Michael W. Alberts, Gastautor / 23.04.2021 / 14:00 / Foto: Pixabay / 42 / Seite ausdrucken

Ist das noch unser Land?

Damit der Laden namens Deutschland rein aus technischer Sicht noch halbwegs funktioniert, braucht man auch von den hinter dem Zeitgeist zurückgebliebenen, widerspenstigen Kleinbürgern weiter ihre Einsatzbereitschaft, möglichst zuverlässig und kompetent. Nur mit Genderprofessuren, Politfunktionären, „irgendwas mit Medien“ und prekären Aktivisten lässt sich kein Wohlstand erwirtschaften, den man dann „großzügig“ umverteilen kann.

Man könnte vielleicht zur Not einfach Geld nachdrucken und Konsumgüter fertig aus China kaufen (wenn die mit ihren Fabriken die Umwelt ruinieren, stört es uns ja in Wirklichkeit nicht). Die Chinesen verschenken aber nichts, auf die Dauer. Sie treiben zwar mit Sklavenarbeits-Dumpingpreisen westliche Unternehmen aus dem Markt, um sich dann als Monopolisten die Taschen zu füllen und Abhängigkeiten auszunutzen. 

Aber zum Geschäft gehört für die Chinesen außerdem, dass wir für sie schicke Luxusautos bauen und damit im Warenaustausch immer noch etwas zu bieten haben. Ebenso, wenn wir von woanders Kaffee importieren und Litschis sowie seltene Erden für unsere tollen Windräder, brauchen wir letztlich was zum Tauschen. Dabei gilt leider: Die Kunst deutscher Sozialpädagogen und Friseure mag hoch ausgeprägt sein, aber man kann sie nicht in Kartons verpacken und exportieren. 

Also damit der Laden weiter läuft, brauchen wir die Forscher, Ingenieure, Facharbeiter, sogar Buchhalter und Lastwagenfahrer, ohne die industrielle Produktion global konkurrenzfähiger Güter und Exportwirtschaft nicht denkbar sind. Außerdem braucht man natürlich noch Ärzte, Handwerker, Feuerwehrleute, Polizisten, Logistikhelfer, Kassierer. Wobei es nicht reicht, wenn die nur physisch auf einer Planstelle sitzen – wie ein tapferer Bürokrat, der den Stuhl warmhält –, sondern die müssen konzentriert und engagiert ihren Job machen, aus Interesse, Pflichtgefühl und Überzeugung. 

Das kann man nicht erzwingen, indem überall ein Aufpasser mit der Peitsche dahinter steht, da braucht man schon eine „intrinsische Motivation“: das Gefühl jedes einzelnen Rädchens im Getriebe, dass man dazugehört und etwas Anständiges beitragen will mit seiner Arbeit. Neben den „Profis“ braucht man für ein gedeihliches Gemeinwesen noch dazu das „ehrenamtliche“ Umfeld, den Amateur-Trainer im Sportverein, die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und der Blaskapelle plus die ganz kleinteilige Nachbarschaftshilfe, die weit unter dem Radar der Sozialpolitik stattfindet.

Der Bürger macht sozusagen Dienst nach Vorschrift

Ohne dieses gewaltige arbeitsteilige Spektrum von Kompetenzen und die Identifikation all dieser Leute mit dem großen Ganzen, ohne deren vielfältige Bindungen an das Gemeinwesen, an das gemeinsame Land mitsamt seinen kulturellen Prägungen funktioniert es nicht. (Und man kann die „Spielregeln“ auch nicht jeden Tag „neu aushandeln“. Das können nur Akademiker ohne Alltagsverstand sich einreden.) Wenn sich aber die Bürger nach allem, was ihnen politisch aufgezwungen wird, nur noch zähneknirschend an Vorschriften halten, das System teils nur noch mit Abscheu ertragen, zerfleddert das Gemeinwesen – das wohlgemerkt nicht identisch ist mit dem Staatsapparat, der sich immer ungenierter in jedermanns tägliches Leben einmischt! Der Bürger macht sozusagen Dienst nach Vorschrift – tödlich für jedes komplexe System, seine Leistungs- und Anpassungsfähigkeit. Das ganze Land nimmt den Charakter einer unter der eigenen Last erstickenden, zu Selbstkorrektur und Innovation unfähigen Bürokratie an. Den politischen Beamtenseelen an der Spitze ist das gerade recht; sie kapieren nicht, dass das Land damit wirtschaftlich und sozial ruiniert wird.

