Sommer in Deutschland, und in ARD und ZDF werden die Wetterkarten wieder flächendeckend dunkelrot bis violett. Vorwurfsvoll, ja fast schon mit Genugtuung, wird dem Zuschauer mitgeteilt: Da habt Ihr’s! Nun müsst Ihr zurechtkommen mit Eurem selbstverschuldeten Klimawandel (siehe hier oder hier).
Diese Farbgebung ist natürlich nur zu unserem Besten. Sie wird bewusst so gewählt, weil – so die Begründung – im Zuge des Klimawandels häufiger Werte jenseits der 35 °C erreicht werden und die Farbpalette eine Schutzfunktion erfüllen muss: Aufgrund der Übersterblichkeit bei Hitze soll sofort sichtbar werden, dass wir es mit einer Gefahr für Leib und Leben zu tun haben. Auf diese Weise wird schon bei moderaten Sommertemperaturen von 28 °C mit flächendeckend tiefroten Farben ein psychologischer Daueralarm erzeugt.
Diese in ARD und ZDF gezeigten Temperaturkarten basieren zum einen auf realen Messdaten – es wird die physikalische Lufttemperatur in zwei Metern Höhe im Schatten gemessen – und zum anderen auf meteorologischen Vorhersagemodellen.
Ist eine derartige „Hitzewelle“ tatsächlich so ungewöhnlich?
Die außergewöhnliche Wetterlage, wie sie zu Beginn des Sommers 2026 in Europa herrscht, wird nicht durch den Klimawandel verursacht. Sie ist auch in der Vergangenheit schon oft vorgekommen. Hoher Luftdruck über Zentraleuropa mit Tiefdruckgebieten westlich und östlich auf beiden Seiten sorgen dafür, dass warme Luft vom afrikanischen Kontinent zu uns nach Europa strömt, und dort bleibt sie mitunter wochenlang eingeschlossen: Die Omega-Wetterlage, so benannt wegen ihrer Form, die dem griechischen Buchstaben Omega ähnelt.
Hauptsache, der Klima-Michel fühlt sich wohl
Um die Panik noch etwas höher zu schrauben – natürlich alles nur gut gemeint –, gibt es vom DWD zusätzlich die gefühlte Temperatur vom Klima-Michel. Der Klima-Michel ist ein Avatar, 35 Jahre alt, 1,75 Zentimeter groß, 75 Kilogramm schwer, der sich mit vier Kilometer pro Stunde und an das Wetter angepasster Kleidung im Freien bewegt. In das Modell fließen ein: die Lufttemperatur im Schatten, die Luftfeuchtigkeit, die Windgeschwindigkeit und sowohl die direkte Sonnenstrahlung als auch die von aufgeheizten Asphalt- und Betonflächen abgegebene Wärmestrahlung.
Im Sommer in Mitteleuropa wird hiermit fast immer eine fünf bis zehn Grad höhere Temperatur errechnet als physikalisch gemessen. Der Michel bewegt sich im Sommer draußen auch in der direkten Sonne. Wenn es feucht und schwül ist, funktioniert die Kühlung seiner Haut über das Verdunsten von Schweiß nicht mehr optimal, und zusätzlich heizen asphaltierte Straßen und Betonflächen ihm kräftig ein. Liegt zum Beispiel die gemessene Lufttemperatur bei 31 °C, errechnet das Klima-Michel-Modell für einen Spaziergang in der Sonne bei hoher Luftfeuchtigkeit und wenig Wind eine gefühlte Temperatur von 37 °C: Warnstufe ROT.
Die gefühlte Temperatur, die das Klima-Michel-Modell errechnet, ist die Grundlage für die Farbgebung der Hitzewarnkarten des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Je nachdem, wie stark die Belastung für den menschlichen Körper ist, sieht das Farbschema so aus: Gelb als Vorwarnung für erhöhte Aufmerksamkeit bei einer gefühlten Temperatur von 32 °C, Feuerrot als starke Wärmebelastung der Stufe 1, wenn die gefühlte Temperatur nachmittags über 32 °C steigt und nachts nicht unter 24 °C absinkt, Violett für extreme Wärmebelastung der Stufe 2, wenn der Wetter-Michel eine Temperatur von über 38 °C fühlt.
