Roger Letsch / 23.06.2021 / 06:00 / Foto: Ivory Hecker/Twitter/Fox26 / 36 / Seite ausdrucken

Ivory will’s wissen – wie sich Medien selbst demontieren

„Ein System, das aus seinen Fehlern nicht lernt, 
ist ein gefährliches System.“ (Bret Weinstein)

Ich weiß nicht mehr Tag noch Stunde, zu der im Jahr 2020 ein gewisser Präsident, dessen Name besser nicht mehr genannt werden sollte, das Video der amerikanischen Ärztin Dr. Stella Immanuel aus Texas auf Twitter postete, in dem es, abgekürzt, darum ging, dass es hoffnungsvolle Behandlungsmöglichkeiten gebe und das erste Mal der Name jenes alten Malariapräparates gefallen war: Hydroxychloroquine oder kurz HCQ. “America, you don’t need to be afraid. Covid has a cure.“ – sagte Dr. Immanuel. Die Medien stellten die Sache dar, als habe dieser Präsident die Amerikaner aufgefordert, Chlorbleiche zu saufen oder irgendeine wirkungslose Wundertinktur zu schlucken, und als Ergebnis einer ausgewachsenen Hysterie zensurierten Twitter und Facebook schon die Erwähnung des Wortes. Und das war erst der Anfang.

Zwar gab es immer mal wieder Berichte über Studien, aber medial kochte man das Thema abseits von „Orangemanbad“ möglichst auf kleinem Feuer. Fest stand, dass jeder, der ab diesem Zeitpunkt Hydroxychloroquine hörte, sofort denken sollte: „Dieser Trump, was für ein Honk!“ Unter dem Radar der Öffentlichkeit schritt die Forschung jedoch voran und auch die klinischen Experimente nach dem Prinzip „Versuch und Irrtum“ gingen weiter.

Gerade in der Anfangszeit mit vielen besonders schweren Krankheitsverläufen warfen Klinikärzte in den USA sprichwörtlich „the whole kitchen sink“ nach dem Virus, hoffend, dass irgendwas die Symptome lindern und den Verlauf der Krankheit bei den Patienten in den Griff bekommen würde. Gehen wir zurück in den Sommer 2020, als besagter Präsident noch im Amt war und die Medien augenscheinlich nur eine einzige Agenda zu haben schienen: Alles, was er sagte, muss falsch, gelogen, bösartig, rassistisch sein oder im Auftrag Putins erfolgen. Meist sogar alles zusammen.

Ivory will’s wissen

In eben diese Zeit, genauer auf den 10. August 2020, fiel auch eine Reportage von Ivory Hecker, in der sie für ihren lokalen News-Sender Fox26 über „Medical Teams“ der Armee berichtete, die damals an verschiedenen Kliniken in Houston, Texas, das überlastete Personal verstärkten, darunter auch am „United Memorial Medical Center“ (UMMC). Ihre Redaktion hatte Hecker geschickt, um mehr über die Behandlung von Covid zu erfahren, und sie führte Interviews mit Klinikpersonal und den Helfern der Armee. In ihrer Anmoderation im Homeoffice kündigte Hecker die Informationen über die Behandlung von Covid-Patienten auch noch an, im Clip findet sich jedoch nichts mehr davon. Lediglich der Hinweis auf die hohe Erfolgsrate der Klinik bei der Behandlung der Patienten sowie der Hinweis, dass man Zwangsbeatmung „wie den Teufel“ zu meiden versuche, blieben im Beitrag.

Dr. Joseph Varon, der Chefarzt des UMMC, hatte im ursprünglichen Interview aber noch anderes zu berichten, was es dann nicht in den finalen Schnitt des Senders schaffte. Grund: Es passte nicht ins gültige Narrativ und entsprach so gar nicht der hysterischen Berichterstattung über HCQ und was es alles nicht konnte. Grund für das Weglassen seitens des Senders: Hecker gebe nicht an, welche Medikamente Dr. Varon außer dem „umstrittenen“ Hydroxychloroquine (HCQ) sonst noch nutze. Ergänzt um diese Information stellte Hecker den weggelassenen Schnipsel des Interviews mit Dr. Varon, in welchem dieser erklärte, auch das politisch heiß diskutierte Hydroxychloroquine bei seinen Patienten zu verwenden und damit gute Ergebnisse zu erziehen, auf ihre Facebookseite. Hecker hatte also genau das nachgeliefert, was ihre Bosse bei Fox26 moniert hatten. Dachte sie!

