
Der Antisemitismus, um mal zu ergänzen, also der Vorwurf des Antisemitismus so wie er in Deutschland erhoben wird, kommt mir so vor, wie wenn eine Frau durch die Stadt rennt und schreit: “Liebt mich! Mögt mich! Habt mich gerne!” Bekanntlich liegt die Schönheit aber im Auge des Betrachters und wenn sich ein Weib so aufdrängt, sei es auch Helena von Troja oder Freya selbst, die nordische Göttin der Liebe, die dermaßen penetrant Zuneigung einfordert, wird es wenige ehrliche Bewunderer finden. Eine Nervensäge und sei sie noch so schön, ist nicht jedermanns Geschmack. Daß das aber nicht ungestraft dazu führen darf, die Gute zu vergewaltigen, zu schlagen, zu berauben oder weil sie so unausstehlich ist, nicht mehr zu bedienen, das ist ja wohl keine Frage. Und die AfD nennt die Nervensäge zwar durch einige Mitglieder nervig, ansonsten verhalten sich die meisten aber wie Gentlemen. Im Vergleich gibt es hier eine völlig andere “Kulturgruppe”, die unantastbar ist, weil sie aus angeblich “Geflüchteten” besteht. Da kann sich die Regierung nicht entscheiden, handelt sie nun “rassistisch”, wenn sie denen auf die Pfoten haut, wenn sie Juden als deutsche Staatsbürger drangsalieren oder ist Antisemitismus durch Wegschauen weniger schlimm. Was für eine Zwickmühle! Und das, wo die Sicherheit Israels Staatsräson ist. Sagt die Kanzlerin. Und Heiko Maas wegen Auschwitz in die Politik gegangen ist.
Teil 1: Die Ursache für das Erstarken “rechter” politischer Strömungen und des Antisemitismus hier in Deutschland aber auch anderswo ist dieselbe: die massenhafte Einwanderung von Moslems. Die Behauptung, dass z.B. die AfD antisemitisch sei, ist eine pure Diffamierung. Von Vollignoranten wie Gedeon mal abgesehen, propagiert keiner in der AfD, dass die Juden an allem schuld sind, selbst Björn Höcke nicht, auch wenn der eine erinnerungspolitische Wende forderte. Fakt ist doch, dass mit geringsten Ausnahmen heute keiner mehr lebt, der direkt in die Verantwortung für die Verbrechen des Dritten Reichs und den Holocaust genommen werden kann. Sie alle waren noch nicht geboren oder so jung, dass sie keinerlei Verantwortung dafür tragen können. Deshalb darf sich die Mehrzahl der heute Lebenden zu Recht gegen die perpetuierte Anklage wehren, sie seien am Holocaust schuld! Nein, sind wir nicht! Alles andere ist Sippenhaft! Wir haben lediglich dafür zu sorgen, dass dieses Verbrechen nicht in Vergessenheit gerät und dass es nicht wieder passieren kann. Leider sind wir bereits schon wieder auf diesem Weg, nur dass die neuen “Juden” heute die AfD und ihre Mitglieder und Wähler sind! Die Methoden, die gegen sie eingesetzt werden, sind jedoch dieselben, die auch die Nazis gegen die Juden instrumentalisiert haben. Politische intrigen gegen die AfD wie in Chemnitz, Halle oder Hanau sprechen da eine deutliche Sprache. Ausgrenzung von AfDlern durch Hoteliers und Gastwirte, initiiert durch die Antifa oder sogar durch die SPD (!!!) sagen ein übriges. Die gewaltsamen Übergriffe gegen Eigentum, Leib und Leben der AfDler auch. Wenn das so weitergeht, dann haben wir vielleicht auch die Wiederauferstehung einer Reichskristallnacht, in der die Antifa reihenweise Fenster von AfDlern und ihren Einrichtungen entglast, Autos und Häuser in Brand steckt und AfDler durch die Straßen treibt! Ich wollte, ich könnte hier schreiben, dass es so weit nicht kommen wird!
ich habe juedische Wurzeln, bin AfDler der ersten Stunde, lese die Sezession ab und zu und habe nichst gegen Hoecke. Ich bin in der AfD auch, weil sie die einzig konsequent pro-juedische Partei ist. Ich bin auch ausgewandert, weil ich den anti-Semistus der indigenen und der importen Bevoelkerung unertraeglich fand. Ich muss dann wohl verwirrt sein. Als Wirtschaftsphilosoph.
Bei uns in der Stadt hat man auf Initiative der SPD ein Aktionsbündnis—Demokratie—gegründet. Auslöser war ein AfD Mitglied, das während einer Predigt einer—radikalen Muslima—in einer evangelischen Kirche, laut das—Vater Unser- betete. Der “Vater Unser” Betende wurde aus der Kirche geworfen………...
