Wir erleben eine rapide Geldentwertung, und die hat nur zum Teil etwas mit dem Krieg in der Ukraine zu tun. Die Wirtschaft verliert das Vertrauen und agiert längst wie ein Prepper.
Nikolaus Kopernikus hatte einen für damalige – und vielleicht auch für heutige – Verhältnisse ungewöhnlich scharfen Begriff davon, was Geldentwertung ist und welche Folgen sie hat. In einer 1527 auf Anforderung des damaligen polnischen Königs Sigismund I. verfassten Denkschrift schrieb er: Es gebe unzählige Plagen, von denen Königreiche, Fürstentümer und Gemeinwesen immer wieder heimgesucht würden, „doch die schlimmsten sind meiner Meinung nach folgende vier: Krieg, Pest, Hungersnot und Münzentwertung“. Bei den ersten drei sei das so offensichtlich, dass niemand daran zweifle.
„Aber die vierte, welche die Münze betrifft, wird nur von wenigen, sehr verständigen Leuten erkannt, weil sie die Gemeinwesen nicht in einem Ansturm und auf einmal, sondern erst nach und nach und gleichsam unmerklich zugrunde richtet.“
Die Münze sei „gleichsam ein allgemeines Maß für Bewertungen“, darum sei es unerlässlich, dass man sich auf ihre Beständigkeit verlassen könne:
„Das, was Maß sein soll, muss allzeit eine feste und beständige Größe haben, sonst würde die Ordnung des Gemeinwesens zwangsläufig gestört. Denn die Käufer und Verkäufer würden ebenso mannigfach betrogen werden, wie wenn die Elle, der Scheffel oder das Gewicht nicht mehr ihre bestimmte Größe hätten.“
All jenen, die darüber klagen, dass alles immer teurer werde, erklärt Kopernikus, wo das Problem zu suchen ist: Die Münzverschlechterung sei die Ursache für
„jene verbreitete, ständig wiederholte Klage, Gold, Silber, die Lebenshaltungskosten, der Lohn der Dienerschaft, die handwerklichen Dienstleistungen und was sonst noch der Bedürfnisbefriedigung dient, übersteige den hergebrachten Preis. Da wir aber denkfaul sind, kommen wir nicht dahinter, dass sich die Verteuerung aller Güter aus der Unterwichtigkeit der Münze herleitet. Es steigt und fällt nämlich alles im Preis, je nach Beschaffenheit der Münze, und zumal Gold und Silber selbst.“
Wie im Rausch Staatsanleihen aufgekauft
Auch heute erleben wir eine rapide Geldentwertung, und die hat nur zum Teil etwas mit dem Krieg in der Ukraine zu tun. Sie hat ja auch nicht erst am 24. Februar 2022 begonnen.
Wir ernten jetzt, was Regierungen und Notenbanken seit März 2020 gesät haben. Während die Produktion weltweit durch von Regierungen angeordnete Lockdowns gedrosselt wurde, öffneten die Notenbanken diesseits und jenseits des Atlantiks die Schleusentore. Sie senkten die Leitzinsen auf nahe null und kauften wie im Rausch Staatsanleihen auf, um mehr Geld in den Wirtschaftskreislauf zu pumpen. Zur Erinnerung hier ein Bericht vom 19. März 2020:
„Die Europäische Zentralbank (EZB) stemmt sich mit neuen umfassenden Anleihenkäufen gegen die immer größeren wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie. Das Notfallprogramm habe einen Umfang von 750 Milliarden Euro und solle bis Ende 2020 laufen, teilte die Euro-Notenbank mit. ‚Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliches Handeln‘, schrieb EZB-Präsidentin Christine Lagarde auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Es gebe ‚keine Grenzen für unser Engagement für den Euro.‘“
Auch die amerikanische Notenbank wolle „die Wirtschaft mit einem 700 Milliarden Dollar schweren Anleihekaufprogramm ankurbeln“.
Die Metapher des „Ankurbelns der Wirtschaft“ stammt aus den frühen 1920er Jahren, als Automotoren noch mittels einer Handkurbel angelassen wurden. Die dahinter steckende Vorstellung ist, dass die Notenbanken einmal kurbeln und die Wirtschaft dann brummt. In Wirklichkeit haben die Notenbanken auch nach dem Frühjahr 2020 mit dem Kurbeln nicht aufgehört; es ist erst gut einen Monat her, dass die Europäische Zentralbank verkündete, das Programm zum Kauf von Anleihen reduzieren zu wollen.
