indubio / 20.09.2020 / 12:00 / 43 / Seite ausdrucken

Indubio Folge 60 – Spricht jeder nur für sich?

Bei unserem Mittagsprogramm für Kopf-Hörer erörtern heute Milosz Matuschek, Bettina Röhl und Markus Vahlefeld mit Burkhard Müller-Ullrich die Mechanismen von „Cancel Culture“ und „Kontaktschuld“ und diskutieren über die prekäre Frage, ob es nicht auch für liberale Geister rote Linien gibt, bei denen man sich einem offenen Gespräch verweigert.

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Alex Meier / 20.09.2020

Interessant. Es scheint ein Mainstreamkampf in der Subversion entstanden zu sein so wie zu Punkzeiten. Komisch finde ich, dass Kenfm hier als „gefährlich“ tituliert wird, weil da teilweise Schwachsinn von sich gegeben wird, so als ob ich das nicht selbst merkte und eine Nanny bräuchte, die das für mich Dummkopf erstmal einzuordnen hat. Das erinnerte so ein bisschen an Diskussionen in Demokratieabgabe-Medien. Hervorragend war die Moderation, die genau nachhakte! Auf jeden Fall sehr hörenswert. Danke!

Anke Zimmermann / 20.09.2020

Liebe Achse, raus aus der Blase. Frau Bettina Röhl ich glaube Ihnen nicht, das Sie Beiträge des Mediums kenfm angeschaut haben, kenfm ist mehr, als nur Ken Jebsen. Antisemitismus als Todschlagkeule, verleugnet viele qualitative Journalisten und Talk-Gäste des Mediums kenfm. Eine halbe Million Abonennten und viele finanzielle Unterstütze sehen das anders. Verschwörungstheorien? Come on, folge der Kohle. Nix für ungut, ich lese weiter die Achse, ich bin so frei!

margit-kaestner / 20.09.2020

Dank kenfm erhalte ich gute Interviews zB : Willi Wimmer , Jochen Scholz , die interessant und hochaktuell sind. Basiswissen eines Oberstleutnant der Luftwaffe… ,knallharte Realität. Von der Verschwoerungstheorie zum Schachbrett der Macht , als globale Spieletheorie.

Wiebke Ruschewski / 20.09.2020

War ja heute tatsächlich mal etwas turbulenter als sonst. Herr Matuschek bekam für meinen Geschmack aber zu viel auf die Glocke. Warum sein Apell für die anderen Gäste so ein Aufreger war, verstehe ich nicht so ganz. Von diesem “Ken” habe ich bislang noch nie was gehört, dazu kann ich nichts sagen. Ich finde, man sollte zumindest versuchen mit allen zu sprechen. Mit manchen kann man allerdings nicht vernünftig reden. Das ist leider wahr. Die sind derart ideologisch verblendet, dass auch die besten Argumente und das freundlichste Entgegenkommen wirkungslos verpuffen. Die Nazionalsozialisten sind ein gutes Beispiel. Denen ist man am Ende nur mit roher Gewalt beigekommen. Aber auch hier hat man es anfangs mit Diplomatie versucht. Damit sollte man es auch immer erst mal versuchen. Auch wenn man weiß, dass es vermutlich nicht viel bringt. Die härteren Bandagen kann man ja immer noch anlegen. Bei der Frage, ob Prof. Bhakdi (den ich nebenbei bemerkt sehr schätze) nicht jetzt auch eine Un-Person ist, weil er bei diesem “Ken” war, hat sich Herr Vahlefeld (von dem ich gerade ein Buch lese) aber ganz schön gewunden. Da hätte Herr Müller-Ullrich ruhig noch etwas nachhaken können. Auch bei Frau Röhl. Nachdem die sich zuvor so aus dem Fenster gelehnt haben. Was ich übrigens sehr erfreulich fand war, dass ich ganze zweimal erwähnt wurde! In Min. 19:09 und nochmals in Min. 19:14. Ein warmes Dankeschön an Herrn Matuschek!

Sam Lowry / 20.09.2020

“Spricht jeder nur für sich?” Ja, weil jeder nur auf der Basis seiner persönlichen Erfahrungen sprechen kann. Das ist aber nur die Peripherie. Das wirkliche Sein ist in den Augenblicken zu finden, in denen man nicht spricht. In denen es still ist. Es sieht nach nichts aus. Dabei liegt eine unglaubliche Kraft in diesem Nichts. Es ist also kein Nichts, nur nach dem Urteil des konditionierten Verstandes ist es Nichts. Die Stille zwischen den Worten ist reines Bewusstsein.

Gereon Stupp / 20.09.2020

Jeder Mensch hat das Recht zu entscheiden mit wem er redet oder mit wem er sich abgibt. Kein Mensch hat das Recht, einem anderen Menschen vorzuschreiben, mit wem er zu reden oder mit wem er sich abzugeben hat. Ist das so schwer zu verstehen, daß man darüber eine Dreiviertelstunde debattieren muß? Nichts für ungut, ich habe die heutige Ausgabe von indubio durchaus genossen, setze aber auf Euch schreibende und redende Zunft keine Hoffnung. Am Ende des Tages entscheidet das Bajonett, nicht die Feder.

