indubio / 31.01.2021 / 12:00 / 47 / Seite ausdrucken

Indubio Folge 97 – „erzkatholisch, ultrakonservativ“

Unser Mittagsprogramm für Kopf-Hörer enthält heute: Uwe Kammann (ehem. Direktor des Grimme-Instituts), Jürgen Liminski (ehem. Deutschlandfunk) und Ralf Schuler (Leiter der Parlamentsredaktion von BILD) diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über Etikettenverteiler als Zeitungskommentatoren, über das Impfgedöns, -gerangel und -debakel sowie über Frankreich, Gender und Krawalle. 

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Hans-Peter Dollhopf / 31.01.2021

Herr Müller-Ullrich, es gab in dieser Folge #97 von Indubio für die Teilnehmenden einen dichten Themenkatalog von zum Teil recht persönlicher, familiärer Natur zu reflektieren. Dabei geriet ein Thema von allgemeiner Bedeutung aus Zeitdruck zu schnell aus dem Fokus: Vor zwei Wochen hatte die Groß-Administratorin über 450 Millionen EU-Menschen, Ursula von der Leyen, die Beaufsichtigung der Corona-Impfkampagne persönlich an sich gerissen, da sich das Offenbarwerdens eines desaströsen Versagens Brüssels abzuzeichnen begann. Was sich allerdings daraufhin in den letzten Tagen soeben ereignete, das brachte sogar die Erz-EU-Journalistin Stefanie Bolzen von der WELT am 30. Januar dazu, aus London zu schreiben: “Von der Leyens Brexit-Eigentor aber werden die Hardliner im Königreich nicht vergessen und als willkommene Vorlage nutzen, wenn sich ein Torpedieren der Brexit-Abkommen innenpolitisch auszahlt. Derweil müssen sich die Pro-Europäer auf der Insel zunehmend fragen, ob der Abschied von Brüssel vielleicht doch nicht so schlecht war.” Wissen Sie, wenn die Bolzen so schreibt, dann ist das, als ob Jesus das Gleichnis von der Rückkehr der verlorenen Tochter erzählt! Die Absicht von der Leyens, die Grenze zu Nordirland dichtzumachen und damit willentlich das Good Friday Abkommen zu zerstören, um England zur Unterwerfung zu zwingen, obwohl die EU zuvor vier Jahre lang die Bewahrung des Status quo nach dem Brexit selbst als oberste moralische Grundbedingung bei einem Brexit forderte, hatte nun sogar den Sleepy Joe in Washington mit seiner irischen Abstammung aus dem Schlummer gerissen, der zuvor Boris immerzu gedroht hatte, dass dieses Friedensabkommen durch einen Brexit absolut unangetastet zu bleiben hat. Selten hat diese Macht in Brüssel sich bisher vor der gesamten Welt ärger bloßgestellt! Von der Leyen ist mit Rücktrittsforderungen selbst aus dem Apparat heraus konfrontiert. Das alles hätten die Podcast-Teilnehmer durchaus herausarbeiten können!

Horst Kruse / 31.01.2021

Ich bin begeisterter Hörer von indubio , und zwar wegen der höchst professionellen Moderation durch Burkhard Müller - Uh . Die heutige Veranstaltung empfand ich jedoch als suboptimal . Lag es an der Auswahl der Gesprächspartner ? Es wurde jedenfalls zu viel herumgelabert . Indubio ist sonst viel zielgenauer ,

Hans Marner / 31.01.2021

Jürgen Liminski ist einer meiner Lieblingsmoderatoren- und Stimmen vom DLF gewesen. Tausend Dank für Ihre vielen wunderbaren Sendungen. Und Moderator Müller-Ulrichs angenehme Stimme ist mir ebenfalls vom DLF bekannt. Diese Übung in Wort, Wortspiel und Expertise als Radioleute höre ich jetzt auf Indubio. Danke! Bitte helfen Sie nur mit, hier kultiviert- aussprechen lassend- zu diskutieren.

W.Schneider / 31.01.2021

Das ist doch das erstaunliche, oder auch nicht, Phänomen, dass in unserer Gesellschaft die Interessen von Gruppen im “Promillebereich”, wie gesagt würde,  derart dominant und omnipräsent sind. Offenbar muss nur eine Unterstützung in den MSM vorhanden sein, und das eigene, nur individuelle, Problem wird zum diskussionsbeherrschenden Thema.

