Die terroristische Bedrohung kommt in den USA von drei Seiten: Neonazis, radikale Moslems und radikale Linke. Bei der ersten Gruppe gibt es Einigkeit, dass sie zu bekämpfen sind – bei den anderen beiden sieht das oft anders aus. Auch bei uns. Wie sich am Beispiel Charlie Kirk gerade wieder zeigt.
Am 8. Juni 2022 setzte sich der 26-jährige Nicholas Roske aus Simi Valley in Kalifornien in ein Flugzeug und reiste nach Washington D.C. Dort nahm er ein Taxi nach Maryland, zum Wohnort des Verfassungsrichters Brett Kavanaugh. Um ein Uhr morgens stand er vor dessen Wohnhaus, hatte einen Koffer mit Einbruchwerkzeug und einer Pistole in der Hand. „Was war Ihr Plan?“, fragte ihn später ein Ermittler. „Einbrechen“, antwortete Roske. „Ihn erschießen und dann mich selbst.“ Roske sagte, er sei besorgt über den „Rechtsruck“ des Obersten Gerichtshofs in Bezug auf Abtreibung und andere Themen und suche nach einem Sinn. Er habe sich einen Monat lang auf den Anschlag vorbereitet. „Ich hatte die Wahnvorstellung“, fügte Roske hinzu, „dass ich die Welt verbessern könnte, indem ich ihn töte.“ Das passt auf den Mord an Charlie Kirk. Wahnvorstellungen und Gewalt sind der Kern der radikalen Linken.
Gegen Kavanaugh hatte es vor dessen Ernennung eine beispiellose Schmutzkampagne gegeben; dazu gehörten Frauen, die behaupteten, in der High School von Kavanaugh vergewaltigt worden zu sein und später zugeben mussten, die Geschichten frei erfunden zu haben. Das linksgerichtete Southern Poverty Law Center – dessen Urteile darüber, wer „rechtsextrem“ ist, von Journalisten oft übernommen werden – brachte eine Propaganda-Story über einen Neonazi auf der Flucht vor der Polizei, der angeblich „froh“ über die Nominierung Kavanaughs sei, da dieser endlich „überall im Land die Rechte von Frauen abschaffen“ werde. Es war einfach nur irre. Nach Kavanaughs Bestätigung durch den Senat stürmten Anhänger der Demokraten das Kapitol und hämmerten gegen die Türen des Obersten Gerichts. So etwas hatte es in der Geschichte der Vereinigten Staaten noch nicht gegeben. War es in dieser Atmosphäre wirklich ein Wunder, dass jemand versuchte, Kavanaugh zu ermorden?
Der linke Radikalismus setzt seine Blutspur in Amerika fort. Charlie Kirk war nicht das erste Opfer. Vorher schon hatten Ultralinke zweimal versucht, Präsident Donald Trump zu ermorden. Davor, am 29. August 2020, tötete ein „Antifa-Aktivist“ (so die New York Times) bei einer Demonstration in Portland, Oregon, den Familienvater Aaron Joseph Danielson, sechs Tage vor dessen 40. Geburtstag. Auch damals versuchten Medien eine Täter-Opfer-Umkehr, indem sie Danielson als Rechtsradikalen darstellten, der sich seine Ermordung irgendwie selbst zuzuschreiben habe. Die New York Times zitierte einen Professor für Politikwissenschaft, der erklärte, warum die Ermordung Andersdenkender am Rande von „Antifa“-Demonstrationen beinahe naturnotwendig sei:
„Es herrscht eine Kultur, in der die rechten Bürgerwehren zwar zahlenmäßig deutlich kleiner, aber besser bewaffnet sind und zur Gewalt aufrufen. Wann immer sie auftauchen, werden sie unweigerlich von der Antifa oder anderen antifaschistischen Bewegungen in Portland konfrontiert, und am Ende hat man einen Teufelskreis fortwährender Konfrontationen.“
Neonazis, radikale Moslems und radikale Linke
Sie werden „konfrontiert“ – offenbar ein Code für „erschießen“. 2017 schockierte der Terroranschlag eines militanten Bernie-Sanders-Fans Amerika. Zehn Minuten lang schoss der 66-jährige James Hodgkinson auf republikanische Kongressabgeordnete, die sich auf einem Baseballplatz zum Sport getroffen hatten. Der republikanische Abgeordnete Steve Scalise wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Das Motiv des Täters: Hass auf Donald Trump und auf Konservative.
