Dr. med. Gunter Frank, Allgemeinarzt in Heidelberg und Winterthur, Dr. med. Jesko Matthes, Hausarzt in Deutsch Evern bei Lüneburg, und Prof. Dr. med. Henrik Ullrich, Chefarzt am Zentrum für Radiologie der Collm Klinik Oschatz in Sachsen, sprechen mit Burkhard Müller-Ullrich über Intensivbetten und Pflegenotstand, über administratives Chaos sowie über die Verwechslung von Leben und Infektionsverhinderung.
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Das von den Gesprächsteilnehmern erkannte und geschilderte Problem der Förderung von Inkompetenz durch „Moralkarrieren“ erinnerte mich sofort an die Inkompetenzförderung durch „Klassenstandpunktkarrieren“ in der DDR. Es gab damals nach meiner Beobachtung - in bin ehemaliger DDR- Bürger – zwei Karriereerscheinungen: Erstens, gute Fachleute gingen in die Partei oder passten sich politisch so an, daß sie aufsteigen konnten, zumindest in mittlere Leitungsebenen, z.Bsp. zum Direktor einer Wirtschaftseinheit; die Andere, ein „150%- iges“, aber kompetenzärmeres Parteimitglied machte Karriere, öfter in Organisationen, Behörden und Verwaltungen als in der Wirtschaft, kann es aber in hohe Leitungsebenen schaffen; die erforderliche Geschmeidigkeit vorausgesetzt. Außnahmen bestätigen die Regel! Es gab natürlich auch überzeugte Kommunisten die gute Fachleute waren. Entscheidungen, auch wichtige, wurden aber sehr oft nur aus ideologischen Gründen getroffen. Wer da keine Ähnlichkeiten erkennt – jüngstes Beispiel, eine Migrantenquote im öffentlichen Dienst in Berlin - will sie nicht sehen. Wo so etwas endet ist bekannt.
Wie immer - saugut.
@Dieter Kief: Wer Vorschäden hat, egal in welchem Alter, ist der/die nicht manns oder fraus genug, dann eben im Bau zu bleiben? Muss da die ganze Bevölkerung gleich mit wegen einem Hansel? Oder ein paar? Wenn ich was nicht leiden kann, dann sind es ultra-egoistische Vorschäden, verdammt noch mal.
Man hört diesen Podcast, kann jedes einzelne Argument nachvollziehen und fragt sich sofort, warum politische Entscheider völlig unzugänglich für diese Argumente sind? Ich kann und will mir nicht vorstellen, dass es daran liegen könnte, dass mangelnder Intellekt sie daran hindert, logischen Argumenten zu folgen. Also was ist es, das verhindert, dass man sich wenigstens mit solchen Einwänden auseinander zu setzt? Ideologische Verbohrtheit, Selbstüberhöhung, Ignoranz, oder ein Mix daraus? Ich kann es wirklich nicht nachvollziehen! Geht es nur mir so?
Deutschland hat etwa doppelt so viel Krankenhausbetten wie die meisten vergleichbaren europäischen Länder. Der Pflegepersonalmangel ist wohl das größere Problem. Der Bund hat Ende 2019 eine Pflegepersonaluntergrenzenverordnung in kraft gesetzt. Diese Verordnung sieht auch für Intensivstationen einen höheren Personalschlüssel vor. Diese Verordnung wurde im Frühjahr 2020 wegen Corona zunächst wieder außer Kraft gesetzt, um mehr Intensivbetten belegen zu können. Zum 1.8.2020 wurde die Verordnung aber wieder in kraft gesetzt, mit der Folge, dass die Krankenhäuser Intensivbetten abmelden mussten, weil sie das dafür das aufgrund der neuen Verordnung erforderliche Mehrpersonal nicht hatten.
Immer wieder Danke für dieses moralinfreie und kompetenzstarke Format!
Dass Leute unter 70 nicht schwer an CO-19 erkranken ist wohl leider nicht der Fall. Die meisten denken daher: - Einer in Zehntausend - das könnte auch ich sein, zumal diejenigen, die mit Vorerkrankungen zu kämpfen haben. Dann sind noch die, die sich aus Rücksicht auf die Alten impfen lassen. Die postmoderne/kulturmarxistische Zerstörung der Vernunft hat auch der Psycholge Jordan B. Peterson wieder und wieder beklagt - und die herrscht im gesamten Westen vor, das ist nichts exklusiv Deutsches, leider.