Doch da hatte Ivory Hecker wohl etwas falsch verstanden. Nicht die unvollständig wiedergegebene Medikation Varons, sondern die bloße Erwähnung des Wortes „Hydroxychloroquine“ im positiven Kontext war das Problem. Nach dem nun folgenden Anschiss ihrer Chefs legte Hecker, wie gewünscht, ihre Social-Media-Accounts still und berichtete nicht mehr über das Thema. Am 8. September erhielt sie eine schriftliche Verwarnung ihres Senders, weil sie Instruktionen des Managements von Fox26 nicht befolgt habe. Darin wird mit frech verschobener Zeitangabe behauptet, dass Hecker bereits Ende Juli aufgefordert worden sei, nicht über HCQ zu berichten – was glatt gelogen war. Man wolle ihr helfen, so die Begründung für diese falsche, karriereschädigende Behauptung. Erst als Hecker den Fall ihrem Anwalt übergab, änderte der Sender den Tonfall und löschte die schriftliche Verwarnung aus Heckers Personalakte.

Hecker selbst war es, die schließlich Anfang Juni 2021 nach zahlreichen mitgeschnittenen Telefonaten und Video-Konferenzen die Bombe platzen ließ – noch dazu bei einer Reportage auf Fox26.

Man berichtet, was man glaubt, der Zielgruppe zumuten zu können

Ihrem Bericht über kaputte Klimaanlagen stellte sie ihre Erklärung voran, wie sie vom Sender unter Druck gesetzt wurde, nicht über das zu berichten, was die Zuschauer wissen wollten. Der Sender dürfte nicht sehr glücklich gewesen sein, zumal Hecker als Veröffentlichungsplattform ihres Whistleblowings ausgerechnet ProjektVeritas nannte, aber in eine Live-Reportage einzugreifen, wagte man bei Fox26 wohl auch nicht.

Bei jeder Kritik Heckers an ihrem nun ehemaligen Sender zieht sich eine Aussage wie ein roter Faden durch alles: Wir (also der Sender) berichten, was die Zuschauer von uns erwarten. Wobei die Frage, ob die Erwartungen nicht eher Projektionen des Senders sind, leicht zu beantworten ist. Wenn Hecker etwa bei Berichten über Bitcoin in ihrem Newssegment um 17 Uhr stets abschlägig beschieden wird, weil um diese Zeit vorwiegend „arme Schwarze“ zusehen würden, die mit Bitcoin nichts am Hut hätten, drängt sich jedem halbwegs intelligenten Beobachter sofort der Verdacht des Rassismus der gesenkten Erwartungen auf. Man berichtet also nicht, „was ist“, um ein abgedroschenes und dort auch längst nicht mehr (nicht erst seit Relotius) beheimatetes Motto des Spiegel zu bemühen, sondern das, was man glaubt, der Zielgruppe zumuten zu können.

Heckers zugeschlagene Tür stürzt die Medienbranche in den USA gerade in ein Dilemma. Denn einerseits möchte man dort nur zu gern jede Gelegenheit nutzen, um die Konzernmutter von Fox26 mit Dreck zu bewerfen, andererseits ist gerade der verächtliche Umgang mit dem Thema HCQ auch bei allen anderen Medien geltende Hauspolitik. Man entschied sich schließlich für die Variante Schmierenstück, und „Daily Beast“ brachte einen Artikel, in dem all die eingeübten Klingelworte des letzten Jahres hintereinander spazieren gehen. Man kaprizierte sich auf die Person Ivory Hecker, um sich nicht mit den Aussagen ihrer Interviewpartner und der Tatsache befassen zu müssen, dass sie nicht Messenger, sondern nur Delivery Girl war. Ihre Illoyalität vor laufender Kamera wiege schwerer als die paar kleinen Dienstanweisungen, die sie nicht befolgen wollte, und wer mit den „rechtsextremen Aktivisten“ bei ProjectVeritas paktiert, nun ja, dem sei ohnehin nicht zu helfen.

