indubio / 07.01.2021 / 12:00 / 13 / Seite ausdrucken

Indubio Folge 90 – Der Zweck und die Mittel 

Der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes Gerhard Schindler spricht im Interview mit Burkhard Müller-Ullrich über die Notwendigkeit staatlicher Gesetzesbrüche, den Unterschied zwischen Spitzeln und Journalisten sowie die weltweite Geltung deutschen Rechts. 

Das aktuelle Buch von Gerhard Schindler "Wer hat Angst vorm BND?" ist im Achgut-shop erhältlich.

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Mathias Rudek / 07.01.2021

Der Podcast war nicht uninteressant, hier mußte ich schon deutlich zwischen den Zeilen lesen bzw. hören. Aber Herr Schindler ist natürlich nach außen und wahrscheinlich auch nach innen sehr überkorrekt. Den Begriff des “Weisungsrechts” fand ich nicht uninteressant, aber auch nicht ungefährlich. Danke für die Arbeit Herr Müller-Ullrich.

Rafael Rasenberger / 07.01.2021

Moment mal… hab´ ich mich gerade verhört? Hat der auf die Frage zur Massenhysterie um Corona und welche Interessen dahinter stehen sinngemäßgesagt: Ja, Pandemien fallen in den Aufgabenbereich des BND und zum konkreten Fall darf ich nix sagen. ...oder hab´ ich das falsch verstanden?

Rainer Niersberger / 07.01.2021

@Herr Gude :  eine interessante, natuerlich nicht belegte Bewertung wie die “etwas infantile Fundamentalopposition der Achseredaktion”  oder der implizite Vorwurf der Unvernunft, ebenfalls nicht belegt, zeigt ueberdeutlich ein Problem des Kommentators, naemlich die inhaltlich zutreffende Verwendung von Begriffen. Man kann Beiträge durchaus sachlich kritisieren, aber die Begriffe “infantil” oder “unvernünftig” treffen auf Politik und Gesellschaft durchaus zu, auf die Achseredaktion ganz sicher nicht.  Im uebrigen halte ich die Aussagen des Herrn Schindler zur Exekutive und damit zur Gewaltenteilung fuer bestenfalls unjuristisch. Der faktisch undemokratisch und rechtswidrigen Lage in diesem Land entsprechen sie nicht einmal ansatzweise. So richtig die Anmerkungen zur rechtswidrigen “Erweiterung” des GG, bekanntlich kein Werk fuer die Welt, sondern nur fuer Deutsche isd GG, sind, so systemadaequat sind die Bemerkungen zur Exekutive, die qua “Partei” auch mit dem BVerfG “kolludiert”. Ich finde es auch sehr “gelungen”, dass das BVerfG natuerlich nur die Rechte auf alle WeltbuergerInnen ausdehnt, als quasi und leicht unbefugt aus Grundrechte Menschenrechte ” macht” , und die (Rechts) pflichten naturgemaess auf die Deutschen begrenzt, immer auf den “deutschen” Staat begrenzt. So funktionieren Recht und Systeme ideal. Allerdings liegt das Gericht ideologisch und politisch damit voll auf der Linie der (Welt) autokratin. Die Rechte fuer Alle (vor den Deutschen), die Pflichten zur Bezahlung bleiben hier.

Karola Sunck / 07.01.2021

Ich kann mir das auf Dauer nicht anhören. Viel zu langes Gequatsche. Für mich gibt es auf jeden Fall keine Notwendigkeiten gegeben, staatliche Gesetzesbrüche zu beschönigen. Für was wurde nach dem Kriege das Grundgesetz geschaffen, was haben sich die Gründer des selbigen dabei gedacht, nach dem verheerendem Kriege und den Verbrechen der Nazidiktatur? Bestimmt nicht, dass 70 Jahre danach eine Funktionärin der DDR- Diktatur hier umfassende Macht erhält und mit ihren Adlaten das Grundgesetz und die gültigen Regeln der Bundesrepublik-Deutschland außer Kraft setzt und nach Gutdünken wie eine Feudalherrin das Land gegen die Wand fährt!

T. Weidner / 07.01.2021

Schindler - ein sicher hochintelligenter Mann, der auf dem juristischen Terrain einen sattelfesten Eindruck macht. Der aber auch auf anderen Gebieten teilweise dramatische Schwächen, auch was das Hintergrundwissen zu Sachverhalten betrifft, hat. Also eben nicht Supermann - sondern ein normaler Mensch. Z.B. kennt Schindler offenbar in keinster Weise (oder er verschweigt es) die Art und Weise, wie Entscheidungen , speziell solche, die weitreichende bzw. schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen, zu Stande kommen - genauer, wie die Beurteilung des Für und Wider abläuft, was dann letzlich ausschlaggebend für die Entscheidung ist. Speziell die Gewichtung des Für und Wider ist und war Gegenstand philosophischer Betrachtungen zum Thema “Verantwortung” über Jahrhunderte oder gar Jahrtausende. ___ Früher gab es eine Abwägung des Für und Wider - der Fachbegriff lautet “Prinzip der Risikoabwägung”*. Dieses Prinzip wurde von UN, EU in den 90er Jahren durch das “Vorsorgeprinzip” abgelöst, welches sich ab der Jahrtausendwende überall durchgesetzt hat. Beim Vorsorgeprinzip entfällt die Gewichtung nach tatsächlichen Fakten und Wahrscheinlichkeiten zu Gunsten von Möglichkeiten unabhängig von deren Wahrscheinlichkeit.  Über einen möglichen Gau oder hochgejazzt “SuperGau” kann jetzt alles abgewürgt werden: Die Atomkraftwerke, die Nutzung von fossilen Energieträgern (Supergau: die Klimakatastrophe), das Auto (Supergau der vorzeitige Tod durch Feinstaub und Stickoxide) oder aktuell bei Corona, die Überlastung der Intensivstationen und ein Millionenheer von Toten. Dass diese Begründungen an der Haaren herbeigezogen oder durch Manipulation erst geschaffen wurden, spielt keine Rolle - sie geben als Totschlagargument den Ausschlag bei der Entscheidung. ___ *In Wikipedia durch den Begriff “Nachsorgeprinzip” diffamiert - nach dem Motto, es wäre wohl besser, das Kind gar nicht erst in den Brunnnen fallen zu lassen. _ Also verbietet man - bildlich im übertragenen Sinn - den Bau von Brunnen.

