Stefan Frank / 17.02.2021 / 12:00 / Foto: Pixabay / 127 / Seite ausdrucken

Joe Biden will Männer im Frauensport

Die neue US-Regierung unter Präsident Joe Biden will, dass Jungen und Männer an Sportwettbewerben von Mädchen und Frauen teilnehmen können, wenn sie angeben, dass dies ihr Geschlecht sei. Schulen, die Bundesmittel erhalten, haben das hinzunehmen, hat er dekretiert. Dagegen wollen Frauen wie die ehemalige UN-Botschafterin Nikki Haley und Tennislegende Martina Navratilova vorgehen und werben um Verbündete – doch viele Frauen und Mädchen hätten Angst, als „transphob“ zu gelten, sagt Haley.

Die neue Politik leitete Biden gleich am ersten Tag seiner Amtszeit ein. Unter den unzähligen Präsidialdekreten, die er unterzeichnete, war eines mit dem Titel: „Dekret zur Verhinderung und Bekämpfung der Diskriminierung auf der Basis von Gender-Identität oder sexuellen Orientierung“. Darin heißt es:

„Kinder sollten in der Lage sein, zu lernen, ohne sich Sorgen darüber zu machen, ob ihnen der Zugang zu den Toiletten, den Umkleidekabinen oder dem Schulsport verwehrt wird.“

Alle Personen müssten die „gleiche Behandlung unter dem Gesetz bekommen, unabhängig von ihrer Gender-Identität oder sexuellen Orientierung“. Auf Twitter gab Biden sich anschließend kompromisslos:

„Wollen wir deutlich sein: Transgendergleichheit ist das Bürgerrechtsthema unserer Zeit. Es gibt keinen Platz für Kompromisse, wenn es um grundlegende Menschenrechte geht.“

Bald wohl „Schlachten um Schultoiletten und Schulsport“

Einige Kommentatoren, die die Bedeutung des Biden-Dekrets herunterspielen wollen, behaupten, es buchstabiere lediglich aus, was ohnehin geltendes Recht sei; so habe der Supreme Court ja im letzten Jahr im Fall Bostock v. Clayton County in einer 6-zu-3-Entscheidung die Diskriminierung von Menschen aufgrund von Homosexualität oder Transgenderstatus für verfassungswidrig erklärt. Die Mehrheit der Verfassungsrichter argumentierte, dass eine solche Diskriminierung gleichbedeutend sei mit einer – von der Verfassung verbotenen – Diskriminierung aufgrund des Geschlechts: Wenn ein Arbeitgeber einer Frau nicht kündigen würde, weil sie einen Mann liebt, dürfe er das bei einem Mann, der einen Mann liebt, auch nicht tun. Doch Verfassungsrichter Neil Gorsuch, der für die Mehrheit schrieb, betonte in der schriftlichen Urteilsbegründung ausdrücklich, dass die Entscheidung sich nur auf Beschäftigungsverhältnisse beziehe und keine Auswirkung habe auf „nach Geschlechtern getrennte Toiletten, Umkleideräume und Kleidungsvorschriften“ oder „irgendetwas anderes dieser Art“. Ganz sicher haben die Verfassungsrichter mit ihrem Urteil nicht Männern den Weg ebnen wollen, an den Lauf-, Schwimm- oder Boxwettbewerben von Frauen teilzunehmen. Dennoch prophezeiten Kommentatoren nach dem Urteil, die „nächsten Schlachten“ würden „um Schultoiletten und Schulsport geschlagen“.

