Prof. Gunnar Heinsohn lehrte ein Vierteljahrhundert an der Universität Bremen Sozialpädagogik, ist aber ein Polymath, der die verschiedensten Gebiete beforscht: von der Volkswirtschaft über die Theologie bis zur Geschichtswissenschaft. Vor allem beschäftigt er sich mit demografischen Fragen. Burkhard Müller-Ullrich interviewt ihn über asiatische Mathe-Talente, afrikanische Jungmännermassen, ein paar fehlende Jahrhunderte in unserer Zeitrechnung und den wirklichen Grund mittelalterlicher Hexenverbrennungen.

@Johannes Schuster: Jesus Christus war Jude durch und durch, "das Heil kommt von den Juden", so (DER) Paulus. Leider haben sowohl die meisten Juden wie Christen das verdrängt bzw. nie realisiert. Die VERNUNFT des Judaismus wie Christentums, die Übereinstimmung mit der aristotelischen Logik (des Ergebnisses der Suche nach der ersten Ursache aller Ursachen), haben ein Maimonides (More Newuchim, Der Lehrer der Verirrten) bzw. Thomas von Aquin (Summa contra Gentiles, Summa Gegen die Heiden) bewiesen, zeitgenössischen muslimischen Gelehrten wie Avicenna oder Averroes ist dies nicht gelungen. Dr. Luder (der versoffene wie verfressene zügellose Totschläger, der Zuflucht im Kirchenasyl nahm und das Christentum entjudete, indem er "den Glauben" von der Tat entband) ist hier nicht hilfreich, er ist dem Propheten Mohammed aber durchaus ähnlich. Sokrates beruft sich auf Gott, nicht die Götter, dies ist die absolute Vernunft, gegen die Kant polemisierte, "die Aufklärung", der absouten Vernunft Ende und der Beginn der Schönen Neuen Welt von Lenin, Stalin, Hitler, Mao, Pol Pot, aber auch -und gar früher- Robespierre, Napoleon, Thatcher, Reagan, ...
@ Eberhard Berger - Ja, das Gute wird zur zerstörerischen Despotie, wenn es absolutistisch/totalitär daherkommt.
Danke für dieses gute Interview. Es ist eine Freude, die mit idubio die Wiedergeburt des anspruchsvollen Qualitätsrundfunks erleben zu dürfen, bei dem der Interviewer wieder als gut vorbereiteter Journalist und nicht als Inquisitor in Erscheinung tritt. Professor Gunnar Heinsohn steht für eine unaufgeregte, unbestechliche akademische Kultur, von der wir uns in beklagenswerter Weise in rasantem Tempo verabschieden müssen. So bin ich dem Gespräch mit Neugier und Sympathie aber auch mit einiger Wehmut gefolgt.
Ein Sozialpädagoge, der auf dem Gebiet der Volkswirtschaft bewandert sein soll? Verzeihung, da muß ich lachen. Und den wahren Grund für Hexenverbrennungen? Ernsthaft? Dann hoffe ich mal, daß der Herr Heinsohn, mittlerweile dahinter gekommen ist, daß 99,8 Prozent aller Hexenverbrennungen auf das Konto NUR der Protestanten (Calvin et al) gehen muß und vor allem in Mitteleuropa stattgefunden haben müssen. Das sind nämlich die neuesten Erkenntnisse der kompetenten Wissenschaft. Man möge sich die entsprechende erstklassige Literatur zu Gemüte führen. Historikerin Anna Foa, ehemalige Assistenz-Professorin für Geschichte der Neuzeit an der römischen Universität La Sapienza. Foa erinnerte daran, daß der neueste Forschungsstand alle „schwarzen Legenden“ zur Heiligen Inquisition widerlegt. Die zahlreichen Anschuldigungen gegen die Inquisition seien zwar in das kollektive Gedächtnis eingegangen, allerdings erst in jüngerer Zeit. Mit der historischen Wirklichkeit hätten sie wenig zu tun. [Denn, in der Vergangenheit wurde auch gelogen. Linke lügen immer sehr gerne und das nicht erst seit heute oder 2015!!] Anna Foa, promovierte 1968 mit Auszeichnung an der Universität La Sapienza, an der sie später selbst lehrte. Sie ist eine Urenkelin des antizionistischen Oberrabbiners von Turin, Giuseppe Foa (1840–1917) und Tochter eines Gründervaters des demokratischen Nachkriegsitaliens, des linksradikalen, atheistischen Parteivorsitzenden und Parlamentsabgeordneten Vittorio Foa (1910–2008). Und Volkswirtschaft ist eine äußerst anspruchsvolle Materie. Die meisten Sozialpädagogen, die ich kennen lernen durfte, sind daran immer gescheitert. Und ich bin Volkswirt. Mit brutalen Zahlen rangehen genügt nicht. Das führt in die Irre, obwohl ich die Artikel von Herrn Heinsohn sehr schätze.
Zu Corona: Den Ansatz, die durch die Epidemie hervorgerufene s. g. Übersterblichkeit zu belegen, gab es immer wieder mal. Kam aber nicht grossflächig zum Tragen, vielleicht, weil die Ergebnisse weder den einen noch den anderen zupass kamen. ---- @Johannes Schuster: Interessante These, die Sie hier aufstellen. Als interessierter Laie vermute ich aber auch, dass z. B. die Moral zur Fessel werden kann, wenn man das christliche Gebot der Nächstenliebe auf über 7000000000 Menschen ausdehnen und damit überdehnen will.
541 bis 770 Justinianische Pest, über Opferzahlen Kontroversen, zwischen 20% und 50%. 846 Plünderung Roms durch arabische Stämme. beide Ereignisse erklären möglicherweise ausreichend die Bevölkerungsdezimierung, von der man sich evtl. nicht erholt hat. Ausschlaggebend wäre die Zerstörung der römischen Errungenschaft Numero 1 gewesen, der Aquädukte. Nur die Versorgung mit Wasser konnte Rom so groß werden lassen. Danke für die interessante Diskussion. Besonders der archäologische Teil ist faszinierend.
P.S. Das Inforadio RBB Podcast von Ingo Kahle, mit Gunnar Heihnsohn, ist jetzt zu finden bei youtube suche: - Gunnar Heinsohn über den wahren Hintergrund des Asylwahns - Es hieß früher : Völkerwanderung? Europas Sichten und Pflichten.