indubio / 03.09.2020 / 12:00 / 24 / Seite ausdrucken

Indubio Folge 55 – Der Virus bei den Kiwis

Neuseeland ist das Anti-Schweden: Wegen vier Corona-Infektionen werden ganze Städte abgeriegelt, und die Bevölkerung kann von den drakonischen Regierungsmaßnahmen gar nicht genug bekommen. Der Ökonom und Direktor des Think Tanks „New Zealand Initiative“ Oliver Marc Hartwich spricht mit Burkhard Müller-Ullrich über Politik und Mentalität in seiner ozeanischen Wahlheimat. 

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Ingrid Butler / 04.09.2020

Ich lebe in Australien und bin entsetzt was hier vorgeht. Gestern wurde eine schwangere Frau festgenommen (im Schlafanzug, und mit Handschellen, alles im Fernsehen zu sehen), weil sie ueber facebook eine friedliche Demonstration gegen die Corona Massnahmen organisieren wollte. Manchen wurde medizinische Hilfe verweigert, oder sie kam zu spaet, weil die Leute nicht ueber die Landesgrenze durften. Und das Ausreiseverbot macht einem Angst und Bange. Die meisten Australier machen da mit und wuerden alles in Kauf nehmen, um ja niemanden “anzustecken”, oder angesteckt zu werden. Kritisches Denken fehlt oft. Sky News Australia, und “The Australian” berichten zumindest kritischer, doch bisher mit wenig Erfolg. Unser Prime Minister, Scott Morrison, hat auch oeffentlich erklaert, jeder, der sich einer Impfung verweigert, sollte nicht mehr international reisen duerfen, keine Restaurantbesuche, keine oeffentlichen Verkehrsmittel etc. Wo soll das hinfuehren?

Magdalena Hofmeister / 03.09.2020

Man hat auch hier den Menschen inzwischen erfolgreich eingeredet, dass der neue Alltag jetzt so weiter laufen muss bis ein Impfstoff gefunden sei. Dass das auch erst am Sankt Nimmerleinstag sein kann, darauf lassen sich Diskutanten nicht ein. Die ganz Welt, so wurde mir gesagt, sei ja jetzt am Forschen und das ginge dann viel schneller als sonst. Das man die Unverträglichkeitsstudien und Untersuchungen auf Langzeitfolgen nicht im Turbolauf machen kann, wie bei einem 24h Dauerbelastungstests für Materialien will keiner wahrhaben. Ebenso, dass es keinerlei Sinn macht in Hinblick auf mögliche Impfschäden die ganze Bevölkerung durch zu impfen, wo sich für Junge und Gesunde das Restrisiko für Impfschäden nur minimal unter dem prozentualen Risiko befindet an Corona zu sterben. Zumal der Impfschutz aufgrund der starken Mutation von Coronaviren ähnlich wie bei Grippeviren eher zwischen 40-80% betragen wird. Man muss einfach festzustellen, dass ein sehr großer Teil der Menschen zufrieden ist mit einem Regime der Gängelung und Befreiung von persönlicher Freiheit, die sie offensichtlich überfordert, da sie ja immer auch die Last der Verantwortung für sich selbst und seine Nächsten bedeutet. Zumindest solange sie die wirtschaftlichen Folgen noch nicht am eigenen Leibe spüren und sich einreden können, dass es schon nicht alles so schlimm werden wird, und auch solange sie die Beschneidung der allgemeinen Meinungsfreiheit nicht spüren, weil sie bis jetzt bei allem d’accord gehen - nur dumm, wenn sich das einmal ändern sollte, doch dann wird es zu spät sein zum Aufwachen. Zumindest bis jetzt fühlt sich die Entmündigung für viele Menschen offensichtlich ungewohnt frisch und wohlig an.

Hans-Peter Dollhopf / 03.09.2020

Von den Wegen des stillen Wassers ist das Hinternis der von uns im Hier und Jetzt konstruierten und bestätigten Welt immer bereits überwunden. Es ist nie etwas anderes als Willkür determinierter Menschen, die sich dabei bahnt! Wasser des Lebens oder vergiftetes Wasser. Die sich der Veränderung verweigern, die sind zwar nicht alle immer die Hellsten, doch genießen sie zusammen mit den Lichteren manchmal noch ihr lecker Gnadenbrot als die Frucht ihrer Zeit! “There’s no fate but what we make for ourselves.” Schau, Trash!

Frances Johnson / 03.09.2020

Das ist wahrlich sehr interessant. Ca. min 15 sagt Hartwich, dass zwei Wirtschaftszweige betroffen sind, der Tourismus sowie die Universitäten. Vergessen sind alle Briten, die dort Kinder und Enkel haben, kein Wirtschaftszweig, sondern eine persönliche Härte. Wirtschaftlich sind allenfalls Fluggesellschaften betroffen. Ca 18: Nach der Wahl kommen Frühjahr und Sommer. Wenn man dann Europäer reisen lässt, bringen sie mindestens Erkältungen mit, was zu einer drastischen Zunahme von Tests führen würde und auch zur Entdeckung von RNA-Partikeln von you no what. Daher schätze ich, dass die Regierung zunächst nur die Grenze zu Australien öffnen wird. Man sieht hier wie in allen Ländern, dass Cov19 benutzt wird, um Regierungsversagen zu vertuschen. Man holt sich sozusagen alternativlose Zustimmung, was so lange funktioniert, bis sich die Masse mal den Film “Die Vögel” oder auch “Notorious”, beide von Hitchcock, ansieht und realisiert, wie man aus solcher Angsterstarrung heraus kommt: Einfach durchgehen. Aber das Problem ist, die meisten würden diese Botschaft von Hitchcock nicht verstehen, sondern sich nur wohlig gruseln. Interessant ab 27, dass OH von Inflation bezüglich des Wohnungsmarkts spricht. Ab ca 38, Stichwort keine langfristige Strategie: Damit ist klar, dass Schweden der Winner ist. Herzlichen Dank an beide für den sehr guten podcast, freue mich auf Oktober. Vielleicht werden am Ende alle Regierungen abgewählt außer der von Trump. Das wäre dann der ultimative Treppenwitz der Geschichte.