Die Temperaturentwicklung in Deutschland laut dem Deutschen Wetterdienst
Jährlich zu seiner Pressekonferenz gibt der DWD seinen „Klimastatusbericht Deutschland“ heraus. Im Bericht des Jahres 2023 stellt der DWD für Deutschland einen Erwärmungstrend von + 1,8 °C seit dem Beginn der Industrialisierung im Jahr 1881 bis zum Berichtsjahr 2023 fest (siehe Klimastatusbericht 2023, Abb. 15 auf Seite 25), während er weltweit bei + 1,1 °C liegt. Anschließend wird eine Klimaprojektion bis in das Jahr 2100 simuliert, und zwar in Form der Temperaturabweichung vom Mittelwert aus den Jahren 1971 bis 2000 – das ist die standardisierte 30-Jahre-Referenzperiode für diesen Bericht. Dort ist das IPCC-Szenario RCP 8.5 blasser hinterlegt – jenes, was inzwischen vom IPCC selbst als unrealistisch entsorgt wurde – und zeigt eine Temperaturentwicklung in Deutschland völlig synchron zu diesem Katastrophenszenario (siehe Klimastatusbericht 2023, Abb. 16 auf Seite 26).
Im Bericht von 2024 ist zu lesen, dass der Erwärmungstrend in den Jahren zwischen 1881 und 2024 in Deutschland sich mit + 2,5 °C noch verstärkt hat und weltweit bei + 1,3 °C liegt (siehe Klimastatusbericht 2024, Abb. 15 auf Seite 28). Dass die Temperaturentwicklung in Deutschland dem IPCC-Katastrophenszenario entspricht, wurde beibehalten und die Grafik sogar entsprechend beschriftet (siehe Klimastatusbericht 2024, Abb. 16 auf Seite 29).
Im neuesten DWD-Klimastatusbericht aus dem Jahr 2025 zeigt die Trendlinie für Deutschland weiterhin einen Anstieg von + 2,5 °C an, während er weltweit bei + 1,4 °C liegt (siehe Klimastatusbericht 2025, Abb. 15 auf Seite 28). Nur die Darstellung des IPCC-Katastrophenszenarios ist inzwischen aus dem Bericht verschwunden.
Völlig unbeirrt von diesen stillschweigenden Korrekturen betreiben die öffentlich-rechtlichen Medien und der Deutsche Wetterdienst eine hemmungslose Hysteriekampagne, die den Sommer in Deutschland regelrecht als meteorologischen Weltuntergang erscheinen lässt.
Wie wird und wurde die Temperatur gemessen?
In der Gegenwart wird die Temperatur auf drei verschiedene Weisen ermittelt: An Land gibt es über 10.000 offizielle Wetterstationen – wettergeschützte, belüftete Hütten – mit denen die Lufttemperatur im Schatten in 1,5 bis 2 Metern Höhe gemessen wird. Außerdem steigen regelmäßig mit Radiosonden bestückte Wetterballons bis in die Stratosphäre auf und erfassen Temperaturprofile über die unterschiedlichen Luftschichten.
Auf den Ozeanen wird die Meeresoberflächentemperatur erfasst. Dafür sind verankerte Bojen – wie das Argo-Netzwerk – zuständig, die digitale Daten via Satellit übermitteln. Zusätzlich messen Schiffe die Temperatur des angesaugten Kühlwassers oder sie verfügen über automatisierte Sensoren am Rumpf.
Wettersatelliten messen seit 1979 aus der Erdumlaufbahn die thermische Mikrowellenstrahlung, die von Sauerstoffmolekülen in der Atmosphäre abgegeben wird. Diese Daten sind flächendeckend, aber es wird damit nicht die Bodentemperatur gemessen, sondern aus den Daten werden die Temperaturen in verschiedenen unteren Atmosphärenschichten berechnet. Die ermittelten Temperaturen müssen anschließend mit den Messungen der Bodenstationen abgeglichen werden.
