Der Entscheid, die Trophäe an die Europäische Rundfunkunion zurückzuschicken, wird begründet mit einer hochumstrittenen Einschätzung einer UNO-Untersuchungskommission und der fortgesetzten Teilnahme Israels am Wettbewerb. Eine bemerkenswerte und unfassbare Anmaßung: die Übernahme komplexer völkerrechtlicher Wertungen ohne juristische Einordnung, ohne Abklärung und ohne jede Sensibilität für die Konsequenzen solcher Aussagen.
Der Begriff „Völkermord“ ist kein Songtitel, sondern eine präzise juristische Kategorie. Er ist umstritten und ist Gegenstand laufender Verfahren, nicht abgeschlossener Urteile. Wer ihn dennoch als feststehende Tatsache verwendet, betreibt keine Menschenrechtsarbeit, sondern bewegt sich im Feld politischer Propaganda. Hauptsache wieder mal im Blick auf der Titelseite.
Über solche Vorwürfe entscheiden Gerichte, nicht Künstler, nicht Aktivisten und auch nicht die Kommentarspalten sozialer Medien. Solange es kein entsprechendes rechtskräftiges Urteil gibt, bleibt der Begriff eine freche Behauptung – mit absehbaren Folgen.
Der Applaus in den sozialen Medien sowie in einigen Mainstream-Medien rundet das Bild ab. Es gibt wenig Widerspruch oder kritische Nachfragen, stattdessen Herzchen, Stolz und moralische Rechtfertigung. Dass hier ein Narrativ bedient wird, das darauf abzielt, Israel zu isolieren, zu dämonisieren und aus dem internationalen Kulturraum herauszudrängen, bleibt weitgehend unausgesprochen. BDS – Boykott, Desinvestition, Sanktionen – Israel-Boykott verpackt im rosa Kleidchen.
Nemo schreibt, er warte auf den Moment, in dem Worte und Taten übereinstimmen. Tatsächlich erleben wir hier aber etwas anderes: Ein internationaler Gesangswettbewerb wird zum Tribunal erklärt, und Instagram-Statements übernehmen faktisch den Rang juristischer Urteile. Der ESC-Pokal wird nicht zurückgegeben, weil Regeln verletzt wurden, sondern weil ein politisches Narrativ bedient werden soll – eines, das sich moralisch überlegen fühlt. Eine Schande für die Schweiz.
Dieser Beitrag erschien zuerst auf Audiatur Online.
Beitragsbild: Arkland - Propri ovre, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Mir ist dieser Mensch (m/w/d) völlig unbekannt. Ebenso sein Song. Das mag daran liegen, daß ich diese Sendung seit den Zeiten von ABBA nicht mehr verfolge. Auch damals – in meiner frühen Jugend – nur wegen der hübschen jungen Frauen in Miniröcken. Ich vermute mal, daß dieser Mensch (m/w/d) einfach nur Aufmerksamkeit braucht um eine tote Karriere nochmal wiederzubeleben. Das ist so noch weniger als schäbig. Es sei denn, er hätte sein Preisgeld auch zurückgegeben.
Nemo das Mettwürstchen bedient in seiner peinlichen Einfalt die woke Blase für ein wenig Aufmerksamkeit. Hat er mit narzistischen Parteischranzen wie dem Frieder zweiter Wahl gemeinsam, der für seine geduldete miese Kanzlerimitation so weit nach links abbiegt dass er rechts wieder reinkommt. Die wollen doch alle nur spielen – dass dabei alle westlichen Werte durch den Dreck gezogen werden und Menschen sterben ist doch egal. Sind ja eh nur Juden und Christen…
An der Geistesverfassung der „ESC- Künstler“ kann man ohnehin schwer zweifeln. Dauert nicht mehr lang, dann hat wohl Israel am 7.10. 2023 den Gazastreifen angegriffen, Säuglinge geschlachtet und Geiseln genommen.
„Blödsinn, den wir hier heute Abend zu sehen bekommen haben“(Marcel Reich-Ranicki 2008 über den Deutschen Fernsehpreis, den er zurückwies). Pars pro toto, der blödsinnige Eurovision Song Contest selbst sollte zurückgegeben werden.
1. muss man erklärter spezialist sein, um eine meinung äussern zu dürfen??? nein, natürlich nicht.
2. würden sie die frage auch stellen, wenn er sich proisraelisch geäussert hätte?
nein, natürlich nicht.
israel und seine finanzstarken bedingungslosen unterstützer in den usa gehen jetzt propagandistisch in die vollen, sender sollen gekauft werden, blogger bekommen geld, viel geld, wenn sie mitmachen und bibi macht dummerweise vor laufender kamera diesbezüglich krasse aussagen. wenn alles so toll wäre, wäre dies nicht nötig. die immer beschworere hamas propaganda ist finanziell und logistisch ein witz dagegen.
ich bin übrigens auf keiner seite, finde politisch beide abstossend und beide gesellschaften spiegeln sich in ihrem hass .
völlig unabhängig von der politik konnte mir noch keiner logisch erklären, warum israel beim esc mitmacht oder habe ich in geopraphie nicht aufgepasst???
Zum Artikel zu Nemo: Wer nix im Kopf hat, ist per se Experte für alles. So funktioniert das Expertenwesen in den mit Zwangsgebühren finanzierten ÖFFIS.
Immerhin ist der ESC-Sieg nicht finanziell vergütet, sonst wäre die Rückgabe der Trophäe noch ein Politikum geworden. Wegen diesem Tingeltangel-Wettbewerb (Unterhaltungsshow) ein Fass aufzumachen, ist typisch für die derzeitig, verpeilte Fokussierung des politischen Westens.