Murat Altuglu
Die Zeit veröffentlicht einen Artikel zum Siedlungsbau in Israel. Begleitet wird dieser Artikel mit einem Bild, auf dem ein Mann zu sehen ist, der entlang eines Bauzauns läuft. Der Mann trägt Anzug und Hut, keine Krawatte. So ziehen sich viele gläubige Juden an. In Brooklyn oder auch in Miami Beach sehe viele Leute, die so angezogen sind.
Unter dem Bild steht als Beschreibung „Ein ultraorthodoxer Jude.“ Jetzt frag ich mich, was heißt hier “ultraorthodox”? Was will mir die Zeit mit dem Adjektiv vermitteln? Welches Wissen soll der Leser erlangen?
Wurde der Mann auf dem Bild gefragt, ob er ultraorthodox ist? Kann er nicht auch megaorthodox oder gar extremorthodox sein? Vielleicht ist er aber auch nur superorthodox, oder, kaum zu fassen, einfach nur ein Jude, der seinen Glauben ernst nimmt.
Von der Qualitätszeitung in Deutschland erwarte ich präzisiere Judenbeschreibungen.
Der 'Zeit'-Schreiberling war halt ganz verwirrt, dass die Person auf dem Foto keinen gelben Stern getragen hat, von daher musste sich dieser 'Qualitätsjournalist' eben ausschliesslich auf seine Vorurteile verlassen......
"Die Zeit" meint mit "ultraorthodoxer Jude" schlicht und einfach in der Tradition der deutschen Leitkultur Jud Süß ! Nur sie trauen es sich nicht schreiben !
Wir glauben Urknall und Genderwahn und sind auf nem Affentrip....hipp hipp.. Die technisch Blinden sind in der Minderheit!
Die Zeit kennt die Juden: Jude mit Anzug und Hut in Israel bedeutet ultraorthodox. Jude mit T-Shirt und Kippa, gehäkelt, bedeutet Siedler. Jude mit Uniform, bedeutet Besatzer. Jude mit Anzug ohne Hut in Amerika, bedeutet Israellobby. Jude mit Anzug ohne Hut in der Ukraine, bedeutet jüdischer Oligarch. Jude in Deutschland mit Anzug und Hut, bedeutet Rabbi. Jude in Deutschland mit Kippa, bedeutet Jude. Jude in Deutschland mit gelbem Stern, bedeutet Jude. (früher)
@Welches Wissen soll der Leser erlangen? : Ultrarechts, vermute ich.