Mit Slogans wie „Wir vergessen Gaza nicht", „Zurück zu den Wurzeln" und „Ihr sagt Terroristen, wir sagen Widerstand" wird seit dem Wochenende im Internet für eine „Massendemo für Palästina" am kommenden Samstag in Düsseldorf mobil gemacht. Teilnehmern aus Berlin wird dabei für 35 Euro die nach Geschlechtern getrennte Hin- und Rückreise mit einem „Intifada-Bus" angeboten.
Aber auch in anderen deutschen Großstädten, etwa München, Stuttgart, Hamburg und Bremen, werden Busreisen zu der Kundgebung angeboten. Bekannte salafistisch-islamistische Influencer, darunter auch die in Düsseldorf lebende Ex-Boxerin Hanna Hansen oder „Issam Bayan", der Sohn des ehemaligen ZMD-Funktionärs Ahmad Aweimer, verbreiten über die soziale Netzwerke Aufrufe zur Kundgebungsteilnahme. Im französischsprachigen Internet wird gleichzeitig zu einem „Ride for Palestine" geworben, der am selben Tag in Lille (Frankreich) starten und über Belgien sowie Luxemburg nach Meerbusch führen soll. Da Meerbusch unmittelbar an Düsseldorf grenzt, ist die Vermutung naheliegend, dass sich die Biker in Wahrheit der „Massendemo für Palästina" anschließen wollen.
Die Polizei bestätigte auf Nachfrage, dass am Samstag von 14 bis 22 Uhr eine entsprechende Kundgebung mit 5.000 Teilnehmern angemeldet ist. Starten soll die Demonstration an der Friedrich-Ebert-Straße. Damit dürfte das DGB-Haus gemeint sein, bei dem linke und islamistische Kundgebungen üblicherweise beginnen. Danach soll es über innerstädtische Straßen bis zum Graf-Adolf-Platz gehen, wo die Versammlung enden wird. Die Handschrift der Ankündigungen weist auffällig viele Parallelen zu einer Kundgebung auf, die im letzten Jahr ebenfalls am letzten Samstag im September in Düsseldorf stattgefunden hat. Auch damals wurden 5.000 Teilnehmer angemeldet und die Veranstaltung im Netz gleichzeitig als „größte Pro-Palästina-Demonstration in Deutschland" beworben.
„Ein Volk – Eine Wurzel – Eine Zukunft"
Tatsächlich aber kamen rund 12.000 Personen aus ganz Deutschland zusammen, die mit „Takbir"- und „Allahu Akbar"-Gebrüll sowie mit Parolen wie „Kindermörder Israel", „Frauenmörder Israel" und „Death, Death, to the IDF" am Rhein entlang und später auch über die Königsallee und damit über Düsseldorfs edelste Einkaufsmeile zogen. Und auch damals schloss sich ein überwiegend aus türkischen Rockern bestehender Biker-Korso dem martialisch wirkenden Aufmarsch an. Das führte teilweise auch zu Störungen, da die Motorradfahrer Anweisungen der Polizei anfänglich missachteten. Da die Demonstration auch an der Mahn- und Gedenkstätte für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft vorbeizog, musste die städtische Einrichtung ebenfalls von starken Polizeikräften geschützt werden.
Nach der Kundgebung hagelte es Anzeigen, etwa gegen eine Frau, die als Mitglied der Kleinstpartei „Team Todenhöfer" bekannt war und den Zionismus in ihrer Rede als „Krebsgeschwür" bezeichnet hatte, sowie gegen einen Abschlussredner, der dazu aufgefordert hatte, „Zionisten zu vertreiben" und „ihnen das Leben schwerzumachen". Insgesamt wurden 46 Strafanzeigen gestellt, zumeist wegen Verstößen gegen das Vermummungsverbot und Beleidigungen. Was daraus geworden ist, ist jedoch nicht bekannt.