Im Rekordtempo neue Kredite vergeben
Die Notenbanken haben keinen Zugriff auf die Ressourcen eines anderen Planeten. Durch Zinssenkungen entstehen keine neuen Waren und Dienstleistungen. Mit ihnen wurden lediglich die Bedingungen dafür geschaffen, dass die Geschäftsbanken in Rekordtempo neue Kredite vergeben konnten. Wenn immer mehr Geld einer viel langsamer wachsenden Menge an Gütern hinterherjagt, dann steigt deren Preis.
Wie schon der erste moderne Ökonom Richard Cantillon bemerkt hatte, lässt Inflation nicht alle Preise und Löhne gleichermaßen steigen. Die Preise steigen dort zuerst, wo das Geld in den Wirtschaftskreislauf eintritt. Das waren 2020 die Aktien- und Immobilienmärkte. Am 17. März 2020 notierte der Index der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq bei rund 7.300 Punkten. In den folgenden 20 Monaten kletterte er auf fast 16.000 Punkte. Das lag nicht daran, dass die Wirtschaftslage so rosig gewesen wäre, sondern allein an der Inflation. Aus Sicht der Notenbanken war das offenbar gute Inflation.
Mittlerweile hat sich das neue Geld durch die Wirtschaft gearbeitet und lässt auch die Preise in den Supermärkten steigen. Das ist ein – aus Sicht der Notenbanken und der Politik unerwünschter – Nebeneffekt dessen, was in den letzten zwei Jahren praktiziert wurde, schlechte Inflation.
„Regierungen halten hartnäckig an ihren CO2-Zielen fest“
Ein menschengemachtes Problem, wie auch die Energiekrise, die daraus resultiert, dass seit Jahren riesige Kapitale in Wege der Energieerzeugung gesteckt werden, die nicht effizient und zuverlässig, dafür aber politisch gewollt sind. Auf der anderen Seite wurden Investitionen in Erdöl, Gas und Kohle gezielt vernachlässigt, ebenso wie die Produktion und der Transport.
Joe Craft, der Vorstandsvorsitzende des amerikanischen Kohleunternehmens Alliance Resource Partners – das anders als viele Wettbewerber noch nie einen Konkurs durchlaufen hat –, erklärte bei der Vorstellung des letzten Quartalsberichts die Lage an den Energiemärkten:
„Die Energiekrise hält bis heute an, da die Pandemie weiterhin die Lieferketten stört und, was ebenso wichtig ist, aufgrund des anhaltenden Drucks von Regierungen, Aufsichtsbehörden, Finanzinstituten, ESG-Aktivisten und sogar Kunden, die nicht bereit sind, Verträge einzugehen. All dies sind Faktoren, die das Wachstum bei der Produktion und Investition fossiler Brennstoffe einschränken.“
Man könnte meinen, so Craft weiter, dass es nun ein Umdenken geben müsste und vor allem die NATO-Staaten alles tun würden, um die Produktion fossiler Brennstoffe zu steigern, um die Nachfrage zu decken. Das sei aber noch nicht der Fall:
„Aber bisher sehen wir, dass die Regierungen ziemlich hartnäckig an ihren CO2-Zielen festhalten. Infolgedessen denke ich, dass wir für eine Weile hohe Preise haben werden, weil kein Vertrauen da ist, hinauszugehen und große Investitionen zu tätigen, um das Angebot zu erhöhen.“
Frankreich: Waschmaschine bitte nur am Wochenende einschalten
Im Folgenden einige Meldungen im Zusammenhang mit der Energiekrise.
- „Der Schock durch die Energiepreise in diesem Jahr wird größer sein als in jedem einzelnen Jahr in den 1970er Jahren“, sagt der Gouverneur der Bank of England, Andrew Bailey. „Der Vorbehalt ist, dass die 1970er Jahre eine Reihe von [solchen] Jahren hatten, und wir hoffen sehr, dass dies jetzt nicht der Fall ist. Aber als einzelnes Jahr ist das ein sehr, sehr großer Schock.“
- Michael Regan, der Chef der amerikanischen Umweltbehörde EPA, verteidigt die Pläne des Weißen Hauses, die Ölproduktion zu steigern:
„Ich glaube nicht, dass sich die Ziele gegenseitig ausschließen“, sagte er in einem Interview mit der Financial Times. Investitionen in „saubere Energie“ könnten neben einer größeren Rohölproduktion bestehen, betonte Regan. Die Regierung konzentriere sich darauf, den Investoren „Sicherheit“ zu geben, um die Entwicklung erneuerbarer Energien voranzutreiben. „Wir werden weiterhin gehen und gleichzeitig Kaugummi kauen.“
Im Fernsehduell mit Präsident Donald Trump während des Präsidentschaftswahlkampfes 2020 hatte Joe Biden angekündigt, auf längere Sicht zugunsten von „Wind und Solar“ aus der Ölproduktion aussteigen zu wollen.
