Die Achse des Guten / 21.02.2018 / 12:00 / 6 / Seite ausdrucken

Italienische Verhältnisse in Preußen?

Im Ausland wundert sich das Publikum derzeit ein wenig über die Aufführung, die die Deutschen auf der politischen Bühne veranstalten. So auch Roger Köppel, Chefredakteur der Weltwoche in Zürich und SVP Abgeordneter im Nationalrat. Der Schweizer spricht mit Thilo Sarrazin – einem veritablen Preußen – über den Gang der Dinge. Ein Gespräch mit Erkenntnis- aber auch hohem Unterhaltungswert.

Foto: Stefan Roloff CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

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Leserpost (6)
Werner Arning / 21.02.2018

Die offensichtlich nicht vorhandene Fähigkeit Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden, mit dieser Beurteilung deutscher Regierungskunst trifft Sarrazin ins Schwarze. Den Elefanten im Raum zu ignorieren, das ist, was Merkel, was die CDU, was die SPD betreibt. Und wir, das Publikum, bleiben ruhig auf unseren Plätzen sitzen, klatschen artig und warten geduldig auf das Ende der Inszenierung? Wir sollten nicht aufhören zu pfeifen, zu buhen und immer wieder auf die Anwesenheit des Elefanten hinzuweisen. Und zwar auch dann noch, wenn man uns einzureden versucht, dass da doch überhaupt kein Elefant sei und wir ihn uns nur einbilden würden.

Marcel Seiler / 21.02.2018

Höhepunkt: Thilo Sarrazin bemerkt, dass die Groko-Politiker die wahren Prioritäten komplett übersehen. Diese seien: Langfristige Einwanderungsstrategie, langfristige Strategie gegenüber dem Islam, die Sicherung/Schließung der Grenzen und den Aufbau von militärischer Verteidigungsfähigkeit in Europa gegen Aggression aus dem Osten (ab Minute 11 des Videos). Meine Zustimmung. So einfach kann Politik sein, wenn man nicht populistisch verblendet ist wie unsere Regierung.

Rupert Drachtmann / 21.02.2018

Sich 15 Minuten lang ein solches Gespräch anhören zu dürfen rettet einen über den ganzen Tag ! Das sollte zukünftig täglich eingeführt werden, als “Gegenpol” zum alltäglichen “Mainstream-Medien-Gesabber”. Aus meiner Sicht 2 Gedanken hierzu. Erstens: Es ist mehr als schade, dass so ein Mann wie Herr Sarrazin, mit derartigem präzisem Denken und Sprechen, sich nicht mehr aktiv in einer polit. Partei einbringt. Ggf. kann sich das ja zukünftig noch ändern ? Solche Männer (und Frauen :)) fehlen aktuell in allen Handlungsbereichen. Zweitens: Das Interview vermittelt den Eindruck, dass Frau Merkel nicht innerhalb einer demokratischen Struktur ihr Amt ausübt, sondern sie als “Königin” oder “Diktatorin” alleinherrschend ihre Rolle ausübt. Beobachtet man ihr Handeln innerhalb der Partei und auch die durch sie persönlich veranlassten massiven und mehrfachen Verstöße gegen geltendes Recht und geltende Verträge, so stützt das subjektiv diese Wahrnehmung. Rein formal leben wir jedoch aktuell noch in einer Demokratie. Also sind ALLE in diesem System wirksam handlungsfähigen Personen mitverantwortlich für die aktuellen und zukünftigen Fehlentwicklungen. Die eigenen Parteimitglieder (CDU/CSU-Basis) die “Opposition - die es aktuell gar nicht gibt bzw. lediglich “geschäftsführend” - und die Wähler die hier zustimmen oder ggf. auch nur schweigen. Es kann nicht sein, dass man innerhalb einer Demokratie lediglich beobachtet und darüber klagt welche massiven Fehlentwicklungen auf breiter Front ungebrochen im Gange sind. Dann hat die Demokratie selbst keinen Wert.

Marc Kublun / 21.02.2018

Sarrazin ab Minute 08:28: „Wir haben ein Land, wo die Regierung im Augenblick nicht handeln kann, und das ist doch gar nicht schlecht. Denn, solange sie das nicht tun kann, kann sie auch keinen Unsinn machen.“ Was für eine haarsträubende Fehleinschätzung. Es ist doch so: Der gewünschte Kurs zum Umbau Deutschlands, den Sarrazin bislang beklagte, wurde im Laufe der vergangen Jahre fixiert und läuft weiter wie auf Schienen. Eine neue Regierung birgt nur die abstrakte Gefahr einer beginnenden Kurskorrektur. Insofern haben die relevanten Entscheider und Beeinflusser auch keinen echten Leidensdruck, die Regierungsbildung zu forcieren.

Gerd Koslowski / 21.02.2018

Hoher Erkenntnis- und Unterhaltungswert ist bei Meinungsäußerungen von R. Köppel und Th. Sarrazin immer garantiert. Im Netz kursieren Videos von deutschen Talkshows (kann mal einer dafür einen deutschen Begriff erfinden) , in denen R. Köppel die einsame liberal-konservative Sicht vertritt, besonders hübsch wenn er dabei auf Ralle Stegner trifft, der hinterher noch bedröppelter guckt als sowieso schon, unbezahlbar.

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