Zu bizarr wirkt die Querfront, zu drastisch der Tabubruch – was sich seit dem 7. Oktober 2023 als "Palästinasolidarität" entlädt. Dass „Queers for Palestine“ mit Islamisten an einem Strang ziehen verlangt nach einer Erklärung. Wie wäre es hiermit: Palästina ist kein Ort, es ist eine Idee.
Als Gründungsmythos einer Nation besteht diese Idee im angeblich kommenden Sieg über die Juden. So gewendet, begreifen Palästinenser sich als Widerstandskämpfer gegen einen Fremdkörper im panarabischen Raum. Religiös verstanden, handeln sie als Gotteskrieger der Umma im Gefecht gegen Ungläubige.
„Free Palestine“ bedeutet aber noch mehr. Palästina fungiert als globale Utopie. Es soll existieren, damit Juden es nicht tun – nicht in Jerusalem, nicht in Washington und nicht in Berlin. Palästina ist Völkerverständigung auf höchstem Niveau. Palästina ist ein Versprechen: Die Juden sind schuld, und ihr dürft sie das spüren lassen.
Allerhand Einwände
Wer sein Weltbild der Tagesschau, dem Spiegel oder Tilo Jung verdankt, hat angesichts solcher Behauptungen Fragen: Warum wird hier der Territorialkonflikt im Nahen Osten kleingeredet? Was soll die Vermischung von Politik und Religion? Weshalb muss man Antisemitismus unterstellen, wenn sich auf der ganzen Welt Menschen – des Judenhasses sonst unverdächtig – mit einem unterdrückten Volk wie den Palästinensern solidarisieren? Kurz: Die Erklärung scheitert mutmaßlich, weil sie eine zu große Zahl von Phänomenen auf den zu kleinen Nenner Judenfeindschaft bringen möchte. Ein Allerlei dieses Ausmaßes über einen Kamm zu scheren, könnte man auch anführen, erklärt so viel wie der woke Antirassismus. Also gar nichts.
Karte und Gebiet
Es gibt gute Gründe für solche Einwände. Schon Jorge Luis Borges wusste: Eine Karte, die jeden Punkt ihres Gebietes abbildet, ist keine Orientierungshilfe mehr, sondern Ballast. In der Tat fällt es schwer, mit herkömmlichen Antisemitismustheorien Sinn aus dem zu stiften, was sich derzeit von Paderborn bis Peschawar gegen Israel in Stellung bringt. Man sollte zugeben, dass eine Palästina-bewegte Verwaltungsfachangestellte aus Westfalen wenig mit einem Paschtunen vom wilden Khyber-Pass verbindet. Obwohl aber eine Theorie des Antisemitismus im Maßstab 1:1 sicher ein Fehler wäre, muss eine besonnene Erweiterung des Deutungsspektrums nicht falsch sein.
Der britische Physiker und Wissenschaftsphilosoph David Deutsch liefert so eine Erweiterung. Er beschreibt den Antisemitismus als sichtbare Oberfläche einer tiefer liegenden moralischen Entgleisung. Und diese kann, bei allen Unterschieden, eine Paderbornerin ebenso ausleben wie ein Paschtune.
Das Muster
Deutsch identifiziert eine in etlichen Kulturen verankerte ideologische Struktur, die über gewöhnlichen Antisemitismus hinausgeht. Ihren Kern macht die Vorstellung aus, es sei legitim, Juden zu schaden, allein weil sie Juden sind. Diese Überzeugung liefert die Grundlage für eine moralische Ordnung – Deutsch nennt sie schlicht „das Muster“.
Der Begriff steht nicht für eine systematische Theorie. Es geht vielmehr darum, einen kulturellen Wahn zu benennen, der sich in verschiedenen historischen Kontexten mit erstaunlicher Hartnäckigkeit behauptet. Deutsch sieht ihn seit Jahrtausenden am Werk, schon lange vor dem Christentum.