Das Biden-Dekret sei „weitaus ambitionierter“ als das Urteil des Supreme Court, kommentiert das Wall Street Journal:

„Jede Schule, die Bundesmittel erhält – einschließlich fast jeder öffentlichen High School – muss entweder biologische Jungen, die sich als Mädchen identifizieren, in die Sportmannschaften der Mädchen aufnehmen oder administrative Sanktionen des Bildungsministeriums gewärtigen. Was würde dies für den Sport von Mädchen und Frauen bedeuten, wenn diese Politik im Vorgriff auf die Vorschriften, die zweifellos bereits in Arbeit sind, weitgehend übernommen würde?“

Für alle, denen das Biden-Dekret nicht klar genug ist, hat der neue, von Präsident Biden ernannte Bildungsminister Miguel Cardon bei der Senatsanhörung jegliche Zweifel ausgeräumt: Schüler sollten an den Sportwettbewerben desjenigen Geschlechts teilnehmen dürfen, dem sie sich zurechnen, sagte er.

„Von welchem Planeten kommen Sie?“, fragte ihn daraufhin der republikanische Senator Rand Paul. „Ich meine: zu glauben, dass es in Ordnung sei, dass Jungen bei einem Leichtathletikwettbewerb mit Mädchen konkurrieren, dass das irgendwie fair wäre.“ Er frage sich, so Paul „wie die Feministinnen dazu stehen. Ich frage mich, wo die Leute sind, die den Frauensport unterstützt haben. Ich meine, werden wir das alle okay finden, wenn 1,93-Meter-Jungs mit Mädchen ringen?“

Nikki Haley: Flammender Appell zum Schutz von Frauen und Mädchen

Die ehemalige Gouverneurin von South Carolina und frühere UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, warnte im konservativen Monatsmagazin National Review in einem flammenden Appell vor den Auswirkungen, die es haben werde, wenn Mädchen und Frauen bei Wettbewerben gegen Jungen und Männer antreten müssen. Haley berichtete, wie sie als Schülerin „rund um die Uhr“ Tennis trainiert habe und wie wichtig ihr das Gefühl gewesen sei, dass es nicht völlig ausgeschlossen sei, Großes erreichen zu können. Sie sei zwar nie die beste Spielerin ihrer High School gewesen, so Haley, 

„aber ich war gut genug, um im Team zu sein. Mein Traum war es, in der US-amerikanischen Frauenmannschaft zu sein und meine Sportheldinnen Chrissie Evert und Martina Navratilova zu treffen. Natürlich hätte ich es niemals geschafft – ich habe es eindeutig nicht geschafft! – aber trotzdem hatte ich Hoffnung. Ehrlich gesagt, wäre ich genauso glücklich gewesen, die Beste an meiner Schule zu sein.“

„Werden die jungen Mädchen von heute diese Hoffnung haben?“, fragt Haley. „Werden sie eine Chance haben, die Besten in ihren Schulen zu sein, geschweige denn in ihren Distrikten oder Bundesstaaten?“ Sie mache sich Sorgen, und nicht nur bezogen auf Tennis. „In der gesamten Sportwelt wird das Spiel gegen Frauen und zugunsten biologischer Männer abgekartet.“ Präsident Biden sei der „jüngste Fall eines Mannes, der das Spiel manipuliert – uns das als jemand, der behauptet, ein Anwalt von Frauen zu sein“, so Haley. Bidens Dekret sei in Wahrheit „ein Angriff auf die Rechte der Frauen“. Generationen von Frauen hätten „hart dafür gekämpft, dass ihre Töchter und Enkelinnen gleiche Wettbewerbsbedingungen haben, denn Mädchen verdienen die gleiche Chance wie Jungen, Sport zu treiben“. Dank der „Bemühungen unzähliger Feministinnen“ habe sich die Zahl der Mädchenmannschaften in den Schulen der USA in den letzten 50 Jahren erhöht. Früher hätten weniger als vier Prozent der Mädchen eine Sportart betrieben, heute seien es 40 Prozent, so Haley.

„Meine Generation war eine der ersten, die von diesen Siegen profitierte. Auch die Generation meiner Tochter hat den Lohn geerntet. Aber Bidens Handlungen werden diese Siege zurückdrehen und Frauen benachteiligen. Wenn ein Mädchen zum Wettkampf auftaucht, muss es sich fragen: Gegen wen trete ich wirklich an?“ 

„Gerechtigkeit und Gleichheit stehen auf dem Spiel“

Transgender-Kinder verdienten Unterstützung und Respekt, so Haley. Es bleibe jedoch „die Tatsache, dass biologische Jungen und Mädchen unterschiedlich gebaut“ seien. Die besten männlichen Athleten hätten einen „natürlichen Vorteil“ gegenüber den besten Athletinnen. Man müsse die „Wissenschaft ignorieren, um das nicht zu sehen“, so Haley.