- Spaniens Energieministerin Teresa Ribera hat einen Vorschlag zur Lösung von Europas Energieproblemen: Die Betreiber von Gas- und Kohlekraftwerken sollen nicht mehr als 30 Euro pro Megawattstunde des von ihnen erzeugten Stroms nehmen dürfen. Was könnte dabei schiefgehen? Ribera hat die Idee schon nach Brüssel übermittelt.
- Die Stadt Rom hat EU-weit einen Auftrag zum Bau der Ponte dei Congressi, einer neuen Brücke über den Tiber, ausgeschrieben. Bezahlen will sie 146 Millionen Euro. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg meldet, gibt es wegen der stark gestiegenen Stahlpreise keinen einzigen Bewerber. Denn auch zur Stahlerzeugung wird Energie benötigt, und die ist in Europa eben knapp.
- In der FAZ erklärt BASF-Vorstandschef Martin Brudermüller, die russischen Gaslieferungen seien „die Basis für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie“. „Jetzt müssen wir russisches Gas mit Hochdruck ersetzen. Dabei müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass zum Beispiel Flüssiggaslieferungen aus den USA zu deutlich höheren Energiepreisen führen werden und nicht auf Knopfdruck umgesetzt werden können.“
- Der französische Stromnetzbetreiber RTE teilt den Franzosen am 2. April (nicht 1. April) mit, dass er für Montag, den 4. April, wegen kalten Wetters und der zahlreichen wegen Wartungsarbeiten stillgelegten französischen Kernkraftwerke ein „angespanntes“ Verhältnis von Stromerzeugung und -Nachfrage erwarte, „insbesondere zwischen 7:00 und 10:00 Uhr“. Die Bürger werden daher „aufgefordert, ihren Stromverbrauch in Bezug auf die Nutzung von Haushaltsgeräten (z.B. Geschirrspüler oder Waschmaschinen) auf dieses Wochenende statt auf den Montag zu legen“. Frankreich hatte seine Kohlekraftwerke in den letzten Jahren abgeschaltet, im Januar aber einige wieder in Betrieb genommen. Weiter heißt es in der Mitteilung von RTE: „Wenn beispielsweise alle Franzosen eine Glühbirne ausschalten, führt dies zu einer Einsparung beim Stromverbrauch von 600 MW oder ungefähr dem Verbrauch einer Stadt wie Toulouse.“
Peru: Gewaltsame Straßenproteste unterdrückt
- Perus kommunistischer Präsident Pedro Castillo verhängte am 7. April eine eintägige Ausgangssperre und setzte die Armee ein, um gewaltsame Straßenproteste gegen die Inflation zu unterdrücken. Busfahrer, LKW-Fahrer und Bauern seien in den Streik getreten und hätten das Land in ein „Chaos“ gestürzt, meldet die Nachrichtenagentur Reuters.
- „Wann ist eine Ladung russischen Dieselöls keine Ladung russischen Dieselöls?“ Javier Blas, Energiekorrespondent von Bloomberg, erläutert:
„Die Antwort ist, wenn Shell Plc, der größte europäische Ölkonzern, daraus eine lettische Mischung macht, wie es Händler nennen. Es geht darum, ein Fass zu vermarkten, bei dem nur 49,99% aus Russland stammen; Solange die anderen 50,01 Prozent aus anderen Quellen stammen, ist die Ölladung in den Augen von Shell technisch gesehen nicht russischen Ursprungs.
- Danish Crown, einer von Europas größten Exporteuren von Schweinefleisch, stattet seine Schlachthäuser mit Dieselgeneratoren aus, um auf eine mögliche Erdgasknappheit reagieren zu können. Dänemarks drittgrößte Brauerei, Harboe, hat ebenfalls Dieselgeneratoren angemietet. Die Verkäufe von Dieselgeneratoren an dänische Unternehmen und Privatleute hätten sich vervielfacht, sagt Kim Andersen, der Besitzer von Power Generator, einem der größten Anbieter.
