indubio / 08.11.2020 / 12:00 / 25 / Seite ausdrucken

Indubio Folge 74 – Der Schuldnarzissmus des Westens

Unser Mittagsprogramm für Kopf-Hörer enthält heute: Der Medienwissenschaftler Norbert Bolz, der ehemalige Direktor des Grimme Instituts Uwe Kammann und die Schriftstellerin Cora Stephan diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über das propagandistische Trommelfeuer deutscher Medien und die kulturelle Selbstaufgabe des deutschen, europäischen und abendländischen Bürgertums. Außerdem scheiden sich an Corona wieder mal die Geister. 

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Kurt Müller / 08.11.2020

Zu der Problematik, dass der Islam mit den verfolgten Juden gleichgesetzt wird, diesem Irrsinn kann man entgegnen: 1. wurden aus jüdischen Gemeinden keine Bomben geschmissen. 2. haben sich die jüdischen Gemeinden (insbesondere nach der rechtlichen Gleichstellung in preußischen Staat) integriert, und 3. könnte man die Gleichsetzung auf der logischen Ebene erfassen, wo durch eine zu weit gehende Bedeutungsdehnung der Begriffe der Fehlschluss der unzulässigen Verallgemeinerung erfolgt. Es fehlt eine ehrliche Betrachtung, dass der neumodische Neurassismus gegen Weiße auch gegen das Anti-Diskriminierungsgesetzt verstößt, wonach niemand wegen seiner Hautfarbe benachteiligt oder bevorzugt werden soll. Es fehlt die Klarstellung gegenüber den Neurassisten von Links und Grünen und intellektuell schwacher Bürger, dass die Persönlichkeitstypen überall auf der Welt gleichverteilt sind. Dies beinhaltet, dass auch Moslems durch faschistoide Komponenten des politischen Islams verführt werden können, und die bedingungslose Appeasement-Haltung damit deplatziert ist, und es beinhaltet, dass auch schwarze Communities durch selbstverschuldete soziale Probleme, Männlichkeits- und Weiblichkeitswahn nicht erfolgreich sein können, obschon sie hierzulande und in Amerika Chancengleichheit haben. Bei den Arabern und Afrikanern fehlt eben dieses Bildungsbürgertum und eine tradierte Kultur der Verlässlichkeit (das ist eigene Lebenserfahrung), eine spezifisch europäische Entwicklung bedingt durch die Reformation, die man unbewusst voraussetzt. Also ist es weltfremd, wenn sich Neurassisten diesen Schuldnarzissmus auferlegen und alle reinziehen wollen. Die Chancen für Bildung und Emanzipation zu ergreifen, dafür ist jeder selber verantwortlich. Ausnahme: die im Islam und bei Schwarzen unterdrückten Frauen und Mädchen, denen müsste man helfen, statt sie durch Übertoleranz immer weiter zu isolieren und den Diktator*_Innen überkommener Traditionen zu überlassen.

Hjalmar Kreutzer / 08.11.2020

Die Volontäre werden wissen, wer die begehrten und raren Volontariate vergibt und was diejenigen weltanschaulich gern hören wollen. Deswegen sind solche Workshops, wie von achgut und Stellen bei Tichy u.a. für nicht angepasste junge Leute wichtig.

Richard Loewe / 08.11.2020

danke, Frau Stephan; danke Herr Bolz! Der Kammann, den ich sehr schätze, ist nicht einmal in der Lage zwischen Form und Substanz bei Trump zu unterscheiden. Die Demonrats haben massivst und ganz offen Wahlfälschung betrieben und das Supreme Court wird das natürlich aufnehmen und ist den Philadelphia-Wahlbetrügern schon in den Arm gefallen. Herr Müller-Ullrich: Biden ist von Redaktionen zum Präsidenten erklärt worden. Sie sind einer Zeitungsente aufgesessen. Und zu links/rechts: Papst Leo XIII hat schön dargelegt, dass Katholizismus auf dem Individuum basiert und der Sozialismus auf der Vernichtung des Individuums. Subsidiarität operationalisiert das: Familie als Kern. Und die Linken haben die Familie erfolgreich zerstört. Die Trennlinie passt heute noch 100%

Dieter Kief / 08.11.2020

Zu allgemein. Von Juli Zeh geht keine große Gefahr aus. Auch nicht bei der nächsten Grippewelle. Und drastische Reaktionen auf CO-19 sind keine deutsche Besonderheit. Da ist viel Blindflug, überall.