Der „geneigte“ Leser ist nach der Lektüre des „Daily Beast“-Artikels wieder an Bord der Andrea Doria und HCQ in all seinen Darreichungsformen nach wie vor unwirksames Teufelszeug, das Trump als Wundermittel empfohlen habe. Hat er nicht, der Optimismus stammt von Dr. Stella Immanuel, aber wen interessiert das noch. Die Warnungen bleiben bestehen, ganz gleich, ob Mediziner an der „Front“ das Mittel sehr wohl – und zwar in Kombination mit anderen Präparaten – einsetzen. Und es sind nicht die erfolglosesten Versuche. Empirie schlägt auch das bestgewebte politische Narrativ, und so ist es durchaus denkbar, dass die Presse eines Tages doch noch die Seiten wechselt, wie dies im Fall der Lab-Leak-Hypothese gerade der Fall ist. Die Frage ist nur, wer soll der Presse noch glauben, wenn der Schwenk, wie wir gleich sehen werden, ohne das geringste Bewusstsein für eigene Fehler erfolgt?

Woher stammt das Virus?

Es gibt die Vermutung, dass das Canceln von Idee, Theorien und Personen ein Blitz sei, der nur rechts der Mitte und bei Konservativen einschlägt. Und da sich die tendenziell eher linken Medien (nicht nur in den Staaten) mit solcher Verbissenheit auf alles stürzten, was jemals mit Trump in Berührung kam, scheint sich diese Vermutung zu bestätigen. Ebenso wie die Statistik der gelöschten Konten bei Twitter, Facebook oder YouTube. Doch im verengten Meinungskorridor liegen überall Minen, und selbst Ikonen oder erklärte Anhänger des eher linken Spektrums treten mit zunehmender Häufigkeit und Heftigkeit hinein.

So wie unlängst Talkshowlegende Jon Stewart, der seinen Rückzug aus der Öffentlichkeit bei Stephen Colbert kurz unterbrach, um mit Anlauf und Arschbombe in das Fettnäpfchen „Lab-Leak“ hineinzuspringen. Der Bilderbuchliberale Stewart, gewissermaßen fünf Jahre lang wie Han Solo in Carbonit eingefroren, hatte offensichtlich keine Ahnung, in was für einen Shitstorm er mit seiner komödiantischen Einlage hineingeraten würde und was heute gar nicht mehr geht, obwohl es vor fünf Jahren noch völlig normal war: geheimdienstliche oder doch zumindest vermutete Konspirationen der Regierung aufs Korn zu nehmen, ganz gleich, ob gerade ein „D“ oder ein „R“ hinter dem Namen des Präsidenten steht.

Gut, die Lab-Leak-Hypothese ist eigentlich rehabilitiert, seit die Regierung Biden Ermittlungen in diese Richtung eingeleitet hat. Und sie bleibt vorerst auch genau das: eine Hypothese. Auf Facebook und Twitter wird nicht mehr sofort gelöscht und gesperrt, wer in diese Richtung argumentiert. Wie großzügig! Aber doch bitte nicht so heftig draufhauen wie Jon Stewart und vor allem mit mehr Konjunktiven, bitte! Die Passagiere könnten bemerken, dass der Pilot im Weißen Haus gerade eine sanfte Wende fliegt, um auch in dieser Sache auf den alten „China Virus“ Kurs seines Vorgängers einzubiegen, und wollen womöglich Erklärungen für den Sinneswandel haben. Und für Erklärungen steht Joe Biden nun wirklich nicht zur Verfügung.

