In Düsseldorf wird weiter heftig über eine Veranstaltung mit der palästinensischen Künstlerin Basma al-Sharif in der überwiegend steuerfinanzierten Kunstakademie gestritten. In einer Sondersitzung des Landtags-Ausschusses für Kultur und Medien am vergangenen Mittwoch räumte Kunstakademie-Leiterin Donatella Fioretti lediglich kommunikative Fehler ein. So sei es der Akademie nicht gelungen, „schnell und transparent zu kommunizieren“, stellte sie ihre Sicht der Dinge dar. Die Durchführung der Veranstaltung mit al-Sharif am 21. Januar aber verteidigte Fioretti erneut: So habe eine „juristische Prüfung“ ergeben, dass al-Sharifs Veröffentlichungen im Rahmen der Meinungsfreiheit zulässig seien. „Meine Haltung ist, diesen Ort frei für die Künste zu halten und einen Diskursraum zu schaffen“, sagte die 64-Jährige nach der Sondersitzung. In deren Vorfeld hatte sie mehrfach betont, al-Sharif sei „als Künstlerin und nicht als Politikerin eingeladen worden“.
Das aber dürfte vor dem Hintergrund von al-Sharifs Kunst nur schwer zu glauben sein. Und die war am Wochenende auf dem Instagram-Profil der 1983 in Kuwait als Tochter palästinensischer Eltern geborenen und in Frankreich sowie den USA aufgewachsenen Filmemacherin noch immer leicht und schnell öffentlich einsehbar. Trotz der Forderungen der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf (JGD) nach Fiorettis Rücktritt hatte die von dem Blog Ruhrbarone als „Terror-Versteherin“ und „Terror-Sympathisantin“ bezeichnete 43-Jährige bis zuletzt keinen ihrer Instagram-Beiträge gelöscht – was vermuten lässt, dass sie auch weiterhin zu ihren Aussagen steht.
„75 Jahre wurden wir entsorgt, ermordet, terrorisiert und grundlegende Menschenrechte wurden uns verweigert“, schrieb al-Sharif etwa am 12. Oktober 2023, also nur fünf Tage nach dem Terror-Überfall der Hamas auf Israel, bei dem mehr als 1.200 Menschen getötet wurden. „Imperialismus, die höchste Stufe des Kapitalismus“, schrieb sie im Januar 2024. „Israel ist ein weiße Siedler-Kolonie und begeht Völkermord“, behauptete al-Sharif am 28. Oktober 2023. „Israel hat null Recht zu existieren. Demontiert es“, hieß es Ende Mai 2024. Am 6. Oktober 2024, einen Tag vor dem ersten Jahrestag des Hamas-Massakers, bezeichnete sie Israel als „zionist entity". Die Bezeichnung „zionist entity“, die mit „zionistisches Gebilde“ übersetzt werden kann, wird hauptsächlich von Arabern benutzt, um das Existenzrecht Israels zu bestreiten. „Sie werden hässlich untergehen. Aber sie werden untergehen“, schrieb sie dazu.
Und wie sehr sich bei Basma al-Sharif Kunst, ihr extremer Hass auf Israel und ihre Haltung zum Terrorismus vermischen, zeigte sich spätestens an ihrem Halloween-Beitrag vom 31. Oktober 2025. Auf dem dazugehörigen Foto ist ein blutiges Gehirn in einer Schale zu sehen, daneben ein großes Messer und sie im Spiegel im grünen Shirt mit einem rotem Dreieck – also mit einem Symbol, das von der Terror-Organisation Hamas zur Markierung von Feinden benutzt wird. „Die Grenze zwischen Leben und Tod ist dünner denn je. Mögen unsere Märtyrer die Ruhe und den Frieden finden, die sie verdienen, und mögen wir, die Lebenden, endlich aufhören, die blutrünstige Grausamkeit dieser kühnen neuen Welt zu ignorieren, die der Arabische Golf gemeinsam mit den weißen Faschisten formt. Es ist ein hässlicher Morgen, in den wir uns jetzt stürzen. Happy Halloween“, schrieb al-Sharif laut der Google-Übersetzung dazu. „Das ist nicht nur nicht lustig und geschmacklos. Das ist auch ein Einblick, was die Person sich wünscht. Das hat gar nichts zu tun mit dem harmlosen Gruseln an Halloween, aber sehr viel mit dem 7. Oktober 2023. Das ist Terror-Mindset als Kunst verkleidet“, urteilte die Islamismus-Expertin Sigrid Herrmann auf ihrer Facebook-Seite.