Um zu einer Einschätzung einer „Globaltemperatur“ zu kommen, werden aktuelle Messungen mit festgelegten historischen Referenzzeiträumen (Baselines) verglichen: Beispielsweise gilt der Zeitraum von 1961 bis 1990 als Zeitraum vor der starken Erwärmung, 1850 bis 1900 als vorindustrielle Periode – sie wird genutzt, um die globale Gesamterwärmung zu beziffern – und die jeweils jüngsten vollständigen 30 Jahre kommen zum Einsatz, wenn die aktuellen Daten im Vergleich zur Zukunft dargestellt werden. Angegeben wird immer, welche Abweichungen im Vergleich zum gewählten Referenzzeitraum auftreten. Die Erde wird dafür in ein Raster aufgeteilt, die Abweichungen vom Mittelwert für jede Rasterbox gemittelt und anschließend die Rasterboxen zu einem globalen Wert zusammengefügt. Dabei versucht man inzwischen, Störeffekte wie städtische Wärmeinseln (Städte sind wärmer als das Umland) mathematisch herauszufiltern.
Ältere Messdaten gibt es etwa seit dem Jahr 1850: Seither erfasst der Mensch global nutzbar und regelmäßig Temperaturen. Dafür ließen beispielsweise Seefahrer Holzeimer oder Segeltuchtaschen ins Wasser, zogen sie an Deck, steckten ein Quecksilber-Thermometer in das an Bord gezogene Meerwasser und notierten die Werte in ihren Schiffslogbüchern. An Land gibt es seit dieser Zeit über den Globus verteilte Wetterstationen und regelmäßige Ablesungen der Wetterdaten.
Die Temperaturmessung und der Umgang mit den Daten gibt Anlass zu Kritik
Die Art der Temperaturmessung und der Umgang mit den Daten gibt Anlass zu berechtigter Kritik: Die Abdeckung mit Wetterstationen ist auf der Erde äußerst ungleich verteilt, so dass Lücken rechnerisch geschlossen werden müssen. Wetterstationen, die früher ländlich lagen, sind inzwischen von wachsenden Städten umbaut und zeigen als städtische Wärmeinsel eine stärkere Erwärmung an, als tatsächlich stattfindet.
Ein Wechsel der Messmethoden im historischen Verlauf macht vergleichbare Messreihen von 1850 bis heute praktisch unmöglich: Während früher die Ozeantemperaturen mit an Bord gezogenen Eimern gemessen wurden, nutzt man heute automatisierte Bojen und Sensoren am Kühlwasserzufluss von Schiffen.
Wetterstationen wurden verlegt, die Messmethoden veränderten sich im Laufe der Zeit oder der Zeitpunkt der Messung – Ablesen um 8 Uhr morgens oder um 20 Uhr abends – ist nicht einheitlich. Mit der Begründung dieser inhomogenen Messreihen wird daher eine Anpassung der Messdaten vorgenommen, sie werden also rechnerisch verändert: Ein weiterer gewichtiger Kritikpunkt an den Temperaturdaten, die in die Klimamodelle einfließen, die angeblich unsere Zukunft vorhersagen können.
Institute wie die NASA (National Aeronautics and Space Administration) oder die NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) korrigieren die historischen Temperaturdaten mit Rechenalgorithmen. Das kann sowohl zu einer Korrektur der Messungen nach unten (Absenkung) als auch zu einer Korrektur der Messwerte nach oben (Anhebung) führen. Wird eine historische Messkurve zu kälteren Werten hin nach unten verändert, ergibt sich im Vergleich zu heute eine stärkere Erwärmung.
Haben wir es derzeit tatsächlich mit einer globalen Erwärmung zu tun?
