Gastautor / 30.05.2018 / 06:15 / Foto: Bildarchiv Pieterman / 20 / Seite ausdrucken

Jedem sein Orwell

Von Benjamin Mehle.

Die Welt ist in Aufruhr und viele Verleger sind es auch. Der Grund? In Zeiten wachsender Unsicherheit erobern dystopische Romane wieder die Bestsellerlisten. Besonders spektakulär ist das Beispiel von George Orwells Klassiker „1984“. Nach einer Bemerkung der Trump-Administration über „alternative Fakten“ stiegen die Verkäufe des Romans in den USA sprunghaft an – um 9.500 Prozent. Buchgeschäfte gerieten in Lieferschwierigkeiten, Zeitungen auf der ganzen Welt berichteten. Findige Autoren sahen ein neues Zeitalter der Tyrannei heraufdämmern, und ihre Leser rüsteten sich im Buchgeschäft für den kommenden Untergang der Demokratie. „Wer Trump verstehen will, muss Orwells „1984“ lesen“, schrieb die Zeit und brauchte nur eine Handvoll Zitate zum Beweis. Schließlich ist man in Deutschland bestens vertraut mit den Klassikern der dystopischen Literatur – auch ohne jemals einen davon gelesen zu haben.

Egal, wen oder was ein Autor für den Untergang des Abendlandes verantwortlich machen will: Bei George Orwell findet sich stets ein eindrucksvoller Vergleich, um die angeblich totalitären Zustände in der heutigen Gesellschaft zu unterstreichen. Die Bundesregierung gründet ein „Wahrheitsministerium“ um „Gedankenverbrechen“ zu verfolgen. Gender-Aktivisten verbreiten ihren „Neusprech“ und „Big Brother“ beobachtet wehrlose Prominente auf RTL 2. Aber auch andere Klassiker der dystopischen Literatur sind längst ein fester Bestandteil unserer Kultur geworden. Egal ob im Fernsehen, im Kino oder sogar in der Wissenschaft: Die Motive des Genres sind allgegenwärtig. Dabei wird heute noch auf die gleichen Fundamente gebaut wie vor fast hundert Jahren. Schuld daran ist nicht nur die Einfallslosigkeit vieler Autoren; manche Ideen haben die Zeiten aus gutem Grund überdauert.

Mögen sich die Experten auch weiterhin darüber streiten, wo die Ursprünge der klassischen Dystopie liegen, der erste vollwertige Vertreter hieß eindeutig „Wir“. 1922 legte Jewgeni Samjatin mit seinem visionären Roman die Grundrisse der Gattung fest: ein übermächtiges Kollektiv, lückenlose Propaganda und perfekte Überwachung. Eine allegorische Warnung vor den Gefahren totalitärer Ideologie.

Heute zählt das Genre hunderte von Vertretern, und natürlich erweiterte sich mit der Zeit auch die Themenpalette. Die ersten und wichtigsten Werke entstanden im Schatten von Faschismus und Diktatur. Im Kalten Krieg spielten Raumfahrt und die Angst vor der nuklearen Katastrophe eine Rolle. Bald machte man sich Gedanken über die Zerstörung der Umwelt oder den Umgang mit Ressourcen, über künstliche Intelligenz und die Grenzen des Menschlichen. Heute greifen Autoren die Chancen und Risiken des Internetzeitalters oder den galoppierenden Fortschritt der Technik auf. Neue Herausforderungen werfen neue Fragen auf. Die Schwerpunkte wandeln sich stets mit dem Zeitgeist. Und doch gibt es ein Motiv, das fast alle Vertreter der Gattung miteinander verbindet: die Zerstörung des Individuums.

Eine Art „trojanisches Pferd“ des „Neoliberalismus“?

Es verwundert also kaum, dass das Selbstverständnis vieler (amerikanischer) Libertärer und klassisch Liberaler tief im Genre verwurzelt ist. Schon der Begriff „Dystopia“ geht auf einen der wichtigsten Denker des Liberalismus zurück: John Stuart Mill. Er konstruierte ihn, um die Idee politischer Utopien in einer Rede zu attackieren. Seitdem haben sich libertäre Autoren die Dystopie immer wieder zunutze gemacht, um ihre Ideen an den Leser zu bringen. Die Schriftstellerin und politische Aktivistin Ayn Rand begründete ihre Philosophie des „Objektivismus“ im Wesentlichen auf „Atlas wirft die Welt ab“ – einen dystopischen Roman.