Öffentlichkeit von Veranstaltung mit al-Sharif ausgeschlossen
Aber trotz solcher Instagram-Beiträge, in denen sich bei Basma al-Sharif Kunst, Israelhass und Terror-Denken hemmungslos miteinander vermischen, hält Donatella Fioretti bis heute an ihrer Darstellung fest, bei der Einladung der Palästinenserin an die Düsseldorfer Kunstakademie sei es nur um Kunst gegangen. Aber auch weitere Darstellungen der italienischen Architektin werden von ihren Kritikern angezweifelt: Etwa die, im Vorfeld der Veranstaltung mit Basma al-Sharif habe es „Drohungen“ und „Gewaltaufrufe“ gegeben.
Richtig ist, dass Roman Salyutov, der Vorsitzende des Jüdischen Forums CDU NRW, sowie die JGD deren Absage gefordert hatten. Richtig ist auch, dass am Abend der Veranstaltung rund 100 Menschen friedlich mit Israel-Flaggen unter dem Motto „Keine Bühne für Hass und Hetze“ vor der Kunstakademie demonstriert hatten. Darunter waren auch die stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur (Grüne), der JGD-Vorstandsvorsitzende Oded Horowitz und der Düsseldorfer Antisemitismusbeauftragte Wolfgang Rolshoven. Dazu aufgerufen hatten die JGD, die Deutsch-Israelische Gesellschaft sowie die Gruppierung „Iron Dome“.
Für die von Fioretti behaupteten „Drohungen“ und „Gewaltaufrufe“ aber gibt es bis heute keine Belege. Die Düsseldorfer Polizei teilte am 6. März auf Nachfrage von Achgut.com mit, dass ihr keine strafrechtlich relevanten Drohungen oder Gewaltaufrufe gegen die Veranstaltung mit Basma al-Sharif am 21. Januar bekannt sind. Auch habe die Kunstakademie der Polizei keine Ausdrucke oder Screenshots vorgelegt, die strafrechtlich relevante Inhalte belegen konnten, sagte ein Polizeisprecher. Damit verwundert es nicht, dass Fiorettis Kritiker bis heute argwöhnen, die angeblichen Gewaltaufrufe seien nur ein Vorwand gewesen, Öffentlichkeit und Presse von der Veranstaltung mit al-Sharif auszuschließen.
Und dieser Ausschluss führte im Ergebnis dazu, dass bis heute niemand weiß, was auf dieser Veranstaltung überhaupt gesagt wurde. Dazu gibt es nur Fiorettis Darstellung gegenüber der Frankfurter Rundschau: „Basma hat nach dem Screening der beiden Filme ,Capital‘ und ,Morgenkreis‘ über ihre nomadische Erfahrung, den Eindruck, nirgendwo zu Hause zu sein, gesprochen. Für unsere Studierenden, von denen viele einen Migrationshintergrund haben, war das ein wichtiger Beitrag.“ Damit aber strapazierte Donatella Fioretti die Geduld ihrer Kritiker erneut, denn schon allein die Vorstellung, dass ausgerechnet al-Sharif über „nomadische Erfahrungen“ spricht, aber gleichzeitig ihren fanatischen Israelhass außen vor lässt, mutet realitätsfern an.
Vor diesem Hintergrund sind die Fronten nach der Ausschuss-Sondersitzung im Landtag verhärteter denn je: „Ich bin sehr enttäuscht, dass Frau Fioretti die Chance nicht genutzt hat, sich in ihrem Statement von den israelfeindlichen und antisemitischen Aussagen dieser Künstlerin zu distanzieren. Und sie hat nicht erklärt, warum die Veranstaltung nicht für die Presse geöffnet war“, kritisierte Landeskulturministerin Ina Brandes (CDU). „Sie hat das, was sie getan hat, legitimiert. Ich wüsste nicht, worüber wir jetzt noch reden sollen“, sagte JGD-Vorstand Alon Dorn. Dem stimmte auch der Düsseldorfer Antisemitismusbeauftragte zu: „Dafür ist zu viel Schaden angerichtet worden, der nicht mehr reparabel ist“, sagte Wolfgang Rolshoven.