„Das Muster existiert in fast jedem Geist bis zu einem gewissen Grad“, sagt Deutsch. Üblicherweise richte es nicht viel aus. Die pervertierte Moral rangiere meist weit unterhalb von Bedeutenderem wie der Liebe zu seinen Kindern oder dem eigenen Überlebenswillen – aber nicht bei jedem und nicht immer. „Manchmal in der Geschichte, etwa in Nazi-Deutschland oder in der palästinensischen Kultur, wird sie so dominant, dass alles andere sich ihr unterordnet.“
Eruption im Zyklus
Ein frühes Beispiel für das Muster lieferte der ägyptische Priester Manetho, der im 3. Jahrhundert v. Chr. laut Flavius Josephus die Exodus-Erzählung ins Gegenteil verkehrte und die Juden als ausgestoßene Unheilsbringer darstellte. Auch römische Autoren wie Tacitus trugen zur Entstehung des Feindbilds bei.
In regelmäßigen Abständen, die Deutsch zufolge etwas mehr als eine Generation betragen, bricht das Muster in Form von massenhafter Gewalt gegen Juden aus. Es ist jedoch keine Form von Hass, kein schieres Vorurteil oder reiner Rassismus, sondern ein irrationales System, das sich über Kulturen und Epochen hinweg fortpflanzt. Es zielt nicht primär auf Gefühle wie Wut oder Angst, auch nicht direkt auf Gewalt.
Der Zweck des Musters besteht darin, die gesellschaftliche Erlaubnis zur Schädigung von Juden aufrechtzuerhalten – und zwar selbst an Orten, wo diese Lizenz zum Pogrom gar nicht ausagiert werden könnte. Etwa weil es dort keine Juden gibt. Auf den arabisch-israelischen Konflikt übertragen heißt das: Selbst wenn die Hamas ihr Ziel erreichen würde und alle Juden ins Meer getrieben worden wären, bestünde das Muster weiter.
Sucht und Krise
Das Muster ist latent stets vorhanden und wird in Krisenzeiten reaktiviert. Dann wächst in der Bevölkerung der Drang, sich der besonderen Stellung zu vergewissern, die man Juden gegenüber einzunehmen glaubt.
Richard Landes, ein US-amerikanischer Historiker, der Deutschs Gedanken aufgegriffen hat, beschreibt die Wirkweise des Musters als Abhängigkeit. Es ähnelt für ihn einer Sucht, die in unregelmäßigen Abständen nach Befriedigung verlangt. Wie Junkies, die ihren Drogenkonsum selbst dann rationalisieren, wenn er sie längst alles gekostet hat, greifen Menschen noch unter dürftigsten Vorwänden auf das Muster als implizite Richtlinie für ihr Denken und Handeln zurück.
Das Muster basiert auf einem tief empfundenen Zwang, sich moralisch bestätigt zu fühlen. Es äußert sich, wenn wir bei der Metapher von Landes bleiben, in Entlastung beim Ausagieren, Reizbarkeit während des Entzugs und fortwährender Wiederholung. Wichtig: Das „High“ besteht nicht im Akt des Schädigens, sondern in der Berechtigung, die gewährt wird.
Juden sind nicht immun
Was Deutschs Ansatz von gängigen Erklärungen grundlegend unterscheidet: Antisemitismus ist nicht das Muster selbst, sondern eine seiner Ausprägungen. Er sollte als Effekt verstanden werden, der sich in bestimmten historischen Konstellationen zeigt. Antisemitismus ist das konkrete Pogrom, die Verschwörungstheorie oder das diskriminierende Gesetz – er ist das Resultat, nicht der Ursprung.
Dies erklärt, warum das Muster nicht nur in der Querfront Paderborn-Peschawar auftritt, sondern sogar in Israel, wo – meist linke – jüdische Intellektuelle Maßstäbe an ihr Land anlegen, die sie keinem anderen Staat der Welt zumuten würden. Wer schon einmal die israelische Tageszeitung Haaretz gelesen hat, kennt den Ton.
In Tel Aviv kommt es aus offensichtlichen Gründen nicht zu antisemitischen Ausbrüchen wie anderswo. Doch die moralische Schieflage, die dort herrscht, folgt denselben Doppelstandards wie in Berlin, Kairo oder New York.