Kürzlich warnte der Guardian Eltern vor einer Welle moderner Dystopien, die sich vor allem an junge Erwachsene richten. Klammheimlich würde darin „rechts-libertäres Gedankengut“ propagiert und Kindern beigebracht, sich „dem freien Markt zu unterwerfen“. „Links denkende“ Eltern sollten ihren Nachwuchs „dieser Art Freiheit“ deshalb nur in Maßen aussetzen.

Haben wir es beim dystopischen Roman also tatsächlich mit einer Art „libertärem Genre“ zu tun? Ist die gesamte Gattung vielleicht bloß ein Vehikel, um libertäre Ideen zu verbreiten, eine Art „trojanisches Pferd“ des „Neoliberalismus“? Sicher nicht. Zwar stehen einige zentrale Motive des Genres auch im Zentrum des klassischen Liberalismus (Meinungsfreiheit, Individualismus, persönliche Freiheit). Dennoch entziehen sich die meisten prominenten Vertreter einer eindeutigen politischen Einordung.

„1984“, das wohl bedeutendste Werk des Genres, wurde von George Orwell geschrieben – einem bekennenden Sozialisten. Tatsächlich weist der Roman Verbindungen mit F.A. Hayeks „Weg in die Knechtschaft“ auf. Orwell selbst räumte in einer Kritik für den Observer ein, es stecke „sehr viel Wahrheit“ in Hayeks Thesen. Orwell teilte dessen Skepsis gegenüber einem übermächtigen Staat und die Angst vor einem totalitären Regime. Den freien Markt jedoch hielt er nicht für die Antwort auf diese Bedrohung und wiedersprach Hayek auch in anderen Punkten vehement.

Aldous Huxley beschrieb in „Schöne neue Welt“ eine Gesellschaft, in der persönliche Freiheit durch Umerziehung und Konsum zerstört worden ist. Seine Kritik trifft Kapitalismus und Kollektivismus gleichermaßen. Darüber hinaus macht Huxley unter anderem die Zerstörung der Umwelt, den Verlust kultureller Identität und die Religion zum Thema. Bis heute gibt es deshalb kaum eine politische Partei, die nicht wenigstens eine Zeile aus dem Buch zum zentralen Slogan ihres Wahlkampfes machen könnte.

Die Klassiker lassen sich nicht in politische Lager zwingen

Konservative Christen, anarchistische Libertäre, Sozialisten und Öko- Aktivisten: Sie alle haben versucht, die Dystopie für sich zu vereinnahmen. Sie alle sind gescheitert. Die Klassiker der Gattung lassen sich nicht in die engen Grenzen politischer Lager zwingen. Das liegt an den Themen. Um den Verlust seiner Freiheit zu fürchten, muss man kein Liberaler sein.

Bei allem Anlass zur Kritik muss eines klar sein: Das Zeitalter des Totalitarismus in der westlichen Welt ist vorbei. Mag die Europäische Union auch ein undurchsichtiges, bürokratisches Ungetüm sein – eine sozialistische Diktatur ist sie nicht. Die Türkei wird durch ein Präsidialsystem nicht zum Kalifat und Donald Trump ist nicht der „blonde Mussolini“.

George Orwell oder Aldous Huxley erschufen ihre Dystopien nicht etwa vor dem Hintergrund eines angeblichen „links-grünen Meinungskartells“ oder eines polternden Chauvinisten an der Spitze der USA. Ihre „Inspiration“ waren Eugenik, Diktatur und Völkermord. Natürlich gehören Vergleiche, Überspitzung und Ironie zum Handwerkszeug eines Journalisten; natürlich kann der dystopische Vergleich ein wertvolles Werkzeug sein, wenn es dem Autor gelingt, der Vorlage gerecht zu werden. Richtig eingesetzt, kann er nachdenklich machen, aufrütteln und erschüttern.

Unsere politischen Verhältnisse aber unreflektiert mit Zitaten aus „1984“ oder der „Schönen neuen Welt“ zu beschreiben, ist daher nicht nur geschmacklos, es ist auch falsch; ein polemischer Taschenspielertrick, der weder den zitierten Werken gerecht wird noch den Tatsachen. Allzu schnell wird dadurch aus einem plumpen Vergleich eine schlichte Unwahrheit.

