indubio / 28.08.2022 / 06:00 / 30 / Seite ausdrucken

Indubio Folge 239 – Die Unfähigkeit zu gedenken

Über den Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin am 19. Dezember 2016 und bei den Olympischen Spielen 1972 in München spricht Gerd Buurmann mit dem Journalisten Chaim Noll aus Israel und der Sprecherin der Opfer und Hinterbliebenen des Anschlags in Berlin, Astrid Passin. Wie geht Deutschland mit dem Terror um und vor allem mit der Trauer.

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Sabine Heinrich / 28.08.2022

Ich konnte diese Folge bis jetzt nur bis zur 34. Minute hören, daher wegen der fortgeschrittenen Zeit (23.30 Uhr) dennoch schnell ein Kommentar. Wie sich im Fall des mörderischen Attentats vom Breitscheidplatz die Regierung - allen voran die eiskalte Kanzlerin - verhalten hat, ist nicht zu ertragen! Der “richtigen” Opfer (3 Muslime durch Rechtsextreme ermordet - wie in der schleswig-holsteinischen Kleinstadt Mölln) wird auch nach fast 30 Jahren noch regelmäßig gedacht, eine Straße wurde nach einem der Opfer benannt, an dem Haus ist eine riesige Erinnerungstafel angebracht. Mölln hat sich dem “Kampf gegen Rechts” verschrieben (von Linksextremismus ist hier natürlich auch nichts zu vernehmen, die “Omas gegen Rechts” haben hier natürlich auch ein Quartier) - und ich vermute einmal, dass am 30. Jahrestag, dem 23.11.,  nicht nur in den Nachrichten Norddeutschlands, sondern in der Tagesschau an dieses Verbrechen erinnert wird. - Die Opfer muslimischer Täter (Ermordete, Verletzte, Vergewaltigte) - bitte möglichst schnell vergessen, bitte möglichst keine Gedenkstätten errichten oder auch nur Erinnerungstafeln anbringen. Keinesfalls bitte in den Medien an sie erinnern! Es gibt eben Opfer, die dauernder Erinnerung und dauernden Gedenkens wert sind - und dann eben die Ermordeten vom Breitscheidplatz oder der ermordete Junge, der von einem fanatischen (selbstverständlich psychisch kranken) Moslem in Frankfurt zusammen mit seiner Mutter vor einen einfahrenden Zug gestoßen und getötet wurde - um nur zwei von inzwischen unzähligen Verbrechen zu erwähnen, die hier speziell seit 2015 von kriminellen Muslimen an unserer Bevölkerung verübt wurden. Ich könnte nur noch ko…n! - Herzlichen Dank besonders für Frau Passin für ihren unermüdlichen Einsatz für die Opfer des Mordanschlags vom Breitscheidplatz! Ich werde mir gleich die Sendung zu Ende anhören. - Übrigens: Ich finde es wichtig, dass die Opfer ein Gesicht bekommen - und nicht die Täter unendliche Aufmerksamkeit erhalten!

Ulla Schneider / 28.08.2022

Daß man in meinem Land um Empathie betteln muß........... Herr Buurmann, danke für die Sendung!

lutzgerke / 28.08.2022

Ich habe einige Kommentare gelesen und habe das Gefühl, wir leiden an systematischer Blindheit: “Bombardieren wir Somalia! Walt Zlotow Weiß auch nur einer von hundert Amerikanern, ja einer von tausend, dass wir seit 15 Jahren Somalia, das 7.800 Meilen von unserem Heimatland entfernt ist, bombardieren? Das liegt daran, dass wir Somalia praktisch im Geheimen bombardieren, ohne dass das amerikanische Volk davon erfährt. Unsere Regierung nimmt die Angriffe kaum zur Kenntnis. Die Medien halten die Bombardierungen praktisch unter Verschluss. ” / Informationen über geheime Kriege muß man suchen. Und wer steckt dahinter? Unsere besten Freunde. Aber dafür muß man erstmal wissen, wo die geheimen Kriege stattfinden. Ich war auch erst kürzlich und durch Zufall auf Somalia gestoßen. Das halbe Land läuft heute in Militäruniformen herum und macht den Macker und die andere Hälfte sitzt vorm PC und organisiert Videokriege. Der Terror ist allgegenwärtige und ich erspare mir, aufzulisten, was ich auf der Straße sehe. Woher bitteschön soll hier noch ein echtes Gefühl kommen? Die Ukraine wird auch nur benutzt. So zu tun, als leide man mit, das halte ich für die schlimmste Heuchelei.

