indubio / 07.08.2022 / 06:00 / 36 / Seite ausdrucken

Indubio Folge 236 – Preppen für den Blackout

Gerd Buurmann spricht mit Sven Parthum über die Vorbereitungen für den Ernstfall. Was, wenn der Strom für längere Zeit ausbleibt? Wie kann man sich für den Blackout vorbereiten? Später im Gespräch kommt noch der Achse-Autor Manfred Haferburg hinzu und beantwortet unter anderem ein paar weitere Hörerfragen bezüglich der letzten Folge rund um den Atomausstieg.

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Leserpost

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Silas Loy / 07.08.2022

Wenn sie nicht mehr sagen können, dass sie mit den Verdunkelungen von Sehenswürdigkeiten viel Strom sparen, werden sie sagen, sie wollten lediglich ein Zeichen setzen. Also praktisch eines, das man nicht sieht, vor allem, wenn man es nicht kennt. Werden sie dann ausgelacht, dann war es eben Satire. Diese Satiriker wollen ja jetzt auch wieder Feinstaubmasken vorschreiben für Leute, die nicht “frisch geimpft” sind, damit Leute, die “frisch geimpft” sind, vor ihnen geschützt sind, obwohl sie “frisch geimpft” sind. Oder war es umgekehrt?

Hans-Peter Dollhopf / 07.08.2022

Herr Burig, auf Ihre kritische Anmerkung zu meinen Leserbrief erlaube ich mir ebenfalls einzugehen, da ich mich durch Sie missverstanden sehe. Der “Witz” an einem Blackout, so will ich es einmal nennen, mit allen Folgen für Mensch und Gesellschaft, ist, dass die von ihnen getrennt existierende Natur davon gar nichts spüren wird. Der Mensch hat sich von der Natur entkoppelt. Versagen nun seine dafür eingerichteten Vorsorgeanstrengungen zur “künstlichen” Aufrechterhaltung der Reproduktion - und dazu zählen eine Infrastruktur, elektrischer Strom und fließend Trinkwasser und und und - dann betrifft der Schaden allein seine künstliche Sphäre. Aber Tier und Pflanze in Deutschlands Rest-Natur werden im kommenden Winter vollkommen unbeeindruckt davon bleiben, wenn es in Deutschlands Haushalten kein Gas und keine Elektrizität geben sollte, verstehen Sie? Sie können nicht einfach behaupten, wir seinen keine “Meister” der Evolution, da unsere tägliche Realität den beeindruckenden Gegenbeleg darstellt. Sie können das einfach nicht übersehen haben, oder haben Sie? Wo kommen Sie her? Sind Sie aus dem Dschungel Brasiliens, wo sie nackt unter einem Laubdach saßen??? Die Idee, die Ihnen an meinem Leserbrief nicht der Kritik würdig war, ist, ich zitiere mich also selbst: “Der Mensch ist beständig reproduktiv, indem er sich einfach nur von seinesgleichen abhängig macht”. Aller Reichtum - alle Unabhängigkeit von natürlichen Prozessen des Vergehens, von den Launen des Wettergeschehens in einem Ahrtal etwa - entspringt dieser gesellschaftlichen Bezogenheit aufeinander. Und die muss am reibungslosen Funktionieren gehalten werden, sonst ist es aus! Und daraus ergeben sich Lehren. Etwas die: Lasst es nicht soweit kommen, dass Eure Gesellschaft von linken und grünen Spinnern transformiert wird: Ein paar Jahrzehnte später werdet Ihr sonst wieder auf dem Niveau von Feldhamster, Wildgans und Laubfrosch ankommen!  In der ewig auf Eure Rückkehr wartenden Evolution: Mutter Natur.