Monstren, Mutationen, Hypothesen

Als Erklärbär erster Güte darf hingegen Bret Weinstein gelten. Der Biologieprofessor und einstige Unterstützer von Bernie Sanders lehrte bis 2017 am Evergreen State College in Washington State, einer Universität mit selbst für amerikanische Verhältnisse erheblich linker Schlagseite. Eine Gruppe von 50 Studenten, die nicht einmal seine Studenten waren, schaffte es schließlich, Weinstein von der Uni zu werfen, weil der sich weigerte, am sogenannten „Tag der Abwesenheit“ (einer neuen Erfindung im „Kampf“ gegen den Rassismus) als Weißer dem Campus fernzubleiben. Weinstein kam und musste schließlich gehen. Mit ihm seine Frau, die Evolutionsbiologin Heather Heying. (Hier finden Sie eine sehr gute und vollständige Abhandlung von Matt Taibi zur gesamten Causa Weinstein.)

Der YouTube-Kanal „Dark Horse“, den die beiden arbeitslosen Professoren seitdem betreiben, darf während der gesamten Corona-Manie als positives Beispiel dafür angesehen werden, was es heißt, offen und nahe am Stand der (zugänglichen) Forschung zu argumentieren. Weinstein und seine Gäste, unter ihnen auch der Erfinder der mRNA-Impfstofftechnologie, Dr. Robert Malone, bewegen sich dabei stets auf dem Feld der Hypothese, interpretieren Statistiken, Symptome, Studien – kurz, sie beackern das Feld mit den ihnen zu Gebote stehenden wissenschaftlichen Methoden.

Falschaussagen oder gegen die Richtlinien von YouTube oder die der WHO verstoßende konnten schon deshalb nicht zu bemängeln sein, weil sich Sachlichkeit und Erkenntnisgewinn wie rote Fäden durch die Debatten auf „Dark Horse“ zogen. Man betritt jeden Weg auf dem unsicheren Untergrund der Hypothese, und sei es nur, um zu prüfen, ob er trägt. Dass solches in der überreizten Welt der Medien und des politischen Aktivismus als Verschwörungstheorien oder Aluhut-Modenschauen wahrgenommen wird, offenbart im besten Fall, wie dünn die verbindende Bildungsdecke über der westlichen Welt mittlerweile ist. Im schlimmsten Fall sieht man leider nur die bösartige Lust an Denunziation und Intrige.

Auch gegen Weinstein und Heying warf mal wieder „Daylie Beast“ den ersten Stein, sprach von „Steve Bannon Wuhan Lab COVID Conspiracy“ und griff damit gleich zum Äußersten, dem (ins Deutsche übersetzt) „Höcke-Vergleich“. Diverse Videolöschungen und Verwarnungen gegen „Dark Horse“ folgten, und weil bei Google die Doktrin „Drei Verwarnungen und du bist raus“ gilt, hängt über dem Kanal nun das Damoklesschwert der endgültigen Löschung, ganz egal ob es mittlerweile offiziell möglich und „gestattet“ ist, über die Herkunft des Virus oder die Risiken der Impfung gegen das Virus zu sprechen. Genauso wie völlig danebengegangene „Faktenchecks“ nicht dazu führen, dass die Faktenchecker ihre eigene Wissensanmaßung erkennen, ändert die neue „Meinungsgestattungslage“ nichts an der Situation des YouTube-Kanals.

Kommunikationsfehler, wohin man schaut

Jetzt musste ich schon mehrere Seiten schreiben, nur um einiges einführendes Material für meine eigene Hypothese zusammenzutragen. Im Fall Ivory Hecker blieben valide Informationen in den politischen Filtern eines Mediennetzwerkes hängen, weil man sich dort anmaßte, entscheiden zu dürfen, was die Zielgruppe erfahren darf und was nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass solche Entscheidungen nach Gutsherrenart am Ende doch entdeckt werden, ist heute, in den Zeiten der sozialen Medien, sehr hoch.