Deshalb ist es ganz real lebensgefährlich, wenn in der Breite der Bevölkerung nicht mehr selbstverständlich das Gefühl besteht, „das ist unser Land“. Wenn das eben – entgegen dem fürwahr lächerlichen Wahlpropaganda-Spruch der Kanzlerin – nicht mehr das Land ist, „in dem wir gut und gerne leben“, sondern wenn der Eindruck sich breitmacht, dass dieses Land seiner Bevölkerung quasi unter dem Hintern weggezogen, stückweise zerstört und fortwährend von oben herab arrogant umdefiniert wird – von „Eliten“ in dem Wahn, das stehe aufgrund ihrer unübertrefflichen Großartigkeit alles zu ihrer Disposition. Die glauben tatsächlich wie Merkel, das Land gehöre ihnen rechtmäßig und sie erfüllten einen geschichtlichen Auftrag.

Politische Macht, auf Zeit vom Volk verliehen? Wer glaubt denn sowas noch?! Resultat: Der Herrschaftsapparat von Staat und Medienhelfern, den der grünlinke Zeitgeist usurpiert hat, lebt immer mehr von tatsächlicher Machtausübung und immer weniger von gewachsenem Vertrauen. Und je unnachgiebiger befohlen und gouvernantenhaft gegängelt wird, desto mehr Vertrauen wird zerstört; zu einer Bremsung dieser Spirale der Entfremdung fehlen den Herrschenden Realitätssinn, Demut und Kompetenz. Zwischen „Eliten“ und Volk wird nicht mehr kommuniziert, sondern kommandiert.

Entfremdung des bürgerlichen Mittelstands

Zugespitzt: Die Legalität im System wird gewahrt, so wie sie schon unter Hitler oder Honecker weitgehend gewahrt worden ist, jedenfalls in formaler Hinsicht, während die Legitimation der Herrschenden immer weiter bröckelt, weil sie gar nicht mehr verstehen (wollen), was die Bürger bewegt. Daran ändern auch Meinungsumfragen nichts, die angeblich die Regierungspolitik stützen. Denn zum einen haben sie in all ihrer Oberflächlichkeit und offensichtlichen Manipulierbarkeit von vornherein wenig Wert – und warum sollte man auch deren Produktion und Interpretation mehr vertrauen als der sonstigen Propaganda; vor allem aber kommt es für die Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit des Gemeinwesens an immer neue Herausforderungen nicht zuletzt auf einen relativ kleinen Kreis von besonders talentierten Menschen an.

Ja, es gibt wirkliche Eliten aus solchen Persönlichkeiten, die individuell Außergewöhnliches leisten und Anerkennung verdienen. Gemeint sind damit nicht so sehr Popstars und Fußballer, denen Massen zu Füßen liegen, vielmehr geht es um Erfinder, Ingenieure und Unternehmer im besten Sinne – gerade sie sind die zumeist „stillen Helden“, denen Deutschland so viel mehr verdankt als den politischen Aufmerksamkeitshuren mit ihrer weltfremden Wichtigtuerei. Die Propagandisten des Zeitgeists mögen sich für eine Avantgarde halten und sogar für kritische Denker, aber das ist nur eine arrogante Einbildung. Es sind Herdentiere: ideologisch eingezäunt, innerlich orientierungslos. Ihnen fehlt Charakter, was sie durch Moralpredigten überkompensieren. Sie sind ängstlich, weshalb sie nur im Kollektiv auftreten und alles kontrollieren wollen. Sie reden und theoretisieren, aber vom wirklichen Leben haben sie keine Ahnung. (Und wie Cora Stephan sehr schön beschreibt: „Normal“ ist ihnen ein Gräuel.)

