indubio / 13.09.2020 / 12:00 / 37 / Seite ausdrucken

Indubio Folge 58 – Spahn geht ins Risiko

Boris Reitschuster, Joachim Steinhöfel und Cora Stephan diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über den Bundeswarntag, der ein Dauerzustand ist, über Elendsbilder aus Moria und die entsprechenden Reaktionsmuster, über interessante Entwicklungen zwischen Israel und Teilen der Arabischen Welt sowie über die Frage, warum der Bundesgesundheitsminister mit allen juristischen Mitteln gegen die Berichterstattung über seine Wohnungsfinanzierung vorgeht. 

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Cornelia Buchta / 13.09.2020

@Hannes Krautner: „Euren Applaus könnt ihr euch sonstwohin stecken“—- ich habe andere Erfahrungen. War letztes Jahr Zeuge einer Demonstration und Kundgebung gegen die Polizei, die von der Polizei begleitet und gesichert wurde. Mir taten die aus den Lautsprechern beschimpften sehr professionell ihren Dienst versehenden Beamten leid und ich ging spontan auf einige Gruppen zu, um Ihnen zu sagen, dass ich als Bürgerin ihre Arbeit wertschätze. Ich sah vor allem in den Gesichtern der jüngeren Männer v.a. Erstaunen und Dankbarkeit. Mit einem älteren Beamten kam ich kurz ins Gespräch und er äußerte seine Frustration.—Auch aus meiner Erfahrung im Krankenhaus kann ich sagen: positives erstgemeintes Feedback in psychisch anstrengenden Berufen ist wie Nahrung, die das Durchhalten erleichtert.

herbert binder / 13.09.2020

Mein persönlicher “Oscar” geht heute uneingeschränkt an Frau Stephan. Oft, zu oft, haben sich die ohnehin viel zu seltenen weiblichen Gäste vom übertemperamentvollen Maskulin das Wort abschneiden, vulgo die “Butter vom Brot nehmen” lassen. Was dann aber noch blieb, das stiftete das Schweigen. Madame Cora hat hier und heute erfreulich dagegengehalten, dabei immer gut und überzeugend in der Argumentation. Mein Respekt. Der gilt natürlich auch den beiden anderen Diskutanten. Ich habe wieder einmal dazugelernt. Der Moderator hat die z.T. lebhaften Redebeiträge sich erfreulich frei entfalten lassen. Danke an Sie alle. Nur noch eine kleine Anmerkung zu Ihrem “irre”, liebe Frau Stephan, ich gehe da sogar ein, zwei Schritte weiter in der Bewertung der Vorgänge, die Sie mit diesem Adjektiv “schmücken”: vieles ist einfach nur noch pervers, wenn nicht gar darüber hinaus. Manchmal glaube ich gar, daß uns im vorhandenen Begriffe- und Kategorienarsenal die adäquaten sprachlichen Zeichen überhaupt nicht mehr zur Verfügung stehen.

Andreas Spata / 13.09.2020

@Johannes Goldmann schliesse mich Ihnen an und möchte, auch in Richtung Herrn Steinhöffel, hinzufügen, dass die US Außenpolitik ganz und gar nicht von demokratischen Grundsätzen und Uneigenutz geprägt ist. Den meisten die hier lesen und schreiben sollte eigentlich das Interview von Georg Friedman auf der STRATFOR Conferenc beim Chikago Council of global Affairs kennen. (Youtube) Wer dann noch glaubt die USA hätten edele weltpolitische Ziel dem ist nicht zu helfen. Es geht um Macht und wie man seinen Machteinfluss erweitert. Andere Staaten klein halten und an strategischen Punkten Nadelstische setzen ohne selbst auszubluten.  The grand chessboard, Das Große Schachbrett, so hat der bekannte US-amerikanische Stratege z. Brzeziński sein bekanntes Buch genannt und damit die US-Weltpolitik beschrieben und sie maßgeblich unter Lyndan B. Johnson, J Carter, Reagan und Bush als Berater geprägt. So gern ich Steinhöfel auch in anderen Dingen Folge, hier hat Cora den Punkt für mich gemacht.  P.S. Es gibt auch eine sehenswerte Replic auf G.Friedman, von Putin…...ebenfalls Youtube.

Petra Horn / 13.09.2020

Tut mir leid. So ich Steinhöfel schätze und bewundere, und obwohl ich der Meinung bin, daß das fast seit 75 Jahren andauernde recht friedliche Leben in Westeuropa der amerikanischen militärischen Macht zu verdanken ist und die Deutschen sich darauf ausruhen, bin ich doch der Meinung, daß die USA keine freundliche uneigennützige Macht sind, sondern der militärisch industrielle Komplex eine unglau8blich Macht ausübt und sich selbst bereichert, und daß genau dieser Komplex Trump haßt, während er Obama liebte. Der Darstelung, daß die USA in der Welt Demokratie und Frieden verbreiteten, kann ich ebenfalls nicht zustmmen.

