„Wer es gemütlich haben will, sollte die Finger vom Journalismus lassen“, sagt Wolfgang Herles. Im Gespräch mit Gerd Buurmann spricht er über sich, die Bundesrepublik Deutschland, die nur ein Jahr älter ist als er, über Anatomie der Macht, die Wichtigeit des Skepsis und sein aktuelles Buch „Gemütlich war es nie – Erinnerungen eines Skeptikers“.
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@De Geer, >>>>>>Sie haben Recht. Ich hätte besser so formulieren sollen: „Geehrte religiöse Anhänger der AfD: genau wegen Euch würde ich die AfD lieber nicht MEHR wählen.“ Sorry! Wir sind im Grunde einer Meinung. Parteien bilden Parteisoldaten aus, und machen sie einen Kopf kürzer, wenn diese zu kritisch sind. Herles war genau so unterwegs, auf der journalistischen Seite. Nach dem Lesen seines Buch „Mehr Anarchie, die Herrschaften“ hat sich in mir etwas verändert. Mehr kann ein Buch nicht erreichen.
„@Dirk Jungnickel / 01.06.2025 ………………..Herr Waldersee, in welcher Anti – AfD – Hetze – Blase leben sie ?????“ Nun, ich rede mit meinem AfD Abgeordneten, habe ihm sogar mit erheblichem Körpereinsatz die Antifa vom Hals gehalten und blicke betrübt auf die Aussagen der Parlamentarier, die sich gegenseitig liebkosen: „Scharfmacher, Brunnenvergifter, Hetzer, Lügner, Rosstäuscher, Viehhändler, Drecksack, Demagoge, Waffenhändler, Volksverdummer, Ehrabschneider…“ >>>>Gängige Beschimpfungen, mit denen sich die Abgeordneten in Debatten gegenseitig belegen, aufgelistet in einem Artikel des hessischen Parlamentsstenographen Arthur von Hinüber.
@Waldersee: Zitat:„Geehrte religiöse Anhänger der AfD: genau wegen Euch würde ich die AfD lieber nicht wählen.“ – Da Sie die freie Wahl haben, Ihren Präferenzen zu folgen, folgt aus Ihrem Satz , dass Sie die AfD eher nicht wählen. Wenn Sie diesbezüglich falsch verstanden wurden, liegt das schlicht an Ihrer missverständlichen Formulierung (siehe die übrigen Kommentare). Natürlich kennen Sie mich nicht, meinen aber mir selbstgefällig etwas unterstellen zu müssen – dabei wähle ich die AfD schon immer nur aus Notwehr, erwarte letztlich von ihr nichts Wesentliches an Änderung, da die Deutschen intellektuell mehrheitlich für das Weiter so mit immer mehr Staat und weniger Risiko stehen. Vermutlich sind wir inhaltlich nahe beieinander, gewichten nur Personenfragen anders. Noch zu Kickl: Rhetorik ohne politischen Erfolg ist schlechte Rhetorik – es sei denn man liebt die Rhetorik um ihrer selbst willen usw.
@ Liebe Frau Grimm, stimme mit Ihnen in fast allem überein. Charismatiker müssen aber nicht notwendigerweise in den Krieg/Untergang führen, Milei ist aktuell ein gutes Beispiel dafür, aber auch Trump, der den Linkswoken gehörig Kontra gibt. Alle deutschen, mutmaßlich demokratischen Parteien sind bald von vorgestern, die Apparatschiks der Toleranz, Vielfalt und Gerechtigkeit pfeifen aus den letzten Löchern. Ich wünsche mir im Grunde einen Milei, Trump, Meloni oder Vance, auch Orban, die/der die dämmrigen Schlafschafe endlich aufweckt. Was Herles in seinem Buch „Mehr Anarchie, die Herrschaften“ schreibt, ist im Grunde harter Tobak zum Aufruhr, der mir außerordentlich gut gefallen hat. Schade, dass er nicht 30 Jahre jünger ist.
@ Markus Knust ….. kann Ihnen nur zustimmen. Und deshalb sollten sie das Buch „Mehr Anarchie, die Herrschaften“ von Herles lesen. Er war nie Mitläufer, sondern saß immer zwischen den Stühlen, ihm wurde übel mitgespielt. Seine Widerständigkeit ist bewundernswert, Sie werden seine Handreichung zur Revolution in dem eingangs genannten Buch erkennen. Es dauert nicht mehr lange und das deutsche Schlafschaf blöckt nicht nur, sondern steht auf schwingt die Schaufeln.
@Geehrter Herr Max, …………………….Sie sehen Herles völlig falsch. Ihnen empfehle ich das Buch von ihm mit dem Titel: „Mehr Anarchie, die Herrschaften.“ Nicht jeder redet den Mächtigen oder Parteien gebückt in den Allerwertesten. Problem unserer Zeit ist, dass man Parteien, Medien, Offiziellen nur noch zustimmen, aber nichts mehr in Frage stellen darf. Wenn Herles meint, der Bodensee sei seine Heimat, dann kann ich das nachvollziehen. Für ihn ist Heimat vor allem aber die deutsche Sprache, und damit kann er gekonnt umgehen. Er hat einige wirklich spannende, lesenswerte Roman geschrieben, auch unter dem Pseudonym „Jakob Bodan“.
Sorry ich hab es nicht geschafft mir das ganze Drama bis zum Schluss anzuhören, ein gebildeter Mann, der keine Heimat kennt ist schon traurig, aber ein gebildeter Mann der so naiv ist, das er von Menschen die geistige Neutralität erwartet und tatsächlich auch glaubt, sie selber zu haben, ist aus meiner Sicht ein Fall für den Arzt. Für was war eigentlich der Moderator/Interviewer dabei ? Hinterfragt hat er ja gar nichts…. Auf jeden Fall kann man sagen, beide Männer sind ein Klasse Beispiele für das Dilemma in den Deutschland heute steckt, und sie sehen es nicht Mal. Wie zwei Vogel Strauß die sich über die Farbe des Sand unterhalten, statt den Kopf mal aus eben diesem zu ziehen.