„Die schnellste Sprinterin der Welt hat neun Olympiamedaillen gewonnen; trotzdem gibt es fast 300 Highschool-Jungen, die schneller sind als sie. In Bundesstaaten, in denen biologische Jungen gegen Mädchen antreten, verlieren die Mädchen fast immer – nicht nur das Match, sondern auch mögliche College-Stipendien und ein Leben mit Erfolgen in ihrem Lieblingssport. Ihre Chance zu glänzen, wird ihnen gestohlen.“

Sie gehe dieses Problem „als Frau und als Mutter an“, schreibt Haley. 

„Wenn meine Tochter Langstrecke lief, ging ich zu den Rennen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie hart es gewesen wäre, sie gegen jemanden mit einem unfairen Vorteil verlieren zu sehen. Und es widerstrebt mir, mir auszumalen, wie meine Tochter reagiert hätte. Sie rannte, weil sie immer das Gefühl hatte, eine Chance zu haben. Wenn sie dieses Gefühl verloren hätte, hätte sie dann mit dem Laufen weitergemacht? Warum antreten, wenn Ihr Bestes möglicherweise nicht gut genug ist? Mädchen in ganz Amerika könnten sich genau diese Fragen in Kürze stellen. Einige tun es sicherlich jetzt schon. In dieser kritischen Frage bewegen sich die Rechte der Frauen in die falsche Richtung.“

Wenn dieser Trend nicht gestoppt werde, so Haley, würden die Rekorde, die „so viele tapfere Frauen über Jahre hinweg aufgestellt haben, ausgelöscht“. Das sei „falsch“ und „beleidigend“. 

„Und Frauen wissen das auch, ob sie Sportlerinnen im Ruhestand oder Mütter mittleren Alters sind oder ein 16-jähriges Mädchen, das mit dem Gedanken spielt, sich zum Schwimmen anzumelden. Sie haben nur Angst, sich zu äußern, weil sie wissen, dass sie zum Schweigen gebracht und intolerant genannt werden. Aber wir sind nicht intolerant. Wir sind Frauen. Und wir müssen gehört und nicht zum Schweigen gebracht werden. Wir brauchen auch die Unterstützung derer, die es besser wissen sollten. Die meisten Feministinnen fehlen derzeit. Sie sollten an vorderster Front dieses Kampfes stehen.“

Auch Männer müssten „aus dem Abseits treten“, schreibt Haley. Es sei zwar unwahrscheinlich, dass der Männersport beeinträchtigt werde, aber wäre dies der Fall, könne man „darauf wetten, dass die Jungs einen Aufruhr veranstalten würden“.

„Sie sollten trotzdem solidarisch sein mit ihren Ehefrauen und Freundinnen und Töchtern und Klassenkameradinnen. Gerechtigkeit und Gleichheit stehen auf dem Spiel, und gesunder Menschenverstand ist genauso wichtig wie Mitgefühl. Frauen haben nicht bei diesem Rennen mitgemacht, nur um herauszufinden, dass wir nie eine Chance hatten zu gewinnen.“

Martina Navratilova: Ausnahme für „Spitzensport“

Auch die Tennisspielerin, langjährige Weltranglistenerste und 18-malige Grand-Slam-Siegerin Martina Navratilova hat sich zu Wort gemeldet. Für den „Spitzensport“ müsse es eine Ausnahme geben, sagte sie gegenüber dem britischen Radiosender BBC Radio 4. Sie unterstütze Schritte in Richtung Gleichstellung, aber die körperlichen Vorteile von biologischen Männern seien „ziemlich offensichtlich“. Eine „Situation, in der Transmänner und -frauen, nur aufgrund ihrer Selbstidentifikation, uneingeschränkt konkurrieren könnten, wäre eindeutig kein fairer Wettbewerb“, so Navratilova. 

