Rainer Grell / 11.04.2017 / 14:00 / Foto: Jan Tik / 8 / Seite ausdrucken

Judenhass: Den einen ihr Mohammed, den anderen ihr Luther?

Kürzlich hat der muslimische Wissenschaftler syrischer Herkunft, Bassam Tibi, unter dem Titel „Die Rückkehr des Judenhasses“ einen bemerkenswerten Beitrag auf der Achse geliefert.

Schon vor mehr als zehn Jahren hat derselbe Autor zu diesem Thema geschrieben: „Der Inhalt vieler antisemitischer Schriften in islamischen Sprachen weist offensichtliche Parallelen mit der NS-Ideologie auf. Umso mehr stellt sich die Frage: Warum empören sich die Deutschen nicht ebenso heftig über den islamistischen Antisemitismus wie über den neonazistischen? Warum reden deutsche Islam-Experten, die unablässig Verständnis für die islamische Kultur predigen, nicht auch von den Gefahren des Judenhasses, der nicht zuletzt in der deutschen Islam-Diaspora allgegenwärtig ist?" (siehe hierzu auch Jesko Matthes Achse-Beitrag hier)   

Bemerkenswert finde ich die Ausführungen von Tibi auch deshalb, weil er mit keinem Wort den Ursprung des islamischen Judenhasses erwähnt. Dieser ist nämlich so alt wie die „Religion des Friedens“ selbst. Ich erlaube mir, seinen Beitrag insoweit zu ergänzen.

Jüdische Zurückweisung

Über die Ursache der Judenfeindlichkeit des Islam-Gründers Mohammeds kann man nur spekulieren. Es dürfte aber nicht völlig abwegig sein, dahinter „enttäuschte Liebe“ zu vermuten. Als der Prophet aus seiner Geburtsstadt Mekka im Jahr 622, dem Jahr 1 der islamischen Zeitrechnung, mit ein paar Getreuen in das gut 400 Kilometer entfernte Yathrib/Medina floh, traf er auf mehrere jüdische Stämme, die dort schon seit Jahrhunderten siedelten. Er hatte bereits in Mekka Kontakt mit Juden und ihrer Religion gehabt und ging davon aus, dass die Juden Yathribs ihn als Propheten anerkennen und seiner Lehre folgen würden. Schließlich hatten Juden und Muslime in Abraham/Ibrahim denselben Stammvater.

Vielleicht um ihnen entgegen zu kommen, behielt Mohammed zunächst Jerusalem, al-Quds, als traditionelle Gebetsrichtung (qibla) bei, „gen Syrien“ wie Ibn Ishaq in seiner Mohammed-Biographie schreibt. „Der Prophet forderte die Juden auf, den Islam anzunehmen, versuchte, sie dafür zu begeistern, und warnte sie vor der Eifersucht und der Strafe Gottes. Sie aber wiesen ihn zurück und glaubten nicht an seine Botschaft“ (Ibn Ishaq, Das Leben des Propheten, Spohr, Kandern 2004, Seite 121). Vermutlich deshalb änderte Mohammed bald (18 Monate nach der Hidschra) die qibla in Richtung der Kaaba in Mekka (Sure 2, 144), jenes würfelförmige Gebäude, das nach dem Koran von Ibrahim und seinem Sohn Ismael (Sure 2, 127) als Wallfahrtsort in Stand gesetzt worden war (Sure 22, 26/27).

Für die drei wichtigsten jüdischen Stämme in Yathrib/Medina fiel die Strafe Gottes unterschiedlich aus: Die Banu Qainuqa und die Banu Nadir kamen relativ glimpflich davon: Sie mussten ihr Hab und Gut aufgeben und die Stadt verlassen.

Die Banu Quraiza verhielten sich beim Angriff der mekkanischen Quraisch auf Medina in der so genannten Grabenschlacht zwiespältig (sie unterstützten Mohammeds Leute beim Graben, versorgten den Gegner aber mit Proviant). Mohammed sah darin Verrat, befahl, auf dem Marktplatz Gräben auszuheben und ließ die Männer „Gruppe um Gruppe in den Gräben“ enthaupten. „Insgesamt waren es sechs- oder siebenhundert Männer; einige behaupten sogar, es seien zwischen acht- und neunhundert gewesen.“ „Der Prophet verteilte den Besitz, die Frauen und die Kinder unter den Muslimen. ... Eine der gefangenen Frauen, Raihana bint Amr, behielt der Prophet für sich selbst.“ (Ibn Ishaq, Seite 180/181)

"Töte ihn!"