Geschlossene Reihen im Hochschul- und Künstler-Milieu
Die Jüdische Gemeinde teilte am Freitag mit, an ihrer Forderung nach dem Rücktritt von Donatella Fioretti festzuhalten. „Trotz der massiven Kritik aus Politik, Zivilgesellschaft und der jüdischen Gemeinschaft hält sie unbeirrt an ihrer Darstellung fest und relativiert weiterhin die Problematik der Einladung von Basma al-Sharif“, hieß es zur Begründung. „Die wiederholte Behauptung, es habe sich um eine unpolitische Kunstveranstaltung gehandelt, steht im offenen Widerspruch zu den bekannten Äußerungen der eingeladenen Künstlerin. Diese Argumentation ist nicht überzeugend, sondern Ausdruck einer fortgesetzten Verharmlosung.“
Indirekt hatte sich der Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) dem schon vor zwei Wochen angeschlossen, indem er sich zusammen mit dem JGD-Vorstandsvorsitzenden Oded Horowitz und Wolfgang Rolshoven als Erstunterzeichner einer Petition für Fiorettis Rücktritt betätigte. In der Petition wird auch „eine unabhängige, neutrale Untersuchung der Bedingungen, denen jüdische und israelische Studierende gegenwärtig an der Kunstakademie ausgesetzt sind“, gefordert. „Da es die Hochschulautonomie dem Ministerium verbietet, Frau Fioretti als Rektorin abzusetzen, ist diese Petition der Versuch, sie zum Rücktritt zu bewegen“, begründete Keller seine Unterschrift.
Dass Donatella Fioretti dem freiwillig nachkommt, dürfte jedoch unwahrscheinlich sein. Die 64-Jährige hat bereits mehrfach klargestellt, nicht zurücktreten zu wollen. Und während die Jüdische Gemeinde bei ihrer Forderung nach Fiorettis Rücktritt hauptsächlich auf lokale und regionale Unterstützung zählen kann, hat die Italienerin bereits bundesweit mobil gemacht, um das Hochschul- und Künstler-Milieu hinter sich zu sammeln. Und damit hatte sie auch schon Erfolg: Nur zwei Tage vor der Ausschuss-Sondersitzung wurde ein offener Brief „für die Verteidigung der Wissenschaftsfreiheit, Kunstfreiheit und Hochschulautonomie in Deutschland“ veröffentlicht. „Wir, die unterzeichnenden Institutionsleiter:innen, Wissenschaftler:innen, Künstler:innen, Architekt:innen und Bürger:innen beobachten mit wachsender Sorge zunehmende Eingriffe in die Freiheit von Wissenschaft und Kunst sowie in die Hochschulautonomie“, hieß es darin (Rechtschreibung wurde übernommen).
Basma al-Sharif wurde in dem offenen Brief als „international renommierte palästinensische Künstlerin“ bezeichnet. Ihre Aussagen wurden als „strafrechtlich nicht relevant und von der Meinungsfreiheit gedeckt“ abgetan. Das hielt viele große Medien aber nicht davon ab, den Inhalt des offenen Briefs unkommentiert in Umlauf zu bringen. Damit kann Donatella Fioretti, deren Darstellungen vor Ort immer weniger Menschen zu folgen bereit sind, in ihrem eigenen Milieu auf geschlossene Reihen zählen.

Zitat:„“Israel ist ein weiße Siedler-Kolonie und begeht Völkermord„, behauptete al-Sharif am 28. Oktober 2023. “Israel hat null Recht zu existieren. Demontiert es„“ Man wechsele mal die Position und wende diese Sichtweise auf alle anderen auf Ansiedlung basierenden Nationen auf diesem Planeten an. Die nativen Schwarzafrikaner in Afrika könnten genau diesen Spruch z.B. eins zu eins auf alle durch arabische Siedler arabisierten nordafrikanischen Gebiete wie Marokko, Libyen oder Algerien anwenden, denn die waren ursprünglich nicht islamisch und die eingenommene Landmasse ist zudem noch viel größer als Israel. Nach Westen kann man das sogar zur Türkei und dem Iran sagen, denn die waren ursprünglich auch nicht islamisch. Der Islam ist ja arabaischen Ursprungs. Aber in die Richtung wird von den Palis und ihren europäischen Anhängern nie kritisiert. Komisch, nicht wahr? Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Aber bisher werden die Steine einfach kaum zurückgeworfen. Warum eigentlich nicht? Ein wenig mehr Selbstreflexion täte der islamischen Welt ganz gut. Dabei sollte man helfen und öfters mal einen Stein in deren Richtung werfen. Dann würden die ihr Problem mit den Fundamentalisten auch leichter in den Griff bekommen. Aber nochmal ein Nachsatz: Wer fordert, ein ganzes Land dürfe nicht existieren und sollte deswegen „demontiert“ werden, steht klar außerhalb unserer Verfassung. Israel kritisieren bzw. nicht leiden können, kann man hingegen schon. Es gibt ja kein Anrecht, von jedem vergöttert zu werden. Ich kritisiere Israel derzeit wegen der Strategie rund um den Iran auch. Aber ich stelle weder Israel noch die Juden komplett infrage. Da ist die rote Linie, denn so eine Denke rechtfertigt mehr als nur Kritik und öffnet genau das Tor zur Hölle, das bei uns vor 80 Jahren auch geöffnet worden ist und das man kaum wieder geschlossen bekommen hat.