Steffen Rascher / 20.09.2020

Frau Röhl ist Teil des Problems. Schön war es dennoch, denn wann erlebt man es mal, dass drei Erwachsene sich in die Haare bekommen. Eva Hermann ist noch ein Thema? Ach, der Volkslehrer ist nun also das Thema? Wie kommt jetzt der Begriff Kulturrevolution ins Spiel? Das spricht mir aus der Seele. Die Hexenküche könnte eure letzte Station sein. #wirsindmehr ist die Wiedergeburt des Bolschewismus vom linken Bundespräsidenten bestellt. Halt, halt, ich bin ein Opfer, da lege ich Wert drauf, denn ich arbeite seit 1993 unter freiheitlich, rechtsstaatlicher Stasiaufsicht und da liegt der Hase im Pfeffer. Die BRD ist in Wirklichkeit der DDR beigetreten, weil es die Nussnougat - Kommunisten so wollten, aber wie ich nun erfahren musste, gab es die DDR schon in der BRD. Ich bin verwirrt. Meinen wir da eventuell die gleiche braune Kakaomasse? Herr Vahlefeld kann jedenfalls nichts für meine Verwirrtheit, er hat nichts dazu beigetragen. Herr Matuschek geht als verdienter Sieger vom Platz mit 100 Punkten Vorsprung, auch wenn es wenig Sinn macht, mit Linksextremen oder Rechtsextremen zu sprechen, es nicht zu versuchen wäre sträflich, denn man muss auch Minderheiten mit einbeziehen, besonders, wenn der BuPrä sie hofiert hat. Den sollten wir canceln, wenn wir gewonnen haben.  Na Ne - war nur ein Witz, eine Böhmermannsatire sozusagen! Nicht der BuPrä, sondern das canceln.

M. Hartwig / 20.09.2020

Antisemitismus ist gesellschaftlich akzeptierter Wahn, genährt von einem Amalgam aus Realität und Fiktion ist er argumentativ nicht anzugreifen. Dringt man mit einem Argument beim Antisemiten durch und erweitert dem Wahnsinnigen die Realität, wird dieser mit einem Schnipsel aus dem unerschöpflichen Reservoir seiner Fiktionen dieses neue Teilchen seiner Realität in sein Wahnsystem ein- und seinem Wahn ein stabileres Fundament bauen. Wer ernsthaft meint, es sei in einer Demokratie erforderlich mit Antisemiten zu diskutieren, weil man mit allen diskutieren müsste, obwohl Antisemiten Juden als Parias der Gesellschaft, oder wenn es um den Staat der Juden geht als Paria unter den Staaten wünschen, ist entweder schon selber Antisemit oder auf dem Weg zu diesem Wahn und will die Demokratie abschaffen und redet einem neuen Nationalsozialismus das Wort, dessen einziger Kern der Antisemitismus war und ist - ein Wahnsinnskern genau genommen. - Und noch ein Wort zu euch, die ihr so gerne mit Zahlen jongliert: Mögen Stalin und Mao und deren Gefolgsleute auch mehr Menschen ermordet haben, nur die Deutschen haben Fabriken gebaut, die ausschließlich den Zweck hatten, Menschen zu ermorden. Darin liegt die Singularität der Shoah begründet.

Sirius Bellt / 20.09.2020

@Susanne Weis. Kann es sein, dass Sie Darwin nicht verstanden haben? Wenn sich die Rahmenbedingungen ändern obsiegt in der Natur nicht zwangsläufig der Stärkere, sondern der besser Angepasste.

Gisela Zabka / 20.09.2020

@Uwe Steffens: Erstaunliche Sätze im ÖR-Fernsehen, in der Tat. Und Lisa Eckhart wurde in „3nach9“ nicht hingerichtet, sondern beklatscht! Ranga Yogeshwar amüsierte sich über die eben noch Verfemte, Marianne Koch zeigte sich gar entzückt: „Wir freuen uns über Lisa und ihre wunderbaren Ideen“, sagte sie, sie und Ranga, der sich seinerseits „über die Ausweitung des Raums“ freute, „es tut einfach gut, mal durchzuatmen“ – ich dachte, ich trau meinen Ohren nicht: Sollte da das zarte Pflänzchen Widerstand gegen politkorrekte Zumutungen wachsen? Es geht um das „absichtliche Falschverstehen“, ergänzte Jan Weiler („Das Pubertier“), das er „ausgesprochen widerlich“ findet, anderen Schaden zufügen zu wollen, sagte er, sei „eine Diskussionsstrategie“, die immer stärker um sich greife usw.  – Eine denkwürdige Viertelstunde, alle, Moderatoren inclusive, waren heiter, nur unser braves Frauchen Giffey guckte immer verbiesterter und hatte diesen auf Eckhart gerichteten abschätzigen bösen Blick. Hat wohl „Polizisten auf den Müll“-Hengameh in der „taz“ gelesen, die in gewohnter Gehässigkeit behauptet, dass Lisa Eckhart „massive Menschenfeindlichkeit“ verbreitet.

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