Die Antwort ist: Ja, die Temperatur steigt. Um zu erkennen, ob derzeit eine Erwärmung der Erdatmosphäre stattfindet oder nicht, liefern die Wettersatelliten der NOAA und der NASA zuverlässige Messdaten. Sie messen zwar keine Bodentemperaturen, aber seit dem Start der kontinuierlichen Satellitenmessungen im Jahr 1979 messen diese Wettersatelliten mit nahezu lückenloser globaler Abdeckung – auch entlegene Regionen wie Wüsten, Eisschilde über den Polen und die Ozeane werden erfasst – die thermische Strahlung der unteren Troposphäre, mit Schwerpunkt auf die Luftschichten in zwei bis drei Kilometern Höhe. Die Mikrowellen-Messgeräte erfassen die thermische Strahlung von Sauerstoffmolekülen in der Luft, woraus dann die Temperatur berechnet wird. Mit diesen Daten können die ganze Erde, die Nord- und Südhalbkugel getrennt, nur die Tropen, die Polarregionen oder gezielt große Landflächen betrachtet werden.
Die Berechnungen der UAH (University of Alabama in Huntsville, für die Dr. Roy Spencer arbeitet) ergeben – ausgehend von 1979 – einen globalen Erwärmungstrend von +0,16 °C pro Jahrzehnt. Im Vergleich: Unter Einbeziehung der Bodendaten gibt NOAA einen globalen Erwärmungstrend von +0,18 °C pro Jahrzehnt an, die NASA einen etwas höheren mit +0,20 °C pro Jahrzehnt seit dem Jahr 1979. NOAA lässt bei der Berechnung einen Teil der Regionen, die zu weit von der nächsten Messstation entfernt sind, aus den globalen Mittelungen weg. Das NASA GISS (Goddard Institute für Space Studies) hingegen ermittelt beispielsweise für das Nordpolarmeer eine Erwärmung, wenn eine Station in Nordsibirien und eine in Nordkanada eine starke Erwärmung messen, bezieht diese in die Gesamtkalkulation mit ein, und kommt so zu etwas höheren Werten.
Was hat die globale Erwärmung mit Hitzewellen in Europa zu tun?
Eine durch einen Omega-Block verursachte Hitzewelle, wie wir sie im Sommer 2026 erleben, hätte es auch ohne den derzeitigen Erwärmungstrend gegeben. Es ist eine natürliche Wetterschwankung. Jedoch liegen die unter solchen Bedingungen maximal erreichbaren Temperaturwerte jetzt höher als noch im Jahr 1979: Der „Climameter“ kommt auf 2 bis 3,5 °C höhere Spitzentemperaturen, die unter solchen blockierten Wettersystemen über größeren Landmassen wie Europa oder Nordamerika nun erreicht werden können.
Um festzustellen, was bisher tatsächlich an Erwärmung passiert ist, sind die Berechnungen des UAH-Projektes gut geeignet, denn es ist ein reiner Beobachtungs- und Messdatensatz: Das Team blickt in der Zeit zurück und dokumentiert das, was die Satelliten in der Realität bis heute gemessen haben. Es werden ausschließlich die Temperaturmessungen via Satellit seit 1979 verwendet, denn diese Messungen sind zuverlässig: Somit stehen knapp 50 Jahre zur Betrachtung der tatsächlichen Temperaturentwicklung zur Verfügung. Wenn man Roy Spencers UAH-Satellitentrend von +0,16 °C pro Jahrzehnt – im Vergleich zu den Prognosen der Klimamodelle des IPCC stark vereinfacht – einfach fortführt, ergibt sich für die untere Troposphäre eine weitere Erwärmung um +1,2 °C bis zum Jahr 2100.
Das Extrem-Szenario des IPCC RCP 8.5 – jenes, das der DWD weiterhin als Vergleichsmaßstab für die Klimaentwicklung in Deutschland verwendet – kommt auf eine zusätzliche globale Erwärmung von heute bis zum Jahr 2100 von +2,0 °C bis +4,4 °C (im April dieses Jahres wurde dieses Szenario von seinen Autoren kassiert, Anm. d. Red.).
