Bei unserem Mittagsprogramm für Kopf-Hörer erörtern heute Milosz Matuschek, Bettina Röhl und Markus Vahlefeld mit Burkhard Müller-Ullrich die Mechanismen von „Cancel Culture“ und „Kontaktschuld“ und diskutieren über die prekäre Frage, ob es nicht auch für liberale Geister rote Linien gibt, bei denen man sich einem offenen Gespräch verweigert. Es wird spannend und kontrovers und die Fetzen fliegen sogar ein bisschen. Was bei dem Thema kein Wunder ist. Wir lernen: Auch Dissidenten des medialen Zeitgeistes sind sich nicht per se einig und können und müssen hart streiten. Und trotzdem wird anständig miteinander umgegangen. Ab 12 Uhr.
Die den Appell auf den Weg brachten, haben der Meinungsfreiheit einen Dienst erwiesen: Das wollten sie, und das Echo - insbesondere von Seiten der Mächtigen in den Medien und ihrer Ermächtiger - zeigt, dass sie etwas erreicht haben. Man kann es vielleicht besser machen. Aber "der Pudding beweist sich beim Essen". Bettina Röhl und Markus Vahlefeld haben zwar mächtig auf den Pudding gehauen, aber beim Kampf um die informelle Macht - kultureller Bürgerkrieg trifft zu - wünschte ich mir bei allem Respekt doch eindrucksvollere Belege ihrer Streitbarkeit als einen hohen Pegel am Mikrophon von Indubio. Das China von Mao und Xi Jinping lässt sich von Deutschland aus gerade so gut bekämpfen wie die Erwärmung des Klimas. Dass sich hierzulande nicht die Leninisten durchsetzen: dazu ist der Appell ein Beitrag. Mehr wäre prima. Auf geht's!
Ich finde es gut wenn man streitet. Da leidet zwar Harmonie aber die ist nur eine Illusion. Da man sonst nicht streitet ist man es nicht geübt. Freundin von mir hat mit mir 3 Monate nicht gesprochen nachdem ich über fehlende Leichen an den Straßenrändern in allen Industrienationen (USA und Schweden inklusive) reden wollte. Der letzte Satz vor der langen Pause lautete: "du willst mich umbringen", was natürlich nicht wahr war. Diskussion wurde durch Whatsapp geführt - um Leben zu schützen. Also es ist zwar nicht üblich aber richtig. Ich freue mich schon auf.