Navratilova hat die Gruppe Women’s Sports Policy Working Group ins Leben gerufen, die einen „wissenschaftlich fundierten, ethischen Ansatz“ erarbeiten soll, um „einen Mittelweg zu schaffen, der sowohl den Sport von Mädchen als auch von Frauen schützt und Transgender-Athleten berücksichtigt“. Im „Spitzensport“ solle es „einige Regeln geben, was möglich ist und was nicht“, Regeln, „die nur auf Biologie, Evidenz und Wissenschaft basieren“, so Navratilova. „Wir sprechen nur über eine Ausnahme oder eine separate Richtlinie für Spitzensport oder Sportarten auf der höheren Ebene der High School, des Colleges und der Profis.“ 

Sharon McGowan, Chief Strategy Officer der Organisation Lambda Legal, die sich nach eigener Darstellung für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen einsetzt, lehnt das ab. „Die Art von Vorschlägen, die [Navratilova] und andere leider beworben haben, würde viel zu weit gehen, und die Möglichkeit für Transgender-Kinder begrenzen, auf eine Weise teilnehmen zu können, die Fairness und Chancen gewährleistet“.

Tulsi Gabbard – Stimme der Vernunft bei den Demokraten

Die Debatte um die Teilnahme von (Trans-)Männern im Frauensport kochte schon vor der Unterzeichnung des Biden-Dekrets. Im Dezember hatte Tulsi Gabbard, die durch ihre (letztlich erfolglose) Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur bekannt gewordene demokratische Abgeordnete im Repräsentantenhaus, einen Gesetzentwurf eingebracht, der Schulen, in denen Jungen an Mädchensportwettbewerben teilnehmen können, von Bundesmitteln ausschließen sollte: den Protect Women’s Sports Act. Unterstützt wurde sie von dem republikanischen Abgeordneten Markwayne Mullin. In ihrer eigenen Partei stand Gabbard mit dieser Ansicht jedoch allein da. Dem neuen Kongress gehört sie nicht mehr an, da sie nicht zur Wiederwahl für einen der beiden Sitze Hawaiis im Repräsentantenhaus (den sie sicher gewonnen hätte) antrat.

Mit dem Protect Women’s Sports Act wandte sich Gabbard dagegen, Paragraph IX des United States Education Amendments of 1972 – der den gleichberechtigten Zugang zum Schulsport garantiert und Geschlechterdiskriminierung verbietet – so auszulegen, wie einige Bundesstaaten das bereits tun: dass Jungen, die sich als Mädchen deklarieren, an den Wettbewerben der Mädchen teilnehmen dürfen. „Paragraph IX war eine historische Bestimmung, die von Hawaiis Kongressabgeordneter Patsy Mink verfochten wurde, um Frauen und Mädchen im Highschool- und Hochschulsport gleiche Chancen zu bieten “, sagte Gabbard in einer Erklärung. „Er führte zu einem Wandel, der unzählige Frauen betraf und lebensverändernde Möglichkeiten für Mädchen und Frauen eröffnete, die es zuvor nie gegeben hatte.“ Heute jedoch werde das Gesetz von einigen Staaten falsch ausgelegt, was zu „Unsicherheit, unnötigen Härten und verpassten Chancen für Sportlerinnen“ führe, so Gabbard. „Unsere Gesetzesvorlage schützt die ursprüngliche Absicht von Paragraph IX, die auf der allgemeinen biologischen Unterscheidung zwischen Sportlern und Sportlerinnen nach Geschlecht beruhte", fügte sie hinzu.

Markwayne Mullin sagte, Paragraph IX solle „Frauen und Mädchen die gleichen Erfolgschancen bieten, auch im Sport“. Die Zulassung biologischer Männer im Frauensport beeinträchtige diese Gleichstellung und die ursprüngliche Absicht des Gesetzes.

