indubio / 10.01.2021 / 12:00 / 57 / Seite ausdrucken

Indubio Folge 91 – Keine Heimat, kein Dissens

Der Philosoph Matthias Burchardt, der Publizist Roger Letsch und der Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über die fürchterlichen Szenen im Washingtoner Kapitol und die noch fürchterlicheren Folgen eines linken Backlashs sowie über den herrschenden Zwang zur Einheitsmeinung in Politik und Wissenschaft als Folge der Auflösung gemeinsamer kultureller Grundlagen unserer Gesellschaft.

Technischer Hinweis: INDUBIO kann man auch auf YouTube oder über die gängigen Podcast-Apps (Apple, Deezer, Soundcloud usw.) anhören.

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

Hans-Peter Dollhopf / 10.01.2021

Ich halte die Analyse von Herrn Steinhöfel für modellhaft konstruiert und übertrieben, so wie er Trump zum monokausalen Sündenbock macht für all diese kommenden Repressalien, die doch eh schon längst von jedem ordentlichen politischen Horrorskop seit Jahr und Tag als Entwicklung versprochen werden! Es gab die unterschiedlichsten realistischen Möglichkeiten für den möglichen Ausgang des Verlaufs jener Kundgebung! Aber weil gerade genau dieser[!] Verlauf der Ereignisse ALLEN politischen Feinden der freien westlichen Welt angefangen bei der kompletten etablierten linken Armada mit ihrer Antifa, die sich seit Jahrzehnten wie Nattern an der Brust der Republik nähren, über die Handvoll Zuckerbergs, Bezos’ und Schwabs dieser Welt mit ihren Legionen an Gesinde, den grotesken Apparaten der UNO bis hin zum Chinesen Xi Jinping, dem kommenden Oberschurken des Globus, nun derart die Trümpfe in die Hände spielt, wäre es wahrlich nicht ungeschickt, an diese Tage besser forensisch heranzugehen! Vorgesehen war, dass Trumps Amtszeit am 20. Januar enden soll! Klar war, dass Trump die letzten Tage brutal nutzen würde, sollte der Ausgang der Wahlen in Georgia der “liberalen” Willkür über den weiteren Verlauf der Geschichte der Amerikanischen Revolution Tür und Tor öffnen. Vorstellbar war auch das Kuckucksei eines militärischen Ereignisses, welches dann Biden die Wiederaufnahme des Iran-Deals unendlich erschweren würde. Es wären genau diese Tage vom 5. bis zum 20. Januar gewesen, die Trump mit einer letzten Kraftanstrengung und einem Rekordarbeitspensum gefüllt hätte und die ihn ein letztes Mal unkalkulierbar gefährlich gemacht hätten für die Feinde des Westens und politische Gegner! Das alles wurde pulverisiert. Mit diesem Verlauf der Kundgebung wurde Trump jede Möglichkeit aus der Hand geschlagen, seine Schlussakkorde zu spielen. Alles war möglich. Nun rein zufällig nicht mehr? Ich rate von der Übernahme der Steinhöfelschen Sichtweise auf Trump ab.

Lucius De Geer / 10.01.2021

Der Hinweis auf die Aufforderung zum Militärputsch gegen den Präsidenten durch Pelosi kann als Beleg für die wahre Natur und Dramatik des Konflikts gewertet werden, der Herr Steinhöfel als (brillianter) Jurist vielleicht nicht ganz gerecht wird. Hier findet ein Ringen statt, für das herkömmliche Kategorien nicht mehr gelten, daher auch die totale Vernichtung von Trump, die wahrscheinlich folgen wird und deren Auftakt die Löschung bei Twitter darstellt (Stichwort “damnatio memoriae”). Was hier passiert, lernt man beim Studium entsprechender Säuberungen im Alten Ägypten und im Römischen Reich. Trump wird ab sofort extrem gefährlich leben (man wird mindestens versuchen, ihn wirtschaftlich zu vernichten, um ein Exempel zu statuieren). Niemandem als ihm selbst dürfte klarer sein, was für ihn auf dem Spiel steht. Dass jemand glaubt, Trump habe bei einem von ihm beabsichtigte oder auch nur tolerierten “Sturm auf das Kapitol” auf solches Gesindel gesetzt, ist - mit Verlaub - naiv.