Auch wenn der IPCC in seinen Berichten Aussagen dazu macht: Es lassen sich mit diesen Modellen keine zuverlässigen Angaben darüber machen, welche – sowohl positiven als auch negativen – Auswirkungen eine höhere Globaltemperatur auf das Leben der Menschen haben wird. Die Energiewende in Deutschland läuft wider jeder Vernunft ungebremst auf Hochtouren: politische Entscheidungen, die sich mit Angst und Panik einfacher durchsetzen lassen.
Wenn wir jetzt schon unbedingt die ganze Landschaft mit Solarpaneelen pflastern müssen: Wie wäre es, wenn wir mit der ohnehin gewonnenen Solarenergie Klimaanlagen betreiben? Nicht nur würde der Strom genau dann gebraucht, wenn er erzeugt wird, wir könnten auf diese Weise auch noch dem zeitweise auftretenden Hitzestress entkommen.

Ich bin vorwiegend mit dem E-bike unterwegs. Weniger, wegen dem erhofften positiven Effekt auf die Umwelt…vielmehr macht mir das Autofahren bei den derzeitigen Strassen-Verkehrs-Verhältnissen einfach keinen Spass mehr. Darüber hinaus sitze ich den Tag über im Büro und erhöhe durch die Fahrten meinen „Outdoor-Anteil“. Jeder Radfahrer kennt den riesigen Temperatursprung, den man erlebt, wenn man aus Feld, Wald und Wiese in bebautes Gebiet wechselt. Das sind bis weit nach Sonnenuntergang locker 4-5 Grad. Dagegen wirken die prognostizierten (angedrohten) 1-2 Grad eher niedlich. Leider habe ich noch keine verlässliche Statistik zum Grad der Bebauung hierzulande finden können – sie nimmt auf jeden Fall von Jahr zu Jahr rasant zu. Ähnliches gilt für den Wasserhaushalt: Je mehr Fläche zugebaut ist, desto mehr Wasser rauscht in den Kanal und wird dem Grundwasser entzogen.
Man kann den Beitrag zusammen fassen:
1. Das heiße Wetter haben wir einer Omega Wetterlage zu verdanken.
2. Die Klimaerwärmung findet in viel geringerem Maße statt.
3. Inwieweit das CO2 nun Erwärmung und Omega-Lagen bewirkt ist nicht geklärt.
Und was machen wir jetzt? So weiter wie bisher?
Wir verknüpfen hier zu viele Sachen. Dekadenz unserer Gesellschaft mit industriellen Wandel. Hektik in der Politik mit Einwanderung. Krieg mit Aufrüstung. Kurzum, uns allen täte Mal eine Woche Erholung gut. Darauf werde ich vergeblich warten.
@A. Ostrovsky / 24.07.2026
„-->2 Die Messwerte seit langer Zeit, mit preußischer Sturheit gemessen, sind alle miteinander messtechnisch wertlos. Das wusste man auch bereits um 1900, weil die Prinzipien solider Messtechnik seit Gauß bekannt sind. Die Messung von drei Werten am ganzen Tag und die Simulation des Vierten Wertes, indem man den Abendwert doppelt nimmt, ist hochgradiger Unfug. Menschen, die ihr ganzes Leben lang für eine Wettermesstation mit Verbissenheit diesen Stuß gemacht haben, kann man nur bedauern. Dem steht aber entgegen, dass es seit 1972 preiswerte Microprozessoren gab und ausreichend genaue Temperatursensoren (PT100 usw.), mit denen man wenigstens an einem einzigen Ort die Temperaturentwicklung im Minutenraster hätte aufzeichnen können und damit für jeden Tag einen zuverlässigen Tagesmittelwert aufzeichnen können. Und ich kenne die Pioniermentalität der damaligen Zeit. Es haben bestimmt auch mehrere Leute so gemacht! Diese Messungen wären ein Vergleichsmaß! scheinen aber ignoriert zu werden?