Tausend Masken
Während klassische Theorien meist nach Ursachen oder Nutzen antisemitischer Stereotype fragen (etwa psychologische oder ökonomische Motive), legt Deutsch den Fokus auf moralische Legitimierung. Der wesentliche Mechanismus ist eben kein Neid oder Hass; es ist ein Weltbild, das sich behaupten will.
Das Muster stellt eine einzigartige moralische Verkehrung dar, die sich auf keine andere Gruppe übertragen lässt. In Deutschs Worten: „ein irrationales Muster des Urteilens über Gut und Böse, das allein auf Juden abzielt und in anderen Formen von Verblendung oder Verfehlung kein vergleichbares Gegenstück hat.“
Typische Ausprägungen des Musters sind: Ritualmordlegenden, religiöse Vorwürfe (Schuld an der Kreuzigung Jesu, Ablehnung Mohammeds …) und das Dämonisieren von Juden als Verschwörer oder Zersetzer, die angeblich hinter Medienmanipulationen, Kriegen oder dem Niedergang der Sitten stecken.
Deutsch betont, wie sich dieses Muster ständig an neue Diskurse anpasst, heute etwa durch Rhetorik, die Israel als „Apartheidstaat“ oder „Kolonialmacht“ verteufelt. Solche Erzählungen übernehmen Funktion und Struktur des alten gegen Juden gerichteten Feindbilds, ohne sich sofort erkennen zu geben. Das Muster trägt tausend Masken.
Wenn die Moral zuschlägt
Die Erzählungen halten das Recht auf Schädigung von Juden kulturell verfügbar. Sie bewirken dies, indem sie eine Feindschaft, die in Ausnahmefällen bis zur Gewalt reicht, als verständlich, gerecht oder gar notwendig darstellen.
Wir erleben eine Zeit, in der sich die Gewalt wieder häuft. Am 1. Juni attackierte in der amerikanischen Stadt Boulder ein Ägypter jüdische Demonstranten mit einem selbstgebauten Flammenwerfer und Molotowcocktails; anderthalb Wochen zuvor erschoss ein Linksextremist in Washington zwei Mitarbeiter der israelischen Botschaft. Beide Male erklang derselbe Schlachtruf: „Free Palestine!“
Das Muster fragt: Verdienen die Attentäter nicht Verständnis, wenn doch in Gaza eine israelische „Täterelite“ (Gabor Steingart) am Werk ist, die Krieg gegen Zivilisten führt? Wenn Araber „wie Vieh“ (Cem Özdemir) vertrieben werden? Oder wenn 14.000 palästinensische Kinder angeblich in den nächsten 48 Stunden verhungern könnten (Tom Fletcher)? In der Welt des Musters sind die Attentäter von Boulder und Washington Helden.
Ein Feind für alle Fälle
Wer über größere Zeitspannen hinschaut, erkennt die Widersprüchlichkeit der Anschuldigungen: Wird den Juden heute vorgeworfen, einen Staat zu besitzen und ihn zu verteidigen, galten sie früher, gerade weil sie über kein eigenes Land verfügten, als wurzellose Kosmopoliten. Im polnischen Schtetl bezichtigte man sie der Armut, in Manhattan des Reichtums; unter Kommunisten galten sie als Kapitalisten, unter Kapitalisten als Kommunisten. Mal brandmarkte man sie als religiöse Fanatiker, dann als gottlose Zyniker ...
Die Flexibilität der Verleumdung erfüllt eine klare Funktion: Sie sorgt für ein sich selbst stabilisierendes System irrationaler Moral. Derart anpassungsfähig ist das Muster, dass ihm wahre Wunderwerke des Irrsinns gelingen, ohne zu kollabieren.
Weg des geringsten Widerstands
Warum wird das Muster noch unter absurdesten Vorwänden aktiviert? Deutsch verweist auf ein Prinzip, das in vielen Kulturen zuverlässig funktioniert – den Weg des geringsten Widerstands. Ob Wucherei, Revolutionen, eine schlechte Olivenernte oder die Migrationskrise: Wer Juden pauschal die Schuld gibt, spart sich die Auseinandersetzung mit komplexen Ursachen.
