Die scheidende Vorsitzende der Grünen Jugend rief zu den Waffen, falls die Rechten gewählt würden. Aber wofür will sie kämpfen? Das weiß sie wahrscheinlich ebensowenig wie andere Linke auch.
Eine Jugendpolitikerin der Grünen fragte öffentlich, ob man gegen eine regierende AfD „auch zu den Waffen greifen“ müsse. Das wäre vielleicht der Moment, einmal kurz durchzuatmen und sich zu fragen, ob hier gerade der intellektuelle Notstand ausgerufen wurde.
Eine junge Frau der Grünen Jugend – entschlossen, wach, ideologisch geerdet – blickt uns entgegen. Ihr Zitat wird seit Tagen in sozialen Medien heiß diskutiert:
„Wie müsste unser Widerstand gegen eine regierende AfD aussehen? Wäre der nur intellektuell? Oder müssten wir auch zu den Waffen greifen?“
Ein Satz wie eine Denkgranate – geworfen in einem Land, in dem man morgens schon als „rechts“ gilt, wenn man das Grundgesetz zitiert. Die rhetorische Frage stammt nicht aus einem dystopischen Roman, sondern aus einem realen Interview. Ein Gespräch über die große Angst vor der Demokratie – wenn sie die falschen Ergebnisse liefert.
Inzwischen hat die junge Frau bekanntlich den Rückzug aus ihrem Amt angekündigt, aber man fragt sich dennoch unwillkürlich: Was genau wäre eigentlich das Ziel eines solchen Widerstandes – abseits der Schlagworte „gegen Hass und Hetze“? Und vor allem: Wofür würde hier gekämpft? Für ein Land, dessen Nationalhymne man kaum mitsingt? Für ein System, das man sonst als „strukturell rassistisch“ deklariert?
Denn wer „zu den Waffen greifen“ will, müsste auch bereit sein, für etwas zu kämpfen. Nicht nur gegen etwas. Und dieses „Etwas“ müsste mehr sein als ein Klima-Narrativ, ein Genderdiskurs oder ein Parteibuch. Es müsste das Land sein, in dem man lebt. Mit all seinen Fehlern – aber auch mit seiner Geschichte, Sprache, Kultur, Verfassung.
Doch genau daran mangelt es: an Bindung, an Haltung, an Heimatgefühl.
Die Linke – und mit ihr weite Teile der medial-aktivistischen Blase – leben in einem moralischen Reflexraum. Dort wird das eigene Land reflexhaft abgelehnt, als Gefahr umgedeutet oder als Schuldträger neu etikettiert. Deutschland, das sind für viele nicht mehr Menschen mit Geschichte – sondern Strukturen, die dekonstruiert gehören.
Ahmet Refii Dener ist Türkei-Kenner, Unternehmensberater, Jugend-Coach aus Unterfranken, der gegen betreutes Denken ist und deshalb bei Achgut.com schreibt. Mehr von ihm finden Sie auf seiner Facebookseite und bei Instagram.

Der Haken ist: Nichts ist wie es scheint. Der Clausewitzsche Nebel wütet noch. Waffen gegen die AfD? Wohl kaum. Das weiß auch Nietzard. Waffen eher für etwas. Nämlich die Befreiung und Rückkehr zur Selbstbestimmung. Es war die damalige rot-grüne Regierung unter einem Innenminister Schily, die die „sturmgewehrähnlichen“ Selbstladebüchsen für das Sportschießen überhaupt erst freigegeben hat, nicht die CDU unter Kohl davor oder unter Merkel danach. Und wenn man weiß, was in der damaligen rot-grünen Amtszeit sonst noch so passiert ist, kann man das sehr gut verstehen…
Schiessen ? Auf Wen ? Nur auf den Feind,natürlich und nur auf den Feind ! Wer immer dies auch sein mag ! Auf den Richtigen !