Demgegenüber: eigenwillige Talente, ruhelose Tüftler, selbstständige Macher, auch echte Künstler. Sie sind es in Wirklichkeit, die Fortschritt ermöglichen und auf die es besonders ankommt. Die nicht so viel reden, sondern kreativ produzieren, in echt arbeiten. Aber solche kritischen Köpfe, die zum Mitläufertum ganz ungeeignet sind und deswegen ausgegrenzt werden, sie lassen sich von der Regierungspropaganda täglich weniger für dumm verkaufen. Ihre Gutmütigkeit hat ein Ende. Für das Funktionieren, besser: das Gedeihen des Gemeinwesens, ist es egal, ob einzelne Politiker sich mit diesem Land identifizieren. So außergewöhnlich begabt ist schon lange kein führender Politiker mehr gewesen, dass er als unersetzlich gelten könnte. Aber das Land geht in unruhigen globalisierten Zeiten den Bach runter, wenn die wirklichen Eliten mit der breiten Schicht des fleißigen, verantwortungsbewussten Mittelstands von der Krankenschwester bis zum Chemie-Ingenieur ins innere Exil gehen, weil das „nicht mehr ihr Land ist“.

Die Entfremdung betrifft längst die Fundamente des Staatswesens: Deutschland ist per Grundgesetz und per Bürgerkonsens definiert als ein demokratischer, freiheitlicher Rechtsstaat – einschließlich Unantastbarkeit von Eigentum, Privatsphäre und freier Berufsausübung. Das unverhältnismäßige, übergriffige Virus-Zwangsregime missachtet dieses Grundverständnis schon mit den konkreten Einzelmaßnahmen; ebenso offensichtlich sind Meinungsfreiheit und offene Debatte massiv infrage gestellt. Aber die Zerstörung greift noch tiefer, bedroht unverzichtbare Grundelemente: So muss der Staat zwar mit seinem Gewaltmonopol Zwang ausüben können, aber dieser Zwang muss systematisch minimiert und kontrolliert werden; seine Ausübung muss strengen Regeln unterliegen.

„L’état, c’est moi“, würde aus Merkels Mund niemand für Ironie halten

Der Staat muss also jeden Bürger gegen Übergriffe durch andere Bürger schützen können (und diese Verpflichtung auch zuverlässig einlösen), aber die Bürger insgesamt müssen zugleich gegen Übergriffe durch den Staat geschützt werden. Deshalb ist die Gewaltenteilung so wichtig: damit die Macht sich nicht zu sehr konzentriert und konkurrierende Kräfte sich gegenseitig austarieren. Aber die Parlamente (Gesetzgebung / Legislative) sind längst weitgehend ferngesteuert durch Partei-Netzwerke und fungieren als Dienstleister der Regierungen, die eigentlich (als Exekutive = „ausführende“ Gewalt mit angehängter Administrative) einen solchen faktischen Vorrang eben auch in Gestaltungsfragen niemals haben dürften.

Und die Fähigkeit der Rechtsprechung, als dritte Gewalt kontrollierend und mäßigend einzugreifen, wird längst unterminiert durch unsägliche Arbeitsbedingungen und durch konsequente Durchpolitisierung bis hin zum Bundesverfassungsgericht: Auch hier zählen Parteiloyalität und Berechenbarkeit weit mehr als juristische Brillanz, geschweige denn wirkliche geistige Unabhängigkeit. Wenn dann noch die Länder weiter entmachtet werden zugunsten des Zentralregimes, müssten alle Alarmglocken Sturm läuten. (Wenn Merkel sagte: „L’état, c’est moi“, würde es niemand für Ironie halten. Sie hat es ja schon 2015 beinahe gesagt, als sie das Land zu „ihrem“ erklärte zur rhetorisch dürftigen, aber im Grunde beinahe ehrlichen Eröffnung der Flüchtlingskrise.)

