indubio / 19.07.2020 / 12:00 / 47 / Seite ausdrucken

indubio – Mainstream der Unerbittlichkeit

Unser Mittagsprogramm für Kopf-Hörer enthält heute: Mainstream der Unerbittlichkeit. Der Medienwissenschaftler Professor Norbert Bolz in Berlin sowie die Publizisten Jürgen Liminski (zur Zeit in der Bretagne) und Chaim Noll (in der israelischen Negev-Wüste) diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über den Geheimkrieg zwischen Israel und Iran, über Cancel Culture und Deplatforming, über mangelnden Mut und Epidemie-Hysterie, über das 70-jährige Bestehen des regierungsfrommen Zentralrats der Juden in Deutschland sowie über die Zustände in Frankreich, wo nicht nur die Kathedrale von Nantes in Brand gesteckt wurde. 

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Thomas Schmied / 20.07.2020

Man hat sich ja heute der Ursachensuche gewidmet. Warum berichtet der Mainstream, wie er berichtet? Treu im Sinne der Regierung. Warum trauen sich die “Intellektuellen” nur hinter vorgehaltener Hand Kritik an den Herrschenden zu üben? Warum machen sogar ehemalige Verfassungsrichter erst das Maul auf, wenn sie in den sicheren Ruhestand gerutscht sind und weisen damit indirekt nach, dass die Gewaltenteilung in Deutschland enormen Schaden genommen hat?  Warum kommt Merkel so locker damit durch, wenn sie einen fähigen aber kritischen Verfassungsschutzchef mal eben durch eine treue, bestens funktionerende Schranze ersetzt? Ja warum macht selbst der “Zentralrat der Juden” so bereitwillig Politik im Sinne der Regierungshanseln und verzichtet gleichzeitig auf Kritik bezüglich einer zwar vor deutschem Sündenstolz triefenden aber im konkreten Fall eher feindlichen Israelpolitik? Die Antwort ist banal und eigentlich in allen Fällen gleich: Geld, das man dem Wohlwollen der Regierung zu verdanken hat. So herrscht nicht nur Merkel. Abgesehen vom “Zentralrat der Juden” kommt als weiterer Grund noch die Angst vor der Nazikeule dazu. Denn ein Nazivorwurf, so blödsinnig er auch sein mag, beendet jede deutsche Karriere. Dass der Kadavergehorsam noch zunimmt, ist wahrscheinlich auch noch der Tatsache geschuldet, dass es gerade mit Deutschland wirtschaftlich bergab geht. Da kriecht man doch lieber noch einige Jahre unter dem Radar des totalitären Zeitgeistes herum, bringt seine eigenen Schäflein ins Trockene, statt Gefahr zu laufen, mit irgendwie reduziertem Salär in die kommende Wirtschaftskrise gehen zu müssen.

herbert binder / 20.07.2020

Eine sehr gute Idee, werter Herr @Dollhopf, das werde ich wohl auch noch tun, denn besonders diese Sendung hat es verdient. “Besonders” auch deshalb, weil sich alle Teilnehmer nicht nur durch das hohe Niveau ihrer Beiträge auszeichnen, sondern auch durch eine Kultur des Zuhörens - für mich ein Wert “an sich”. Das ständige Dazwischenquatschen, Besserwissen, Draufkeilen und dergl. war mit ein Grund, wenn auch lange nicht der ausschlaggebende, daß ich mir schon seit ewigen Zeiten keine öffentlich gerechten Talks mehr antue. Dieses Kraut hat es nicht einmal verdient, in der Pfeife verascht [sic!] zu werden.

Eugen Karl / 19.07.2020

@Ilona Grimm - Genau so sehe ich es auch. Ich kann das Verständnis, das Bolz für die Karrieristen in den Roben aufbringt, nicht nachvollziehen. Nicht im geringsten. Denn sie fallen weich, mehr noch: sie könnten sich durch deutlichen Widerspruch möglicherweise unsterblich machen. Und sie hätten ihre Pflicht getan. Wir sehen daran: es ist falsch, wenn behauptet wird, wir lebten in einer Phase des Moralismus. Moral ist dem Zeitgeist in Wirklichkeit so fern wie nie. Sehr gutes Format im übrigen.