Sicher, es gab solche Praktiken und auch die Enthüllungen zu jeder Zeit, doch erst heute wird derlei Gebaren als Problem gesehen, welches dem Ansehen der Medien und damit deren Relevanz immer stärker schadet. Je transparenter die Medien ihre Recherchen und Berichte gestalten – was bedeuten kann, dass eine Recherche auch mal zu nichts Spektakulärem führt – desto größer die Glaubwürdigkeit. Dass bei solcher Arbeit nicht immer Berichte entstehen können, die den Autoren als genialen Menschenflüsterer und Skandalaufdecker vor dem Herrn dastehen lassen, versteht sich von selbst. Das ist die Schattenseite dieses Weges: er ist langweilig. Die Alternative zu maximaler Transparenz wäre eine echte, offenere Fehlerkultur, bei der die Mea-Culpa-Glocke jedoch mindestens so groß und laut sein müsste wie die mit der reißerischen, aber falschen Nachricht. Die Schattenseite dieses Weges ist ein vernarbter Rücken. Einen von beiden werden die Medien gehen müssen, wenn sie nicht wie Schnee in der Frühlingssonne allmählich verschwinden wollen.

Der Fall Weinstein/Heying wiederum zeigt das Dilemma, in welches sich die zu Selbstzensur, politischem Druck und eigener politischer Schlagseite neigenden Facebook, Twitter und YouTube begeben haben. Einerseits wegen der großen Reichweite ein Segen, verengt die rigide Handhabung von „Regeln“ auch jeden wissenschaftlichen Diskurs, weil die Bots, Algorithmen und schlecht bezahlten Löschtruppen nicht zwischen Falschaussage, Hypothese, Theorem, semantischer Zuspitzung, fachkundiger Analyse oder Replik unterscheiden können. Das bedeutet nicht, dass die Algorithmen besser werden müssen. Die hinken der Entwicklung der Sprache und jeder wissenschaftlichen Debatte immer hinterher.

Das bedeutet aber, dass jeder wissenschaftliche Diskurs nur noch weit entfernt von den sozialen Medien und der Öffentlichkeit entfernt stattfinden kann, sobald er kontrovers geführt wird. Sobald sich eine Seite den Schlüssel zum politischen Mainstream verschafft hat, endet unweigerlich jede Debatte durch Stummschaltung – etwa so, wie wir das schon mit Themen wie der Kernenergie, Elektromobilität oder dem Klimawandel erlebt haben. Ziel der Forschung ist dann nicht mehr die Erkenntnis, sondern möglichst schnell in der Politik anschlussfähig zu werden.

Was es braucht, um schlechte Debatten, Lügen und Fehlinformationen vorzubeugen, ist nicht weniger, sondern mehr Kommunikation, mehr Debatten, mehr freie Rede und mehr erlernte Kompetenz, um in dem Informationswirrwarr schnöden Kohlenstoff von edlen Diamanten unterscheiden zu können. Nicht immer sicher, aber mit der Zeit immer sicherer und öfter.

Dem aktuellen gesellschaftlichen Zwang, sich in Sachen Covid bedingungs- und kritiklos hinter den jeweiligen Regierungskurs stellen zu müssen, wäre Weinsteins Kanal beinahe zum Opfer gefallen und könnte dies immer noch. Damit zumindest eine der Erkenntnisse Weinsteins nicht verloren geht, nämlich die des qualitativen Unterschiedes, ob das SARS-CoV-2-Virus am Ende doch durch natürliche Mutation oder tatsächlich durch einen Laborunfall bei der Gain-of-Function-Forschung in Wuhan seine „Stunde Null“ hatte, lasse ich zum Abschluss Bret Weinstein, der ausgerechnet jahrelang an Fledermäusen forschte, das (von mir hoffentlich nicht entstellend komprimierte) Wort:

Wenn es aus einem Labor kommt, ist es das Resultat eines berechenbaren Fehlers, verursacht durch das Umgehen des in den USA bestehenden Verbots einer Forschung, die deshalb offshore in Wuhan stattfindet. […] wir könnten unser Verhalten also korrigieren, um so etwas in Zukunft zu vermeiden. Wenn wir so tun, als handele es sich um eine natürliche Entwicklung, könnten wir zu dem Schluss kommen, noch nicht genug geforscht zu haben, und weiten die Forschung in solchen Labors stark aus. Covid-19 würde als Demonstration dafür dienen, dass wir die Arbeit in noch viel größerem Maßstab ausweiten müssen, weil sie nicht schnell genug war, um Covid-19 zu verhindern.