In einem Hadith (Ausspruch) rief Mohammed zur vollständigen Ausrottung der Juden auf: „Ihr werdet die Juden bekämpfen, bis einer von ihnen hinter einem Stein Zuflucht sucht. Und dieser Stein wird rufen: 'Komm herbei! Dieser Jude hat sich hinter mir versteckt! Töte ihn!'“ Dieser Ausspruch des Propheten findet sich wörtlich in Artikel 7 Absatz 3 der HAMAS-Charta von 1988. Er bildete auch die Brücke zwischen dem muslimischen Antisemitismus eines Mohammed Hadj Amin Al Husseini und dem Rassenwahn der Nazis (siehe auch hier).

Und auch die Muslimbruderschaft fordert in ihrem Strategiepapier für Europa vom 1. Dezember 1982 unter Punkt 11: „ein Hassgefühl gegenüber den Juden nähren und jegliche Koexistenz verweigern“. Demgemäß werden Juden im muslimischen Sprachgebrauch als Söhne von Affen und Schweinen verächtlich gemacht, sehen sich Muslime als Angehörige der Umma, der weltweiten islamischen Gemeinschaft, selber als das von Gott auserwählte Volk: „Ihr seid die beste Gemeinde, die für die Menschheit hervorgebracht wurde“ (Sure 3, 110).

Aussagen Mohammeds sind für Muslime wie Befehle Allahs selbst, die widerspruchslos befolgt werden müssen. Denn im Koran heißt es „Wer dem Gesandten gehorcht, der hat in der Tat Allah gehorcht.“ (Sure 4, 80) „Und wenn Allah und Sein Gesandter eine Angelegenheit beschlossen haben, dann steht es einem gläubigen Mann oder einer gläubigen Frau nicht zu, in dieser Angelegenheit eine Wahl zu haben.“ (Sure 33, 36) Denn „der Gesandte Allahs ist ein schönes Vorbild für euch und für diejenigen, die auf Allah und den Jüngsten Tag hoffen und Allahs häufig gedenken.“ (Sure 33, 21) Da stört es auch nicht, dass dieser Gesandte nach islamischen Quellen mindestens 43 Morde in Auftrag gegeben hat.

Ewigkeitsgarantie für Koran und Sunna in Deutschland?

Für die im „Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland“ zusammengeschlossenen vier Islamverbände (DITIB, VIKZ, Islamrat und ZMD) gilt nach § 1 Absatz 5 der Geschäftsordnung vom 28. März 2007: „Koran und Sunna des Propheten Mohammed bilden die Grundlagen des Koordinierungsrats. Dieser Grundsatz darf auch durch Änderungen dieser Geschäftsordnung nicht aufgegeben oder verändert werden.“ Er genießt somit die gleiche „Ewigkeitsgarantie“ wie die tragenden Prinzipien des Grundgesetzes nach Artikel 79 Absatz 3. Damit ist auch der Antisemitismus Mohammeds als Bestandteil der Sunna wie ein Grundstein einzementiert. Und von diesem sagte uns Schiller: „Liegt der Irrtum nur erst, wie ein Grundstein, unten im Boden, immer baut man darauf, nimmermehr kömmt er an Tag.“

Die Muslime haben ein Problem mit den Juden, weil sie dem Propheten die kalte Schulter gezeigt haben und dieser sie darauf zum Abschuss freigegeben hat. Die Christen haben ein Problem mit den Juden, weil sie Jesus ans Kreuz geschlagen haben. Sicher, es waren die Römer, aber die Juden hätten es verhindern können, haben aber stattdessen geschrien „gib uns Barabbas frei!“ Diese Einstellung findet symbolisch ihren Niederschlag in der Karfreitagsfürbitte, die im 6. Jahrhundert entstand. Das Zweite Vatikanische Konzil brachte in „Nostra Aetate“ insofern eine Wende, als es die Gottesmordtheorie und jeglichen Antisemitismus zurückwies. Benedikt XVI. goss jedoch wieder Öl ins Feuer, was den weltweiten Protest von 1600 Rabbinern hervorrief.