@HaJo Wolf: Die Erkenntnis, dass die AfD im Wesentlichen konservativ-liberale Positionen vertritt (wie früher die Unionsparteien, die FDP, auch die Godesberg-SPD, heute die meisten Achse-Autoren), hat sich bei den Achse-Autoren bestimmt schon längst durchgesetzt, so schwer fällt diese Erkenntnis nicht. Die Frage, warum man trotzdem meint, sich immer wieder von der AfD distanzieren zu müssen, wurde auf der Achse auch schon öfter diskutiert: In der Wahrnehmung der Mainstream-Medien würde man eben ansonsten von einem rechtspopulistischen Blog unweigerlich zu einem Nazi-Blog mutieren, was offenbar vermieden werden soll. Ob das wirklich gelingt, ist eine andere Frage. Von Herrn Ermler würde ich mir wünschen, dass er noch auf Siegfried Gerlichs Leserbrief zum Artikel “Ist die AfD pro-jüdisch?” eingeht. Sie, Herr Ermler, haben in diesem Artikel Herrn Gerlich als Nazi-Verharmloser dargestellt, was ihn im Kontext des Beitrags irgendwie selber zum Nazi macht. Dagegen hat sich Herr Gerlich entschieden verwahrt, mit auf den ersten Blick nicht von der Hand zu weisenden Gründen. Aus meiner Sicht gebietet es der journalistische Anstand, das nicht einfach so stehen zu lassen.
@ Karl Eduard: “Heute sind Sinti und Roma in NRW ein Vorbild für Ordnung, Sauberkeit und Kultur. Besonders die aus Bulgarien und Rumänien. ” - Diese Äußerung würde ich überdenken, es sei denn, es ist ironisch gemeint (Wo haben Sie diesen Schwachsinn aufgeschnappt?) Auch ansonsten vertreten Sie Meinungen und ziehen Vergleiche, die es in sich haben. Warum lassen Sie die Kirche ungeschoren, wenn es um das Schüren des Antisemitismus geht?! Viel Hand und Fuß hat Ihr Kommentar nicht.
Die Schwäche dieser Studie ist, dass sie sich auf die vergleichende Untersuchung von rechtsradikalem und islamistischen Antisemitismus beschränkt, aber den weithin salonfähigen linken Antisemitismus, der Einzug in die bourgeoise Boheme, die Politik und vor allem die Medien gehalten hat, fast völlig ignoriert. M.E. zeigen diese drei existierenden Formen des Antisemitismus nur unterschiedliche Erscheinungsformen, haben aber das gleiche Ziel. Den klassischen rassistischen Nazi-Antisemitismus gibt es sicherlich in extremen Randgruppen. Genau wie der islamistische Antisemitismus tritt er dumm, hasserfüllt, gewalttätig und abstoßend, aber leicht erkennbar auf. Der linke Antisemitismus zeigt sich viel subtiler und findet daher auch leichter Zugang zur Mitte der Gesellschaft. Oft versteckt sich dieser Antisemitismus hinter einem Antizionismus oder einer vermeintlich berechtigten Israelkritik, frei nach dem Motto ” das darf man wohl noch sagen dürfen”. Wer aber ein Antizionist ist, Israel das Existenzrecht abspricht oder sich mit dem Iran verbündet, ist de facto auch ein Antisemit. All die Anfeindungen gegen Israel, gegen die USA, gegen den angeblichen Judenfreund Trump und gegen erfolgreiche Juden des öffentlichen Lebens spielen dort verdeckt mit rein. Auch die rotgrünen Politiker, die mit der Hisbollah, der Hamas und dem Iran gegen die USA und Israel paktieren und damit die Vernichtung Israels und des jüdischen Volkes Vorschub leisten, reihen sich in diese Gruppe ein. Erschreckend ist die Gesellschaftsfähigkeit von Narrativen wie “das jüdische Großkapital”, “die jüdische Weltherrschaft”, “Fremdbestimmung der USA durch Israel oder durch die Juden”, die völlig unwidersprochen in den Raum gestellt werden dürfen. Besonders gefährlich ist der linke Antisemitismus auch, da er von den Mächtigen betrieben wird. Mit einem Herrn Gedeon werden wir fertig werden können, bei Iranfreunden, wie Steinmeier, Maas, Gabriel oder Roth und Medienmogulen wie Augstein wird es aber kritisch.
Wer in den 60er-70er Jahren Student war, erinnert sich an das “Palästinenser-Tuch”, weit verbreitet in linken Kreisen. Offen zur Schau getragener Anti-Zionismus. Wo sitzen die heute? Dreimal darfste raten.
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