Marc Greiner / 03.09.2020

Interessantes aus Australien/Neuseeland von Hartwich. Ich finde, entweder habe ich diese Länder falsch eingeschätzt oder aber sie haben sich in kürzester Zeit radikal verändert, so stark, dass ich gar nicht mehr dorthin will. Auch glaube ich mich zu erinnern, dass Hartwich am Anfang anders, positiver über diese Länder berichtet hat, eigentlich wie eine liberale Alternative zum selbstmörderischen Multikulti hier. Aber, und das ist beängstigend, erscheint mir sogar Deutschland liberaler, vor allem nachdem ich schon einige Videos gesehen haben wo Polizisten mit unglaublicher Brutalität gegen Corona-Abweichler vorgehen. Und hier schliesst sich ein Kreis: genau dasselbe in Grossbritannien und Canada, also den Commonwealth-Länder. Und in genau diesen Ländern ist es mittlerweile auch ziehmlich schwierig Waffen zu besitzen. Was ist da los? Diese Länder galten als easy-going und offen, aber mittlerweile kann man sich nur als Moslem frei bewegen weil die anscheinend Narrenfreiheit besitzen, dem Antirassismus sei Dank. Die Ureinwohner werden bei jedem kleinen Vergehen drakonisch bestraft. Und hier in der Schweiz kommen die Einschläge schneller näher als auch sonst. Ich hoffe, Sie haben Recht mit den 20 Jahren Verzögerung, was aber die Sache nicht viel besser macht. Gut wäre es die Fehler der Anderen ganz zu vermeiden, worin die Schweiz mal auch sehr gut war. Jetzt ist so wie eine globale Gleichschaltung in Kraft.

herbert binder / 03.09.2020

Selbst das Ende der Welt bietet keinen Rückzugsort mehr. Es stellt sich weniger als Ausblick, als Hoffnung dar, es ist vielmehr auch dort das längst Bekannte zuhause.  Die scheinen da unten nicht weniger verrückt zu sein, als das hier schon der Fall ist:  Die haben also auch den Virus, die haben zu allem Überfluß auch das deutsche Wahlsystem, und die haben…na ja, ganz vergleichbar mit unserer Saskia ist die Dame dort denn wohl doch nicht - rein oberflächlich betrachtet. Aber ansonsten lassen sich wohl etliche Parallelen ziehen. Vor allem auch, was den Souverän betrifft. Der fühlt sich in beiden Lagern offensichtlich sauwohl - größtenteils. Da kann man nicht groß meckern. Wozu noch greifen, um nicht in die Luft zu gehen?

Ilse Polifka / 03.09.2020

Vielen Dank, das war ein sehr informatives Interview und hat mir Vieles erklärt. Das ist Journalismus !

Karsten Dörre / 03.09.2020

Das kollektive Viruswissen scheint im Jahr 2020 weltweit komplett verloren gegangen zu sein. Man blendet die tödlichen Influenzaviren aus - vergleichen darf man die mit SARS-Viren auch nicht - und glaubt an unwissenschaftlichen Virusgedöns wie, Viren könne man mit sozialem Scheintod ausrotten.

Dr. Freund / 03.09.2020

Dem dicken Kriminellen Kim Dotcom aus Deutschland hats dort auch gut gefallen, er hat das teuerste Anwesen bewohnt, eine eigene Partei gegründet, die Kiwis waren begeistert,,bis jetzt ist er nicht an die US-Behörden ausgeliefert, Fussfessel reicht,haben die eine vom Elefantengehege ausgeliehen? Geld stinkt auch dort nicht, eine Sprechpuppe als Regierungschefin reicht offensichtlich auch. Immer den schönen Schein waren,als Mitglied der “Five Eyes” -Spionage Gruppe wird man nicht fallen gelassen, wenns finanziell brennt, wie in den 80ern, als das Land eigentlich pleite war.Vergessen, Schnee von gestern. Übrigens: Für den guten Wein muss niemand dort hin fliegen, der kostet bei uns nicht mehr, weil dort die Steuern so hoch sind. Eine Million Asoziale , die in keiner Reisereportage auftauchen.wollen durchgefüttert werden, von wegen alles super Down Under.  

Dr. Jäger / 03.09.2020

Neuseeland stand in den 1980ern kurz vor dem Staatsbankrott. Viele , vor allem junge Kiwis, sind von der dürren Empathiedarstellerin begeistert. sie kann reden und sonst nichts, reicht scheinbar. obwohl unsere “Mutti- Kinderlos” kann nicht mal das. Der heutige Gesprächspartner lebt in einer Blase der Gutversorgten. Schon in den 90ern konnte ich bei mehreren Aufenthalten bei Normalo-Kiwis, auch einer netten Maori-Familie, feststellen, dass es trotz Sozi-Regierung Riesenunterschiede im vielen Bereichen gibt. Das Land lebt von seinem Image, das “Paradies am anderen…...” Ich hatte noch lange Kontakt zu den Leuten,der befreundete Maori ist inzwischen verstorben, es gibt keinen Grund für mich nochmal dort hinzufliegen, die alten Erinnerungen mache ich mir nicht kaputt. Hadmut Danisch, wer kennt ihn nicht,hat mich durch seine Schilderungen überzeugt,spar dir die Reise.

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