Uwe Obst / 07.01.2021

Herr Gude, Sie erkennen auf der Achse eine „etwas infantile „Fundamentalopposition“ gegen die Coronapolitik (in Deutschland und weltweit?) und vermissen hier eine „Stimme der Vernunft“ anstelle des „Ressentiments“? Das ist ja spannend zu lesen! Nun meine Stimme der Vernunft spricht in meinem Kopf. Mithilfe der Informationen, die ich vor allem hier auf der Achse bekomme, jedoch nirgends in den Mittelstrahlmedien, kann es in meinem Hirn ganz erstaunlich über die Dinge rund um Corona denken. Darüber bin ich sehr froh. Ressentiments, also Vorurteile verorten Sie ausgerechnet hier auf der Achse? Ich glaube wir leben in verschiedenen Welten und ich vermute auch, Sie fühlen sich ganz wohl so mit Maske, im Lockdown beim Homeschooling Ihrer Kinder, während Sie gleichzeitig 14h schuften müssen? Denn das ist ja für einen guten Zeck, für welchen eigentlich? Wann sind Sie dran mit dem Versuch, ich meine wann stürzen Sie sich in die Nadel? Sie können es kaum erwarten, oder?

Lucius De Geer / 07.01.2021

Natürlich ist alles in Ordnung, wenn man “ohne Gründe” von der Regierung gefeuert wird, warum sollte man darüber grübeln, nicht wahr? Die Pension ist gesichert, Zeit für’s Bücherschreiben ist reichlich vorhanden. Man hat ja auch einiges erreicht, zum Beispiel ein Schild mit der Aufschrift “BND - Ihr moderner Dienstleister”, das ein Stück Transparenz bedeuten soll, während gerade BW-Soldat/Innen in Afghanistan von den abhörgeschützten Taliban angegriffen werden. Habe mich bei diesem Stück aus dem deutschen Beamtenstadl (mit 750 Anfragen monatlich!) ein “Stück weit” amüsiert. Meine Hochachtung gilt dem Langmut des Moderators. Ich wäre vermutlich rhetorisch ein “Stück weit übergriffig” geworden…

T. Weidner / 07.01.2021

Die typisch biologistische weibliche Sichtweise: Überleben um jeden Preis* - nie eine oppositionelle Meinung und noch weniger oppositionelle Aktivitäten zulassen. Sich selbst an den schlimmsten Verbrecher - Eroberer - Täter heranwanzen - um absolut jeden Preis**. Die extremste Ausprägung des grünlinken Spruchs: “Lieber rot als tot”. Nicht verstehend, dass Heranwanzen ggf. trotzdem nicht das eigene Überleben sichert. ___ Die verweiblichten Männer, die das mittragen, verstehen dabei nur nicht, dass sie als “Träger der falschen Gene” (Stichwort Fortpflanzung - alleinig darum dreht sich die belebte Welt - sonst gäbe es sie nicht !!! ) aus Sicht der Eroberer nicht nur überflüssig, sondern auch schädlich sind. ___ * Was auch die sinnwidrigen und nicht zielführenden Maßnahmen gegen Corona betrifft. ___ **Die einzige Ausnahme, die diese durchweiblichte Sicht beinhaltet, ist der eigene Nachwuchs - für den man bereit ist zu kämpfen. Der aber heute in der westlichen Welt und speziell in Deutschland immer mehr zu fehlt.

Elko Prüller / 07.01.2021

Wenn Herr Schindler partout keine Aussagen dazu machen möchte, was genau denn nun der Anlass gewesen sein könnte, warum er gefeuert wurde und noch dazu der Ansicht ist, das sei ohnehin sinnfrei, dazu Überlegungen anzustellen, ist dies Haltung zwar durchsichtig und unglaubwürdig, aber nachvollziehbar. Zuhören mag man ihm aber dann nicht mehr. Seine Ansichten zum Infektionsschutzgesetz gaben mir den Rest, da wollte ich nicht mehr. So gut, nein hervorragend ich diesen Podcast finde und so dankenswert auch die wichtige Arbeit von Burkhart Müller-Ullrich ist, nach 89 Folgen habe ich heute zum ersten Mal mittendrin ausgeschaltet.

Matthias Popp / 07.01.2021

Indubio ist mein Radio-Ersatz geworden. Aber selbst das beste Format kann nicht immer in Höchstform sein. Das war heute eher Gerhard Schindlers Märchenstunde. Ich freue mich auf die nächsten kritischen Sendungen.

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