Und jetzt dürfen Sie selbst darüber grübeln, liebe Leser, in welcher dieser beiden zukünftigen Welten es einer Regierung leichter fallen würde, die Menschen in einem permanenten Alarmzustand zu halten, in welchem „Nach der Pandemie“ immer nur „Vor der Pandemie“ bedeutet. In welcher dieser beiden Welten wollen Sie leben? In welcher hätte der Staat mehr Macht über das Leben jedes Einzelnen? Sehen Sie jetzt, wie relevant die Frage nach dem „woher“ wirklich ist und warum unsere Politiker so ungern mit uns darüber reden wollen?

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Roger Letschs Blog Unbesorgt.

Foto: Ivory Hecker/Twitter/Fox26

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Bernd Michalski / 23.06.2021

Lieber Herr Letsch, die geschilderten Beispiele sind schon sehr bezeichnend und schön nachgezeichnet. In der Beurteilung der Strippenzieher sowohl der “corporate media” als auch von BigTech bleiben Sie m.E. noch allzu zaghaft, etwa mit dem Begriff der “Schlagseite”. Was da getrieben wird, ist an schamloser, extremistischer Einseitigkeit kaum noch zu überbieten. Deshalb ist es dringend notwendig, dass neue Plattformen den Platzhirschen Konkurrenz machen und wieder echte Meinungsfreiheit erlauben. So dass es auch nicht noch einmal möglich wäre, dass ein Skandal wie der um Joe Bidens verkommenen Sohn Hunter erfolgreich unter der Decke gehalten wird, durch knallharte Zensur. Schon das allein hätte den Ausgang der Präsidentschaftswahl kippen können. Die alten Medien und BigTech sind vermutlich gegenwärtig die größte Gefahr für die westlichen Demokratien, und sie müssen vollständig entmachtet werden. Die verzweifelte Zensur von allem, was nicht stramm dem linksradikalen Narrativ folgt, ist zum einen Ausdruck des fanatischen Machtwillens der Linken, aber zum anderen – da hat Roger Koeppel ganz recht – zeigt das, wie das System im Kampf gegen die Realität ganz kurz vor der Selbstzerstörung steht. Das möchte ich zumindest gern glauben… Und demnächst freue ich mich darauf, dass Sie dem Gedanken näher treten, dass das selbe System beim Thema US-Wahlbetrug ähnlich viel Dreck am Stecken hat wie bei den Themen, die Sie hier aufgegriffen haben.

Moritz Cremer / 23.06.2021

Tja, wer hat hier sein handy gerootet; wer nutzt zB bitchute statt tube, wer hat fb gelöscht; wer seine Standorte deaktiviert usw usw WIR haben/hätten die Macht die tech giants zu stürzen. SIND ABER FAST ALLE ZU FAUL… ergo: selber Schuld!

Michael Hinz / 23.06.2021

„Nach der Pandemie“ immer nur „Vor der Pandemie“ - Heute auf der Stroer-Seite verspricht Herr Montgomery, Weltärztepräsident, allen Nichtgeimpften, sich ganz gewiß mit Corona anzustecken. Mit anderen Worten Millionen allein in Deutschland werden von der sogenannten Delta-Variante erwischt. Die Lügenkampagne geht unvermindert weiter. Ist eine Steigerung überhaupt noch vorstellbar? Apropos Pandemie: Bei einer echten gibt eine eine Welle, die ansteigt, sich ausbreitet und verschwindet. Es gibt keine zweite, dritte, vierte, fünfte Welle. Das ist alles Blödsinn und selbst für den medizinischen Laien einsehbar. Ein Land wurde auf Grün/Links gedreht, und Corona ist der Hebel des Willens zur absoluten Macht. Es dräunt noch größeres Ungemach. Wie wärs mit einer Synthese aus Nazi-Terror und DDR-Unrechtsstaat auf dem Gebiet der BRD als Gesundheits-und Ökodiktatur mit netzwerkdurchsetzter bunter Stimmeneinfalt.