Am 15. August 2012 gab es einen Terroranschlag auf den Family Research Council, eine evangelikale NGO. Der 29-jährige Floyd Lee Corkins betrat das Büro in Washington und traf dort auf einen unbewaffneten Sicherheitsbeamten. Corkins holte eine Schusswaffe aus seinem Rucksack und richtete sie auf den Wachmann. Dieser griff Corkins an, und es kam zu einem Handgemenge, bei dem Corkins drei Schüsse abfeuerte und den Wachmann am Arm traf. Trotz der Schusswunde und Corkins‘ anschließender Schussabgaben gelang es dem Sicherheitsbeamten Leonardo Johnson, den Angeklagten zu entwaffnen und ihn zu Boden und auf den Bauch zu zwingen. Laut einer vom Angeklagten und der Regierung unterzeichneten Anklageschrift hatte Corkins den Family Research Council wegen der von diesem vertretenen Ansichten zu seinem Anschlagsziel gemacht, unter anderem wegen dessen Eintreten gegen die Anerkennung der Homo-Ehe. Er wollte so viele Mitarbeiter der Organisation wie möglich erschießen.
2009 wurde der 63-jährige Lebensschützer Jim Pouillon ermordet. Puoillon war bekannt, weil er seit 20 Jahren die Öffentlichkeit mit drastischen Fotos auf die Grausamkeit von Abtreibungen aufmerksam machen wollte. Dabei hatte er stets eine Sauerstoffflasche dabei, die er zum Atmen benötigte.
Die terroristische Bedrohung kommt in den USA von drei Seiten: Neonazis, radikale Moslems und radikale Linke. Bei der ersten Gruppe gibt es in der Gesellschaft Einigkeit, dass sie zu bekämpfen sind – sowohl ihre Taten als auch ihre Ideologie. Bei der zweiten sieht das schon anders aus: Die Anschläge von IS und Al-Qaeda sind stets verurteilt worden, aber die dahinter stehende Ideologie wird von vielen nicht als Bedrohung erkannt. Einflussreiche Politiker der Demokratischen Partei – wie die Abgeordneten Ilhan Omar und Rashida Tlaib oder der Gouverneur von Illinois, J.B. Pritzker – arbeiten öffentlich mit der islamistischen und antisemitischen Organisation CAIR zusammen. Bei radikalen Linken sieht es noch mal anders aus. Sie werden fast durch die Bank verharmlost, können Universitäten über Monate mit Gewalt tyrannisieren (und werden dann von deutschen Journalisten zu Opfern stilisiert) und bei öffentlichen Lesungen zu Gewalt aufrufen. Selbst wenn sie Menschen töten – wie jetzt Charlie Kirk – erhalten sie von der linken Seite Beifall.
