington. Von 1994 bis 2009 war er Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen-Zeitung.

Ist eine „Hellbrise“ eigentlich eine anerkannte Berufskrankheit von Journalisten ?
@Henri Brunner, es ist vergebliche Mühe, einem Bekloppten beizubringen, das er bekloppt ist. Der Wessi, um den es hier hauptsächlich geht, vorallem als Wähler, har seiner Erziehung nach konform gehandelt. Denken kommt da nicht vor. Meinung kommt per Glotze.
@Rolf Mainz: Ja, leider ist davon auszugehen, dass er kein Interesse, die deutsche Müllhalde zu sanieren.
Bloß gut, das es jetzt neben dem Teufel Putin noch den Satan Trump gibt. Wo doch der deutsche Wähler mehrheitlich so schön gewählt hat und eigentlich einer hellen waffen- und kriegsbegeisterten Zukunft entgegen sieht. Die Waffen müssten reichen, um Trump und Putin gleichzeitig in die Schranken zu weisen. Warme Hosen und Stiefel für die Grönland- und Ukraineverteidiger müsste unsere sozialistische Staatswirtschaft auch noch beschaffen können (oder werden die – wie die Masken für Corona – in China gefertigt?).
Wie pervers muss man sein, um eine allgemeine Wehrpflicht für Frauen einzuführen? Oder sollten das etwa alles Penisfrauen:Innen sein? – Videoaufnahmen: Im Ukrainekrieg habe ich 2 erschossene Frauen gesehen. Eine war splitterfasernackt und lag am bewaldeten Straßenrand – ein sehr trauriges unbd deprimierendes Bild. Die zweite erschossene Dame trug noch ihre gesamte Ausrüstung. Beide waren Scharfschützen, die freudig in den Krieg gezogen sind – incl. Interview.
@Johannes Termer: Sie beschleicht kein Gefühl, Ihr Gefühl wird Ihnen von den Wahrheitsmedien rund um die Uhr eingetrichtert.
So viele Wikingergene sind da wohl nicht hängengeblieben, rothaarige Inuit sind seltener,als Vernunftbegabte unter den politisch Roten, also ungefähr 0 Prozent.
Die Anteil von Alkoholikern ,anderen Drogenabhängigen und Selbstmordkandidaten ist so hoch, wie in kaum einem anderen Land.
Vielleicht schickt Donald kostenlos Fentanyl rüber,erprobt in vielen US-Städten,und Feuerwasser, hat sich bei den Indianern auch bewährt. Nachschub gibts dann nur gegen Verrechnung von Land. Donald ist Geschäftsmann, seine Vorfahren wussten schon, wie man ohne Waffen sich die Taschen voll macht.
Irgendwie kann man die störrischen Typen schon auf Linie bringen.Was kann Dänemark da schon bieten, noch mehr Sozialhilfe?, weil von den paar Fischen fangen, und Robben totschlagen leben die dort nicht.