k-bucher / 23.06.2021

Anton Weigl / 23.06.2021 Das Pech des amerikanischen Präsidenten von 2020 war Corona. Ohne Corona hätte er die Wahl nie verloren. Ist meine Meinung.——Aus meiner Sicht hätte Trump ob mit oder ohne Corona sowieso die Wahl verloren .Weil man hatte ja immerhin 4 Jahre (Seine Amtszeit)  Zeit alles Pippi Fein darauf vorzubereiten . Natürlich gibt es zum Thema genug Lügen und auch Gerüchte auf Beiden Seiten aber es gibt auch Beinharte Tatsachen wie nur als Beispiel die Wahlautomaten in Frankfurt . Meine Bescheidene Frage . was hatten die bei einer USA Wahl Eigentlich überhaupt in Deutschland verloren ? .Aber mit Wahlbetrug kennt man sich inzwischen auch in Deutschland bestens aus , siehe der Weltbekannte Wahlergebnis ändernde Telefon Anruf einer Gewissen Raute aus Südafrika .Nun So einfach geht das Inzwischen ...und Viele sind auch noch stolz darauf

Sascha Hill / 23.06.2021

Es ist ja immer irgendwie leicht beruhigend, wenn man erfährt, das die Idiotie nicht nur in Deutschland grasiert. Allerdings, sollte man auch immer bedenken, das wir Deutschen den Amis immer ein paar Jahre nachhängen. Ich würde sogar frech behaupten, das wir Deutschen im ungefähren, auf den Stand vom 2000-er Hollywood Woke-Style sind. Wahrscheinlich hängengeblieben. Generation Snowflake lässt grüßen. Die Medien? Nunja, wie sagt man so schön? Die Quartalszahlen sagen mehr als tausend Worte. Aber ist ja eh nur das Internet (Neuland?

Gabriele Kremmel / 23.06.2021

Manipulative Medien bestimmen, worüber informiert und diskutiert wird und worüber nicht. Unwissende Ideologen maßen sich an, über die Wahrheit von Fakten zu bestimmen und die Wissenschaft hat ihren Auftrag, Wissen durch Forschung zu erlangen aufgegeben und dient sich der Politik an, welche den Einflüsterungen einer wahnhaft arroganten Elite erlegen ist, die unsere Zukunft nach ihrem Gutdünken konstruiert und alles Bewährte demontiert, um uns ein Konstrukt ihrer Arroganz als Weltbild aufzudrücken. Die Bevölkerung ist nur noch Manövriermasse. Ich sehe vor meinem geistigen Auge keinen Fortschritt durch Entwicklung mehr sondern eine Sackgasse, in die uns die Begrenztheit anmaßender Anführer und ihrer Zuarbeiter manövriert. Wir werden behandelt wie eine Viehherde, die durch ein immer enger werdendes Führungsgatter in eine Koppel getrieben und dort eingesperrt wird.

S.Buch / 23.06.2021

Man könnte das alles auch mit der Überschrift “Das Virus als Herrschaftsinstrument der Globalisten” versehen.

Anton Weigl / 23.06.2021

Das Pech des amerikanischen Präsidenten von 2020 war Corona. Ohne Corona hätte er die Wahl nie verloren. Ist meine Meinung.

Dieter Stern / 23.06.2021

“Hecker selbst war es, die schließlich Anfang Juni 2021 nach ‘zahlreichen mitgeschnittenen Telefonaten und Video-Konferenzen die Bombe platzen ließ’ – noch dazu bei einer Reportage auf Fox26.” — Das YouTube-Video ist entfernt worden. Habe den Link im Satz um ca. 8h20 angeklickt. Da stand nur die Mitteilung: ‘Dieses Video wurde entfernt, weil es gegen die Community-Richtlinien von YouTube verstößt.’

j. heini / 23.06.2021

Und viele Frauen demontieren sich selbst, wie der Situation zeigt, die Frau Schunke im ihrem Artikel beschreibt. Nur haben es die Sportlerinnen eigentlich viel einfacher als Journalisten. Warum tritt überhaupt irgendeine Frau gegen das Mannweib an? Selbst schuld. Oder befürchten die Sportlerinnen, dass sie allesamt von ihren Vereinen und Sponsoren gecancelt werden?

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