Orwells „Wahrheitsministerium“ war eine Persiflage faschistischer Propagandaapparate. Die Aufgaben, die Methoden und die Begriffe der Behörde weisen eindeutig in Richtung Goebbels und Stalin. Ein Vergleich mit den Plänen des Innenministeriums oder Aussagen der US-Regierung ist nicht nur eine Frage des (schlechten) Geschmacks, er verzerrt die Faktenlage auch bis zur Unkenntlichkeit – und zerstört damit jede Grundlage für eine sachliche Diskussion.

„Das ist bei uns nicht möglich“

Neben „1984“ ist in diesem Jahr noch ein weiterer Klassiker ins Licht der Öffentlichkeit gerückt: „Das ist bei uns nicht möglich“, von Sinclair Lewis. Amazon.de bewirbt die Neuauflage der deutschen Übersetzung wie folgt:

„Sinclair Lewis’ Roman aus dem Jahr 1935 führt einen Antihelden vor, der mit seinen Hetzreden die Begeisterung unzufriedener Wähler entfacht. Durch seine Lügen und eine Rhetorik des Populismus und der Ressentiments wird er Präsident der Vereinigten Staaten. Das klingt vertraut?“

In der Tat klingt das vertraut! Schließlich gilt das Buch in „liberalen“ Kreisen als der „Klassiker, der Donald Trump vorhergesagt hat“. So steht es nicht nur in der New York Times, sondern auch im britischen Guardian, in der Zeit und natürlich in sämtlichen Werbetexten des deutschen Verlages. Wer diesem Werbeversprechen nun aber Glauben schenkt, dem droht eine Enttäuschung.

„Das ist bei uns nicht möglich“ ist kein simpler Kampf von Gut gegen Böse oder die Geschichte einer „offenen, liberalen Gesellschaft“ gegen einen faschistischen Despoten. Im Wesentlichen richtet sich die scharfsinnige Satire nicht einmal gegen einen Demagogen, der Amerika in den Faschismus führt, sondern an die Menschen, die ihm folgen. Doch im Gegensatz zu vielen Kommentatoren unserer Zeit stellt Lewis die amerikanischen Wähler nicht als einen Haufen von Dummköpfen dar, die aus schierer Unwissenheit auf den „Populismus“ eines „Rattenfängers“ hereinfallen.

Dem Autor gelingt es vielmehr, die Anziehungskraft fühlbar zu machen, die Populismus auf alle Schichten der Gesellschaft ausübt: Die Figur des Diktators in Lewis’ Roman gewinnt die Wahl mit Forderungen nach einem bedingungslosen Grundeinkommen, staatlicher Kontrolle über sämtliche Banken und Finanzmärkte, der Entmachtung der Waffenlobby, einem Maximaleinkommen … Auch im heutigen Europa ließe sich mit solchen Forderungen so mancher an die Wahlurnen treiben. Wohlstand und Sicherheit für alle! Wenn wir nur alle an einem Strang ziehen, wenn wir nur entschieden vorangehen und unsere eigenen Interessen zum Wohle aller zurückstecken. Eine verführerische Logik, die auch den Protagonisten des Romans – einen Journalisten – nicht kalt lässt.

Als er das erste Mal persönlich eine Rede des Despoten miterlebt, geraten seine Vorbehalte im Rausch der Menge ins Wanken. Zu mächtig ist die Sehnsucht, Teil einer Bewegung zu sein, Teil eines großen Ganzen, eines „Wir“. Dasselbe „Wir“, das Deutschland während des „Sommermärchens“ 2006 wieder für sich entdeckte, das „Wir“ aus „Wir sind das Volk“ –1989 ebenso wie 2015 – oder „Wir sind Europa“ der Puls-of-Europe-Demos. Das „Wir“, mit dem Jevgeny Samjatin das Genre der Dystopie 1922 begründete.

Schreckensvision hinter dem Glanz einer Utopie

Dieses „Wir“ kann gewaltige Kräfte freisetzen, Mauern einreißen und Despoten stürzen. Genauso gut kann es aber auch zu einem mächtigen und gefährlichen Machtinstrument werden – nicht nur in einer faschistischen Diktatur. Ganz ohne Tyrannei und Zwang kann es Menschen gefügig zu machen oder dazu erziehen, „zum Wohle aller“ zu leben und zu handeln.