Bei Blue Sky wird der Mord gefeiert
Nicht von allen Linken, aber doch von so vielen, dass es etwa schier unmöglich ist, auf die bei Linken beliebte Kurznachrichtenplattform Blue Sky zu gehen, ohne Witze über den Mord oder Rechtfertigungen zu lesen. „Ein Held hat einen Nazi erschossen“, steht da etwa. „Antifa-Anwalt“ „Dennis K.“ freut sich über den Mord, hat nur Sorge, dass die Tat womöglich am Ende den Linken schaden könne:
„Man kann es natürlich gut finden, dass Charlie Kirk tot ist, er war kein guter Mensch. Aber das Attentat an ihm wird für Trump ein idealer Vorwand sein Repressionen zu verstärken, Rechte einzuschränken. Unschuldige werden dann Opfer sein.“
So sieht es auch Bluesky-Nutzer „Hajo Thelen“:
„Um Kirk muss man keine Träne weinen, aber das könnte der Anlass sein, den die MAGA Junta noch gebraucht hat um ihre Schergen endgültig von der Leine zu lassen. Insofern glaube ich nicht, dass das ein guter Tag ist.“
Welcher es für diesen Nutzer fraglos gewesen wäre, wenn er den Mord an einem Menschen ganz unbeschwert feiern könnte. So, wie ein anderer Linker namens „F4rb (Herbstfreund)“, der schreibt: „Ich finds gut wenn Faschist*innen sterben.“ „justsara“ ruft zu weiteren Morden auf, mit der Zeile: „Faschisten“ (wütendes Smiley), „tote Faschisten“ (fröhliches Smiley). „Sven Strasen“ schreibt: „Eine Welt ohne Charlie Kirk ist ceteris paribus eine bessere Welt als eine Welt mit Charlie Kirk. “Nutzer „Bloodsucker“ ist einer Verschwörung auf der Spur:
„Es ist so offensichtlich, dass Trump Kirk hat töten lassen, um von Epstein abzulenken. Und als Bonus die totale Nazifizierung der USA durchzusetzen. Der US-amerikanische Reichstagsbrand.“
Natascha Strobl, hauptberuflich Kämpferin gegen Konservative und als solche oft befragte „Expertin“ in der Partei Die Linke sowie bei ARD und ZDF, vergleicht Charlie Kirk mit dem NS-Kriegsverbrecher Reinhard Heydrich, dem Leiter der Wannseekonferenz, der im Mai 1942 von tschechoslowakischen Untergrundkämpfern bei einem Anschlag getötet wurde. Damit scheint sie zu suggerieren, dass der Mörder in ihren Augen ein moralischer Held sei, dem Anerkennung und Ehre gebühre, während Charlie Kirk nur das bekommen habe, was er verdient. Dazu macht sie, was sie am besten kann: „Faschisten“ und „Weimar“ sagen und weitere schiefe Vergleiche in den Raum stellen:
„Das wird jetzt eine sehr schlimme Zeit in den USA. Jetzt wird es Weimar. Aber die Faschisten sind schon an der Macht.“
Bei Strobl marschiert Mussolini nach Weimar. Nicht den Mord an Charlie Kirk findet sie schlimm. Das Opfer und die um Kirk trauern, sind ihrer Meinung nach die wahren Täter.
Jann Wattjes (Autor verschiedener Fernsehformate, unter anderem zeitweise für das Neo Magazin Royale von Jan Böhmermann), jubelt: „Charlie Kirk. Juhu erwischt.“
Man könnte endlos weitere Beispiele nennen. Der christliche Fußballspieler Felix Nmecha wird an den Pranger gestellt, weil er Kirk gewünscht hatte, er möge in Frieden bei Gott ruhen. Daraufhin drehten nicht nur die Verantwortlichen bei seinem Verein Borussia Dortmund und einige Journalisten durch; in den sozialen Medien werden Nmechas Gegenspieler aufgefordert, diesen so zu foulen, dass er einen Kreuzbandriss erleidet. Es ist ein abgrundtiefer Menschenhass.
Diese Leute sind nicht besser als der Mörder. Wenn sie die Ermordung Andersdenkender gutheißen, was hindert sie dann daran, selbst auf Menschen zu schießen? Nur die Furcht vor Bestrafung. Sie wollen nicht ihr bequemes Leben gegen das Gefängnis eintauschen.
Lügen über das Opfer
Neben denen, die den Mord an Kirk feiern, gibt es noch diejenigen, die seinen Tod zum Anlass nehmen, ihn postum mit ihren Lügen zu beschmutzen. Das mittlerweile allgemein bekannte Beispiel ist Elmar Theveßen, der fälschlich behauptete, Kirk habe dazu aufgerufen, Homosexuelle zu steinigen (das ZDF distanzierte sich später, ein wenig). Warum traute sich Theveßen das? Weil es in Deutschland seit Jahren üblich ist, Lügen über amerikanische Christen zu verbreiten, ohne dass irgendjemand die Behauptung überprüft.