Das Muster stellt eine kulturell etablierte Abkürzung bereit, die nicht nach Belegen fragt. Seine Wirkung beruht auf Wiedererkennbarkeit – verinnerlichte Assoziationen geben den Ausschlag. Weil das Muster viel schneller und leichter verfügbar ist als eine treffende Analyse der echten Umstände, geraten nichtjüdische Täter aus dem Blick.
Goldstandard des Wahns
Der Informatiker Matjaž Leonardis, ein Kollege von Deutsch, vergleicht das Muster mit Gold: Schon in prähistorischer Zeit diente Gold als Tauschmittel und Wertspeicher, weil es selten, haltbar und leicht transportierbar war. Andere Materialien hätten diese Aufgaben ebenfalls übernehmen können, doch Gold verbreitete sich früh und flächendeckend. Dadurch wurde es unter anderem zum sicheren Mittel, um in Notlagen seinen Besitz zu liquidieren.
Die Menschheit verlässt sich darauf, dass Gold überall und immer akzeptiert wird. Nicht weil es als Tauschmittel oder Wertspeicher perfekt wäre, sondern weil sich das Vertrauen in seinen Nutzen über Jahrtausende eingespielt hat.
Die Manifestationen des Musters können eine ähnliche Funktion erfüllen: Wenn jemand einen Sündenbock für seine Probleme sucht, greift er auf die Juden zurück. Da das Muster kulturell flächendeckend verstanden wird, ist es zuverlässig anwendbar. Ein großer Vorteil: Die Gründe für den Angriff auf Juden müssen erst im Nachhinein gefunden werden.
Feindlicher Selbstläufer
Das Muster ist eine Prädisposition. Deswegen wird in der Regel sofort „Völkermörder“ geschrien, aber erst später – im Zweifel nach dem Pogrom – geprüft, ob die Anschuldigung begründet war. Das Arsenal an Verschwörungstheorien ist reichhaltig genug. Irgendein Mossad-Agent wird schon als Brunnenvergifter in die Erzählung passen, und die Gründe für die Feindschaft müssen ohnehin keiner rationalen Überprüfung standhalten.
Aber es kommt noch besser: Wie Gold hat das Muster eine Art Fluchtgeschwindigkeit erreicht – der Planet, von dem es einst abhob, ist zur Nebensache geworden. Es braucht keinen greifbaren Nutzen mehr, der auf reale Eigenschaften zurückgeht. Als Denkmuster rechtfertigt es sich selbst. Man benutzt Gold als Wertspeicher, weil man Gold als Wertspeicher benutzt, und die Juden sind schuld, weil die Juden schuld sind.
Der Westen zeigt Zähne
Das Muster ist tief in unsere Kultur eingeschrieben, aber es ist kein Naturgesetz. Es kann an Bedeutung verlieren. Und in einigen von der Aufklärung geprägten Gesellschaften haben sich, so Deutsch, Bedingungen durchgesetzt, die das Muster wirksam begrenzen.
Vor allem erkennt er dies im angloamerikanischen Raum, wo die Tradition von Kritik und individueller Verantwortung besonders verwurzelt ist. Juden wurden in Großbritannien und den USA historisch deutlich weniger verfolgt als auf dem europäischen Kontinent oder im Nahen Osten.
Das Muster ist eine kulturelle Angewohnheit, die verlernt werden kann. Deutsch sieht Anzeichen dafür, dass dies jetzt geschieht. Erstmals seit zweieinhalb Jahrtausenden zeige sich ein relativ breiter Widerstand gegen das Muster. Die Pogrome nehmen nicht einfach ihren Lauf, wie sonst allzu oft in der Geschichte. In den USA etwa geht man gegen Antisemitismus in Universitäten vor, und ausländische Judenfeinde werden abgeschoben.
Das größte Aufflammen des Antisemitismus seit dem Zweiten Weltkrieg erscheint unter dieser Annahme als kulturelle Immunreaktion. Das Muster wehrt sich. Dazu gehört vermutlich auch, dass die Hamas am 7. Oktober den jüdischen Staat angriff, als sich gerade durch die „Abraham Accords“ so etwas wie Normalität in den Beziehungen zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn abzuzeichnen begann. Die Legitimität, Juden Schaden zuzufügen, schien gefährdet.