S. Marek / 07.08.2022

Für jeden Häuschen Besitzer bzw. Mieter ist Vorbereitung auf so ein Notfall relativ einfach zu handhaben, aber unsereins wohnt meistens in der Stadt im Mehrfamilienhaus bzw. Hochhaus. Da sind die Möglichkeiten sich auf so ein Notfall gar-nicht gegeben.  Der Keller ist meist bereits voll da meistens relativ klein, eine Gaskochstelle in der Wohnung ist wegen Explosionsgefahr verboten und auch auf der Terrasse/Balkon nicht erlaubt.  Auch ein Bargeld Notfallgroschen, Bankautomaten funktionieren nicht,  wird nicht viel helfen da kaum ein Lebensmittelladen Strom-unabhängig funktionieren kann. Und w.g. dem Ausfall der Wasserspülung der Toiletten schlage ich vor rechtzeitig Nachttöpfe zu besorgen und diese direkt in die Kanalisation zu entsorgen. Das ist trotz der Peinlichkeit und dem Straßengestank bessere Lösung als im 17-ten bzw. 18-ten Jahrhundert direkt aus dem Fenster auf die Straße zu kippen. Das kommen und gehen im Treppenhaus wird nicht lustig.  Die Berliner können es wenigstens direkt vors Parlament kippen.

Renate Bahl / 07.08.2022

Also ein wichtiger Aspekt der gar nicht angesprochen, wurde, ist die Hygiene. Jeder weiß doch, dass man zur Toilette muss. Allerdings wird bei einem Blackout keine Klospuelung funktionieren! Und die Mehrheit hat nun mal nicht das Glück ein Grundstück zu besitzen um eine Grube zu graben. Sicher ist es wichtig, ausreichend Lebensmittel und Wasser vorzuhalten. Aber das ganze Ausmaß eines Blackouts ist doch vielschichtiger. Die Krankenhäuser verfügen über Notstromaggregate. N.m.K aber nur für 4 Stunden. Was passiert z.B. mit Dialysepatienten? Was mit Menschen, die in Fahrstuehlen oder Zuegen festsitzen? Man kann weder Rettungswagen noch Feuerwehr noch Polizei rufen! Die Tipps hier bei dieser Sendung kamen mir viel zu seicht vor, da bin ich bereits besser vorbereitet. Und das Problem von Pluenderungen und damit der Sicherheit kam auch zu kurz. Jeder kann sich auch ausmalen, dass es Wochen wenn nicht Monate dauern wird, bevor die Supermärkte überhaupt wieder Waren anbieten können.

Sam Lowry / 07.08.2022

Totaler Schwachsinn. Was hilft es mir, wenn ich Lebensmittel für eine Woche oder einen Monat habe, und danach trotzdem aus ist? Zudem lockt der Geruch von Essen und Feuer genau die an, die ich hier nicht haben will! Preppen ist totaler Unfug…

Fred Burig / 07.08.2022

@Hans-Peter Dollhopf:”...  Der Mensch ist fähig, Mittel zu erfinden, die ihn von der Mechanik der Evolution befreien - bis zu dem Moment, an dem er die Kontrolle über die Komplexität des Vorganges verliert! ” Menschen die Fähigkeit zuzuschreiben, derzeit Mittel zur Befreiung von der Mechanik der Evolution erfinden zu können, halte ich für etwas zu hoch gegriffen! Ist der Mensch denn bisher schon in der Lage gewesen, die Evolution überhaupt vollständig zu erfassen? Punktuelle Erfolge sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass die von ihnen angesprochene Komplexität derzeit noch alle Möglichkeiten der besten Computermodelle übersteigt! Denn Computer sind bislang NUR so “intelligent”, wie seine Programmierer. Und da ist eben auch die “Schwachstelle” zu verorten - Gott sei Dank - sonst würde ihre Aussage bald Realität! MfG

Jutta Schäfer / 07.08.2022

Wie in einigen Beiträgen angeklungen habe ich auch gewisse Schwierigkeiten mit der Sprechweise von Herrn Buurmann und dessen übermäßiger Betonung der Wortendungen. Es mag damit zusammenhängen, dass man sich zu sehr an eine schludrige Aussprache mit dem Verschlucken der Endsilben gewöhnt hat, aber mir klingt das zu sehr bemüht, überkorrekt. Inhaltlich finde ich aber, dass er einen ausgezeichneten Job macht.