Thomas Schmied / 10.01.2021

Skeptiker oder Zweifler sind “tobende Meute”? Danke, da bin ich gerne “Meute”. Was bedeutet noch gleich “indubio”? Später wurde in der Runde dann dies zitiert: “Macht kann das Realitätsprinzip außer Kraft setzen” Knüpfen wir doch da mal an. Wir haben in den letzten Jahren erlebt, wie wahr dieses Zitat ist! Es gab zum Beispiel keine “Hetzjagden von Chemnitz”. Bei Tichy wurde dies belegt. Lokale Behörden und Journalisten haben das bestätigt. Trotzdem gilt die Geschichte offiziell weiterhin als wahr. Es war letztlich auch der Grund für den Rauswurf Maaßens. Die Regierung Merkel, TV und “Antifa-Zeckenbiss” haben die Realität mit Erfolg außer Kraft gesetzt und niemanden schert das heute mehr!  Es ist nur ein Beispiel. Merkel behauptete 2015, Grenzen könnten nicht gesichert werden, obwohl entsprechende Vorbereitungen dazu bereits getroffen waren. Für den G8-Gipfel und “wegen Corona” konnten die Grenzen dann doch gesichert werden! Auch Merkel empörte sich jetzt darüber, dass Trump die Wahl Bidens nicht anerkenne. Sie selbst machte aber eine legitime Wahl in Thüringen einfach mal “rückgängig” - und kam damit glatt durch, weil sie einfach die Macht dazu hat! Wahlbetrugsvorwürfe kann man nicht einfach als Spinnerei eines schlechten Verlierers abtun! Da macht es sich die Achse zu einfach. Das hat es mir vergällt. Etwas Fuscherei macht ja nichts? Das sehe nicht nur ich stark anders! Da waren Tausende in Washington auf der Straße. Das waren nicht alles Hinterwäldler, wie es uns platt die Journaille suggerierte! Die Bürger waren mehrheitlich völlig friedlich und freiwillig da! Hier wurde kein Klassensprecher gewählt! Der Verdacht auf Wahlbetrug gehört sorgfältig ausgeräumt - und zwar öffentlich. Das ist auch in den USA nicht passiert! Das Vertrauen muß wieder hergestellt werden. Dazu reichen keine abgewiesenen Klagen aus, denn auch das Vertrauen in Institutionen ist, verletzt! Die offenen Fragen bleiben - und das ist wirklich gefährlich, nicht die Skeptiker!

Andreas Zöller / 10.01.2021

@Hartwig Hübner, wow! Absolut Spitze! Das ist die Sprache, die ich liebe. Ein Mann ein Wort!  Kein Gendertumirjanichtwehgeschwurbel für Dutträger und Schwurbler im Kommunionsanzug. Eine Frage noch: Vermutung??? Bin da wirklich neugierig. Gruß Andreas

Silas Loy / 10.01.2021

@ Andre Marschall - Die Anomalien, wie Sie das nennen, sind in der Tat zahlreich, offensichtlich und auch nachgewiesen. Das allein müsste eigentlich zwingend zu Neuwahlen führen. Eine solche Wahl ist ein Debakel, sie ist gar nicht statthaft. Das kann jedes Dritte-Welt-Land besser. Es ist schon merkwürdig, dass Millionen achsoüberzeuge Demokraten und Wähler da nichts reklamieren. Stattdessen wird einfach gesagt, da war wohl nicht viel und die Gerichte haben nichts dagegen. Nie war es einfacher, die Demokratie lächerlich zu machen. Das Resultat ist dieser merkwürdige Sleepy Joe Biden, der schon als Kandidat nur peinlich war. Nicht wer ein paar Stühle umwirft im Kapitol, sondern wer die Wahlen kaputtmacht, zerstört die Demokratie.