Vielfältig vereint, moralisch entgleist
Die Zukunft lässt sich schwer vorhersagen. Daher steht nicht fest, dass die Prävalenz des Musters weiter abnimmt. Ideologisch äußerst anschlussfähig, tritt dieses hochansteckende Gedankenvirus in immer neuen Mutationen auf – unter welcher Weltanschauung sonst könnten die „Queers for Palestine“ mit Dschihadisten, Reichsbürgern und Hollywood-Stars an einem Strang ziehen?
Die Kompatibilität zu Wokeness und Islamismus ist kein Zufall. In Deutschs Worten: „Es liegt in der Natur des Musters, dass alles mit ihm verschmilzt, was hinreichend böse wird – das heißt, was moralisch ausreichend verkommen und ausreichend festgefahren gerät, um nicht mehr umkehrbar zu sein.“
Die ideologischen Widersprüche empfinden die Beteiligten dabei nicht als Problem, sondern als Beweis moralischer Radikalität. Logische Inkonsistenz wird durch diesen Kunstgriff zu Prinzipientreue. Das Ideengeflecht, das sich um das Muster gruppiert, erreicht so eine Schlagkraft, die den Westen insgesamt gefährdet. Judenfeindschaft ist ein antizivilisatorischer Brandbeschleuniger. Als vernunftwidriges Denkmuster untergräbt sie menschlichen Fortschritt.
Im Ernstfall rational
Eine Volte der Geschichte: Ausgerechnet Israel könnte weniger Schaden nehmen als der Rest des Westens. Das Muster hat sich dort zwar ebenfalls etabliert, und das nicht schwächer als anderswo – nur stehen die Israelis, wie Deutsch sagt, „im echten Leben vor harten Entscheidungen“. Ihnen ist bewusst: Der Ruf nach der nächsten Intifada könnte für sie bedeuten, dass erneut tausende Palästinenser wie am 7. Oktober ihr Land überfallen.
„Aus praktischer Sicht ist Israel deshalb intern am wenigsten vom Muster betroffen“, sagt Deutsch. „Und nach außen hin ist es bereit zu kämpfen.“ Man könnte es auch so ausdrücken: Israel duldet keine Pogrome und sichert seine Grenzen. Solange „Free Palestine“ die Freiheit meint, Juden schaden zu dürfen, wird der jüdische Staat sich nicht beugen. Er ist der schlimmste Feind des Musters.
Florian Friedman ist freier Autor. Für zahlreiche Magazine, Zeitungen und Online-Plattformen schreibt er über Kultur, Macht und Technik. Friedman lebt in Hamburg. Mehr finden Sie unter www.florianfriedman.com.

Der Autor hat Recht. Wir sollten aufhören, beim Wort „Palästina“ überkommenen ethnisch-kulturellen Reflexen zu folgen und gleich an „Palästinenser“ zu denken. An Menschenmengen welche jubeln, wenn Kinder im Schulbus durch Bomben zerfetzt werden. An kriminelle Großfamilien, welche über den Rechtsstaat spotten. Nein, „Palästina“, das ist eine Utopie. Nicht umsonst sind Bürgergeldempfänger und sonstige Bürger aus Palästina nicht nur bei SPD, Grünen, Linkspartei und Union so beliebt, sondern streiten sich die Staaten auf der ganzen Welt und darüber hinaus darum, wer die meisten dieser Goldstücke aufnehmen darf. Hat nicht Ägypten verlangt, dass es jedes Jahr eine Million von ihnen bekomme? Und Jordanien, in Erinnerung an den „goldenen September“? Haben nicht der Emir von Saudi-Arabien sowie der Kronprinz von Katar erklärt, sie wollten ihre Länder in ein neues Gaza verwandeln?
Kann man den Krieg in Gaza mit dem tausende Jahre alten Antisemitismus überall in der Welt gleichsetzen?
Ist Antisemitismus religiös, oder aufgrund von Aussehen, oder Neid auf Geld und Wissen?
Wenn wir uns gegenseitig etwas geben, werden wir gerne zusammen leben. Was geben sich die Menschen also?
Dies zum Nachdenken an alle Leser.