Karl-Heinz Vonderstein / 31.01.2021

Ein Unterschied zwischen Frankreich und Deutschland, im Hinblick auf Menschen mit Migrationshintergrund im eigenen Land ist auch der,  dass, weil wir Deutsche das Dritte Reich in unserer Geschichte hatten, wir deswegen so was wie ein ausgeprägtes schlechtes Gewissen haben in weiten Teilen der Bevölkerung, einschließlich der Politik, Kultur und Medien.Besonders wenn es um aggressiv auftretende und gewalttätige oder kriminelle Migranten oder in zweiter oder dritter Generation lebender Türken hier geht und wir neigen dazu, das lieber nicht zu thematisieren und wenn, fängt man an es schnell zu relativieren oder sogar zu verharmlosen und findet Gründe, warum so jemand so eine Tat begangen hat, was dann so klingt als müsse man Verständnis für den oder die Täter haben.

A. Iehsenhain / 31.01.2021

@H.-J. Sommer: Das ist das Schöne hier auf der Achse - man trifft noch normale Leute (heutzutage von meiner Seite ein absolutes Kompliment, das ich außerhalb gerne öfter aussprechen würde). Einen guten Start in den Februar an alle Autoren und Kommentatoren!

Peter Meyer / 31.01.2021

Ich habe die heutige Sendung wieder mal gern gehört. Das muss ich heute auch loswerden, nachdem ich doch einige Kommentare mit dem Tenor gelesen habe: “Da wurde nicht genau meine Meinung getroffen, sofort ausschalten!”. Bitte nicht von diesen Eiferern unter Druck setzen lassen und einfach weitermachen.

Gerhard Keller / 31.01.2021

Auf eine Anfrage von hat mir der SWR2 geschrieben: “Wir haben bei SWR2 die Regel, dass wir das Gendersternchen nicht sprechen. Leider kommt es vereinzelt doch dazu. Können Sie uns denn ein Beispiel nennen? Wir würden Ihren Hinweis dann direkt bei der betreffenden Redaktion intern ansprechen. Wir arbeiten mit unserem Qualitätsmanagement daran, fair in der Sprache zu sein, ohne Menschen vor den Kopf zu stoßen. Bleiben Sie uns gewogen!” - Bald habe ich dem SWR ein Beispiel genannt. Darauf bekam ich keine Antwort mehr. - Und wie wir täglich hören können, hat das “Qualitätsmanagement” völlig versagt. Das Gute an der Sache ist, dass sich hier ein Netzwerk täglich selbst als solches zu erkennen gibt. Dabei gehen die Akteure offensichtlich davon aus, dass sich die Leute auf Grund einer Machtsituation diesen sprachlichen Stinkbomben aussetzen. Und darin liegt auch die Möglichkeit, das Spielchen sanft zu beenden.

Ferdinand Baptist Braunmüller / 31.01.2021

@Lucius de Geer “... er hätte beispielsweise einmal fragen können, wieso jemand zehn Kinder in die Welt setzt, der nicht aus Afrika stammt …” Ach so, muss man sich etwa jedes Kind, das man in die Welt setzt, von Ihnen persönlich genehmigen lassen?

Klaus-Dieter Weng / 31.01.2021

( 2 ) Ihm wird jedoch eingeredet, es läge an Rassismus und Diskriminierung der einheimischen Bevölkerung. Diese links-grüne Politik halte ich für selbstzerstörerisch. Es ist nichts anderes als die “libido pereundi perdendique” (Titus Livius), die Lust daran, sich selbst und alle anderen zugrundezurichten. Ob der Islam zu reformieren, d.h. zu verwestlichen ist, bezweifle ich, obwohl es im Koran auch den Vers gibt:  “Es sei keine Gewalt in der Religion.” (Sure 2, 256). Hier könnte man ansetzen, aber Muslime, die diesen Vers hochhalten, werden bei uns und in ihren eigenen Ländern bedroht. Danke, lieber @Herr Müller-Ullrich, wenn Sie darauf aufmerksam machen, wer gerade spricht.

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