Friedemann Lux / 28.08.2022

Es ist einfach beschämend.Vielen Dank,daß Sie zum Schluß die Namen der Opfer verlesen haben.

Frances Johnson / 28.08.2022

@ D. Wehleit: Schließe mich an.

Franz Klar / 28.08.2022

@Hans-Peter Dollhopf : Jetzt haben Sie also “den Foristen-Trend gecheckt” und gleich zwei Schlußstrichzieher mit schlechter Sozialprognose geoutet ... Ihre Wachsamkeit ist unsere Leere der Geschichte !

D. Wehleit / 28.08.2022

Berührend am Ende die Namen der vielen Opfer zu hören. Vielen Dank, Herr Buurmann!

Friedrich Richter / 28.08.2022

Ich kann mir vorstellen, dass in Israel Terroranschläge die Politik des Staates, der den Terror entschieden bekämpft, legitimieren. Logischerweise steht die Bevölkerung dahinter. In Deutschland ist es anders. Terroranschläge zeigen auch dem naivsten Beobachter, dass die verlogene Politik scheitern muss. Man verkündet die Veranrwortung Deutschlands Israel und den Juden gegenüber, zugleich herrscht latenter Antisemitismus bis in Regierungskreise, Man lädt scharenweise Menschen ein, in deren angestammten Kulturkreisen nicht nur der Antisemitismus, sondern die Feindschaft anderen Religionen und natürlich auch dem Atheismus gegenüber einen festen Platz hat. Anschläge, Opfer und deren Angehörige sind da einfach lästig, man versucht, geräuschlos darüber wegzukommen. Dieses Verfahren ist uns aus der DDR wohlbekannt. Angehörige von Opfern amoklaufendet sowjetischer Militärangehöriger, dubioser Flugzeugabstürze oder von Industriekatastrophen können das bestätigen Da bestimmte die Staatsmacht, ob und wie getrauert werden darf.      

Magdalena Hofmeister / 28.08.2022

Das große Schweigen seitens der Regierung im Bezug auf den Breitscheid-Platz-Anschlag war nicht anderes als ein Mitschuldeingeständnis, bzw. das sich Wegducken vor dem Zugeständnis der eigenen Mitschuld. Man hat die eigene Bevölkerung bewusst geopfert und opfert sie noch immer für die Sache der Ideologie des uneingeschränkten Gutmenschentums, die sich ja nicht mehr nur beschränkt auf unkontrollierte Grenzen für alle die Asyl schreien, selbst wenn man sehr gut weiß, dass bei der ganzen Schwemme aus Ländern mit einer Religion, deren Kern es ist, Hass gegen alle Menschen, die dieser Religion nicht angehören, zu schüren und Mord zur “Verteidigung” derselben Religion gutheißt. Man versucht ja nicht einmal dafür zu sorgen, wenigstens schnell und unkompliziert bereits als Straftäter in Erscheinung getretene Asylbegehrer auszuschaffen. Darum ist es nur natürlich, dass Politiker anderer Länder nicht diese Schwierigkeiten haben, auf die Opfer der Terroranschläge zuzugehen. Allerdings können Politiker auch in Zukunft wohl beruhigt sein. Die Opfer ihrer Politik werden ihnen nicht das Fell überziehen, wie es sich eigentlich gehörte. Der Großteil der Bevölkerung hat ja mitgeklatscht und macht mit beim Verdrängen der beunruhigenden Wahrheit. Der Großteil der Bevölkerung will es selbst nicht wahrhaben, was sie den Generationen nach sich aufgebürdet haben. Die igeln sich lieber ein, wiegen sich selbst ins Schlafschaflied mit den üblichen Sprüchen, dass ja alle Religionen irgendwie gleich gefährlich wären, lesen lieber nicht zur Selbstaufklärung als Nachtlektüre den Koran, denn der könnte ihnen den Schlaf rauben, was sie durchaus erahnen. Lieber ziehen sie sich die rosarote Schlafbrille an und die Nachtkappe auf, in der Hoffnung dass die auch als Tarnkappe wirkt, und beten, dass sie die Wahrheit nicht irgendwann jäh aus dem Schlaf des Guten Menschen weckt.

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