Damit ist es nicht weiter verwunderlich, dass die erneute Ankündigung dieser Art Kundgebung bei Juden in der Region eine Mischung aus Empörung und Entsetzen hervorgerufen hat: „Es vergehen mittlerweile nur wenige Tage zwischen antisemitischen Straftaten auf unseren Straßen, auch bei uns in Nordrhein-Westfalen – zuletzt die Angriffe auf die Synagogen in Wuppertal und Duisburg. Der Judenhass ist allgegenwärtig in Deutschland", schrieb Roman Salyutov, Vorsitzender des Jüdischen Forums CDU NRW, am Mittwoch in einer Presseerklärung. Die für Samstag angekündigte „Massendemo" bezeichnete Salyutov als „einen weiteren Test für die Standfestigkeit unseres Systems gegen den Judenhass". Dabei wies er auch auf den „Intifada-Bus" hin, „dessen Name eine unverkennbare Terror-Glorifizierung proklamiert". Die bei der Demo-Ankündigung verwendete Parole „Ein Volk - Eine Wurzel - Eine Zukunft" sieht er als „augenfällige Analogie zum früheren Nazi-Spruch ,Ein Volk - Ein Reich - Ein Führer".
Medien berichten nicht, „Zivilgesellschaft“ schweigt auffällig
Auch weist Salyutov auf den Slogan „Ihr sagt Terroristen, wir sagen Widerstand" sowie die Landkarte Israels hin, die bei den Kundgebungs-Ankündigungen mit den palästinensischen Farben überzogen wurde. „Das ist die ganze Palette von charakteristischen Merkmalen des israelbezogenen Antisemitismus: Verherrlichung des Terrors und Vernichtungswille gegenüber dem Jüdischen Staat. Auch der Slogan ,Free Iran' ist zu sehen - und zwar in der Kombination mit der Flagge des islamo-faschistischen Mullah-Regimes", heißt es dazu. „Es besteht für uns kein Zweifel darin, wessen Geistes Kinder sich da zusammenschließen", lautet das Fazit von Roman Salyutov. „Wenn in Deutschland solche Aktionen mit solchen Parolen und solcher Bildsprache ungehindert durchgeführt werden und zugleich beinahe jede jüdische Einrichtung nur unter Polizeischutz funktionieren kann, darf unsere Gesellschaft nicht mehr als frei, offen und tolerant bezeichnet werden - sie ist es de facto nicht mehr."
„Es erschüttert mich, wie der Israel- und der Judenhass auch in Deutschland und Düsseldorf eskalieren", sagte Oded Horowitz, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, nachdem er von der geplanten Massenkundgebung erfahren hatte. „Ganz besonders entsetzt bin ich, wie stark die heutige Jugend davon vereinnahmt ist und wie wenig Unterstützung aus der Mitte der Gesellschaft zu vernehmen ist. Das sind alles andere als gute Vorzeichen für zukünftiges jüdisches Leben in Deutschland. Die Zeit der Lippenbekenntnisse ist vorbei. Jetzt muss gehandelt werden!"
Die jüdische Aktivistin Rivkah Young und die Gruppierung „Iron Dome Deutschland" kündigten bereits eine Gegenkundgebung an, die um 15 Uhr 30 am Graf-Adolf-Platz beginnen soll. Viel Unterstützung haben Young und ihre Mitstreiter aber nicht zu erwarten, da bis Mittwochnachmittag außer dem Blog „Ruhrbarone" kein einziges Medium über die Kundgebung und die Gegenkundgebung berichtet hatte. Damit wissen die meisten Düsseldorfer noch gar nichts von dem, was in der Landeshauptstadt am Samstag zu erwarten ist.