Fazit: „Die Juden sind unser Unglück.“ (Heinrich von Treitschke, 1834-1896). Ich bin wahrlich kein Prophet. Aber nach mehr als 2000 Jahren Geschichte des Antisemitismus ist nicht erkennbar, wie sich daran in den nächsten 2000 Jahren etwas ändern sollte. Eben wegen der steinzeitlichen Gefühle, die die Evolution dem Menschen mitgegeben hat. Und darin unterscheiden sich Muslime, Christen und Atheisten in keiner Weise.

Der persische Dichter Saadi (1210-1291) hat diese Gemeinsamkeit zwar so beschrieben

Die Kinder Adams sind aus einem Stoff gemacht,

als Glieder eines Leibs von der Schöpfung erdacht.

Sobald ein Leid geschieht nur einem dieser Glieder,

dann klingt sein Schmerz sogleich in ihnen allen wider.

Ein Mensch, den nicht die Not der Menschenbrüder rührt,

verdient nicht, dass er noch des Menschen Namen führt.

Doch ist das eben Poesie und nicht Realität.

Was den einen ihr Mohammed, ist den anderen ihr Luther?

Realität war demgegenüber der mittlerweile allgemein bekannte Antisemitismus Martin Luthers, der natürlich im Jahr des Reformationsjubiläums nicht unerwähnt bleiben darf. Weniger bekannt dürfte dagegen die verblüffende Verwandtschaft zwischen Mohammed und Luther bei diesem Thema sein. Wie jener hat sich der Reformator nämlich zunächst durchaus um die Juden bemüht. In seiner Schrift „Daß Jesus Christus ein geborner Jüde sei“ (1523) betonte er, dass Jesus aus Gottes Volk stammte, schloss Gewalt gegen Juden aus und sah ihre gesellschaftliche Isolierung als Hindernis, sie „zu bessern“, das heißt, zum „wahren Glauben“ zu bekehren. Er nahm an, Juden nach erfolgter Reformation der Kirche eher zu Christen bekehren zu können. Erst nachdem er darin enttäuscht worden war, wandelte er sich zu einem Judenfeind: „Ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes, durchteufeltes Ding ist’s um diese Juden, so diese 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen.“ Vom Paulus zum Saulus gewissermaßen.

Aber dazu werden wir im Laufe des Jahres ja noch das Nötige von Margot Käßmann hören, der „Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum 2017“. Sie wird der Öffentlichkeit sicher auch mitteilen, was der evangelisch-lutherische Landesbischof Martin Sasse aus Eisenach im Vorwort zu seiner Schrift „Martin Luther und die Juden - Weg mit ihnen!" (Freiburg 1938) geschrieben hat: „Am 10. November 1938, an Luthers Geburtstag, brennen in Deutschland die Synagogen. Vom deutschen Volk wird ... die Macht der Juden auf wirtschaftlichem Gebiet im neuen Deutschland endgültig gebrochen und damit der gottgesegnete Kampf des Führers zur völligen Befreiung unseres Volkes gekrönt. In dieser Stunde muss die Stimme des Mannes gehört werden, der als der Deutschen Prophet im 16. Jahrhundert einst als Freund der Juden begann, der getrieben von seinem Gewissen, getrieben von den Erfahrungen und der Wirklichkeit, der größte Antisemit seiner Zeit geworden ist, der Warner seines Volkes wider die Juden.“

Also auf den Punkt gebracht: Was den einen ihr Mohammed, ist den andern ihr Luther. Oder was?

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Peter Payer / 12.04.2017

Wenn man den Koran liest, werden Juden und Nazarener, also Christen, mit dem Tod bedroht und allgemein als Ungläubige bezeichnet. Hier ist auch der Hass der Moslems gegenüber dem Westen klar benannt.