Klaus-Dieter Weng / 10.01.2021

Ein Gespräch auf so hohem intellektuellen Niveau, dass ich bei meinem nachmittäglichen Spaziergang in klarer Luft und bei endlich wieder einmal blauem Himmel wahrscheinlich gar nicht alles erfasst habe. Ich werde es deshalb noch einmal anhören, denn es macht mir   Freude,  gebildeten Menschen zuzuhören, sogar wenn ich einer ganz anderen Ansicht sein sollte. Aber hier habe ich keinen Widerspruch anzumelden. Ich hätte mir jedoch gewünscht, Herr Steinhöfel hätte in seinem Artikel einen gemäßigteren Ton angeschlagen. Am 11. 06. 2018 schrieb ich hier in einem Leserbrief zu einem Artikel Herrn Broders, der ja auch ein Fan von Trump ist:  “Trump halte ich für eine egomanische Figur, die nur durch die glücklicherweise funktionierenden Institutionen der USA im Zaum gehalten wird. Respekt für diese Institutionen kann ich bei ihm nicht erkennen”. Seitdem versuchte ich, die politischen Leistungen des Präsidenten von den charakterlichen Mängeln des Menschen Trump zu trennen und näherte mich ihm an. Es ist zutiefst bedauerlich, dass gegen Ende seiner Amtszeit der Egomane erneut die Oberhand gewann, und es wird für die Konservativen sehr schwer werden, das zerbrochene Porzellan wieder zu kitten. In meinem Politikverständnis braucht es eine Balance zwischen der demokratischen Rechten (nur so viel Staat wie unbedingt notwendig) und einer demokratischen Linken, die bekanntlich viel Staat fordert,  um Extreme zu verhindern. Ich fürchte, die Waage wird sich jetzt ganz tief in Richtung Staatskapitalismus (Modell China) neigen, von der ungehindert weitergehenden linken Kulturrevolution ganz zu schweigen. Und zu den Coronamaßnahmen: Gerade eben sagte ich zu meiner Frau, dass sie sich ab morgen strafbar mache, wenn sie - wie gestern geschehen - vom Einkaufen kommend, für ein Schwätzchen mit zwei Nachbarinnen stehen bleibe, denn die kommen ja aus zwei verschiedenen Haushalten. Sie müsse sie ab morgen schon in den Hausflur bitten.

Ilona Förster / 10.01.2021

Hervorragend wie ( fast ) immer !!!  Vielen Dank ...

T. Weidner / 10.01.2021

Herr Rascher - genau wie sie schreiben: Jeder betriebswirtschaftlich denkende Mensch weiß, dass die Vorhaltung von Ressourcen und Kapazitäten Geld kostet - und deshalb irgendwie finanziert werden muss. Nur ein Narr glaubt dass Manna vom Himmel fällt. Warum hat Karl der Laute die ganze Zeit vor Corona von Krankenhausschließungen gefaselt? Warum verschwand das Strategiepapier für Epidemien/Pandemien, das Anfang 2012 veröffentlicht wurde, in “Ablage P”(apierkorb)? Weil es Geld kostet bzw. gekostet hätte. Und nachdem Krankenhäuser von der Regierung in Richtung profit center buxiert wurden, gibt es die Intensivstationen eben nur noch, wenn damit Geld verdient werden kann - d.h wenn sie zu ca. 90% dauerhaft belegt sind. Kommt dann Unerwartetes - beginnt das Rumgeeiere…

Silas Loy / 10.01.2021

Dem Herrn Steinhöfel ist wohl nicht zu helfen. Selbst wenn Trump und seine Anhänger nur Vermutungen zum Wahlbetrug hätten, wäre es immer noch ihr gutes Recht (und aus ihrer Sicht ihre Pflicht) darauf auf friedliche Weise mit den Mitteln einer Demokratie, also z.B. einer Demonstration am Tag der Entscheidung im Kongress, aufmerksam zu machen. Wenn alle anderen Versuche gescheitet sind, sowieso. Wenn der Wahlbetrug offensichtlich ist, nochmal mehr. Wo hat Trump nun die Verantwortung für die (sehr kleinräumige und fragwürdige) Eskalation im Kapitol? Die ganze übrige Demonstration war friedlich und geordnet. Im Gegensatz zu den gewalttätigen BLM-Eskapaden im ganzen Land mit ermordeten Polizisten. Herr Söder schwadroniert auch schon davon, dass “bösen Worten böse Taten folgen”, deshalb muss man dann “böse Worte”, also auch Klartext zu (echtem oder auch nur) vermuteten Wahlbetrug, konsequent einkassieren. Twitter hat es gleich vorgemacht. Maas und Lambrecht wird es freuen. Andersherum kann man durch jeden inszenierten Parlamentssturm den politischen Gegner fertigmachen und von Demonstrationen in Zukunft überhaupt abhalten. Gebranntes Kind scheut das Feuer. Ist Herrn Steinhöfel das nicht klar?