Mit „Schöne neue Welt“ hat Aldous Huxley diese Idee auf die Spitze getrieben. Seine berühmte Schreckensvision verbirgt sich hinter dem Glanz einer Utopie. Seine Welt wirkt nicht trostlos oder bedrohlich. Der Verlust der Freiheit tritt kaum jemals offen zutage. Die meisten Bewohner bemerken ihn nicht einmal. Hier wird der „neue Mensch“ nicht länger mühsam umerzogen oder durch Gewalt zu seinem Glück gezwungen – er wird von Grund auf erschaffen: gezüchtet, konditioniert und erzogen als Teil einer geschlossenen, uniformen Gesellschaft. „Jeder gehört jedem“ und jeder ist für seinen Nächsten verantwortlich wie für sich selbst. Staatliche Überwachung oder gar Gewalt werden fast überflüssig.

Voraussetzung für diese Harmonie ist die Befriedigung. Es ist eine Art Gesellschaftsvertrag, wie er auch in der Realität die Verhältnisse in sogenannten Rentierstaaten zusammenhält. Huxleys Charaktere leiden nicht unter Mangelwirtschaft und Entbehrungen. Von der Nahrung bis zum Geschlechtsverkehr, vom Konzertbesuch bis zum Drogenrausch – der Bürger der „Schönen neuen Welt“ wird mit allem versorgt. Die Idee dahinter ist einfach: Das Volk rebelliert nicht, solange es satt ist. Der Durst nach Freiheit oder der Traum von Demokratie lösen keine Revolutionen aus, solange es den Menschen nicht an Konsumgütern fehlt.

Zugegeben, an manchen Stellen macht es sich Huxley ziemlich einfach. Seine „Schöne neue Welt“ ist kein glaubwürdiges System wie Orwells „englischer Sozialismus“. Der Wirkung des Werkes schadet das aber nicht. Der Anspruch der Dystopie erschöpft sich nicht in der reinen Abbildung und Analyse herrschender Zustände oder gar in der Voraussage zukünftiger Entwicklungen. Namhafte Science-Fiction-Autoren wie Cory Doctorow bestreiten sogar, dass das Genre sich überhaupt für sinnvolle Voraussagen eignet. Interessant sind weniger die Antworten, die Dystopien liefern, als vielmehr die Fragen, die sie aufwerfen und direkt an den Leser selbst richten:

Wie wichtig ist uns die Freiheit wirklich, solange wir satt und in Sicherheit sind? Wie groß ist unsere Sehnsucht danach, Teil einer Bewegung zu sein? Welche Anziehungskraft üben Macht und Herrschaft tatsächlich auf uns aus?

Freilich sind all diese Fragen nicht neu. Denker wie Hanna Ahrendt, Karl Popper oder Ralf Dahrendorf widmeten ihnen einen großen Teil ihres Werkes, Wissenschaftler und Publizisten streiten bis heute darüber. Aber wir folgen dem Diskurs nur aus bequemer Entfernung. Und hier – wo Publizisten und Wissenschaftler zur Distanz verpflichtet sind – greift die Literatur an. Sie zerstört diese Distanz. Sie setzt uns dem Sog des Kollektivs und dem Druck der Despotie aus. Sie lässt uns die Wehrlosigkeit gegenüber einem allmächtigen System spüren und macht uns begreiflich, warum die meisten von uns wohl nicht im Widerstand kämpfen, sondern stillhalten würden. Die Dystopie kennt nur wenige Helden und gewährt uns selten die Gnade eines Happy End. Was bleibt, ist eine seltsame Mischung aus Bestürzung und Dankbarkeit. Dankbarkeit, weil das Erlebte letztlich bloß eine Geschichte war. Bestürzung darüber, dass viele Menschen diese Geschichten nicht kennen – weil sie in ihrem Land verboten sind.

Dieser Beitrag erschien zuerst in Novo.

Foto: Bildarchiv Pieterman

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Leserpost (20)
Karl Mallinger / 30.05.2018

Ich lese zur Zeit gerade einen weiteren Klassiker der dystopischen Literatur, nämlich den Roman “Kallocain” der schwedischen Schriftstellerin Karin Boye (1900-1941), welcher im Jahr 1940, also neun Jahre vor George Orwells “1984”, erstmals erschienen war. Es geht dort, ähnlich wie in “1984”, um eine totalitäre Zukunftsgesellschaft. In Boyes Version des Totalitarismus erfindet ein begabter Chemiker namens Leo Kall das perfekte Wahrheitsserum, eben das “Kallocain”, welches Gegner des Systems entlarven soll. Allerdings stellt sich durch das “Kallocain” ziemlich schnell heraus, dass das System anscheinend NUR Gegner und keinen einzigen echten Befürworter hat, der seine Befürwortung eben NICHT nur vorspielt. Wirklich ein immer noch lesenswertes Buch, sollte m.E. auch noch mal verfilmt werden.