Die Freiheit des Einzelnen und der Schutz vor staatlicher Willkür bedürfen neben der Gewaltenteilung auch der konsequenten Rechtsstaatlichkeit: Sie steht gleichrangig neben dem Demokratieprinzip, denn auch eine per Mehrheit beschlossene staatliche Willkür wäre freiheitsfeindlich und verfassungswidrig. Deshalb geht es bei der Rechtsstaatlichkeit keineswegs nur um irgendwelche formalen Korrektheiten, die dem Laien etwa im Blick auf komplizierte Gerichtsverfahren und Rechtswege merkwürdig vorkommen können, sondern diese Spielregeln schützen alle Bürger davor, Opfer von (ggf. auch politisch motivierter) Willkür der staatlichen Organe zu werden. Einer der absolut fundamentalen Rechts-Grundsätze ist die Unschuldsvermutung: Ein Verbrecher ist erst, wer gerichtlich in fairem Verfahren (ggf. sogar über mehrere Instanzen!) als solcher rechtskräftig verurteilt wurde.

Alle anderen haben als unbescholtene Bürger behandelt zu werden. Das Pandemie-Zwangsregime hat die Verhältnisse leicht erkennbar auf den Kopf gestellt: Wer nicht den Wahnphantasien der Panikmacher folgt, wird als halber Mörder denunziert und kriminalisiert. Wer im privaten Rahmen ein lächerlich geringes Ansteckungsrisiko für gesunde Jugendliche in Kauf nimmt, denen in Wahrheit nichts Böses droht oder anhaftet, wird von Polizeigewalt bedroht. Das Ordnungsrecht, über Nacht besinnungslos aus dem Boden gestampft und auf Verordnungspapier gedruckt, spricht jeder Verhältnismäßigkeit Hohn. Sich die absurde Kaffeefiltermaske nicht anzulegen, wird unnachgiebiger verfolgt als eine echte Körperverletzung oder eine echte Sachbeschädigung.

Gleiches Recht für alle?

Noch fundamentaler ist der Grundsatz der Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz. Aber auch von diesem Grundsatz haben sich unsere Herrschenden verabschiedet; sie bemänteln es mit warmen Worten und glauben, damit ihre überlegene Moralität demonstrieren zu können. In Wirklichkeit zeigen sie damit ihre ignorante Verachtung der Verfassung; sie untergraben den Rechtsfrieden und zerstören das Vertrauen selbst des gutwilligsten Bürgers, dass es noch halbwegs gerecht und anständig zugehe. Es kann nicht sein, dass „Maskenverweigerer“ und Querdenker-„Covidioten“ behandelt werden wie Aufständische, obwohl es sich offensichtlich einfach nur um anders denkende, normale Bürger handelt, die sich ein kleines Quantum zivilen Ungehorsams erlauben, während sie ihre Grundrechte ausüben. Während tatsächlich gewaltaffine Umstürzler aus dem linksradikalen „schwarzen Block“ praktisch ungestraft Krieg gegen die Ordnungskräfte führen und Geschäftsinhaber, Anwohner und demokratische Politiker terrorisieren können, auch mit Körperverletzung und Morddrohungen, von „bloßen Sachbeschädigungen“ zu schweigen.

Es kann auch nicht sein, dass Bürger in Einkaufszentrum oder Fußgängerzone rüde schikaniert und mit maßlosen Bußgeldern eingeschüchtert und abgezockt werden, weil sie in weitem Abstand von jedem anderen Bürger im Freien ein Eis aus dem Becher löffeln, oder weil sich drei Personen aus drei statt nur zwei Haushalten getroffen haben, während man Bevölkerungsgruppen, die Demokratie und Freiheit ohnehin verachten, zur Belohnung in zunehmend rechtsfreien Räumen zu Hunderten gemeinsam auftreten lässt. Und es kann, als letztes Beispiel von so vielen möglichen, nicht sein, dass deutschen Bürgern verboten wird, sich vorübergehend eine Woche woanders in Deutschland aufzuhalten, sogar in der eigenen Ferienwohnung, während andererseits sogar aktenkundig als Kriminelle indentifizierte Ausländer ohne jede legitime Begründung sich faktisch nach Belieben bewegen, wohin auch immer es sie gerade verschlägt, und kriminelle Neigungen ausleben können.

