Kunst macht Politik, und die Politik mischt sich immer wieder und vehementer in die Kunst ein. Wo ist die Grenze zwischen politischer Kunst und Propaganda? Über Kunst, Macht, Kultur (und Jazz) spricht Gerd Buurmann mit drei Musikern. Zugeschaltet sind die Kontrabassistin Martina Binnig, der Gitarrist Bernd Gast und der Saxophonist Axel Knappmeyer.
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Der Faschismus ist die Furcht vor der Freiheit?
Danke Herr Burmann.
Wenig Freude bereitet mir halt weiterhin die Hähme, Kurzsichtigkeit und die in Klischees resultierende Unwissenheit vieler Kommentatoren über das reale Leben eines professionellen Musikers /Künstlers. Mit professiinell meine ich nicht das Können eines Musikers, sondern den schnöden Fakt, daß da jemand seine Brötchen, Miete etc hauptberuflich mit Musik verdient. Ob mit Konzeeten, Unterrichten, Studiojobs usw – die Möglichkeiten sind erstaunlich. Ich hab das 40 Jahre lang gemacht – bis zur Killerpandemie . Selbstständig. Hab mein ganzes Zeug selber bezahlt, auch Steuern und kam immer gut zurecht. Und staunte immer wieder, wo ich überall landete und mit welchen Leuten ich plötzlich zu tun hatte – im positiven Sinne. Politik war mir ein Graus. Dieser Links – Rechts Schwachsinn und dieses krampfhafte Anti-Nazigetue, diese gruseligen Kampfemanzen in lila Latzhosen und diese Anstandsdamen und Hohepriester der Moral usw, ließen mich immer schon nichts Gutes ahnen. Daß es aber SO schlimm wird, hat mich aber doch überrascht. Und zwar leider in Bayern. Im Frühjahr 2020 kämpfte ich, ,zunehmend verzweifelt, um Hartz4. Notgedrungen musste ich fast alles Hab und Gut verhökern, der Rest wurde mir weggepfändet. Als ich ab August 2020 endlich Hartz4 bekam – auch hier wurde betrogen also vorenthalten,was nur ging – und natürlich nixht rückwirkend zum Antragsmonat März gezahlt – sammelte ich längst Pfandflaschen und klaute wie ein Raabe. Und es wurde alles immer schlimmer. Wie sollte ich mich ohne Geld wehren ? Anwalt ? Ja klar, Prozeßkostenhilfe, Beratungsgutscheine… haha. Jetzt stehe ich da, ,ohne Instrumente, ohne Auto, dafür mit fünfstelligen Schulden, jeder Menge Anzeigen, kurz vor der Obdachlosigkeit und einer 19jährigen Tochter in der Psychiatrie. Sie hat seit 2020 drei Suizidversuche nur ganz ganz knapp überlebt. Aber wen interessiert die ganze Scheiße schon ?
Das war eine symphatische Runde mit klugen, abwägenden Leuten. Ja, unter Musikern ist es oft angenehm und gesellig. Vielleicht weil Musiker mehr als alle andere wissen, daß sie nolens volens in jedem Moment ihrer Ausübung Konkurrenten sind – oder zu solchen gemacht werden. Und daß sie dies nicht in ihren Umgang miteinander einfließen lassen sollten, weil dieser sonst ungenießbar wird. +++ Gerne wieder solche Runden, ABER bitte an anderer Stelle. +++ Ich persönlich wünsch mir diese Sendeposition möglichst kompakt und zielgerichtet. Diesmal viel zu viele loose ends. Über jeden der angetippten Punkte kann man ganze Studiengänge belegen – und käme trotzdem zu keinem Ende. Ein klar herausgeschältes Thema und sich darein vereinbeißen, das wär meins, jedenfalls auf dieser Position. (Ich bin sicher, daß jeder in der Runde dazu genügend Expertise besäße, es lief nu halt mal so.) +++ Besser sollte Achgut einen weiteren Podcast anbieten, zum Beispiel: „Mäandern mit Gerd“, gern auch über zwei Stunden. Dann lohnt es sich wenigstens den Roten aufzumachen. In diesem Sinne!
