Henryk M. Broder / 04.05.2009 / 13:09 / 0 / Seite ausdrucken

Iran weiter auf Schmusekurs…

... wenn es sich auch bei dieser Meldung um eine Falschübersetzung handelt. http://www.n-tv.de/1148049.html Die richtige dürfte lauten: “Elf Tage wird es über Israel regnen…” und Frau Amirpur sitzt wohl schon den Startlöchern der SZ, um eine blumige Farsi-Formel in trockenes Nachrichtendeutsch zu übertragen - im Dienste der journalistischen Redlichkeit, wie sie es schon einmal getan hat. http://www.sueddeutsche.de/kultur/472/437217/text/ Was sie uns in diesem Zusammenhang vielleicht auch erklären könnte, wäre die Bedeutung der Zahl 11. Könnte die etwas mit der erhofften Wiederkehr des verschwundenen 12. Imam zu tun haben, einer zentralen fixen Idee des schiiitischen Islam?

=Der verschwundene zwölfte Imam lebt nach schiitischer Vorstellung irgendwo verborgen auf der Erde; niemand kennt den Zeitpunkt seiner triumphalen Wiederkehr, mit der indes jederzeit gerechnet werden muß. In manchen schiitischen Städten Irans hat man im Mittelalter tagaus tagein ein gesatteltes Pferd bereitgehalten, damit der Imam bei seinem Erscheinen ohne Verzögerung aufsitzen könne. Der Text der Verfassung der Islamischen Republik Iran von 1979 läßt in Artikel 5 der Nennung verborgenen Imams - als des eigentlichen Staatsoberhaupte - den frommen Wunsch folgen: “Möge Gott seine Wiederkehr beschleunigen!”. = http://www2.tu-berlin.de/fb1/AGiW/Auditorium/FAByzIsl/SO11/Mahdi.htm

Dann wäre klar, was gemeint ist: Nachdem es 11 Tage auf Israel geregnet hat, wird der 12. Imam kommen und das Werk des Propheten vollenden. Da freuen wir uns alle drauf, wie die Importbraut auf die Hochzeitsnacht, der Kannibale auf den Missionar und Frau Amirpur auf die nächste Rede des iranischen Präsidenten.

Siehe auch:
http://www.memritv.org/clip/en/2099.htm

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