@Ilona Grimm: Liebe Frau Grimm. Habe gerade im privaten Bereich viel zu schaffen (ärgern). Muss mich erstmal darum kümmern, dann wieder zurück zur „Weltpolitik mit Jette“ und anderen Nahtzies… MFG
Nein, falsch. Wenn gekämpft wird, dann normalerweise nicht für etwas. Bei der Rationalisierung wird man im Regelfall schon sagen: damit meine Freundin nicht vergewaltigt wird. Damit meine Nachbarn nicht abgeschlachtet werden. Damit unsere Kinder nicht Opfer von Päderasten werden. Aber das ist ex post. Wenn wir Kämpfen, dann gegen Invasoren. Gegen Attilas oder Putins Horden. Gegen Mörder und Terroristen. Mein Vater hat im Krieg als Soldat gekämpft. Nicht für die von ihm verachteten N-Sozialisten. Im Endeffekt schon dafür, dass keine Menschen Opfer von Bombardierungen wurden. Aber bewusst und ganz gezielt gegen diejenigen, welche mit Bomben in Richtung auf die Städte unterwegs waren. Auch ein Dummerchen aus den Reihen der dümmsten Dummerchen kämpft natürlich nicht FÜR irgendetwas. Diese Kinder haben alles, was sie wollen, und gehen auch davon aus, dass sie das immer behalten werden. Nein, auch die Dummen kämpfen GEGEN einen Feind. Sie kennen ihn nicht, wissen nicht, was dieser macht oder was er will, aber sie wissen, dass er der Feind ist (weil man es ihnen gesagt hat). Wer intelligent ist (mein Vater war einer der intelligentesten Menschen, die ich kannte), der kämpft gegen Feinde, und arbeitet danach für Vaterland, Familie und Freunde. Wer dumm ist, der hat nichts, wofür er kämpfen oder arbeiten könnte, und er arbeitet auch nicht. Er kämpft gegen diejenigen, gegen welche zu kämpfen ihm aufgetragen wird, und erwartet anschließend eine Belohnung.
Im Grunde, ist es ein Drama dass man infantilisierte Spinner, wie die Jette nicht einfach ignorieren kann. Sie wirkt, wie zarte Fünfzehn – in den Tiefen der Sturm und Drangphase. Als völlig unbeteiligte in Sachen Intellekt, hat sich die wasserstoffblonde Krawall-Barbie vom Stimmenfänger zum PR-Desaster entwickelt.
Sie selbst, trägt daran wahrscheinlich weniger Schuld, als man glauben möchte- verinnerlicht sie doch lediglich das hysterische Schauspiel der angeschossenen Nomenklatura – unfähig zu erkennen dass es eben nur das ist : Ein schmutziges Spiel um sich die politische Konkurrenz vom Leib zu halten. Abseits der immer absurderen Nazi-Psychose und dem penetranten Alarmismus wächst eine Generation von verzogenenen Gören heran, die ihren linksextremen Arschlochismus, zu einem wahnhaften Kampf gegen Hitler und seine Schergen verklären- weil sie es nicht anderst begreifen. Täglich gefüttert mit der Propaganda ihrer politischen Zieh-Transdingsbums irgendwas. Was anderes als der „bewaffnete Kampf“ soll bei einer derart unbedarften Generation, anderes herauskommen- besonders, da diese Geistesgrößen wahrscheinlich gar nicht begreifen das der real nicht funktionierende Sozialismus genau solche Gestalten einfängt und instrumentalisiert.
*WOFÜR* diese Tusse kämpfen will, ist doch klar: Zunächst fürs AfD-Verbot, was noch das Harmloseste wäre. Danach nach SA-Manier Hammer-Attacken gegen alle und jeden, der islamophob und für freie Rede ist und der den menschgemachten Klimawandel leugnet.
Sehr gute Analyse, Herr Dener! Wenn es mal knallt, sind alle -ismen tot und nur der Patriotismus lebt, mit seinen Spielarten Nationalismus, Landesreligion und direktem Einsatz für seine Familie, sein soziales, politisches und lokales Umfeld. Jemand, der nur parasitieren und dekonstruieren kann, hat da wenig Kampfmotivierendes zu bieten. Hinzu kommen noch Technikfeindlichkeit und handwerkliches Ungeschick der Handykratzer, schlechte Voraussetzungen, sich für den Clash of Cultures zu rüsten. Die Jettes dieser Welt können sich die dicke Lippe nur dank staatsalimentierter Gorillas erlauben, die von ihren Opfern auch noch bezahlt werden müssen. Das Herbeiphantasieren eines Bürgerkriegs durch solche Vögel erscheint schon ziemlich tollkühn-