indubio / 19.07.2020 / 12:00 / 47 / Seite ausdrucken

indubio – Mainstream der Unerbittlichkeit

Unser Mittagsprogramm für Kopf-Hörer enthält heute: Mainstream der Unerbittlichkeit. Der Medienwissenschaftler Professor Norbert Bolz in Berlin sowie die Publizisten Jürgen Liminski (zur Zeit in der Bretagne) und Chaim Noll (in der israelischen Negev-Wüste) diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über den Geheimkrieg zwischen Israel und Iran, über Cancel Culture und Deplatforming, über mangelnden Mut und Epidemie-Hysterie, über das 70-jährige Bestehen des regierungsfrommen Zentralrats der Juden in Deutschland sowie über die Zustände in Frankreich, wo nicht nur die Kathedrale von Nantes in Brand gesteckt wurde. 

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Richard Loewe / 19.07.2020

hat wieder einmal Spass gemacht, zuzuhoeren. Erstaunt bin ich immer wieder ueber Herrn Bolz, der so gar nicht akademisch filigran argumentiert, sondern in Schlagzeilen formuliert. Die PCisten sind mehrheitlich unreflektierte Konsequentialisten und haben somit keine Moral (siehe Anscombe) und so ist es nicht verwunderlich, wenn Tugenden wie Disziplin und Mut (ohne die die anderen Tugenden nicht moeglich sind) verloren gegangen sind. Es ist aber komplett absurd zu behaupten (zweimal!), dass Mut so teuer wie noch nie ist. Und auch zu Kant kommt Herr Bolz mit platten Schlagzeilen. Wer ‘Was ist Aufklaerung ’ ueber den Einleitungsabsatz liest, der wird finden, dass Kant Meinungsfreiheit als wesentliche Grundvoraussetzung eine aufgeklaerten Gesellschaft sieht. Nur die, die in oeffentlichen Aemtern sind, sollten sich zuruecknehmen, damit der Buerger keine Angst zu haben braucht, wenn er den Oberen widerspricht. Bei aller Kritik: Herr Bolz ist mir sehr sympathisch und ich moechte ihn nicht missen.

T. Weidner / 19.07.2020

Stichwort “Bilder von Mallorca”: Es wurden nachweislich hauptsächlich Bilder aus der Vor-Corona-Zeit gezeigt - und als aktuell ausgewiesen. Das war schlichtweg vorsätzliche Manipulation durch Falschinformation.

Gudrun Dietzel / 19.07.2020

Großartige Runde, großartige Themen und großartige Statements aller Beteiligten. Kultureller Bürgerkrieg - diesen Begriff von Herrn Bolz sollten wir uns unbedingt merken und fortan alles abklopfen unter diesem Gesichtspunkt. Was wir derzeit in Politik und Mainstreammedien erleben, ist tatsächlich Krieg. Und das Adjektiv kulturell davor, schwächt den Kriegsbegriff in keiner Weise ab. Im Gegenteil.

Rainer Niersberger / 19.07.2020

Der Befund ist, keineswegs erst seit “Corona” klar und fuer jeden mit einem IQ jenseits der 70, was die meisten Deutschen noch locker schaffen, offensichtlich : Die Transformation in ein sozialistisches/autokratisches/plutokratisches System, mit ganz eindeutig totalitär absolutistischen Zügen. Was beim dem ansonsten wie immer interessanten Gespräch etwas zu kurz kam, neben der Möglichkeit uebrigens, dass die hiesige Beschreibung der angeblichen corinazustaende in Israel wie ueblich links negativ bestimmt oder gefaked ist, ist die Zustimmung, wenn nicht gar Begeisterung des groessten Teiles dieser Gesellschaft zu dieser bzw ueber diese Transformation. Der maßgebliche Befund betrifft die Verfasstheit dieses Volkes, ohne die die rechtswidrigen und landesverraeterischen(siehe aktuell die Haltung der linken Autokratin in Sachen Zahlungen fuer den Sueden der EU) Umtriebe der Machthaberin und Hauptgegnerin (Feindin waere wohl polit. inkorrekt) der deutschen BürgerInnen nicht moeglich waeren. Immerhin ist der Fall des Art 20 GG, die Beseitigung der verfassungsmaessigen Grundordnung, durch die Aktionen der “Kanzlerin” in mehrfacher Hinsicht und das seit Jahren in einer Deutlichkeit gegeben, aber ohne jede Reaktion, so dass nur ein Konsens darüber plausibel waere. Dass das GG mit seinen Grundrechten und seiner staatlichen Verfassung der Autokratin im Wege steht, ist ebenso verständlich wie offenkundig. Und nun ist es nicht nur das allseits und seit langem ueberall zu beobachtende Fehlen des Mutes (Deutsche sind entweder feige oder fanatisch), sondern die opportunistische “Vorbereitung” auf warme Plaetze waehrend und vor allem nach dem Systemwechsel. Man moechte schon immer auf der “richtigen” Seite gestanden haben, um danach angemessen dafuer belohnt zu werden. So vollzieht sich heute Personalauswahl in systemrelevanten Bereichen. Das Ergebnis ist bekannt. Angemessene Reaktion ist die mit Ekel - und Verachtung besetzte Misanthropie auf dem Rückzug in das Ertraegliche.

Bastian Kurth / 19.07.2020

Allen Beteiligten dieses und der vorangegangenen Podcasts möchte ich aufrichtig danken. Sie machen Mut, geben Impulse und beweisen, daß es auch im wahrsten Sinne des Wortes immer noch Menschen gibt, die frei und ohne ideologisches verkleistertsein denken können und wollen. Immer wieder ein Lichtblick sind Sie alle, DANKE!

beat schaller / 19.07.2020

Danke in diese Runde. Das hat wieder eine Klasse für sich. Ein Ort, in dem Wissen dominiert und den Weg nach “draußen” findet. Ein Ort in dem Klartext gesprochen wird. Die Informationen und die Zusammenhänge die hier wieder aufgezeigt wurden, die suchen ihresgleichen. Hervorragend auch die Zusammenstellung der Gäste. b.schaller

Dieter Kief / 19.07.2020

Der fehlende Mut in der Politik ist ja nicht durchgehend zu beobachten. Komisch, dass das hier nicht thematisiert wurde.Stattdessen lieber die Flucht in die juristische Abstraktion der Krise der repäsentativen Demokratie. - Wäre es nicht in so einem vornehmen Forum wie diesem lateinisch betitelten “in dubio” podacst an der Zeit, die “Schwefelpartei” nicht einfach buchstäblich zu bekichern, wie es hier geschah? - Burkhard Müller-Ulrich hat auch keineswegs den Mut zum Motto seines - ja durchaus verdienstvollen, bitte, podacsts gemacht, sondern den etwas, nun ja, kleinmütigeren Zweifel. Norbert Bolz’ Fehllektüre dieses Mottos streift in seiner funkelnden Fälsche, hehe, bereits das Komische (um nicht Freuds “Psychopathologie des Alltagslebens” zu bemühen - - - da kommt so ein Verhalten wie das Bolzische 1:1 vor - als neurotischer Abwehrmachanismus der Fehl-Lektüre…) .

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