Soeben erschienen: Cora Stephan: Angela Merkel. Ein Irrtum. Hier für die Leser der Achse des Guten Auszüge aus der garantiert nicht autorisierten Auseinandersetzung mit der ersten Bundeskanzlerin der Deutschen…
Die DDR war das Land der Wunder: Es gab Vollbeschäftigung ohne pro-duktive Arbeit. Nun, Wunder gibt es immer wieder, auch im vereinigten Deutschland. Dort hat es jede Menge Arbeitsplätze, die der Verwaltung der Nicht-Arbeit dienen.
Und das größte Wunder von allen ist die Geduld der Steuerbürger, die das alles finanzieren: Einen aufgeblähten Sozialstaat, von dem sie wissen, dass er nur zu einem Bruchteil tut, was als sein tieferer Sinn ausgegeben wird, nämlich denen zu helfen, die sich selbst nicht helfen können. (…)
Der Sozialstaat, das „soziale Netz“, fängt nicht vor allem Hilfsbedürftige auf, sondern lockt auch diejenigen in die Hängematte, die rechnen können. Warum sollte einer eine geregelte Arbeit (mit Renten- und Sozialversiche-rungsbeiträgen) aufnehmen, die sich im Vergleich zum Leben mit Hartz IV kaum oder gar nicht lohnt?
Vor allem aber füttert der Sozialstaat eine gigantische Armutsindustrie: Von den 49 Milliarden Euro, die Bund und Kommunen 2010 für Hartz-IV-Empfänger ausgegeben haben, kommen nur 24 Milliarden direkt bei den Betroffenen an. Der Rest geht an Rechtsanwälte und Arbeitsvermittler, Fortbildungseinrichtungen und allerlei Wohlfahrtsprojekte und befeuert eine florierende Armutsindustrie.
Wahrlich, wir leben im Land der Wunder. Wie in der DDR, wo alle be-schäftigt waren, aber niemand eine Arbeit hatte. Und deshalb muss alles so weitergehen, wie es ist.
Das wird sich auch Angie gedacht haben, als sie sich anschickte, Tina – „There is no alternative“ - zu werden. Der Sozialstaat? Ist alternativlos.
Cora Stephan, Angela Merkel. Ein Irrtum, erschienen im Knaus-Verlag, 224 Seiten, 16,99.
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