indubio / 27.08.2020 / 12:00 / 19 / Seite ausdrucken

Indubio Folge 53 – Amerika brennt immer

Der Literaturwissenschaftler Hans-Ulrich Gumbrecht im kalifornischen Stanford spricht mit Burkhard Müller-Ullrich über die Buschfeuer und deren Normalität, über die stets politisch zerrissenen, aber zutiefst freiheitlichen Vereinigten Staaten, über das weltweite Corona-Angstregime und die Abdankung der Intellektuellen sowie über die Rolle der Stimme in Gumbrechts Leben.  

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Richard Loewe / 27.08.2020

der Kollege lebt in einer Blase und das Erstaunliche ist, dass er in der Blase hochreflektiert ist und sogar von Aussen in die Blase reinsehen kann, aber nicht mal austreteten kann. Kalifornien! Mal sehen, wie er nach der Trump-Wahl reagiert!

Fritz kolb / 27.08.2020

Eines eint die Menschen, die für die Maske und die gegen die Maske sind: sie alle haben absolut keine Ahnung von deren Wirkung, null,  nada. Reden aber alle schlau daher. Wie auch der Proff. Dessen Ansage zu Trump hätte ich übrigens vorhersagen können: um einigermaßen die eigene Glaubwürdigkeit zu simulieren, wird erst ein anderer „Intellektueller“ argumentativ herangezogen, der für Trump ist. Um dann aber direkt die eigene Abscheu vor diesem „Nicht-Politiker“ auszudrücken. By the way: was macht denn einen Politiker aus, welche Beispiele gibt es denn für „richtige Politiker“ der Jetzt-Phase? Merkel, Söder, Esken, Baerbock etwa? Echt jetzt?

Prof. Jakob Genter / 27.08.2020

@T.Pohl, und die, die es betrifft, erlaube ich mir, Auszüge aus der Vita von Prof. Gumbrecht zu offerieren: 1995: Stanford University Dean’s Award for Distinguished Teaching in the School of Humanities and Sciences 1998: Ehrendoktorwürde der Universidad de la República (Montevideo) 1998: Mitglied der American Academy of Arts and Sciences 2000: Stanford University Cuthbertson Award for Extraordinary Contributions 2003: Ehrendoktorwürde der Universität Montreal 2009: Ehrendoktorwürde der Universität Lissabon 2009: Ehrendoktorwürde der Philipps-Universität Marburg 2010: Ehrendoktorwürde der Universität Aarhus 2012: Ehrendoktorwürde der Universität Budapest 2015: Kulturpreis der Stadt Würzburg Prof. Gumbrecht schreibt/schrieb für die Zeitungen NZZ, FAZ, Die Zeit und Die Welt. Er beschreibt die gesellschaftspolitische Realität in Westeuropa aus amerikanischer Sicht als parteiübergreifenden „Sozialdemokratismus“. Mainstream-Intellektuelle bezeichnete er als „gebildete Halbgebildete“. Seit 2012 schrieb er auf FAZ.net einen Blog Digital/Pausen, in dem er regelmäßig zu gesellschaftpolitischen Themen Stellung bezog. Im März 2018 trennte sich FAZ.net nach 273 Blogs überraschend aufgrund einer Neuausrichtung ihrer Blogseite von Gumbrecht und anderen Autoren wie Rainer Meyer („Don Alphonso“) und Carsten Knop (der FAZ-Chefredakteur für Digitale Produkte wurde). Na gut, jetzt wird er also von Lesern und Leserinnen der Achse des Guten in den Boden gestampft. Das wird den Professor gewiss schmerzlich berühren. Egal, mein Dank gilt dem offen und fair geführten Gesprächspartner Müller-Ulrich. Hier haben zwei Koryphäen auf intellektueller Augenhöhe duelliert.

Thomas Taterka / 27.08.2020

Wenn man von der amerikanischen Westküste ( der Pazifik kennt keine Erinnerung ) heimfliegt, stellt sich über Schottland, spätestens über London ein Gefühl der Beklemmung, ja des Unbehagens ein. Man weiß, man muß wieder zurück in diesen feuchtwarmen engen Stall , in dem rechts und links, oft ohne jegliches Innehalten des Gedankens ( man fühlt sich immer so elend überfallen von Rechthaberei ) unablässig in die Weltgeschichte hinausgeblökt wird. Manche fliegen ja mit Heimweh danach zurück und kamen sich drüben verloren vor. Ich war immer in Versuchung , bereits in Tegel umzukehren ( Zaudern ist ein Fluch ). Ganz bestimmt nicht wegen der ” Demokratie ” in den USA, sondern wegen der in Deutschland. - Aber ich fühle mich verbunden mit Jahrhunderten europäischer kultureller Tradition, ohne die man sich im Alltagsleben Amerikas arm fühlt wie ein Bettler , der auf einem anderen Planeten ausgesetzt wurde und wer will schon gerne ärmer sein als er muß.

Mathias Hartmann / 27.08.2020

Was für eine Belanglosigkeit. Gumbrecht führte sich als Beispiel für die Abdankung der Intellektuellen selbst vor. Warum lassen Bürgermeister und Justiz Plünderungen, Brandstiftung und Vandalismus zu? Welche Rolle spielen sogenannte NGOs? Und die juristischen Missetaten von K. Harris scheinen ihn auch nicht zu interessieren.

Wolfgang Nirada / 27.08.2020

Dieser schwarze Kriminelle wurde nicht “ermordet”. Mord setzt Vorsatz voraus… Soviel Bildung sollte ein “Intellektueller” zumindest haben… Zum ersten Mal aus diesem Podcast ausgestiegen… Aber was will man von Trump-Gegnern auch anderes erwarten als Unwahrheiten (um es freundlich auszudrücken) ???

Marcel Seiler / 27.08.2020

Den negativen Vor-Kommentaren kann ich mich absolut nicht anschließen. Herr Gumbrecht war vielmehr interessant und kenntnisreich. U.a. gefiel mir seine Außenansicht auf die deutsche Situation und dass er dem in Deutschland grassierenden ignoranten Antiamerikanismus klare Kante geben konnte.

Gerd Heinzelmann / 27.08.2020

Thema (Amerika brennt immer) verfehlt? Eindeutig!

Elko Prueller / 27.08.2020

“Wir wissen noch nicht genug” ist der übliche Schutzschirm,  hinter den sich alle zurückziehen, die gar nicht wissen wollen, was jeder heute wissen kann oder die sich aus opportunistischen Gründen einfach nicht zu einer öffentlichen Kritik hergeben wollen.  Herrn Gumbrechts Einsichten braucht keiner. E.Prüller

E. Knobel / 27.08.2020

Manchmal geschieht’s , daß ein Wort, das man schon lange kennt ohne daß da da je ein Aufheben gewesen wäre, im konkreten Fall plötzlich seine Bedeutung in der Fülle hat. Der konkrete Fall: Professor Gumbrecht. Das Wort: sämig.

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