- Orsted, ein dänisches Unternehmen für „grüne“ Energie, legt für den nächsten Winter einen Vorrat an Kohle an, meldet die Financial Times:
„Vorstandsvorsitzender Mads Nipper sagte, ein weltweiter Mangel an Holzpellets, die Orsteds Biomassekraftwerke befeuern, bedeute, dass das Unternehmen später im Jahr wahrscheinlich stattdessen Kohle verwenden werde. ‚So sehr wir es auch hassen, wir werden sehr wahrscheinlich einen vorübergehenden Anstieg unseres Kohleverbrauchs sehen, verglichen mit dem Kurs, auf dem wir uns befinden […] Das liegt an der Situation im Zuge des Krieges‘, sagte er und erklärte, dass die russische Invasion in der Ukraine in Verbindung mit globalen Herausforderungen in der Lieferkette es extrem schwierig mache, die speziellen Holzpellets zu beschaffen, auf die Orsted normalerweise angewiesen ist. ‚Biomasse ist im Moment schwer zu bekommen, weil alle nach Brennstoff suchen‘, sagte Nipper. ‚Wir haben zusätzliche Ersatzkohle beschafft, um sicherzustellen, dass wir vorbereitet sind.‘“
Beitragsbild: Pixabay

Also, ich staune hier über einige Meckerei. Das grenzt ja an staatsfeindliche Hetze. Also bei uns im Laden des „Organs“ gibts Öl. Und wir bekommen den Wagen des Volkes auch nach drei Jahren in Hellblau oder Beige. Wenn man wie ich im Verkaufsstellenbeirat mitarbeitet, gibts auch Mehl und Toilettenpapier, natürlich nicht in der Exportausführung. Wer noch nicht einmal Mitglied bei der Gesellschaft für Deutsch-Amerikanische Freundschaft ist, nicht im Elternbeirat den Klassenlehrer politisch unterstützt, der muß eben dafür auf Westimporte verzichten. Zu den Frühlingsfeiertagen am Wochenende hatten wir sogar ein Stück französischen Käse und drei Flaschen Bier aus Holland. Und im Sommer darf die ganze Familie in ein Ferienheim der Gewerkschaft Verdi fahren: morgens um 05:30 ist Frühsport, ab 06:00 Uhr gibts Frühstück, zwei Scheiben Graubrot pro Person und Fencheltee. Wer nicht meckert und mitarbeitet, der kann auch solche Auszeichnungen genießen. Ich unterstütze den jetzigen und künftigen Kurs von Genossen Özdemir vollinhaltlich. So sehen anständige Zuschriften ohne kleinbürgerliche Kritelei aus.
Das Wasser steigt und steigt. Und irgendein Schwachmat will die Killervariante herbeibeten, als ob es nicht bald echte Killerprobleme gäbe. Binnenschiffer auf hoher See haben das Sagen auf der Brücke. Schland, das Narrenschiff ist verloren.
Wenn einer 20% mehr Gewinn erwartet, dann zahlt er auch 10% Zinsen, wenn einer aber nicht mehr Gewinn erwartet, dann investiert er nicht, selbst wenn man ihm das Geld schenkt.
Draghi wollte immer die 2% gute (!) Inflation. Sie entsteht dadurch, dass Kredite nur teilweise gedeckt sind, also eine Geldschöpfung darstellen und sie sollten Investitionen befeuern. Jedoch diese 2% wurden nie erreicht (!!!), da das Geld, wie in Krisenzeiten, nicht investiert sondern gehortet wurde, jedenfalls eine zu geringe Umlaufgeschwindigkeit hatte.
Draghis Null-Zins-Geldschwemme hatte keine Inflation verursacht.
Wenn nun eine Wirtschaft überhitzt, was somit nicht der Fall ist, dann könnte (!) man mit Zinserhöhungen die Inflation bremsen.
Wir haben aber etwas ganz anderes, wir haben eine Knappheits-Inflation (shortage inflation) ausgelöst durch die Corona Lockdowns und den Zusammenbruch der Lieferketten, wo sich durch Vertrauensverlust der Schalter nicht einfach so wieder umlegen lässt.