Durch die Mittelung von 1440 Werte pro Tag ergibt sich eine Messwertverbesserung (Genauigkeit) von 0,025 Grad
Die “Wissenschaft„ hat also für keinen Ort der Erde so eine Dokumentation der Tagesmittelwerte, seit etwa 1980? (…)“ ---- Sigmund Freud wusste, was er mit den ANALEN CHARAKTEREN ausdrücken wollte …
@Herbert Meyer: „… zu dem eindeutigen Schluss kommt, dass der wesentliche Anteil der Klimaänderung durch Höhenstrahlung aus dem Weltraum erzeugt wird“. Da steckt Gott dahinter, der die Sintflut durch die Röstbrut ersetzte. Nur so, weil er es kann. Da hilft nur noch beten…
Und dann sind da noch die Urban Heat Islands (UHI), Messinseln auf Asphalt oder Beton, die früher in ländlichen Gegenden standen und niedrigere Messwerte anzeigten. UHI führen zu höheren Bodenmesswerten.
Das schreibt die NASA auf ihrer Webseite: „What Are Urban Heat Islands? – An urban heat island is a phenomenon that is best described when a city experiences much warmer temperatures than in nearby rural areas. The sun’s heat and light reach the city and the country in the same way. The difference in temperature between urban and less-developed rural areas has to do with how well the surfaces in each environment absorb and hold heat.“ google hilft weiter…
@Dr. Wolfgang Salzmann : Meine Zustimmung. Es würde aber auch einfacher gehen. Wenn man den Begriff Klima wirklich als Folge der Strahlungsbilanz der Erde verstehen würde. Schon die folgenden Behauptungen mögen alle einzeln glaibwürdig erscheinen, aber alle zusammen sind nicht mehr glaubwürdig:
a) Die Zunahme der Rückstrahlung, die zu einer Zunahme der bodennahen Temperaturen führt, ist eindeutig eine Folge der Zunahme der CO2-Konzentration der Troposphäre, indbesondere durch „menschengemachte“ CO2-Emissionen.
b) Innerhalb der Troposphäre wird die Luft so intensiv gemischt, dass die CO2-Konzentration für alle Orte und Regionen der Erde gleich ist, so wie sie auf Hawai gemessen wird.
c) Die durch menschengemachtes CO2 verursachte Erwärmung ist in Europa doppelt so groß. wie im Rest der Welt, speziell in Deutschland.
Wer da nicht abwinkt, ist zur Wissenschaft nicht geeignet, auch nach intensiver Schulung nicht.
Aber die Umkehrung ist noch interessanter: Wenn es eine Erwärmung durch CO2 gibt und der CO2-Gehalt durch Mischung überall weitgehend identisch ist, KANN JEDER BELIEBIGE Ort die Erhähung des langzeit-Mittelwertes der Temperatur REPRÄSENTIEREN. Der Versuch, uns mit Hokuspokus einzureden, es würde vor allem in Deutschlland wärmer, ist offensichtlich. Dann müsste aber wenigstens JEDER ORT in DEUTSCHLAND diese spezielle deutschländische Erwärmung repräsentieren. JEDE einzelne Messtation müsste, wenn ihre Messwerte nur ausreichende Qualität hätten, diese Erwärmung repräsentieren. Ausnahme: Stationen, die durch Phasenwechsel des Wassers (Eis/Wasser/Wasserdampf) dauerhaft verfälscht werden. Denn Phasenwechsel bilden einen Plateauwert, an dem sich die Temperatur nicht ändert, weil nur das Gleichgewicht zwischen zwei Phasen verschoben wird. Also die Behauptung, die Meerestemperatur im Bereich schmelzenden Meereises hätte um 1,5 Grad zugenommen ist einfach Unsinn.
Wo sind nun die hochgenauen Messreihen der Temperatur an einem einzigen Ort in Deutschland jede MINUTE?
Mein Kontostand ist 42. Die Temperatur nächste Woche? Die Antwort auf die ultimative Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest? 42 = in Buchstaben also DB (Deutsche Bundesbahn)? Komme ich mit 42 Euro an den Gardasee? Man weiß ja so wenig…