Die Expertin auf diesem Gebiet ist Annika Brockschmidt, die ihren Hass zum Beruf gemacht hat. Einst schrieb sie als Studentin eine Examensarbeit über evangelikale Christen in den USA, in der sie auf der Grundlage von einseitig ausgewählter Sekundärliteratur ein linkes Zerrbild der rund 65 Millionen evangelikalen US-Bürger zeichnete. Daraus machte sie einen Spiegel-Bestseller, „Amerikas Gotteskrieger“. Amerikaner können sich über ihre kruden Thesen nur wundern. So, wie Matthew Karnitschnig, Korrespondent von Politico, der über sie schrieb:
„Brockschmidt appelliert an einen niederen Instinkt: den Antiamerikanismus. Auf über 350 Seiten führt Brockschmidt die Leser von den Stufen des US-Kapitols am 6. Januar letzten Jahres über eine Trump-Kundgebung in Iowa bis an die Front des amerikanischen Kulturkampfes, um zu argumentieren, dass Amerika auf einen ‚christlichen Nationalismus‘ zusteuert. ‚Ihr Gott ist nicht sanft oder verzeihend, sondern rachsüchtig und militant‘, schreibt sie in einer Tirade gegen das, was sie als den wahren American Way of Life ansieht.“
„Brockschmidts Wutausbrüche sind umso bemerkenswerter, als sie ihr Amerika-Porträt offenbar gezeichnet hat, ohne die USA besucht oder auch nur mit den Protagonisten ihres Buches gesprochen zu haben – den ‚Gotteskriegern‘, die Amerika angeblich ins Verderben treiben (die einzigen zitierten Einzelinterviews stammen mit einer Handvoll Akademikern). ...Brockschmidt, die kürzlich (dank ihrer „tiefgründigen politischen Analysen“) zu den 30 besten Journalistinnen Deutschlands unter 30 ernannt wurde, hat einen Master-Abschluss in Geschichte mit dem Schwerpunkt ‚Krieg und Konflikt‘. Ihr Interesse an Amerika bezeichnet sie als ‚Hobby‘.“
In den Augen der Amerikaner sei Brockschmidts Arbeit „eine offensichtliche Karikatur“, resümiert Karnitschnig. Als ich vor einigen Jahren Brockschmidt Verleumdungen nachwies – dem evangelistischen Autor Stephen McDowell hatte sie angedichtet, er wolle die Sklaverei wiedereinführen und „Nichtchristen“ „dauerhaft versklaven“ – und sie mit der Reaktion ihrer amerikanischen Mentorin Julie Ingersoll konfrontierte, die sich „verwundert“ über die Behauptung gezeigt hatte, antwortete Brockschmidt nicht einmal. Klar, was sollte sie auch sagen. „Ich habe mir das halt so ausgedacht?“
Ausgerechnet diese Fantasyautorin wurde nun auch als Expertin für Charlie Kirk interviewt und beschimpft diesen als „Rechtsextremisten“. Als ein Radiomoderator des WDR darauf hinwies, dass manche der Meinung seien, Brockschmidts Schüren von Ressentiments habe zu einem Klima beigetragen, in dem der Mord erst möglich wurde, spielte sie die verfolgte Unschuld. Die Vorstellung, dass Brockschmidt Verantwortung für ihre aufwieglerischen Tiraden gegen amerikanische Christen tragen könnte, wurde von ihren Fans prompt als „Eklat“ gekennzeichnet.