„Als Vater von drei Mädchen, die Leichtathletik betreiben, möchte ich, dass sie auf Augenhöhe mithalten können. Ich bin stolz darauf, diese Gesetzesvorlage zu führen, die die Integrität des Frauensports schützt und sicherstellt, dass Sportlerinnen faire Bedingungen vorfinden.“

Wie vor 50 Jahren bei Monty Python

In Teilen der Presse und den sozialen Medien des Internets gossen Journalisten und tausende Nutzer ihre Wut über Tulsi Gabbard aus. Ihr wurde vorgeworfen, „transfeindlich“ bzw. „anti-Transgender“ zu sein. Die Abgeordnete wies den Vorwurf zurück. Gegenüber der New York Post sagte sie, sie „begrüße echte Kritik und Debatte“. Ihre „sogenannten Kritiker“ wollten die Themen aber gar nicht diskutieren. „Sie betreiben nur Verleumdung und üble Nachrede, Beleidigungen und Anspielungen. Identitätspolitik wirkt sich unglaublich destruktiv auf unser Land aus, anstatt zu erkennen, was alle Amerikaner verbindet", so Gabbard. „Das wird gemacht, um Menschen und Parteien dabei zu helfen, an die Macht zu kommen und an der Macht zu bleiben, indem sie einzelne Amerikaner gegeneinander aufhetzen.“ Gabbard sagte, dass ihre Gesetzesvorlage niemanden diskriminiere, sondern „biologische Frauen, die im Sport konkurrieren, davor schützt, gegen biologische Männer antreten zu müssen, die sich als weiblich identifizieren“. Das seien keine gleichen Wettbewerbsbedingungen. „Und es ist bestürzend, wie schnell Menschen diejenigen angreifen, deren Positionen auf Wissenschaft und gesundem Menschenverstand beruhen“, so Gabbard.

Monty Python hat schon vor 50 Jahren – wie so oft – alles vorausgewusst. In der 18. Folge spielt John Cleese den Schwergewichtsboxer Mr. Ken Clean-Air System, „die große weiße Hoffnung der britischen Boxwelt“, der gegen ein kleines blondes Mädchen boxt. Er schlägt das Mädchen zu Boden, es richtet sich wieder auf, woraufhin er es wieder zu Boden schlägt etc. – bis es irgendwann k.o. auf der Matte liegen bleibt. Aus dem Off hört man die Stimme von jemandem, der laut Drehbuch „ein Kritiker“ ist und der sagt: „Natürlich muss das Boxen seine Grenzen haben, aber wenn beide topfit sind, kann ich nichts Falsches daran sehen, dass ein gesunder Mann ein kleines Schulmädchen zu Brei prügelt."

Foto: Pixabay

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Leserpost

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Peter Bauer / 17.02.2021

Heftige Proteste von Jarmila Kratochvilova. Sein Weltrekord über 800 m von 1983 ist in Gefahr !

Elias Schwarz / 17.02.2021

Transgender gegen Frauen - es wird immer spannender. Und wenn die Frauen entgültig verlieren, gegen wen werden dann die Transgender antreten? Ich meine jetzt, in der Politik, nich in Boxen. Und der alte Joe ist echt cool.

Emmanuel Precht / 17.02.2021

Das Konstrukt “Die besten männlichen Athleten hätten einen „natürlichen Vorteil“ gegenüber den besten Athletinnen” ist eben doch nur ein Konstrukt. Man frage mal die Sternchen-Beauftragtinnen. Letztlich hätte ich Biden aber nicht solch feinsinnigen Humor zugetraut. Wohlan…

Ulli Funk / 17.02.2021

Ich schlage in Zukunft zwei weibliche Parallelmannschaften vor. “GF” und “FF”, “genetic females” und “felt females”. Bei Wettkämpfen treten dann nur die gleichnamigen Gruppen gegeneinander an.

