Immer mehr Menschen in Deutschland spielen mit dem Gedanken, auszuwandern. Die Frage ist nur: Wohin? Darüber spricht Gerd Buurmann mit seinen drei Gästen. Zugeschaltet sind der Musiker David Serebryanik, der nach Polen ausgewandert ist, der Nachrichtenredakteur Sebastian Biehl, der 1995 nach Südafrika auswanderte, und der Jurist Titus Gebel, der seit zehn Jahren in Monaco lebt und Autor des Buches ist: „Freie Privatstädte – mehr Wettbewerb im wichtigsten Markt der Welt“.
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Diese akademisch theorisierende Debatte dieser privilegierten Auswanderungshelden ist leider nicht repräsentativ. Zudem wird nicht unterschieden zwischen einer echten Auswanderung wie nach Asien, Latein- oder Nordamerika, Afrika, Australien oder Neuseeland zum einen oder einem einfachen Umzug innerhalb der EU zum anderen. Bei einem Umzug innerhalb der EU sollte nach sich mit der (echten, wahren) Geschichte der letzten 150 Jahre befassen, also wie sind die Deutschen mit der jeweiligen Zielländern umgegangen oder deren Bewohner mit den Deutschen. Da bleibt am Ende nicht viel Auswahl, weil das deutsche Ansehen und der Ruf ruiniert sind. Und bricht die EU erst zusammen, ist wohl sowieso Schluss mit der Freizügigkeit, hat man ja in den Anfängen der pandemischen Beschränkungen gesehen. Letztlich bleibt wohl nur Übersee …
Deutschland ist ist meine Heimat die BRD war es einmal bis es angefangen hat zu merkeln.
an alle, die ans Auswandern denken: aufhören zu denken, sondern auswandern. Die erste Station muß ja nicht die Endstation sein. Wars bei uns auch nicht. Das wichtigste ist ja, daß man Arbeiten kann und dazu muß man eine Sprache sprechen, die zumindest im Land oder einer Region weit verbreitet ist. Als Rentner hat man es ggf. einfacher: einfach in den Süden Europas gehen. Ich würde GR bevorzugen, weil das einfach alles Anarchisten sind, das Wetter und das Essen ist toll und man kommt mit Englisch gut durch. Kreta wäre meine Wahl. Deutschland, ich bin jetzt seit 2 Tagen im Land, geht echt nicht. Gar nicht. Wer kann: Amerika.
@Friedrich Richter, haben sie im Osten gelebt? Wahrscheinlich nicht, sonst würden Sie nicht ihre westlichen Annahmen hier schreiben. Ein großer Unterschied zu damals, die Medien waren nicht so gleichgeschaltet wie heute, es stand auch etwas zwischen den Zeilen, das Volk war wesentlich intelligenter. Bei aller Bevormundung des Staates, das Volk stand zu ihrem Land. Wir haben unsere Besatzer nach Hause entlassen. Und viel weitere Aspekte …
@A. Ostrovsky Eine Sozialisierung wenn beide Eltern Beamte sind hinterlässt immer Spuren, teils ein Glaukom so meine Erfahrung. Kennen sich der Jurist Titus Gebel und Nachrichtenredakteur Sebastian Biehl über die Deutsche Rohstoff AG, Deutsche Rohstoffangentur? Die hat nun viele Söldner und Leichen im afrikanischem Keller. Da kommt bisschen die (grüne) Kobold Mine Lueshe, Somikivu hoch. Privatstädte als glückseelige Burg mit Graben können nicht alleine überleben. Wer sollte denn die Flugzuge herstellen, reparieren oder med. Forschung betreiben? Saudi Arabien u.a. haben das Problem der lebensfeindlichen Umgebung in der eine „Privatstadt“ steht. Ohne eigene Rohstoffe wären die längst auf dem Kamel, dass einzige Fortbewegungsmittel in der Umgebung das nur mit Wasser und bisschen Nahrung auskommt, unterwegs. Wo kann eine Domestizierung, Stadt entstehen, das ist eine Frage.
Sehr interessant,
Und interessante Kommentare.
Aber zum Thema
Auswandern wohin, zeigt ja nur die eine Seite der Medaille. So wie der kurz angeschnittene Aspekt, dass Auswanderer andersherum eben Einwanderer sind. So wird von vielen Seiten erwartet dass der Einwanderer sich den Gepflogenheiten des neuen Landes anpasst. Aber es besteht auch (wie in einem Kommentar mitgeeteilt) die Hoffnung und der Wunsch, dass die Einwanderer gute, nützliche Ideen und Arbeiten einbringen.
Dass die Schlechten Gepflogenheiten des Landes von den Einwanderern abgelehnt wurden (wie Sklavenhandel von den Weißen in Afrika), oder die Ehrenrettung der Einwanderer mit dem Messer (abgelehnt von den meisten Europäern), das ist im Grunde verständlich.
Und darum ist und bleibt es wichtig, dass die Grenze kontrolliert wird, dass der Übergang in eine andere Gemeinschaft von dem Grenzgänger selber sehr genau und bewußt kontrolliert wird.
Dazu gehören Lernfähigkeit, Sprachkenntnisse, usw.
Dann hat niemand was dagegen.
Die andere Seite der Medaille folgt hoffentlich noch:
Auswandern: Warum? Was behinder mich meine Fähigkeiten hier einzubringen und wie könnte ich das ändern?
@Gerd Fricke:
Nicht aus eigener Anschauung, aber für uns sehr vertrauenswürdiger Quelle haben wir verstanden, dass Japan in dem hohen Grad an ethnischer Homogenität vor allem eines ist: eine sog. „High-Trust-Society“.
Angesichts der Entwicklung in de meisten westlichen Ländern ist der Wert eines solchen Zustands gar nicht hoch genug einzuschätzen. So schwer es einem die gleiche Homogenität auch machen dürfte, sich tatsächlich zu integrieren.