Etwas, das Brockschmidt besonders verwerflich findet, ist, dass Kirk Material darüber sammelte, wie manche linken Professoren an US-Universitäten Konservative diskriminieren. Brockschmidt behauptet nun, dass diese Recherche dazu geführt habe, dass die „Betroffenen“ „zum Ziel von Gewalt- und Morddrohungen" geworden seien. Versuchen wir, den Zusammenhang nüchtern darzustellen: 90 Prozent der amerikanischen Professoren für Politikwissenschaft neigen laut eigenen Angaben der Demokratischen Partei zu. Konservative gibt es so gut wie keine unter ihnen. Aber hier, wie Kirk das getan hat, von einer „Schlagseite“ zu sprechen, bringt diese Professoren laut Brockschmidt in Lebensgefahr. Auf der anderen Seite hat Brockschmidt das Recht, jeden Konservativen als Rassisten, Rechtsextremisten oder Faschisten zu beschimpfen, ohne deshalb dafür verantwortlich gemacht zu werden, wenn jemand meint, diesen „Faschismus“ mit dem Gewehr bekämpfen zu müssen. Andere mit anderem Maß zu messen als sich selbst, ist so sehr Teil von Brockschmidts Natur, dass sie es wahrscheinlich selbst nicht merkt.
Freunde: „Kirk bekämpfte den Antisemitismus in der Rechten“
Zu den Vorwürfen gegen Kirk gehört auch, er habe sich antisemitisch geäußert. Was ist da dran? Im Oktober 2023, nur wenige Tage nach den Massakern der Hamas am 7. Oktober, sorgte Kirk für Kontroversen, als er die jüdische Philanthropie an amerikanischen Universitäten anprangerte, weil sie „ihren eigenen Untergang subventionieren, indem sie Institutionen unterstützen, die Antisemiten hervorbringen und Völkermörder unterstützen“.
Tatsächlich sind US-Universitäten zu Treibhäusern des Antisemitismus geworden. Und es gibt Organisationen, wie den auch von George Soros finanzierten New Israel Fund (NIF), die antisemitische Gruppen wie Adalah unterstützen, die die „Apartheids“-Lüge über Israel verbreiten und zum Boykott des jüdischen Staates aufrufen.
In einem Beitrag für das jüdische Magazin Jewish Insider weisen die Autoren Matthew Kassel und Emily Jacobs daraufhin, dass Kirk den Antisemitismus nicht nur der Linken, sondern auch der Rechten bekämpft habe. Charlie Kirk habe „als wichtiges Bollwerk gegen den zunehmenden Antisemitismus und die antiisraelische Feindseligkeit der extremen Rechten“ gegolten, wie Freunde und Bekannte gegenüber Jewish Insider berichteten.
„Obwohl er vor allem als scharfer und unnachgiebiger Kritiker dessen bekannt war, was er als Exzesse der linken Kultur anprangerte, warnte Kirk, der Gründer der Jugendaktivistengruppe Turning Point USA, auch vor den Risiken, die durch die Übernahme von Antisemitismus und Online-Verschwörungstheorien über Juden und Israel durch junge Konservative entstehen.“
Es gebe „eine Ecke im Internet, in der Menschen mit dem Finger auf die Juden zeigen und sie für all ihre Probleme verantwortlich machen wollen“, sagte er kurz vor seinem Tod bei einer Veranstaltung. „Leute, das ist dämonisch und kommt aus der Hölle und sollte nicht toleriert werden.“
Kirks Einfluss auf den Diskurs der Online-Rechten sei erheblich gewesen, so die Autoren, „und seine Ansichten zu Israel wurden aufmerksam beobachtet, als andere rechte Podcaster dem jüdischen Staat kritischer gegenüberstanden“. Rabbi Pesach Wolicki, Geschäftsführer von Israel365 Action, weiß aus Gesprächen mit Kirk, dass dieser mit Widerstand von rechts konfrontiert wurde, weil er sich weigerte, seine Unterstützung für Israel aufzugeben. „Tatsache ist, dass Charlie nicht mit jeder Entscheidung der israelischen Regierung einverstanden war, aber er war einer der eifrigsten Verteidiger Israels“, sagte Wolicki gegenüber Jewish Insider. „Die meisten Leute erfahren von Charlies Besuchen auf dem Campus durch virale Clips, die dort veröffentlicht wurden. Doch 40 bis 50 Prozent der Fragen, die Charlie in den letzten anderthalb Jahren auf dem Campus gestellt wurden, drehten sich um Israel.“ Kirk besuchte diese Universitäten nicht , um über Israel zu sprechen, aber die Studenten hätten die Debatte immer wieder dorthin geführt. „Die Hälfte der Zeit, die er dort verbrachte, verteidigte er Israel.“ Obwohl er und Kirk in ihren Gesprächen über Israel nicht immer einer Meinung gewesen seien, habe Kirk „immer lernen wollen, wissen, was die Wahrheit ist und wie man diese Fragen richtig beantwortet“, sagte Wolicki. „Ich sah in jedem Gespräch nur Aufrichtigkeit und Sorge und einfach Liebe zu Israel, selbst wenn er anderer Meinung war als Israel, selbst wenn Israel ihn frustrierte."
