Gerd Buurmann spricht mit Henryk M.Broder, Dirk Maxeiner und Fabian Nicolay über einen runden Geburtstag. Die Achse wurde soeben 20 Jahre alt.
Zum zwanzigjährigen Jubiläum der Achse der Guten spricht Gerd Buurmann mit den drei Herausgebern Henryk M. Broder, Dirk Maxeiner und Fabian Nicolay über die Erfolgsgeschichte des Autorenblogs, über die Vergangenheit und die Zukunft, sowie darüber, wofür die Achse steht und wo sie von wem verortet wird.
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Mir war Achgut schon immer zu links.
20 Jahre. Das ist ein passender Zeitpunkt für meinen Standpunkt. Gestern bei Reitschuster, heute bei Kontrafunk habe ich 12 Punkte des Volksbegehrens „Österreich zuerst“ von 1993! gepostet. Dem Volksbegehren gingen Jahre der Diskussion voraus. Das Volksbegehren behandelt Themen der Migration wie das Schulsystem, Arbeits- und Wohnungsmarkt, Abschiebungen krimineller Migranten, Grenzsicherung, Einwanderungsstopp bis zur befriedigenden Lösung der illegalen Ausländerfrage, usw. ----- 30!! Jahre später, nachdem die Probleme kontinuierlich in dramatischer Weise zugenommen haben, wird noch immer diskutiert. So, als ob das alles ganz überraschend kam. Besonders Schlaue meinen „die Merkel ist schuld und überhaupt die Grenzöffnung…..“, einer Grenze, die es nicht gab. Wie viele Opfer an Leib und Leben muss es noch geben? Wie weit muss das Schul- und Sozialsystem noch in den Boden gerammt werden, die Spaltung der Bevölkerung weiter ausarten. Das Gesellschaftssystem in noch mehr Gruppen mit völlig unterschiedlichen Vorstellungen der Gestaltung unserer Gesellschaft auseinanderdriften, bevor ihr aufwacht? Oder wollt ihr noch einmal 30 Jahre diskutieren, mit all den Auswirkungen, ohne zu begreifen, dass nicht der Diskurs die Lösung ist, sondern der daraus gewonnene Erkenntnisgewinn, aus dem wiederum die notwendigen Handlungen abgeleitet und umgesetzt werden? 20 Jahre Achse, 30 Jahre Diskussionen und Streit, und das Ergebnis…..? Während ihr diskutiert transformieren die, die heute Woke genannt werden, seit Jahrzehnten das Land in ein Absurdistan.
Respekt und beste Wünsche für die nächsten 10 Jahre, die hoffentlich in der Berliner Bundesrepublik Deutschland für einen freien Rudnfunk noch erlaubt sein werden. Hendrik Broder erinnert mit seinem Aufzug leider an General Charles G. Gordon, der patriotisch, standhaft und für eine Königin am 26. Januar 1885 sich abschlachten und köpfen ließ. Er hatte als „China-Gordon“ bei dem 2. Opium Krieg teilgenommen, in dem die Britische Regierung unter der Königin Ostchina u.a. mit Drogen („Opium“) zuschwämmte, die also just die Politik mit China begründete, die heutzutage mit der China-produzierten Fentanyl-Droge die West-USA seit Jahren erfasst. Gordon hielt bis zuletzt die Stadt Khartoum / al-Chartum („der Elefantenrüssel)“, also die Stadt die eine zentrale Rolle im britisch/arabischen Elfenbein- und Sklavenhandel gespielt hatte. Die Stadt musste zunächst für die Provinz Ägypten um jeden Preis gehalten werden, auch wenn der britische Premier Minister Gladstone sich von dem Sudan trennen wollte. Erobert wurde die Stadt von sogenannten „Mahdi“, ein Araber namens Muhammad Ahmad ibn as-Sayyid Abdallah, der sich als Prophet ansah und sich auch noch als Nachfolger „des“ Propheten seine Mitkämpfer um sich scharrte und mit energischen „Allahu Akbar“ die Ungläubigen nebst Gordon und muslimischer Bevölkerung (insbesondere ägyptische Soldaten) ins Jenseits befördern ließ. Sorry, aber die Kopfbedeckung weckt halt Erinnerungen … Und das Zeitgeschehen in der sogenannten „Berliner Bundesrepublik“, auch bekannt unter Rot-Grün-Gelb-CDU Ideologie als „Unsere Demokratie“ erinnert mancherortens wahrhaft an die Eroberungszüge unter dem Islam im 19. Jahrhundert.
Wenn ich lange Texte lesen will, greife ich zu Büchern. Wenig hat mich mehr erheitert als Henryk Broder’s letzte längere Veröffentlichung mit einem anderen Autor. Habe es schon 6x gehört. Unmengen Bücher sind durch meine Hände gegangen, meist würden allerdings (bei Sachbüchern) 10% Inhalt gereicht haben. Gehe ich zur Achse, interessiert mich ein Thema, die Einleitung und dann die Kommentare. Der Autor soll mich nicht mit klandestinen Narrativen langweilen oder Fremdwörtern, sondern ein Angebot machen: zum mit- und nachdenken. Ein kurze Geschichte, ein pointierter Gedanke, im Grunde reicht mir ein Aphorismus. Ich will die Achse nicht duzen, sondern ihr widersprechen können. Gerne (und meistens) auch zustimmen. Die Autoren der Achse müssen keine langen Texte oder abgeschlossene Meinungen schreiben, sondern insbesondere kluge Fragen stellen, die von den Lesern mit-beantwortet und diskutiert werden. Wenn die Achse einen Kommentar von mir nicht veröffentlicht, meide ich sie für einen Monat und will ihr an den Kragen. Eine andere Meinung abzuwürgen, das ist Hass. Und die Achse sollte seine Leser nicht hassen, niemals.
Ich will mal den advocatus diaboli mimen: 20 Jahre Achse mit all ihren klugen, manchmal auch weniger klugen Beiträgen, verfasst und vorgetragen von klugen, manchmal auch weniger klugen Autoren, kommentiert von klugen, manchmal auch weniger klugen Lesern … und die Zustände in der Welt, insbesondere die in Deutschland, sind immer schlechter geworden und werden täglich unerträglicher, ohne Aussicht auf Besserung. Was also hat’s gebracht?
„Links sein heißt für mich, alles in Frage zu stellen“. Dieser Satz von Herrn Broder offenbart, dass es von den Begriffen Links und auch Rechts sehr viele verschiedene Definitionen gibt, die ggf. jeder für seine Zwecke ge- oder missbrauchen kann und die zur Beschreibung der Wirklichkeit nicht mehr geeignet sind. Ansonsten danke für die wunderschöne Geburtstagssendung und die trotz der ernsten Probleme heitere Stimmung, welche die Teilnehmer verbreiteten.
Bei Wirtschaftsthemen ist die Achse wirklich klar, deutlich und stark. Bei Verfassungsthemen würde ich mir das Gleiche wünschen. Warum nicht „Unseredemokratie“ klar abgrenzen von einer „Demokratie für alle“?