Wer will schon in einem engstirnigen Polizeistaat leben, beherrscht von kleinkarierten Bürokraten. Man kann das Leben nicht komplett in strenge Regeln fassen. Es geht um „leben und leben lassen“. Auch mal ein Auge zudrücken, auch mal Fünfe gerade sein lassen, aus dem Einzelfall heraus verständlich und gerechtfertigt. Diese notwendige Flexibilität macht die abstrakten rechtsstaatlichen Regeln alltagstauglich – ist aber nur zu verantworten, solange die Maßstäbe für alle gleich bleiben. Die Realität ist leider, dass vorsortiert wird entsprechend Kollektiv-Zugehörigkeit, und zwar nach politischer Vorliebe. Für manche scheinen gar keine Regeln mehr zu gelten, aber gegenüber der breiten Bevölkerung werden sie unnachgiebig exerziert. Diejenigen, denen gegenüber Strenge angebracht wäre, werden nachsichtig behandelt, geradezu animiert zur Regelmissachtung. Diejenigen, die sich als normale fleißige Bürger eigentlich gewisse Freiräume verdient hätten, werden übel schikaniert und gegängelt. Frechheit siegt, der brave Bürger ist der Dumme. Politische Opportunität schlägt Verfassungsgrundsatz.

Politische Willkür ist das „new normal“

Das Kollektiv mit den größten Sonderrechten sind natürlich die Politiker selbst und ihre Unterstützer: Sie bedienen sich reichlich aus Steuergeldern, als gäbe es kein Morgen, aber der unternehmerische Mittelstand wird kaltblütig ruiniert und der wirklich arbeitende Bürger durch absurd hohe Abgaben bestraft, und wenn der Opa ins Heim muss, reicht die Pflegekasse trotzdem vorn und hinten nicht, und die Betroffenen wundern sich wie gleichzeitig zig Milliarden für „Integrationspolitik“ und wertlose Schaufensterpolitik zur Klimarettung zum Fenster hinausgeschleudert werden. Die groteske Ungleichbehandlung nach Kollektivmerkmalen und von konkurrierenden politischen Aufgaben findet sich im juristischen wie im politischen gleichermaßen, die Übergänge sind fließend. Das ist gerade kein Zufall, sondern es wird eben alles nur noch willkürlich politisch gesteuert, gerade auch das rechtsstaatlich-regelmäßige, das eigentlich unantastbar wäre. Politik wird totalitär.

Je stärker die Zeitgeist-Aktivisten moralisieren und „Gerechtigkeit“ einfordern, desto ungenierter zerstören sie die eigentlichen Grundlagen des Gemeinwesens. Ziemlich vielen Menschen in Deutschland, die noch unabhängig und unbetreut denken, ist das inzwischen selbstverständliche Gewissheit. Als Bürger sage ich traurig bis wütend: Das ist im Blick auf die Verfassungswirklichkeit nicht mehr mein Land. Als eigentlich nur ganz altmodischer Kleinbürger (der für Helmut Schmidt und Willy Brandt angefangen hat, sich politisch zu engagieren) werde ich von den Regierenden womöglich schon als Teil eines aus ihrer Sicht quasi kriminellen Widerstands betrachtet. Die Spalter und Zerstörer verrichten ihr Werk immer ungenierter, sie brüsten sich noch damit auf der Bühne des Regierungsfernsehens, unter beifälliger onkelhafter Mitwirkung des Bundespräsidenten, dessen Aufgabe eigentlich wäre, die Verfassung zu schützen.

Sehr viele haben längst das Gefühl, es sei nicht mehr ihr Land, so wie es regiert wird. Wir sind offenbar diejenigen, auf die es nicht mehr ankommt, sind austauschbar geworden. Wir mögen das Volk sein, aber können wir uns das Land noch zurückholen, aus den Händen einer selbstgefälligen Machtelite, die Deutschland „transformieren“ und faktisch abschaffen will?