Josh Hammer, ein konservativer politischer Kommentator und persönlicher Freund Kirks, sagte Jewish Insider, Kirks Affinität zum jüdischen Volk basiere auf seinem evangelikalen christlichen Glauben und der Tatsache, dass einige seiner ersten beruflichen Mentoren konservative pro-israelische Verfechter wie David Horowitz und Dennis Prager gewesen seien. Hammer sagte, er und Kirk hätten sich regelmäßig darüber ausgetauscht, wie man dem zunehmenden Antisemitismus innerhalb der Republikaner am besten begegnen könne, und er sei besorgt darüber, wie sich Kirks Abwesenheit in Zukunft auf diesen Anstieg auswirken würde. „Er war ein junger konservativer Anführer und hatte ein klares Gespür dafür, dass die Generation Z in der Israel-Frage und in Bezug auf Antisemitismus im Allgemeinen eine nicht gerade gesunde Richtung einschlägt“, sagte er gegenüber Jewish Insider. „Wir würden darüber sprechen, wie wir dem entgegenwirken können“, fügte Hammer hinzu. Kirk habe „vielleicht mehr getan als jeder andere im Land“ getan, um gegen den Antisemitismus der extremen Rechten zu kämpfen.
Kirk hatte zuletzt an einem Buch über den Sabbat gearbeitet, das im Dezember erscheinen soll. Es trägt den Titel „Stop, in the Name of God: Why Honoring the Sabbath Will Transform Your Life“.
Judenhass, Christenhass und Cancel Culture
Diejenigen, die die Juden hassen, sind zum großen Teil dieselben, die auch Christen hassen, die an die Bibel glauben. Viele der Accounts in den sozialen Medien, die den Mord an Kirk feiern, haben am 7. Oktober auch gejubelt, als jüdische Zivilisten grausam ermordet wurden. Auch die Nazis haben Christen gehasst. Das illustriert beispielhaft das Titelbild der Ausgabe Nr. 44/1936 des NS-Propagandablatts „Der Stürmer“. Es zeigte das Alte Testament mit einem Davidstern und kommentierte: „Den Geist, der aus dem Buche spricht / Versteht die deutsche Jugend nicht.“ Ab 1936 wurden das Alte Testament und Katechismen aus Schulen verbannt, Kreuze abgehängt und Dekrete erlassen, die eine „Beeinflussung“ der „deutschen Jugend“ durch das Christentum verhindern sollten. Thomas Mann schrieb im Jahr 1938, die Welt müsse „einsehen, dass die nationalsozialistische Verfolgung des Judentums Hand in Hand geht mit der Feindschaft gegen das Christentum, ja, dass beide Anfeindungen Ausdruck derselben heidnischen und gottfeindlichen Gesinnung sind. Der nationalsozialistische Antisemitismus ist zugleich Antichristlichkeit."