Robert Stein / 30.05.2018

wer glaubt, dass das Zeitalter des Totalitarismus vorbei sei, der ist offenbar schon auf die Verheißungen neuzeitlicher Ideologen und “Menschenmacher” hereingefallen. Wer glaubt, über dem zu stehen, was er Populismus nennt, der sollte genau hinschauen, ob er nicht bis zum Hals darin steckt. Es ändert sich nämlich gar nichts, Mensch bleibt Mensch, und der Schoß fruchtbar, aus dem alles kroch. Die Mittel, mit denen Macht verfolgt werden kann, mögen dem technologischen Fortschritt entsprechend etwas ausgefeilter sein. Dennoch braucht man zur Bedienung dieser Mittel ebenso wie zum Erhalt einer florierenden (oder ernährenden) Wirtschaft Menschen, und die sind nicht so einfach zu bekommen. Deswegen werden alle Denkmodelle, die an einen neuen Menschen glauben, und alle Systeme, die ihn erzwingen wollen, notwendig scheitern. Was aber leider nicht heißt, dass es nicht immer wieder versucht werden wird.

Burkhart Berthold / 30.05.2018

Der Wert einer Dystopie zeigt sich, wenn sie nicht eintritt. Dann mag sie dazu beigetragen haben, die Bürger zu warnen. Aber man mache es sich nicht zu leicht: Staatlich verordnetes Zwiedenken kann es auch geben, wenn gute Rasierklingen erhältlich sind und der Schnaps schmeckt. Dann nennen wir es: politische Korrektheit.

Gabriele Klein / 30.05.2018

Toller Artikel! Wandert auf den Favoriten, auch wenn ich Ihnen nicht zustimme, dass der Totalitarismus endgültig vorbei sei.  Im Gegenteil, er ist gefährlicher denn je und eine Bedrohung der gesamten wissenschaftlichen Früchte die sich hunderten von Jahren verdanken und die man auch (motiviert) vergessen kann…... .Was für den vergesslichen Menschen gilt gilt auch für die Gesellschaft. Ein Versuch in diese Richtung ist der IS. Sein Angriff galt den westlichen Stätten des Wissens, wie z.B. Bibliotheken die   er zu vernichten suchte, noch während er händeringend nach Ärzten, Ingenieuren und sonstigen pragmatischen “Gelehrten” suchte…... (nicht ganz leicht in der Tat, denn man kann den Baum den man fällen will halt nicht gleichzeitig auf Dauer auch ernten, etwas das jene Eroberer des Westens im Namen des Islams bis auf den heutigen Tag so wenig begriffen wie den Zusammenhangs zwischen Terrorismus und Phobie.  Wer die Islamophobie beenden will, ( frühestens möglich mit der nächsten Generation) der sollte als erstes Messer, Bombe, Schwert im Namen des Islam wegstecken. Denn, wer im Namen des Islam terrorisiert, der bekommt es halt mit der Angst vor dem Islam tun….... so einfach ist das halt mit der Angst. Die Rechnung,dass man diese Angst ersticken könnte, indem man an Phobie Erkrankte von der Opfer Rolle in die jener Täter befördert die mit den Vätern des Terrorismus den Holocaust planten, scheitert leider an der Conditio Humana .... Den Mullahs und Volkserziehern aus “Zeit”, FAZ, und TAZ empfehle ich daher ein Werk zum Thema “avoidance behavior”, negative reinforcement und den Erfolgsaussichten der Abhilfe durch “Zureden bei Panikverhalten”. Aber vielleicht genügt auch ein Blick in die eigenen Notizen aus dem 1. Semester (Thema findet sich in Pädagogik, Biologie, Medizin Psychologie)  um den “Wissenstransfer” beim Häkeln im Bundestag vielleicht doch noch in Gang zu setzen, wäre so langsam an der Zeit….

Oliver Hoch / 30.05.2018

“Ein Vergleich mit den Plänen des Innenministeriums ” ... “zerstört damit jede Grundlage für eine sachliche Diskussion”? Das Gegenteil ist richtig. Wenn nicht sachlich verglichen wird, Gemeinsamkeiten und Unterschiede gegenübergestellt werden, ist eine sachliche Diskussion unmöglich. Das zeigt sich unmittelbar bei jedem #Aufschrei, welcher zuverlässig folgt auf jeden Hinweis zu gesellschafts- und freiheitsfeindlichen Aspekten aktuellen Regierungshandelns.

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