Ludwig Watzal / 12.04.2017

In der Tat setzte Luther anfänglich auf die Bekehrung der Juden zum “neuen” protestantischen Glauben. Nachdem eine Massenkonversion ausblieb, rastete Luther schier aus: “Pfu euch hie, pfu euch dort, und wo ihr seid, ihr verdammten Juden, daß ihr die ernste, herrliche, tröstliche Wort Gottes so schändlich auf euern sterblichen, madigen Geizwanst ziehen düret, und schämet euch nicht, euern Geiz so gröblich an den Tag zu geben! Seid ihr doch nicht wert, dass ihr die Biblia von außen sollet ansehen, schweige dass ihr drinnen lesen sollet! Ihr solltet allein die Biblia lesen, die der Sau unter dem Schwanz stehet, und die Buchstaben, die dasselbe heraus fallen, fressen und saufen.“ In seiner unsäglichen und widerlichen Schrift „Vom Schem Hamphoras“ lässt Luther im wahrsten Sinne des Wortes die Sau raus. Darin wird der den Juden hochheilige Name Gottes in den Dreck gezogen. Ich erspare den Lesern/innen den “Fäkalantisemitismus” Luthers.  Er hat die Juden regelrecht verteufelt. Karl Jaspers hat bereits alles über Luthers Einfluss auf den Vernichtungsantisemitismus Hitlers gesagt: „Was Hitler getan, hat Luther geraten, mit Ausnahme der direkten Tötung durch Gaskammern.“ Wie Kardinal Lehmann Luther auch für Katholiken als “Lehrer des Glaubens” anpreisen kann, ist schleierhaft. Vermutlich kennt er nicht Luthers brutalen Antisemitismus. Rainer Grell ist zuzustimmen, dass die Kässmänner und Kässfrauen anstatt Luther zu beweihräuchern, ihn eigentlich aus dem Verkehr ziehen und einbunkern sollten. Wie will die Beauftragte für die Jubelfeiern im Luther-Jahr, Margot Käässmann, folgende Erklärung ihrer Mitbruders und Landesbischofs im Geiste, Martin Sasse, erklären, der justament am 9. November 1938 (!) folgendes preisendes über den “gottgesegneten Kampf des Führers zur völligen Befreiung unseres Volkes“ zum besten gab, sondern auch Luther zum „größte(n) Antisemit(en) seiner Zeit“ und „Warner seines Volkes wider die Juden“ erklärte? Das Luther-Jahr sollte zum Rohrkrepierer der protestantischen und katholischen Jubel-Perser werden!

Hans J. Baumann / 12.04.2017

Der Aspekt fehlt meineserachtens:  Durch christliches Vorurteil aus den Handwerkszünften getrieben bzw. von vornherein ausgeschlossen, gewannen die Juden bei stärker werdender Geldwirtschaft,  als Gläubiger vieler kleinen Leute, eine verhasste Machtposition.  Dazu kam die Geldleihe an Adelige, sogar Könige.  Richard Löwenherz, zum Beispiel,  wurde mit dem Geld aus einer Zwangsabgabe von Juden als Gefangener freigekauft, bevor er nach England zurückkehrte.  Juden waren also in eine gefährliche Lage gekommen:  Egal, was sie taten, sie wurden zu oft Gläubiger oder Verweigerer.  Es war leichter sie in Pogromen zu beseitigen und dadurch die aufgelaufenen Schulden.  Ich sehe auch den Holocaust als einzigartige Beraubung europäischer Juden durch diktatorische Systeme.  Nur so wird der Wahnsinn recht verständlich.  Wer Eigentümer und die Erben gleich mit beseitigt, muss sich später nicht rechtfertigen. Das Raubgut erreichte die Reichsbank, die Goldfasane und die kleinen Mitläufer der Nazis.  Da das alles akkurat aufgezeichnet wurde,  ist im Prinzip in den Ver- kaufsprotokollen aller Art nachvollziehbar, wo ein billiger Stuhl aus einer jüdischen Wohnung abgeblieben ist.  Der Islam verspricht den Gläubigen ebenfalls Beute aus dem Eigentum “Ungläubiger”. Das ist der Kern des Einwanderungsmotivs.  Was mit geschenkten Sozial-leistungen im Westen beginnt, wird alsbald in starken politisch-ökonomischen Forderungen an den Weste enden.  Konkret, an dessen ehemals freie Bürger. Diese ahnen zu 99 % nicht, dass der Koran sie längst bindend verpflichtet hat.