Einer der Mitdiskutanten hat eine sehr treffende Aussage getätigt, sinngemäß: Die Musik von heute ist seelenlos und irgendwie austauschbar.
Absolute Zustimmung. Roger Waters ist ohne Zweifel ein übler Antisemit, aber sein Gitarrensolo in „Perfectly Numb“ von Pink Floyd überwältigt mich jedes Mal aufs Neue.
Und wo ist der echte, der leidenschaftliche, von einem Menschen mit Seele gesungene Soul hin, den für mich Tina Turner in „Let’s Stay Together“ so wunderbar verkörpert?
Solche Musik gibt es heute nicht mehr, dafür flache Schnullibullimusik, vorgetragen dazu in larmoyantem Tonfall und depressive Stimmung verbreitend. Ein Trauerspiel in jeder Hinsicht.
Ich hatte gedacht, die Achse würde gerade nicht in Klischees denken. Und dann wird hier Skepsis geäußert, ob unter den Achse-Lesern Death-Metaller sind? Tsk, tsk, tsk. Die Achse lese ich erst seit 2004. Death Metal höre ich mindestens seit Anfang der 90er. Selber denken tue ich zum Glück schon etwas länger.
Bestätigen kann ich, dass bisher alle Death-Metal-Musiker mit denen ich mich vor oder nach einem Konzert unterhalten hatte, als nette Menschen rüber kamen. Allerdings scheint mir, dass Metalfreunde höchstens unwesentlich konservativer sind, als der Bevölkerungsschnitt. Verklärte Sozialromantiker, grüne Spinner, Kulturmarxisten und bedingungslos Regierungsgläubige gibt es leider auch unter Metallern mehr als genug (und manche fallen sogar unter alle vier dieser Kategorien). Der Vorteil auf einem Metal-Konzert ist höchstens, dass man dort niemanden trifft, der just an diesem Abend über Windräder oder Gendern reden möchte.
N.B.: Pavor schätze ich sehr, auch wenn es meines Erachtens nicht unbedingt besonders genre-typisch für Death Metal ist. Darum lausche ich jetzt gerade der „Furioso“ und wünsche allen anderen ebenfalls einen schönen Sonntag.
Den Deutschen wurde der Gesang und Musik gründlich ausgetrieben. Wer sich mit den Inhalten von Peter Michael Hamel und allgemein Prosodie befasst, wird es erkennen können. Dazu auch die Basken, die sich mittels Gesang über Kilometer entfernt unterhalten. Es gibt eine spezielle Musikrichtung und Gruppen, Gamelan die harmonische Oberwellen erzeugt und für mich extrem gut zur Entspannung ist, erst recht wenn ein Tinitus nervt. Frau Binning sollte sich ein besseres Mikrofon für den PC kaufen. Ich konnte kaum etwas verstehen und dann noch nach ihr wurde brüllend laute Werbung eingespielt. Meine Ohren sind abgefallen, echt krasser Unterschied. Sorry ich musste abschalten. Ein Toningenieur ist ein wichtiger Beruf der teils automatisiert wurde und als kostenlose Spectrum Analyser Software für den PC gibt. Ein Maler deckt ab, ein Künstler auf. Dank Bertelsmann Zotte wurde der gesamte Kulturbereich von Nord bis Süd restlos neoliberal kommerzialisiert, Kultur als Profit Unternehmen. Siehe in Hamburg die viel Geld Disharmonie und das elitäre Gehabe oder weltweite die gleichen Musicals. Kennst eins, kennst alle. Kleine Musikgruppen finden keinen Übungsplatz und wenn doch, sind diese sehr teuer. An dem Zustand sind großteils die GEZ Gebühren schuld. Sie haben die gesamte Musikkultur okkupiert. Deutschland und seine fatale Unkultur in allen Bereichen ist am bitteren Ende. Einzig existiert die klösterliche Arbeitskultur.
Für mich eine der Top Ten Sendungen
… Besten Dank