Den satanischen Hass auf Gott und seine Schöpfung und die Freude an sinnlosem Gemetzel findet man auch bei den führenden Demagogen des Kommunismus. Ernesto „Che“ Guevara, bis heute ein Held der Linken, fantasiert in seinen „Motorradtagebüchern“ (der Titel bezieht sich auf eine neunmonatige Reise durch Südamerika, die Guevara 1952 zusammen mit einem Freund auf einem Motorrad unternahm) über eine endzeitähnliche Schlacht zweier „gegensätzlicher Hälften“ der Menschheit, an der Guevara teilzunehmen sich vorstellt – auf der „Seite des Volkes“ natürlich: „Ich werde auf die Barrikaden oder die Schützengräben zustürmen, werde meine blutverschmierte Waffe nehmen und, verzehrt von Wut, jeden Feind schlachten, den ich besiegt habe.“ „Che“ stellte sich also vor, wie er Gefangene ermordet – genau das tat er nach dem Sieg der Kubanischen Revolution im Jahr 1959 als Leiter von Erschießungskommandos. Dabei soll er große Freude empfunden haben, berichten Zeugen. Die gleiche Freude empfinden viele radikale Linke heute angesichts des Mords an Charlie Kirk.
Die Tat kam nicht aus heiterem Himmel, sondern ist das Ergebnis jahrelanger Hetze gegen konservative Christen. Man kann nicht seine politischen Gegner als Tyrannen, Rechtsextremisten und Faschisten stilisieren, die angeblich die Demokratie abschaffen wollen, ohne dass jemand die Appelle zum „Widerstand“ wörtlich nimmt. Alle, Rechte und Linke, Christen und Nichtchristen, müssen miteinander reden, ohne die anderen zu dämonisieren. Doch das fällt leider manchen schwer. Viele Linke wollen Andersdenkende nirgends auf einem Podium sehen. Sie werden ausgeladen und boykottiert. Der Mord an Charlie Kirk ist die absolute Zuspitzung der Cancel Culture. Kirk wollte debattieren, doch die, die sich wünschen, dass es Menschen mit seinen Meinungen nicht geben möge, haben ihn erschossen.
Stefan Frank, geboren 1976, ist unabhängiger Publizist und schreibt u.a. für Audiatur online, die Jüdische Rundschau und MENA Watch. Buchveröffentlichungen: Die Weltvernichtungsmaschine. Vom Kreditboom zur Wirtschaftskrise (2009); Kreditinferno. Ewige Schuldenkrise und monetäres Chaos (2012).

„Es besteht Grund zur Annahme, dass sich der Vermisste in einer psychischen Ausnahmesituation befindet und medizinischer Hilfe bedarf. Eine Gefahr für Dritte geht von ihm nicht aus.“ Bin ich als Opfer eines suizidalen Geisterfahrers also Zweiter??? Meine Bekannten sind dann die Dritten? Fragen…
@Sam Lowry: Aber natürlich können „die“ Hunderttausende, Millionen Zwangsgebührenverweigerer wegsperren, ihre Existenz vernichten!
Dann werden eben ein paar tausend Mörder, Vergewaltiger und sonstige Abartige freigelassen, um Platz zu schaffen!
Die sind ja nicht gefährlich für den Staat.
Und es werden in Windeseile Lager aus dem Boden gestampft oder berüchtigte Knäste wie Hohenschönhausen oder das „Gelbe Elend“ in Bautzen wiederbelebt. Was meinen Sie, wie schnell manchmal Baumaßnahmen vonstatten gehen können!
Und es werden sich genügend Freiwillige finden, die dann die Aufmüpfigen nach Strich und Faden drangsalieren.
Am Rande: Ich finde es sehr schade, dass es die Redaktion von ACHGUT nach wie vor unmöglich macht, längere Kommentare ohne große Anstrengung zu lesen.
Warum lässt sie keine Absätze zu, die ausführliche Texte lesbar machen?
Das dürfte doch kein Problem sein! Ich habe wiederholt darauf hingewiesen – leider ohne Erfolg.