Kurt Müller / 08.11.2020

Ein interessanter Podcast ... das beste an Trump ist, das er eine der Schlüsselstrippenzieher der Kriege der letzten 30 Jahre - John R. Bolton - entmachtet hat, der für verschiedene Kriege nun nicht nur wegen 9/11 ein einflußreicher Fürsprecher gewesen sein dürfte. Danke hierfür Herr Trump! Sie haben der Welt ein Stück Frieden zurückgegeben, was nur mit ihrer persönlichen Art und durch ihre finanzielle Unabhängigkeit möglich war. Interessant ist auch, das die Verfechter der Vielfalt und Toleranz dann ausgerechnet in der Politik sagen, dass man sich nur nach einem ganz bestimmten Protokoll zu verhalten hat, um angeblich Akzeptanz zu finden, und sich wegen ihrer Abweichung davon vier Jahre lang an unwichtigen Themen abgearbeitet haben. Noch nicht erklärt wurde, warum Trump an jeglicher Spaltung der Gesellschaft Schuld sein soll, wo doch jeder Mensch für sein Handeln ausschließlich selber verantwortlich ist, egal wer auf welche Weise in welchem Thema provoziert. Nicht zu vergessen, wie Sie sich nach dem Anschlag auf den Schwarzen die Sitzung nur mit schwarzen Politikern gehalten und denen aufrichtig zugehört haben (nachzusehen bei Youtube). Andere haben das nicht gemacht, die haben nur leere Worte darüber geredet und schmieren jetzt das Volk mit salbungsvollen, priesterhaften Worten ein, Taten werden keine folgen. Die Haltungsjournalisten haben bis heute keinen Nachweis mittels messbarer, objektivierter auf die Situation des Bürgers heruntergebrochenen Kenngrößen geliefert, wo Sie Schaden angerichtet haben sollen. Guter Einwand von C. Stephan, die Kritik an der Gefühlsduselei, also die Entscheidung nach Gefühl, statt nach Vernunft. Das Aussetzen von Vernunft und Rationalität empfinde ich als eine der größten Torheiten unserer Zeit. Und als Ingenieur empfinde ich das Wort “Zahlendreck” regelrecht als persönliche Beleidigung. Zahlen und Objektivierung dienen der Abwehr von Unvernunft und Schwindel. Wer das Wort “Zahlendreck” nutzt, hat an Wahrheit doch kein Interesse!

Rainer Niersberger / 08.11.2020

Mit der Teilnahme des Herrn Kammann wird das eigentliche Problem dieses Landes oder des Westens perfekt abgebildet. Ein Mensch, ganz offensichtlich Teil des Systems und damit des Problems, irgendwie so aber irgendwie auch wieder nicht, pseudokritisch, aber verständnisvoll, der grosse Verniedlicher und Relativierer, Fleisch vom elitären Fleisch, nicht wirklich das Problem erfassend, aber bedenklich das Haupt wiegend, unpolitisch bis zum Aeussersten. Er versteht entweder (fasst) nichts oder er gehoert (klammheimlich) dazu, wie jeder Beitrag, gleich ob zu Trump oder zu Corona es fast schlagend beweist. Nicht die Aktiven von linksgruen sind das Problem, sondern exakt die zig Mio von Vertretern dieses Schlages. Uebrigens : Es kommt bei corona nicht auf den dramatischen Einzelfall im Bekanntenkreis an, sondern auf die Basis der inzwischen beschlossenen Eingriffe in mehrere Grundrechte, die durchaus mit Bedacht ausgewählt wurden. Vielleicht denkt Herr Kammann auch ueber das “danach” mal nach. Und nur! ein Typ wie Trump ist willens und in der Lage, in die elitäre Blase zu stechen, einer wie Kammann, der sich mehr mit dem Charakter als mit der Politik befasst, bei Merkel natuerlich nicht, wird immer Nutznießer des Aktuellen sein und bleiben. Das war partiell intellektuell schwer auszuhalten, was von dieser Seite des buergerlichen Untertanen kam.