Foto: Pixabay

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S.Müller-Marek / 23.04.2021

@Sabine Heinrich: SIE MÜSSEN SICH FÜR NICHTS ENTSCHULDIGEN!!!! Alles, was Sie geschrieben haben, empfinde und erlebe ich GENAUSO!! In mir wächst jeden Tag mehr die Wut auf dieses menschenverachtende Regime, das mir und allen anderen Lebenszeit und Lebensfreude mit VOLLER ABSICHT UND BÖSARTIGKEIT stiehlt!!! Alles Gute für Sie!!!!!

Rupert Reiger / 23.04.2021

@“Der fleißige Mittelstandsbürger, der den Laden Deutschland real am Laufen hält, macht brav alles mit oder wird an den Rand gedrängt, mitsamt der wirklichen Leistungseliten.“ Das ist der Neid der Herde und sie nimmt dafür eigene Nachteile in Kauf: Der eine zum anderen: Wenn wir dran sind, fährst du keinen Mercedes mehr. Der andere zum einen: Dann fährst du aber auch keinen VW mehr. Der eine wieder zum anderen: Ja, aber dein Sturz ist tiefer. In diesen Sätzen steckt mehr Wahrheit als in allen Diskussionsrunden von Maischberger und Will der letzten zehn Jahre zusammen ... wir leben in einer sehr verlogenen Zeit

E. Albert / 23.04.2021

@Wolf Hagen - Sie meinen wohl eher die 80er. In den 90ern ging’s nach meiner Auffassung schon langsam in die andere Richtung und verflog peu à peu die Leichtigkeit des Seins…Was haben wir’s krachen lassen - schließlich hätte jeder Tag der letzte sein können, obwohl die wenigsten sich darum ernsthaft Gedanken gemacht haben dürften…- Und was die 2030er angeht kann ich Sie beruhigen: “Sie werden nichts mehr besitzen und Sie werden uns dankbar sein.” (Klaus Schwab / WEF). Wir sind auf dem besten Weg. Läuft alles in die richtige Richtung für BigMoney, BigTech, BigPharma und den millitärisch-industriellen Komplex. Machen wir uns nichts vor - wir sind für die nur Vieh. (Buchtip: Nutzlose Esser /Schuster-Haslinger, Das 0.1%  / Krysmanski- einfach mal duckduckgoen) Vielleicht war es nie anders, aber mittlerweile ist es offensichtlich. Wir werden, wenn kein Wunder geschieht, nie wieder diese Freiheit haben, die wir alle kannten. Denken Sie alleine nur an die technischen Möglichkeiten, die sich den Machthabern bieten…da wird selbst Widerstand immer schwieriger. Big Brother liest immer mit und ist immer dabei. Wenn wir dann alle demnächst auch noch durchgechipt sind, wird auch der letzte Technikverweigerer endlich erfasst werden können. Dann gibt’s kein Entrinnen mehr. - Wofür braucht es sonst 5G? Bestimmt nicht, damit Lieschen Müller noch schneller daddeln und shoppen kann. Dafür werden kaum Abermilliarden investiert. Autonome Waffensysteme brauchen so etwas z.B. schon eher…(6G ist bereits in Vorbereitung…)

Sabine Heinrich / 23.04.2021

PS. Ich habe soeben beim Lesen des ersten Teils meines Kommentars festgestellt, dass ich versäumt hatte, ein paar Worte zu löschen - Sie wissen, was ich meine - pardon.