Und wir haben eine Kosten getriebene Inflation (cost-push inflation) durch die (CO2-) Steuern auf Energie. Es kann doch wohl keiner glauben, dass das verbilligt. Schon vor Corona hatten wir den teuersten Strom.
Und zu D:
Wenn ich in eine Sackgasse einfahre, in der ich nicht wenden kann und an deren Ende die Katastrophe wartet, dann ist es egal, wie weit ich schon drin bin, dann gibt es keine Lösung.
Wie sollen bei einer „Knappheits-Inflation“ oder bei einer „Kosten getriebenen Inflation durch Steuern“ Zinserhöhungen die Inflation bremsen?
Kommt Draghis / Lagardes Geldschwemme allerdings auf den Markt, dann schiebt sie zusätzlich an. Hier könnten Zinserhöhungen helfen, um Geld aus dem Markt zu lassen. Das nützt aber auch wieder nichts, da bei einer Flucht aus dem € das Geld in Sicherheiten wie Immobilien geht. Zinserhöhungen stellen das Vertrauen nicht wieder her.
Der Auslöser bleiben Knappheits-Inflation und Kosten getriebenen Inflation durch Steuern.
Es ist die Politik, nicht die EZB.
@Théodore Joyeux: Dann wird der Kampf um die immer knapper werdenden Resourcen offen ausgetragen … und die Beantwortung der Frage, wie die Chanchen unserer im Stuhlkreis Sozialisiert*Innen dabei sein werden, erfordert nicht viel Phantasie. Vorher wird die politische Führung aber alles tun, um die gefährlicheren Gruppen so lange wie möglich mit weiter laufenden Zuwendungen ruhig zu halten. Wo die dann abgezwackt werden, dürfte klar sein!
Die doppelte Verschuldungsfalle schlägt zu: Der Petro-Dollar ist am Ende und die USA können deshalb nicht mehr ihre Schulden exportieren. Die EZB konnte bisher die Schuldenmacherei Italiens und Griechenlands mit Hilfe der Zahlungsgeilen Deutschen bezahlen. Diese sind Dank grüner Energiepolitik auf dem absteigenden Ast und können nicht mehr die Schulden anderer EU-Staaten bezahlen.
@Théodore Joyeux : Ob Marine Le Pen den Deutschen feindlich gesinnt ist, ist eine untergeordnete Frage. Die Franzosen, und speziell die französische Politik, ist ständig der Meinung die Deutschen schulden der Grande Nation etwas. Man kann nicht in Frankreich aufwachsen und dort politisch aktiv werden, ohne von diesem Virus befallen zu sein. Unter dem Strich: Die Deutschen sollen sich lieber nichts erwarten von Le Pen. Sie wird den Deutschen keine Geschenke machen und keine Gerechtigkeit walten lassen. Man muss sich nur mal die Großkonzerne mit multinationaler Beteiligung ansehen, wo die Deutschen und die Franzosen beteiligt sind. Nach kürzester Zeit wird die gesamte obere und mittlere Führungsebene von Franzosen besetzt, die zwar immer freundlich gegen die Deutschen sind, sie aber niemals auf gleicher Ebene dulden. Die Deutschen sind den Franzosen untergeordnet. Man kann das nur vermeiden, wenn man in Bereichen arbeitet, wo die Franzosen einfach gar nichts auf die Reihe bringen, z.B. IT. Das minimiert die Kontakte auf null. Die Franzosen würden niemals von Deutschen Hard- oder Software kaufen, es sei denn die Deutschen verkaufen es ihnen von den USA aus. Dann nehmen sie es zwar an, basteln aber darum ein „nationales“ Standard-Gewirr, das eigentlich nur neue Namen für Bestehendes definiert. Ich persönlich mag die Franzosen, aber sie dürfen niemals erfahren, dass ich ein Deutscher bin, sonst gibt es Verwerfungen, Kontaktabbruch, Mäkeleien. Das sind irgendwie unbewältigte Konflikte mit der eigenen Identität. Mal Siggi Freud fragen. Junge Leute aus dem Elsass oder Lothringen wissen nicht, dass es mal ein Ostfranken- und ein Westfranken-Reich gab und dazwischen Lotharingen. Wenn man es erwähnt reagieren sie gereizt. Aber wer die Geschichte nicht kennt … auch die weniger alte …
Youtube 17:26 Läuft gerade: „Markus Krall: Hyperinflation Frage der Zeit“… besser kann es keiner erklären.