Wolfgang Richter / 19.07.2020

@ Martin Schott - Zum Brand von Notre Dame blieb es aber mrkwürdig “ruhig” hinsichtlich der Brandursache, als ob niemand ein echtes Interesse daran hatte, diese zu ergründen. Kann aber jeder Hobbypyromane für sich mal ausprobieren, welcher Aufwand erforderlich ist, alte, ausgehärtete Holzbalken eines Hartholzes zu entzünden. Wer das mit einer achtlos weg geworfenen Zigarettenkippe zustande bringt, kann sich beim Guinness-Buch der Rekorde für einen Eintrag melden. Und wer danacn noch an Fahrlässigkeit glaubt, der glaubt auch, daß Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen.

Franz Klar / 19.07.2020

Prof. Bolz ist ein guter Analytiker , liegt aber falsch , wenn er die Angst der Presse vor der Politik beschreibt . Tatsächlich ist es eine gegenseitiger Überbietungswettbewerb im Moralisieren . Und seine Nachsicht mit der Feigheit der intellektuellen Elite ist unangemessen . Wenn der Klügere nachgibt , werden wir von Dummen tyrannisiert . Mittlerweile Alltag .

Frances Johnson / 19.07.2020

Jetzt hamse das Bier in der Reißn, selten etwas so Dummes gelesen ohne Einspruch der Autorin: “Aber unter Katholiken spielen Karneval und Fastenzeit eine große Rolle. In Bayern heißt das, dass man kein Fleisch isst und sich stattdessen Starkbier zuführt. In katholischen Gegenden gibt es daher den Starkbieranstich….” Der Starkbieranstich kommt nach! dem Karneval. Der Mann stellt hier krause Theorien auf, mich graust’s. Dass wir das mehr in Bayern, BaWü und NRW hatten, dürfte daran liegen, dass aus den norddeutschen Flachlanden (außer Hamburg!) kaum einer zum Skifahren fährt. Wo kein Ski, da auch kein Après-Ski. Das Starkbier der Schlachthöfe hat er gar nicht erwähnt. Oh je. Je länger, desto abstruser. Ich selbst habe nur eine Verbindung zwischen den diversen Institutionen gefunden: Die Klimaanlage. In Norddeutschland erfahrungsgemäß seltener. Der Nonsense in “Warum zählen Katholiken und Starkbier zu den Corona-Risiken?”, w-on. Katholiken, praktizierende und Starkbier in einen Topf zu werden, hat auch was sowie auch, das erzevangelische BaWü dabei zu übergehen. Viel Vergnügen! Journalismus at its best! Evtl - das wäre eine Untersuchung wert - haben wir auch mehr Seniorenheime, flüchtet doch so mancher Rentner in den Süden. Im Norden haben sie jedenfalls von allem nix. Und wo nix ist, da auch weniger Virus. Fahren wir doch alle gemeinsam zum Starkbiertrinken in New York City. So was kann nur aus einem sehr verengten Deutschland kommen.

Andreas Spata / 19.07.2020

@Hans-Peter Dollhopf im Prinzip gebe ich Ihnen recht, auch bei mir hält sich die Trauer bezüglich der Willehadi Kirche sehr in Grenzen, um es noch vorsichtig auszudrücken Auch mir geht die Anbiederung der meisten Kirchenvertreter an den derzeitigen politischen Mainstream entschieden zu weit. Wie im 3ten Reich als es mit den Deutschen Christen ebenfalls ein mitlaufende Staatskirche gab, Es ist wie mit den Medienvertretern außer Wissen brauchen kritische Kirchenvertreter ebenfalls Mut sich gegen den Strom zu stellen. Ich finde aber auch man sollte im Sinne der Gemeinsamkeit und des Zusammenhaltes Brandanschläge und Kirchenschändungen nicht missbrauchen um Christen zu spalten. Letztlich sitzen alle Christen als sogenannte Ungläubige im gleichen Boot. Da könnte ich ja auch sagen die Hagia Sophie war eine Orthodoxe Kirche was betrifft mich die Umwandlung in eine Moschee?! Doch sie betrifft mich und ich denke es betrifft auch Sie? Einen schönen ersten Tag der Woche.

Andreas Rochow / 19.07.2020

Wieder eine Sternstunde des Radiotalks, vielen herzlichen Dank und Grüße an Chaim Noll, Jürgen Liminski und Norbert Bolz. Die Stimmen, die Sie, verehrter Burhard Müller-Ullrich, in indubio zu Wort kommen lassen, sind ein Gewinn und eine Hoffnung zugleich. Ich bin gespannt auf den ersten linksgrünen Globalisten, der sich traut und dem Niveau von indubio entspricht…

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