Sabine Heinrich / 23.04.2021

...wir ja Kosten verursachen. Ich hoffe, dass ich die Kraft habe, selbst zu bestimmen, wie und wann ich mich aus diesem goldenen Käfig verabschiede. Ich möchte jedenfalls nicht für teures Geld in einem Pflegeheim gefangengehalten werden, in dem mich nicht einmal DRAUSSEN andere Leute kontaktieren dürfen - es sei denn, sie lassen sich mit einem Stäbchen in der Nase oder im Rachen herumrühren. Natürlich macht es sich für die Selbstdarstellung der Heime toll, wenn sie in der Presse mit niedrigen C-Infizierten glänzen können. Ich vermisse allerdings Berichte über Alte und Kranke, die wegen der Vereinsamung verzweifeln und jeden Lebenswillen aufgegeben haben - und daher natürlich früher sterben. Ich bin so unendlich wütend, dass ein paar hundert gewissenlose, feige, machtgierige, geldgierige Leute in Berlin (mit ihrer riesigen Klientel) über das Leben von Millionen anderer bestimmen, dass mich nur meine Beißhemmung und gute Erziehung (welche die zahlreichen bestens alimentierten Damen und Herren im Bundestag offensichtlich nie genossen haben) davon abhalten, dies und jenes zu tun. Kann mir bitte einmal jemand erklären, was das Leben noch lebenswert macht - wenn man ein freiheitsliebender, kultur-, reisefreudiger, wissensdurstiger, kontaktfreudiger Mensch ist? Irgendwann helfen auch die schöne Natur, die Bücher, die “Konservenmusik”  die freundlichen Nachbarschaftsbeziehungen nicht mehr weiter - zumal ich auch bei den vielen netten Menschen (auch wenigen echten Freunden) auf völliges Unverständnis und Widerspruch stoße - und ich es daher inzwischen vorziehe, zu schweigen, weil es verschwendete Energie ist, sich mit anderen, den staatstreuen Medien Gläubigen zu unterhalten, Gedankenaustausch betreiben zu wollen. Ich habe mir meinen schon etwas vergilbten Heine - Band rausgekramt…

Sabine Heinrich / 23.04.2021

Ich erlaube mir einen puren Verzweiflungs- Wutausbruch an dieser Stelle, wo er wohl nicht hingehört: Nach 10 Tagen kurzen Aufatmens - nach 5 1/2 Monaten Abtöten jedweden öffentlichen Lebens - dürfen die vom Bankrott bedrohten Gastronomen in einem Kreis im südlichen Schleswig-Holstein wieder ihre Stühle und Tische in den Keller stellen. Entscheidung gestern - Wirksamkeit ab morgen. Es war nur die Außengastronomie geöffnet, und die Menschen haben frierend, bei Wind und Kälte draußen gehockt (mit selbst mitgebrachten Decken) - dankbar, wieder andere Menschen zu sehen oder gar ein wenig plaudern zu können. Schon gestern spürte ich die Auswirkungen des neuen Ermächtigungsgesetzes - immerhin noch ohne finanzielle Folgen: Ein Streifenwagen stand - geschickt geparkt, also erst in letzter Sekunde zu sehen - in einer Einfahrt, der Polizist daneben - und er ermahnte mich durch Gestik den Maulkorb aufzusetzen. Es wären nur noch ca. 25 m bis zur maulkorbfreien Zone gewesen. - Ich hatte mich bereit erklärt, eine alte Dame, die ich bislang noch nicht kannte,  in einem Pflegeheim lebend, auf den Rollstuhl angewiesen , mit Büchern aus der Stadtbücherei zu versorgen. Wir hatten 3 Wochen nur telefonischen Kontakt. Wir beide wussten um die strengen Auflagen. Was mich aber fassungslos machte: Wir durften uns nicht einmal vor der Tür, im Freien, mit Sicherheitsabstand , maulkorbbewehrt treffen - ich hätte mich im nahegelegenen Zelt einem C-Test unterziehen müssen, um mit dieser Frau unter freiem Himmel sprechen zu können!!! Das habe ich nicht getan - und ich werde es auch nicht tun. Tut mir leid für die alte Frau - ich weiß nur eines - unter diesen Bedingungen möchte ich nicht alt und pflegebedürftig werden - aber das ist ja wohl auch das Ziel, uns Ältere möglichst schnell loszuwerden, weil ...                                           Wie schnell doch politische Entscheidungen vonstatten gehen können! Gestern - einen Tag nach dem “Ermächtigungsgesetz” -  

E. Albert / 23.04.2021

@Harald Unger - Jetzt, wo Sie’s sagen - erinnert mich an den Versprecher von Klaus Schwab beim letzten Video-Gipfel. Da schwafelte er etwas von “Mrs Merkel the next…” - weiter sprach er leider nicht, denn er bemerkte seinen faux pas leider rechtzeitig, hielt kurz inne und nuschelte mit etwas anderem weiter. Wir sind die noch lange nicht los.

