Henryk M. Broder / 06.09.2007 / 00:21 / 0 / Seite ausdrucken

“Is a Viable Democratic Palestine Possible?”

Raten Sie mal, wer diese Frage stellt? Ismail Haniyye, der Ministerpräsident von Gaza? Mahmud Abbas, der Präsident der Westbank? Mohammed Dahlan, ehemaliger Innenminister und Arafats Mann in Gaza? Dschibril Radschub, Chef des Sicherheitsdienstes in der Westbank? Faruk Kaddumi, Generalsekretär der Fatah und Chef der Politischen Abteilung der PLO? Nabil Schaath, Leiter der ersten PLO-Delegation bei den UN? Wenn man bedenkt, dass es noch keinen palästinensischen Staat gibt, gibt es doch erstaunlich viel amtliches Personal im nicht-staatlichen Dienst. Und dann gibt es noch die vielen NGOs (allein in der Westbank über 17oo) und Stiftungen, die alle nur ein Ziel haben: A Viable Democratic Palestine. Dazu gehört auch die sozialdemokratische Friedrich-Ebert-Stiftung. Und die veranstaltet am 5. und 6. September eine Konferenz über die Frage “Is a Viable Democratic Palestine Possible?” Standesgemäß im Grand Park Hotel in Ramallah.

“This conference will address the growing concern that many Palestinians and the international community share about the slowing democratization process- especially since the Hamas takeover of Gaza. This political event will gather academics, politicians and professionals from the public and private sectors to promote internal Palestinian dialogue.”

Seit dem Hamas-Putsch in Gaza hat sich der Demokratisierungsprozeß “verlangsamt”. Und den will die FES wieder ankurbeln, indem sie den inner-palästinensischen Dialog fördert.  Wenn sie mit dieser Aufgabe fertig ist, wird sie sich dem innersächsischen Dialog zuwenden, wo die SPD mit sensationellen 9.8% weit vor der NPD liegt, die bei den letzten Wahlen nur 9.2% abbekommen hat.

Am 7. September geht der inner-palästinensische Dialog in Um Al-Fahem weiter.  The Political Office of the Islamic Movement lädt zum “Al-Aqsa on Danger”-Festival im Al-Salam-Stadion von Um Al-Fahem ein. Das Fest wird mit einer Rede von Sheik Raed Salah eröffnet,  “Chairman of the Islamic Movement in Palestine of the 1948”. Das Festival findet heuer zum 12. Mal statt, jedes Jahr wird es von 5o bis 8o Tausend Palästinensern besucht, israelische Staatsbürger, die noch immer “in the Palestine of the 1948” leben. Irgendwann sollte die Friedrich Ebert Stiftung aktiv werden und die Festivalteilnehmer informieren, dass das Ding Israel heißt.

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