Richard Loewe / 12.04.2017

was ein exzellenter Beitrag! Eventuell zu ergänzen: Sozialisten (egal ob nationale oder internationale) hassen das Judentum und seit es einen Staat hat, natürlich auch diesen. Der Linksschwenk des gesamten deutschen politischen Spektrum (auch die AfD ist linker als das die CSU in den 1980ern war) geht natürlich einher mit einem verstärkten Kampf gegen die Juden. Am besten geeignet hierfür ist der Import der am beständigsten judenhassenden Kraft der Welt, dem islam. Ich bin sehr froh, nicht mehr in Deutschland zu sein. Auch noch zu ergänzen: ein frohes Osterfest, an dem die Christen die Auferstehung des fleischgewordenen Gottes der Juden feiern. Ausser den Christen, die Luther folgen. Die feiern mit Margot, der weinsaufenden Fastenbrecherin ein Gutmenschenfest, welches jedes Jahr neu ausgehandelt werden muss, bis es dann endlich von den vielen Geschenken verboten wird.

Jürgen Dannenberg / 12.04.2017

Zitat: Was den einen ihr Mohammed, ist den andern ihr Luther.  Und alle zusammen ihren Hass auf Deutschland. Ja, es ist die Zeit des hassend, oder genauer es war immer eine Zeit des Hass. Vielleicht lag es auch daran das, dass Christentum den Vorläufer unserer spirituellen Kultur zerstört haben, mit sehr tatkräftiger Unterstützung eines gewissen Karls, Also Wotan, und wie sie alle hießen. Mit anderen Worten, ich weiß nicht wo der Hass herrührt. Besonders ausgeprägt scheint er ja unter den linken/grünen Pseudo Intellektuellen zu sein.

JF Lupus / 12.04.2017

Wer für Freiheit ist, muss den Islam genau so bekämpfen wie die NS-Ideologie. Wer den Islam toleriert, der ist mit schuldig an jedem Opfer islamischen Terrors. Friedlichen Islam gibt es genau so wenig wie friedliche Nazi-Ideologie.

Wolfgang Kaufmann / 12.04.2017

„Warum empören sich die Deutschen nicht ebenso heftig…“ — Weil sie gefangen sind in einer Nabelschau. Im Grunde geht es weder darum, die Welt zu verbessern, noch den Armen zu helfen. So wie beim Helfersyndrom das „Opfer“ zum Objekt der Selbstüberhöhung des „Retters“ wird, so geht es hier um den untauglichen Versuch, das Nationaltrauma zu therapieren. Für diese psychische Scharade ist uns jeder Muslim und jeder Jude recht und die realen Zusammenhänge von Ursache und Wirkung interessieren nicht. Warum kennt kaum ein Deutscher die sehr vergleichbaren Ereignisse im Kongo, muss aber zwanghaft im völlig anders gelagerten Fall Palästina Partei ergreifen?

Frank Holdergrün / 11.04.2017

Der Vergleich stimmt, nur dass Luther wirklich gelebt hat, während die ersten Aufzeichnungen von Mohammed erst 150 Jahre nach seinem Tod gefasst wurden. Und zwar von persischen Schreibern im Auftrag der Abassiden (damals Sitz in Bagdad), die sich eine clevere Märchengeschichte als Ablösung des Christentums ausdachten, vom demütigen hin zum angriffs-kriegerischen Gläubigen, der sich gleichzeitig gerne versklaven ließ und als Märtyrer höchst gerne an vorderster Front starb, um das Paradies zu durchdringen. Siehe dieses Buch: Der missverstandene Koran: Warum der Islam neu begründet werden muss - von Barbara Köster. Die damals im Dienst der Abassiden stehenden Perser hatten leider nicht bedacht, dass auch ihre Kultur des Wissens von ihren eigenen Märchen eingeholt und vollständig in die “Wissens(c)Haft” des Islam eingekerkert würde. Ihre Nachfahren leiden bis heute daran, nachdem ein in Paris wohlbehüteter Supertoleranzling seinen langen Bart nach Teheran zurückflog und dort das Märchen wiederbelebte.

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