Der Kulturbetrieb ist ebenso ein Sanierungsfall wie der öffentliche Rundfunk. New York zeigt exemplarisch, wie stark die Eliten die Gefahr von wokoharam unterschätzen. Ob Rundfunk, Theater oder Kunstausstellung, überall wird dekonstruiert, angeklagt und ein verblasen elaborierter Quark angerührt. Ich wäre dafür, diesen 9 Mrd. im Jahr aufzehrenden Koloss den Bürgern genauso in Rechnung zu stellen, wie die Demokratieabgabesender von ARD und ZDF. Wer sich ein zionistisches Gebilde an die Wand hängen möchte, kann das gerne tun- es ist aber unerträglich, daß diese Ideologie aus Steuern finanziert wird. Den Skandal zur documenta hat auch niemand zur Kenntnis genommen, da diese Ästhetik und die Ausstellungspraxis vom Volk mehr als ignoriert wird, also konnte man sich da herausreden. Der ganze Kulturapparat steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und mit dem Abgang von Horst Köhler haben wir keinen, der für unsere Interessen spricht, geschweige denn das Format hat, den ganzen Augiasstall auszumisten, der zwar überall von Freiheit faselt, aber, statt zu unterhalten, das Geld der Steuerzahler in Ausstallungen verprasst, die überall die westliche Kultur monumental anprangern. Wer will sich mit sowas identifizieren? Wie soll sich jemand in eine Kultur integrieren, die sich selbst so anklagt und im Weg steht und dabei vollkommen elitäres Sendungsbewußtsein antreibt?
„Patriarchale, überholte Wüstenreligionen“ zanken über Kunstfreiheit. Da muß Weimer ein Zeichen setzen!
Cleverer Schachzug, die antiimperialische Karte zu spielen.
Viele Bereiche dessen, was sich als „Kunst“ ausgibt, sind nur noch Teil der linken Politik- und Medienoligarchie, die die öffentlichen Kommunikationskanäle dominieren. „Kunst“ wird zur Dienerin für Politik und Propaganda unter hochtrabendem Etikett. Dafür, nicht für etwas, das wirklich Kunst wäre, werden sie bezahlt.
Ich schlage vor, daß die Genossin Fioretti sich unverzüglich „solidarisch“ erklärt – mit Collien Fernandez. Denn nur das ist im Moment wichtig. Die angeblichen „umstrittenen“ Entscheidungen Fiorettis stammen alle aus dem vor-Porno-Zeitalter. Als Christen, Humanisten, Besser-Deutsche und/oder Grüne sollten wir nicht in diesen alten Geschichten rumwühlen! In der NSDAP war die gute Frau ja wohl nicht. Also FREISPRUCH! Genossin Fioretti darf bleiben. Ansonsten ist mir die Physiognomie der Genossin Fioretti aufgefallen. War die ältere Dame in ihrer Jugend Friedenskämpferin? In der damaligen „Bewegung“ gab es so einige, die auch diesen unauffällig prägnanten stechend-versöhnlerischen Blick hatten. Aber so ist das mit „Bewegungen“ – zumindestens in Deutschland. Oder, Jette?
hi, der Islam ist das Problem. Wer Fressen Fasten nennt und Mörder Märtyrer, sagt auch gelegentlich verräterisch: Ihr aber liebt das Leben, wir den Tod. Darauf ein dreifaches Allahu Akbar. Tusch!