Alfons Hagenau / 10.01.2021

Donald Trump hat in der Tat einen schweren Fehler begangen, der die US-Amerikaner die Demokratie kosten wird. Er hat versäumt, gegen die gewalttätigen BLM-Riots mit dem Militär vorzugehen und der Anarchie in den demokratisch regierten Bundesstaaten und Counties so konsequent ein Ende zu bereiten. Trumps Zaudern hat die Demokraten in ihrem skrupellosen weiteren Vorgehen nur bestärkt, sie wußten, sie haben nichts zu befürchten. Sie werden weiter marschieren. Nur so hätte der im Grunde offen angekündigte Wahlbetrug der Demokraten verhindert werden können. Trump war zu sehr Zivilist und Anti-Militär, um diesen - durchaus berechtigten und legalen - Schritt zu gehen.

Weitere anzeigen Leserbrief schreiben:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
indubio / 24.01.2021 / 12:00 / 51

Indubio Folge 95 – Das Immunsystem als Kleid der Seele

Die Publizisten Georg Etscheit, Walter van Rossum und Markus Vahlefeld diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über die Pandemie des Professor Drosten, über den Maßnahmen-Wahnsinn, der offenbar…/ mehr

indubio / 21.01.2021 / 12:00 / 41

Indubio Folge 94 – Das nächste Virus bitte

Dr. med. Gunter Frank, Allgemeinarzt in Heidelberg und Winterthur, Dr. med. Jesko Matthes, Hausarzt in Deutsch Evern bei Lüneburg, und Prof. Dr. med. Henrik Ullrich,…/ mehr

indubio / 17.01.2021 / 12:00 / 18

Indubio Folge 93 – Keinen Schimmer von Geschichte

Unser Mittagsprogramm für Kopf-Hörer enthält heute:  Die Schriftsteller und Publizisten Gunnar Kaiser, Karl Peter Schwarz und Cora Stephan diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über das vor 150…/ mehr

indubio / 14.01.2021 / 12:00 / 32

Indubio Folge 92 – Verfassungs-Beschwerde

Dr. Pieter Schleiter, Richter am Landgericht Berlin, erörtert seine beim Bundesverfassungsgericht erhobene Beschwerde gegen diverse Corona-Verordnungen und Maßnahmen im Gespräch mit dem Düsseldorfer Rechtsanwalt und…/ mehr

indubio / 07.01.2021 / 12:00 / 13

Indubio Folge 90 – Der Zweck und die Mittel 

Der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes Gerhard Schindler spricht im Interview mit Burkhard Müller-Ullrich über die Notwendigkeit staatlicher Gesetzesbrüche, den Unterschied zwischen Spitzeln und Journalisten sowie…/ mehr

indubio / 03.01.2021 / 12:00 / 27

Indubio Folge 89 – Es ist vollbrext 

Rainer Bonhorst (ehem. Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen), Alexander Fischbaum (Immobilien-Investmentberater in London) und Benny Peiser (Direktor der Global Warming Policy Foundation, London) sprechen mit Burkhard…/ mehr

indubio / 01.01.2021 / 11:50 / 40

Indubio Folge 88 – Unser Neujahrsempfang live

Mitschnitt der Live-Sendung am Neujahrstag um 12 Uhr mit Birgit Kelle, Matthias Matussek, Markus Vahlefeld und Burkhard Müller-Ullrich sowie Hörern, die mitreden wollen. Wie immer diskutieren…/ mehr

indubio / 24.12.2020 / 12:00 / 29

Indubio Folge 87 – Die Achgut-Weihnachtsfeier

Heute spricht die „Achse des Guten“ mit sich selbst. Nachdem schon unser Sommerfest wegen Corona ausfallen musste, kommen wir an Weihnachten wenigstens virtuell zusammen: neun…/ mehr

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com