Und auch jene Kreise, die in Düsseldorf sonst tagelang gegen jeden AfD-Kreisparteitag mobil machen, also Kirchen, Gewerkschaften und Teile der Kommunalpolitik, schweigen derzeit auffällig. Nicht einmal von den Antisemitismusbeauftragten von Stadt und Land war bis Mittwoch etwas zu der nahenden Kundgebung zu vernehmen. Damit dürften Juden und Freunde Israels auch dieses Mal auf sich allein gestellt sein und außer Polizeischutz keine Unterstützung zu erwarten haben. Der einzige Trost für die wehrhaften Juden dürfte darin zu sehen sein, dass linksextreme und kommunistische Parteien, deren Mitglieder normalerweise bei jeder Israelhasser-Kundgebung in Düsseldorf mitlaufen, am Samstag bei einer DGB-Demonstration in Essen sein dürften – und damit zumindest dieses Mal als Unterstützer der sogenannten Palästinenser wegfallen.

Über die Kirchen wird hier im Forum geklagt! Richtig so, die sind von innen her total verrottet, Sie sind Unterstützer des neuen Antisemitismus der sich aus der muslimischen Zuwanderung speist. Sie sind gleichzeitig Unterstützer der neuen Kriegstreiberei, die Beweihräucher der Kriegswaffen für die Ukraine. Damit aber nur die Opferzahl in der Ukraine und in Russland erhöhen. Ihr seid sowas von verrostet, zum Erbrechen.
Medien, die dem Judenhass nicht deutlich entgegentreten, brauchen wir nicht. Mögen sie den Weg der CDU gehen…
Schon doof, wenn man die AFD, die gegen unkontrollierte Massenzuwanderung gerade auch von Ismalisten war, wie ihre Wähler eben auch, immer „rechts“ geframed hat. Und die widerlichen Antisemiten ganz woanders saßen…
Ausgerechnet in D werden wieder solche Parolen gerufen. Obwohl sie meist nicht von Deutschen im eigentlichen Sinne gerufen werden, werden wir dafür verantwortlich gemacht. Der größere Teil der Bürger steht Fassungslos davor und traut sich nicht etwas zu sagen, aus Angst als rassistisch abgestempelt zu werden. Weil es hier zugelassen wird. Aber egal, wir werden dafür büßen und auch die ganzen Demonstranten gegen rechts das eigentlich nicht rechts ist, sondern nur Mitte sein möchte. Man schaue sich nur die Omas gegen rechts an. Statt gegen Krieg zu sein. Verblendung im Quadrat.
Die Deutschen haben mit diesen ziemlich widerlichen Geschichten wenig zu tun. Ein Teil der deutschen Linken wohl schon, und der dumme Teil der deutschen Rechten wird in Gedanken „mitfeiern“, aber die Masse der Deutschen? Wer hier mobil macht, sind die Leute, die sich für die künftigen Herren von D halten. Das macht´s nicht besser, aber anders.
Und auch jene Kreise, die in Düsseldorf sonst tagelang gegen jeden AfD-Kreisparteitag mobil machen, also Kirchen, Gewerkschaften und Teile der Kommunalpolitik, schweigen derzeit auffällig.
Was sie sich wohl davon versprechen? Ich möchte gern die Debatte auf diese simple Frage richten.
Keine Sorge, ich faffe daff. These: Islamfreundliche Politik ist schiere Nazipolitik, deutschlandfunkkultur:/ns-geschichte-wie-die-nazis-den-islam-vereinnahmen-wollten- der dlf -kultur weiß was.
Komisch: Lediglich die AfD will das hier nicht sehen. Wer jetzt noch Fa und Anti ist, das mag der Teufel wissen.
„Palästinensern“ wird also ein „Volk“ zugestanden? Aber Deutschen nicht? Wir verstehen. Und das in Düsseldorf, der Landeshauptstadt unter Ägide des kecken Herrn Wüst/CDU und des „Hardliners“ im Innenministerium, dem tapferen Herrn Reul/CDU. Die schwarz-grüne(!) Regierung hat ihren Laden offensichtlich bestens im Griff, nicht wahr?