Immer mehr Menschen in Deutschland spielen mit dem Gedanken, auszuwandern. Die Frage ist nur: Wohin? Darüber spricht Gerd Buurmann mit seinen drei Gästen. Zugeschaltet sind der Musiker David Serebryanik, der nach Polen ausgewandert ist, der Nachrichtenredakteur Sebastian Biehl, der 1995 nach Südafrika auswanderte, und der Jurist Titus Gebel, der seit zehn Jahren in Monaco lebt und Autor des Buches ist: „Freie Privatstädte – mehr Wettbewerb im wichtigsten Markt der Welt“.
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@F. Richter
Ich habe viele Beiträge von Ihnen gelesen, die ich sehr schätze. Hier jedoch (Privatstädte) , setzen Sie eine ganze Reihe von Annahmen voraus, für die Sie keine Belege haben können, um Ihrer Abneigung gegen die Idee Ausdruck zu verleihen. Schade.
@j,heini:
Das Klischee, das Sie hier vorstellen, dass in fernen Ländern die Gesundheitsversorgung schlechter als in der „Alten Welt“ sei, ist so weit von der Realität entfernt wie die Kuh vom Fliegen.
Sie finden in den thailändischen Hospitälern (privat, aber sehr viel preiswerter als gesetzlich in D) unzählige ausländische Kunden/Patienten, die nicht nur der Preise, sondern auch der Qualität der medizinischen wie der Betreuungsleistungen dorthin reisen.
Wir haben mit deutschen Betreuungseinrichtungen für Pflegebedürftige extensive Erfahrung sammeln dürfen. Obschon es sich um vergleichsweise sehr gute Einrichtungen handelte, etwas, was uns nachhaltig davon überzeugt hat, niemals in so eine Institution einzurücken.
Dann lieber in Ländern wie Thailand, den Philippinen o.ä.
@P. Wedder # Mit mehr als dem, was ich schrieb, bin ich nicht umgesiedelt. Die Gewißheit, in Thailand einen Platz für mein künftiges Leben zu finden, erhielt ich während meiner 3 Urlaube von 09/16 bis 03/17. Alles Weitere ist Erfahrung. Und die kann man nur selbst erwerben. Mir ist Niemand bekannt, der sein Leben auf Erfahrungen Anderer aufgebaut hätte. # Wenn Sie nach befriedigender Beantwortung Ihrer „Hauptfragen – die Sie Ihren Wünschen entsprechend selbst formulieren müssen – noch immer mehr Informationen aus zweiter Hand wünschen, dann vergessen Sie den Auswanderungswunsch besser. Letztendlich bleibt es nämlich doch ein Sprung ins kalte Wasser. Den ist man, mit viel oder wenig Information, bereit zu tun oder nicht.
@Arndt Frhr. von Witzendorff:
Sehr subtil die ersten vier Buchstaben Ihres Nachnamens in einem subversiv humoristischen Artikel verwirklicht.
Bravo!
@ P. Wedder:
Die praktischen Belange des Alltags zu thematisieren würde das Format bei weitem sprengen.
Wir sind ganz und gar fern von sog. sozialen Medien, aber um sich über solche Fragen etwas Überblick zu verschaffen, sind solche Plattformen wie das Fratzenbuch dann doch hilfreich. Fast überall finden sich Gruppen, die sich über dergleichen (und manches mehr) austauschen.
Die größte Herausforderung ist tatsächlich, sich zunächst über die eigenen Fähigkeiten zu Anpassung und Spracherwerb, die eigene Offenheit (oder nicht) klar zu werden und unabdingbar wichtige Dinge zu identifizieren.
Davon ausgehend die Prioritäten, wie Kosten, Rechtssystem, politische Verfasstheit, Qualität der Gesundheitsversorgung, hygienische Bedingungen etc. durch die in Frage kommenden Standorte durchzudeklinieren.
Bei uns blieben 5 Länder übrig, die sich anhand sehr persönlicher Vorlieben recht schnell auf das Zielland eingrenzen ließen.
@j.heini # Mit Ihren Gedanken kann „man“ sich, egal wo auf der Welt, das Leben selbst zur Hölle machen. :-). # Renten aus dem Ausland unterliegen m. W. in Thailand keiner Besteuerung. Wenn doch, dann mag die Finanzbehörde sich melden. Die hat einen kurzen Draht zu den Banken. Grundkenntnisse der Sprache sollten schon vorhanden sein. Müssen aber nicht. Mit Englisch kommt „man“ hier gut durchs Leben. Meine Sprachkenntnisse bewegen sich auf a2/c1 niveau. Das reicht. # Als junger Mann würde ich Thailand nicht in die engere Wahl ziehen. Da hatte und hätte ich ganz andere Prioritäten. Aber jetzt, mit 74 Jahren? Mit meinem Leben habe ich selten gehadert, auch wenn ich Grund genug dazu gehabt hatte. Drum bin ich in gewisser Weise Fatalist. Der Tod bereitet mir, auch wenn er unaufhaltsam näher kommt, keine Angst. Da brauche ich keinen Betreuer. Und sterben werde ich auch ohne ärztliche Hilfe. # Daß meine Einstellung nicht hilfreich für Andere sein könnte ist mir schon klar. Muß halt Jeder mit sich selbst abmachen. Aber dann bitte nicht darüber lautstark beschweren, daß das eigene Leben nicht so verläuft, wie „man“ es gerne hätte.
„Indubio Folge 385 – Raus aus Deutschland“ Vielleicht macht Israel aus dem Iran ja wieder ein freies Land. Dann können freiheitsliebende Deutsche auch nach Persien auswandern.