Johannes Fritz / 17.02.2021

Schade, dass man hier keine Bilder posten kann, sonst hätte ich einen MMA-Kämpfer hochgeladen, der den Damen reihenweise die Schädel bricht. Und wehe, dir TERF passt das nicht! Ist es nicht gut, von vornherein in Fundamentalopposition zu dieser Rebellion gegen die Schöpfungsordnung zu sein? Da kommt man gleich gar nie in Verlegenheit, so etwas am Ende irgendwann gutgeheißen zu haben.

Michael Palusch / 17.02.2021

Das neueste Produkt dieser diskriminierungsfreien Gleichstellung findet sich in der MMA-“Kämpferin” Fallon Fox. Sieht so die Zukunft des Frauensports aus? Dieser “Woke”-Wahnsinn fährt die Errungenschaften der Frauenbewegung, im übrigen auch die der Homosexuellen, der vergangenen Jahrzehnte mit Vollgas gegen die Wand. Frauen- und Schwulenbewegung war gestern, der letzte heiße Sche… ist die frei fluktuierende tages- und gefühlsabhängige Geschlechtsidentifikation. Männer, die gegen anderen XY-Chromosom Menschen im fairen Wettstreit nicht die gewünschten Erfolge einfahren können, haben ja schließlich eine 2.Chance verdient. Die Geister die ich rief…!

Ernst Dinkel / 17.02.2021

@Jürgen Teuber: Ich bin noch etwas älter als Sie, mache mir aber anderweitige Hoffnungen. Darf ich dann in Zukunft auf Frauenparkplätzen parken? Ich würde notfalls auch immer ein Tutu im Auto griffbereit liegen haben.

Markus Michaelis / 17.02.2021

Man muss als Nebenthema auch sagen, dass ich in keiner Sportart eine Chance habe ganz vorne dabei zu sein - weder bei Männern noch bei Frauen, weil ich einfach nicht so sportlich bin. Man sollte vielleicht bei den ganzen Umstellungen auch eine Liga für unsportliche Menschen einrichten. Wir könnten mit heutigen Computerprogrammen den ganz genauen sportlichen Benachteiligungsgrad jedes Menschen bestimmen und dann entsprechende Ligen aufstellen. Als diskriminierungsfreie Gesellschaft hätten wir dann Gesetze, die allen Ligen dieselben Fernsehzeiten und Werbegelder sichern. Zuschauer müssen über Trackingprogramme nachweisen, dass sie jede Liga so und so viele Stunden geschaut haben, bevor sie dann frei wählen können. Das wären so meine Vorstellungen - aber so progressiv sind wir noch nicht.

Hans-Peter Dollhopf / 17.02.2021

Herr Müller, Sie schreiben: “Es gibt kein soziales Konstrukt!” Da irren Sie. Die gibt es! Wie Sand am Strand. Was wir hier tatsächlich vor uns haben, das ist der vollkommenste Missbrauch dieser verdammt altehrwürdigen Erkenntnis über das Funktionieren menschlicher Kognition im Allgemeinen: Rein und pur nur zum bösartigsten Zwecke der Systemüberwindung der westlichen Zivilisation! Frei nach Lenin: “Die freie Wissenschaft im Westen wird uns all die Konzepte entwickeln, durch deren Missbrauch auf schizophrenste Weise wir selbst den freien Westen in den Wahnsinn treiben werden!”

T. Kruiser / 17.02.2021

Ich kann nur die Überschrift lesen, die Details im Artikel dazu spare ich mir, da ich es nicht mehr ertrage, mir derartigen Schwachsinn im klein klein zu Gemüte zu führen. Es macht mich irre und laugt mich aus. Nichtsdestotrotz muss man sagen, es wäre nur konsequent, diesen eingeschlagenen ideologischen Weg so zu Ende zu gehen! Und etwas Gutes hätte das ganze für die Sportwelt auch noch, man könnte sich zukünftig alle Dopingkontrollen sparen oder würden die dann neuen weiblichen Sportler mit weiblichen Hormonen vor den Wettkämpfen gespritzt?

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