Angelika Meier / 08.11.2020

Es ist hilfreich, sich an Hand eines anderen Beispiels die eigene Blase anzuschauen. Nehme ich z.B. einen gläubigen bundesdeutschen Christen, der einer der beiden Staatskirchen in der BRD angehört. Der muss sich doch auch seit Jahrzehnten denken: Die Welt hier wird immer verrückter. Und die Entwicklung der Menschen wird immer schlimmer. Irgendwann müssen die Menschen doch wieder zu Gott zurückkehren. Wenn es aber geschehen sollte, wird es keine der beiden Staatskirchen sein. Vielleicht ist es der Islam oder eine andere außereuropäische Religion? Vielleicht sind es die meist amerikanische geprägten evangelischen Freikirchen? Vielleicht auch Ersatzreligionen wie das Klima oder ähnliche? Vielleicht auch gar nicht? Aber die alten BRD-Staatskirchen sind es sicherlich nicht. Es gibt manchmal die Auffassung, wenn es nur schlimmer wird, kehren die Menschen wieder zum alten Normal zurück. Das sehe ich nicht. Die alte BRD ist tot und kommt auch nicht mehr wieder. Die Leute, die das gerne möchten, werden sich im privaten Biedermeier einrichten, in einer immer kleiner werdenden Blase. Genauso wie der Gläubige oben der alten BRD-Staatskirchen. Der linke Umbau des Staates und der Gesellschaft hier wird weiter gehen. Es ist wie das Bild der EU als Fahrrad. Bleibt dieser Umbau irgendwo stehen, fällt er um. Wird aber das nächste und das übernächste linke Projekte angegangen, geht es weiter.

K Bucher / 08.11.2020

über das propagandistische Trommelfeuer deutscher Medien+++Nun ja das ist man eh schon so gewohnt .Und Glücklicherweise sind ja nicht ALLE Medien Islam faschistoid Kommunistisch verseucht . Aber es stimmt schon wie man zum Beispiel an dieser Schlagzeile Feststellen kann die in mehreren Medien Natürlich wie fast immer zur Gleichen Zeit gebracht wird selbstverständlich auch im Popeligen Kommunisten Standard in klein Österreich +++Harris sagte zu Sleepy Joe WIR HABEN ES GESCHAFFT und ich sage zu Beiden EINEN Schei ...eck (Zensur) habt IHR geschafft da die OFFIZIELLE Amtseinführung des Präsidenten erst am   20. Januar 2021 stattfinden wird. Und das sind nach Adam Zwerg geschmeidige 73 Tage . Und bis dahin fließt noch viel Wasser den Mississippi herauf oder herunter , gerade wie man es sehen will . und genau diese 73 Tage ist Donald Trump immer noch der amtierende Präsident und Gut beraten das Er seine Rest Zeit noch so gut es eben geht zu nutzen weiß .Und was ich den Beiden in den Nächsten 73 Tagen wünsche schreibe ich besser nicht , weil dann die Gefahr zu Groß ist das mein Beitrag nicht erscheint .Kann man sich aber eh denken wenn man lust dazu hat ....

Marco Schultz / 08.11.2020

BLM nur ein paar schwarze Aktivisten? Die Aktivisten sind rot! Und wo die Wurzeln ihrer Ideologie liegen, kann man durchaus in Erfahrung bringen.

Matthias Popp / 08.11.2020

NIE hätte ich mir träumen lassen, dass ich das je sagen würde, aber jetzt meine ich jedes Wort: ES IST ZU SPÄT. Die Verharmloser wie Kammann (der immer noch salbadert “Für alles kann man Für- und Gegen-Argumente finden” ohne zu begreifen, dass es darum geht, dass er die Gegenargumente in allzu naher Zukunft nicht nur nicht mehr sagen, sondern nicht einmal mehr wir denken dürfen), und Bolz (ja, leider, obwohl ich ihn lange Zeit geschätzt habe; aber mit seinen Analyse-Instrumenten des vergangenen Jahrhunderts kann er die heutige Wirklichkeit nicht mehr erfassen) haben nichts dazu beigetragen, die wachsenden Gefahren (Islam, Zensur, Propaganda, Gehirnwäsche, Zerstörung des Westens, Gewaltherrschaft des Pöbels, Diktatur, totale Überwachung) zu BEKÄMPFEN, so lange das noch gewaltlos möglich war. Soweit das überhaupt möglich ist bin ich mir mittlerweile sicher, dass es ohne furchtbare Gewalt, Blutvergießen und Zerstörung keinen Weg in die Freiheit mehr geben wird. Eine zeitlang versuchte ich mich noch damit zu trösten, dass mir das aufgrund meines Alters (72) erspart bleiben würde. Auch diese Hoffnung löst sich auf. Mir GRAUST.

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