Rainer Nicolaisen / 23.04.2021

Eine Nebenbemerkung zum Mittelstand: Mittelstandsförderung haben die Regierungen aller vergangenen Jahrzehnte immer wieder erklärt—und n i e gemacht, im G e g e n t e i l,  und doch, auch heute noch, brav , brav, wird gewählt wie immer ( siehe BaWü ‘21—Selbständige >“Grün”)—eben Kälber. \\ Wir haben mittlerweile einen Staatsterrorismus durch die Staatsbesitzer der entsprechenden Parteien ( GröKaZ natürlich an der Spitze)—man schaue sich nur die Rechtsverordnungen mit ihren angedrohten Bußgeldern in exorbitanter und nie vorher auch nur erwogener Höhe an. Den dafür Verantwortlichen wünsche ich die echte Pest an den Hals und nicht nur eine Wuhan-Grippe.

Rolf Lindner / 23.04.2021

UNSER LAND - Ist Deutschland wirklich noch unser Land, berühmt für seine Dichter und Denker, wenn Menschen die noch bei Verstand am liebsten schickt man zum Henker? - Was ist in dieses Volk gefahren, das wilden Phantasten gerne folgt, als hätte es nicht längst vor Jahren viel Blut solch kranken Typen gezollt. - Die schwingen heute andere Keulen, phantasieren nicht vom Volk ohne Raum, sie auch nicht von bösen Juden heulen, im Kopf haben die ganz anderen Schaum. - Haben im Kopf rotgrüne Visionen, als hätten sie LSD gefressen, als Sklaven ihrer schrägen Fiktionen sind sie von ihrer Sendung besessen. - Machen deshalb viel Gewese, haben sich dazu verschworen, dass die Welt an dem genese, was in ihrem Kopf geboren. - Was deutsche Kompetenzen waren in Bildung, Wirtschaft, Industrien jubelnd an die Wand sie fahren, ihr Angebot sind Hysterien. - Die will ich jetzt hier nicht aufzählen, dafür bin ich zu faul, doch lassen sich die Deutschen quälen, verschließen sich das Maul. - Die Handvoll, die noch bei Verstand, sich nicht verbiegen ließen, verfolgt man jetzt im ganzen Land, gern würd man sie erschießen. - Doch eines Tages platzt die Blase, lässt Volk sich nicht mehr blenden, wenn jeder riecht die faulen Gase, rotgrüner Wahn wird enden.

Emil Meins / 23.04.2021

Ich habe dieses Land zum Glück schon vor 15 Jahren Richtung Osteuropa verlassen, weil ich die schon damals zu bemerkenden Veränderungen nicht mehr ertragen konnte und nicht mit Magengeschwür oder Schlimmerem enden wollte, ohne überhaupt das Rentenalter zu erleben. Eigentlich wollte ich im Alter zurückkehren, um meine “gigantische” Rente in meiner Heimat zu “verprassen”, aber Corona hat das jäh vereitelt, und die Aussicht auf ein Leben in dem inzwischen daraus gewordenen Shithole, und auch noch von einer Annalena regiert zu werden, lässt mich dem auf immer abschwören. Hier habe ich Haus und Grund, und man kann noch relativ ungestört leben, Deutschland ist, das sage ich auch jedem hier, den es interessiert, schon in einem Stadium des Niedergangs, das wohl nur durch radikale Ereignisse und Vorgehensweisen rückgängig gemacht werden könnte. Dazu fehlt allerdings das Personal, die Deutschen verhalten sich entsprechend der Devise “Widerstand ist zwecklos, fügen Sie sich, Sie werden assimiliert!” Merkel hat ganze Arbeit geleistet, es findet seit Jahren ein Coup d’état von innen statt, alle Schlüsselpositionen sind bereits mit abhängigen, treuen Vasallen besetzt, ohne daß das richtig wahrgenommen wurde. Wahlen ändern daran nichts mehr, es ist wohl zu spät. Aber wieder einmal haben die Deutschen überhaupt nicht begriffen, was vorgeht. Deutschland ist Geschichte.

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