Sogar der Berichterstatter, der sich wegen seiner Köln-Allergie etwas missmutig auf den Weg in die Domstadt gemacht hatte, war am Ende, das heißt gegen ein Uhr nachts, angenehm überrascht. Zwar hatte er das Durchschnittsalter der Teilnehmer (elf bis 19 Jahre) gewaltig in die Höhe getrieben, dafür aber etwas erlebt, das die Anreise gelohnt hatte: Junge Juden außer Rand und Band. Dabei war kein Alkohol im Spiel, es roch auch nicht nach Rotem Libanesen und das koschere Essen, mit dem der Abend begann, war allen vorausgegangenen Erfahrungen zum Trotz ausgesprochen gut. In der X-Post-Halle am Rande von Köln-Nippes ging es zu wie in der sprichwörtlichen Judenschule, laut und lebhaft. Ruhe und Disziplin mögen große Tugenden sein, jüdische Eigenarten sind sie nicht. http://www.welt.de/kultur/pop/article137736667/Ich-war-bei-einem-Song-Contest-fuer-Juden.html