Peter Wachter / 13.09.2020

Ich fand da grad was im Internet: “TV-Reporter Lambros Demertzis übertrug live in den Mittagsnachrichten des griechischen Senders »Star News« entlarvende Szenen aus Moria: Sie zeigen, wie Migranten ein Zelt und trockenes Gras in Brand setzen. Dann entfernen sie sich, um, wie der Vorort-Reporter schildert, an anderen Stellen weiter zu zündeln.” Von wann das ist, ist nicht ersichtlich, auch könnten es, durch den Klimawandel, sehr stark gebräunte Griechen gewesen sein!

Max Wedell / 13.09.2020

Ich hatte neulich das große Vergnügen, mich mit einem Linken zu unterhalten, der es für wahrscheinlich hält, daß der Anschlag auf Nawainy von den USA ausgeführt wurde. Das Gespräch war eine atemberaubende mentale Achterbahnfahrt. Zunächst wurde als Motiv angegeben, daß die USA damit Rußland schaden wollten. Dezent erinnerte ich den Linken an zwei weitere seiner Überzeugungen, die er wohl zwischenzeitlich “vergessen” hatte: 1. Steckt Trump in Putins Tasche. Putin hat geheime Informationen über Trump, die, wenn sie herauskämen, Trump vernichten würden. 2. Ist Trump ein heimlicher Bewunderer Putins, weil er alle Autokraten und sogar Diktatoren heimlich und manchmal auch nicht so heimlich bewundert. - Laut linker Welterklärung wollte also Trump dem Mann, den er bewundert, schaden, indem er ein Risiko eingeht, daß Putin das herausbekommt, und das wärs dann ja wohl mit Trump gewesen. Womit Trump angeblich von Putin erpresst wird, käme postwendend an die Öffentlichkeit. Es musste also eine neue Theorie her, die der linke Weltstratege dann auch ad hoc entwickelte. Derzufolge hat Putin Trump gezwungen, den Anschlag durch die CIA ausführen zu lassen. Wie gesagt, er hat ihn ja in der Tasche. Und wieso? Na, wenns rauskommt, wer es war, wars jedenfalls Putin nicht! Rückfrage: Aber war er’s denn nicht, als Auftraggeber? Wieso sollte das geheim bleiben, wenn ein solcher Skandal herauskäme und von allen Seiten beleuchtet würde? Antwort: Es wird nicht herauskommen. Rückantwort: Dann war das ganze überflüssig. - Es war hier live sehr gut mitzuerleben, wie sich Antisemitismus und Antiamerikanismus in einem Aspekt ähneln: Die Grundthese steht fest und kann durch nichts in der Welt erschüttert werden: Der Jude bzw. der Ami ist böse. Punkt. In der Herleitung ist man dann flexibel, denn an sie wird nur eine Anforderung gestellt: Am Ende muß herauskommen, daß der Jude bzw. der Ami böse sind.

Gabriele Klein / 13.09.2020

@Goldmann Die Tatsache dass Sie sich überhaupt hier frei äußern dürfen verdanken Sie nicht unserer Regierung sondern D. Trump der sie in ihre Schranken verweist. Wäre dieser Präsident nicht, hätten wir hier chinesische Zustände mit ein paar alten SED Statthaltern und Richtern aus der alten DDR die sie durchsetzen. ....... .

Gabriele Klein / 13.09.2020

@H. Krautner :  Der Meinung bin ich nicht. Wir könnten ALLe ein Zeichen der Solidarität setzen und zwar laut und deutlich. Meine Erfahrungen mit Polizeieinsatzkräften waren durchweg sehr gut, weit besser als mit den Bediensteten der DB in der Zeit nach der Wende.  Wie schwer es ist freundlich zu bleiben nachdem man kurz zuvor verbal oder sonstwie mißbraucht wurde weiß jeder der mit Publikumsverkehr arbeitet.  Ich wünsche nicht dass ANTIFA Plünderer sich wie in den USA am Ende als Polizisten aufspielen. Auch sonst stimme ich H. Steinhöfel zu.  Wir haben einen AGITPROP Krieg der an alte Zeiten und Methoden erinnert und hier sollten wir klar und deutlich NEIN sagen und Profil zeigen so wie in den USA auch.  Ich habe diese Gehirnwäsche, die aus 1 plus 1   11 macht satt.  Es geht um nicht weniger als unsere Werte. Eine DDR Ethik die sich die Kirchen zur politischen Platform ausgestaltet indem ihre Sprecher auf jedem Kirchentag tanzen wünsche ich nicht.  An die Linken: setzt doch um alles in der Welt euren Sozialismus um: Einem Kibbutz, über den ihr euere Diäten laufen lassen und umverteilen könnt, steht doch im kapitalistischen Deutschland nichts im Wege…... Welcher DDR Berufspolitiker verzichteten auf sein Gehalt? Damals und Heute? Mir ist da keiner bekannt.

Ricardo Thorsen / 13.09.2020

Verstehe Steinhöfels Ansicht zu Nawalny nicht ganz. Worauf stützt sich seine Vermutung, dass Russland (Putin) dahinter steckt und dass es nicht eine andere Partei war? Die Faktenlage erlaubt derlei Schlüsse schlicht nicht. Und dass man mit Robert Habeck übereinstimmt, sollte kein Grund zur Freude sein, sondern eher ein Zeichen, seine eigene Ansicht nochmal zu überdenken.

HDieckmann / 13.09.2020

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