Ich hoffe, dass mein Kommentar veröffentlicht wird – und die Redaktion auch reagiert.
@Herr Moeller: da fällt das Raten nicht schwer. Denken Sie zurück an Herrn Chrupalla und die Reaktionen einschlägiger „Stützen der Gesellschaft“ aus dem Unseredemokratie-Wahlverlierer-Klub inklusive Union: Sie erinnern sich sicher- als Chrupalla während eines Wahlkampfs von einem Einstich berichtete, zusammenbrach und medizinische Hilfe brauchte…
Denken Sie an den AFD-Politiker Herrn Jurca, der schwer zusammengeschlagen wurde und dem besonders lupenreine Demokraten auch noch unterstellten, er hätte sich selbst so zugerichtet. Das ist schon mehr als kafkaesk, das ist schon vollendet orwellsch.
Die verabscheuungswürdigen weißen amerikanischen Medien sind so antiweiß, dass sie ihr Bestes tun, um schwarze Verbrechen gegen Weiße zu verbergen, egal wie schrecklich die Verbrechen auch sein mögen. .. Wie können weiße Menschen in Amerika, Kanada, Großbritannien, Schweden, Norwegen, Frankreich und Deutschland überall in der westlichen Welt überleben, wenn ihre eigenen Medien und ihre eigene Regierung gegen sie sind. Paul Craig Roberts; Homepage
Und in diese aufgewiegelte Zeit stellt sich nun die Scheinkönigin ohne Volk vor ihrer Plaste-Kulisse auf (Sterne hat’s ja, Sichel fehlt noch) , reckt die schmale Brust und macht auf Anti-Israel-Sanktionspolitik, ohne dass Europas Völker für diese instinktlosen Verlautbarungen, geschweige denn übrigens für ihre Amtsführung je ein Mandat erteilt hätten.
Da sieht man mal wieder wie unterm Brennglas: die EU ist nicht kongruent mit Europa, nein, die EU erscheint mir mal wieder als eine vom Druck des islamogauchistischen Dunstkreises durchwaberte, nur scheinbar transparente politische Käseglocke, ein muffiger Mental-Lockdown, eine Überstülpung, in der eine abgehobene Parallelgesellschaft in Wahrheit kulturelle und ideelle Vielfalt, Völkerverständigung und wirtschaftliche Prosperität (ausser derjenigen einiger Weniger) in der Fläche zu ersticken droht. NEIN DANKE – no thanks – non merci – no gracias – nej tak – nje rdziekuje – et cetera! ¡Afuera!
Hallo Herr Frank, es gibt auch immer noch den heimlichtuerischen klerikalen Antisemitismus. Der sich aber durch die Regenbogenspannerei verrät und ojojoi dem Mörder ähnlich ist. Vielleicht ist diese Sorte am gefährlichsten?
Die tätowierte Heidi von der Alm ist ob ihrer körperlichen Eingriffen bereits schmerzfrei. Man sah mal in der klinischen Praxis die ein oder andere Frau mit Hang zur devoten Selbstverstümmelung, bekannt als Ritzen mit Rasierklinge auf den Armen, Diagnose hieß mal „Borderline“. Dennoch hatte und hat die USA als klassisches Einwanderungsland im Gegensatz zu Deutschland immer noch viel Platz für allerlei Siedler. Zudem ist nur eine Außengrenze zu schützen, um den Landweg der Siedler/Drogenkuriere zu stoppen, der Islam samt Schwarzafrika ist eh tradininell noch nicht auf dem Vormarsch gen Amerika als rein geografischem Erdteil. Wäre auch heikel, mit dem Schlauchboot über den Atlantik, denn in New York gibt es keine fertigen Container-Dörfer zu beziehen? In Deutschland werden nach wie vor in jedem Kuhdorf Massenunterkünfte bereits für 2026 geplant. Ich nenne das eine kapitale Schacke im Namen des Islam. Die Israelis wissen, lieber schlechte Presse als schöne Nachrufe ob der Toten.