indubio / 12.11.2020 / 12:00 / 14 / Seite ausdrucken

Indubio Folge 75 – Politik ist auch eine Erzählung 

Unser Mittagsprogramm für Kopf-Hörer enthält heute: Die Schriftsteller Jörg Bernig und Uwe Tellkamp sprechen mit Burkhard Müller-Ullrich über Gesinnungskorridore, Medienmeuten und die Spielarten sozialer Ächtung gegenüber denen, die im Kulturbetrieb nicht links und fügsam genug sind. Und was es bedeutet, wenn Verlage nicht mehr zu ihren Autoren stehen. 

 

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Runhild Streitferdt / 12.11.2020

Danke! Kam gerade von der Arbeit. Es war schon ein gelungener Tag. Die Krönung war Ihr Ohrenschmaus. Auf Wiederhören!

Matthias Elberfeld / 12.11.2020

Höchstes Lob im Schlusswort. Dem möchte ich mich anschließen.

Thomas Taterka / 12.11.2020

Für Jörg Bernig eine Randbemerkung zum Zorn : Für jede Opposition ist es von zentraler Bedeutung, auf die ” Verursacherseite ” zu kommen und dort zu bleiben. Heute kommt man wahrscheinlich nur durch Gleichmut ” über die Mauer “. Es ist verzeihlich, wenn man das gelegentlich vergisst, und undiszipliniert, wenn es zur Gewohnheit wird und wirkungslos. Also muss man den Gleichmut üben, solange bis er fest im Gedächtnis sitzt wie ein Lieblingsgedicht oder Musikstück. - Übrigens scheint mir das auch gesünder zu sein, weil der Zornreflex auf die Dauer zuviel Aufmerksamkeit einfordert und nebenbei, körperlich krank macht. Niemand kann in der Verteidigung dauernd ausharren, ohne mutlos zu werden, - wenn er sich immer auf gleiche Weise verteidigt. Ausserdem wird man zu berechenbar und in dieser Hinsicht hat man bereits zu viel Material zum Studium bereitgestellt. Der unkonventionelle Zorn muß also verbessert werden, gewissermaßen kreativer werden. Eine Umkehrung des “Beschäftigungsverhältnisses”.

Gudrun Dietzel / 12.11.2020

Danke für das Gespräch von drei ausgemacht klugen Männern. Uwe Tellkamps Beobachtung, daß das Geschichtenerzählen in der Politik statt der Politikausübung selber zum Hauptgeschäft von Politik geworden ist, teile ich absolut. Ich habe heute an anderer Stelle in Achgut schon darauf hingewiesen, daß der Bundespräsident sich mit Covid-19-Genesenen trifft, um über die Krankheit zu plaudern, die Kanzlerin das gleiche mit Auszubildenden macht und in der Welt strahlend jung und gesund aussehende Frauen und Männer (sie könnten gerade einer Castingagentur entsprungen sein) über den Verlust ihres Riechnervs lamentieren. Das alles entspricht EINEM Drehbuch (und ist eigentlich ein Stilmittel von Yellowpress), und es hat nur eines zum Ziel: Massen übers Gefühl zu manipulieren. Und zwar, um den Regierungskurs mitzutragen. Herr Tellkamp, das alles ist natürlich keine Konkurrenz zu wirklich guter Literatur, aber es verfehlt seine Wirkung nicht. Ich selbst bin gespannt auf Ihr neues Buch. Will sehen, ob unser Blick zurück auf die Wendezeit ähnlich ist. Danke an die drei Herren.

Rainer Nicolaisen / 12.11.2020

Danke!  Eine Freude , Menschen mit Geist zuhören zu dürfen.

Erwin Obermaier / 12.11.2020

Stecken Sie keine zusätzliche Arbeit in den Podcast. Mit dem bißchen Werbung kann man gut leben.

Evi Röthig / 12.11.2020

Danke für diese interessanten , offenen Diskussionen. Es ist für mich eine Beruhigung, dass es noch Menschen gibt, die eine andere Sicht auf das Geschehen in unserem Land haben, als die MSM. Die Menschen, mit denen ich mich offen und kritisch austauschen kann, werden leider immer weniger. Indubio gehört für mich Donnerstag und Sonntag einfach dazu. Ihnen , Herr Müller-ullrich danke an dieser Stelle für immer spannende 45 Minuten.

Thomas Schade / 12.11.2020

Interessanter Podcast, insbesondere mit Blick auf die Sakralisierung von Politik in westlichen Gesellschaften.

Thomas Taterka / 12.11.2020

Für Uwe Tellkamp eine ” Randbemerkung ” als Frage : Warum sollte Reich-Ranicki ( der ganz sicher niemals zur Verfemung Monika Marons geschwiegen hätte ) die Texte eines zweifellos bedeutenden Autors wie Ernst Jünger rezensieren, wenn dieser seinem Schicksal , dem seiner Frau und aller Juden durch das Morden der NS - Schergen völlig teilnahmslos gegenüber stand ? Aus Masochismus? Ich denke, daß er durch seine Warschauer ” Erfahrung” geheilt war von jeder naiven Literaturrezeption und vermute, daß er seit Kriegsende keinen einzigen Tag verbracht hat, ohne an diejenigen zu denken, die kein ” Glück “ hatten, davonzukommen. Die NS -Zeit war für ihn ganz sicher kein “Vogelschiss”.

Wolfgang Nirada / 12.11.2020

Herzlichen Dank! Wenn durch Werbung mehr solche hervorragenden Podcasts ermöglicht werden dann her mit der Werbung… Wem das nicht gefällt der kann ja seinen widerstandslos abgepressten GEZ-Zwangsbeitrag auf das Konto der Achse umleiten…

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