Jutta Schäfer / 07.08.2022

Wenn es hart auf hart kommt, dann sehe ich die Ostdeutschen (zumindest die älteren) schon ein gutes Stück vor den Westdeutschen. Der Unterschied ist ganz einfach deren Sozialisation im Mangel, der Zwang und somit auch die Fähigkeit zu improvisieren, verbunden mit einer guten Ausbildung. Alle diese Fähigkeiten habe ich (Westdeutsche) an Ostdeutschen kennen und schätzen gelernt. Dazu kommt ein guter “Riecher”, die Propaganda des ÖRR als das zu erkennen, was sie ist. Darin ist das ostdeutsche Ohr einfach besser geschult. Wo es in jedem Fall mangelt, das kam mir etwas zu kurz in dem Beitrag, nämlich die Tatsache, dass eine Großkrise wie ein länger andauernder Blackout nur in einer Gruppe gemeinschaftlich zu überstehen ist. Und genau da wird es haken.

Sabine Heinrich / 07.08.2022

@Robin Schürmann: Es ging mir ganz ähnlich wie Ihnen, habe aber nicht “vorgespult”, sondern abgeschaltet. Die etwa 7 Minuten des Gesprächs, die ich mir angehört habe, waren mir zu unernst; ich empfand den einen Teilnehmer als unangemessen fröhlichen Plapperer. Nun - mein Problem. - Auch ich vermisse Herrn Müller-Ullrich schmerzlich.

Burkhart Berthold / 07.08.2022

Das Gute vorneweg: Der Blackout ist nach wie vor unwahrscheinlich. Aber unwahrscheinlich war es auch, dass ein Ozeandampfer einen Eisberg rammt. Doch als es dann passierte, war diese Unwahrscheinlich kein großer Trost. Also ist es zweckmäßig, ein Rettungsboot zu besitzen. Manch gute Gedanken wurden in der Diskussion angesprochen. Betonen sollte man vielleicht, 1) dass man sich in der Krise besser zusammenschließt. In jeder Nachbarschaft gibt es Leute mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Ausrüstungen. Der eine oder andere Mann wird sich an eine solide infanteristische Ausbildung bei der Bw oder bei der NVA erinnern. Möglicherweise hockt irgendwo in der Nähe ein Hobby-Funker, irgendwo wird auch ein Arzt oder Sani wohnen. Es muss nicht jeder alles können, aber für alles jemanden kennen. Das Vorbereiten eines tragfähigen sozialen Netzes beginnt - eigentlich selbstverständlich - schon in Friedenszeiten. 2) Klug ist der Rat von Herrn Haferburg des Besser-unauffällig-bleibens. 3) Tips zur guten Ausrüstung gibt es viele, ebenso Bücher zum Thema. Was nicht fehlen sollte, ist ein Wasserfilter. Hier kann der alte Infanterist, der aufgepasst hat, eine Filterkiste basteln; alternativ (und ergänzend) kann man gute (und teure) Wasserfilter kaufen. 4) Die Frage der Selbstverteidigung sollte man vielleicht etwas ernster nehmen: Der Hinweis darauf, dass man sich als Pazifist verstehe, ist wenig hilfreich. Die Leute, die möglicherweise plötzlich im Garten stehen, weil sie vom vergnügten Rattern des Stromerzeugers angelockt wurden, verstehen sich selbst vermutlich ganz anders. Da es möglicherweise auch rein sprachliche Probleme gibt, sie hinauszubitten, wäre eine Bevorratung von geeigneten Mitteln zum force multiplying bedenkenswert. 5) Join your local Schützenverein. Es ist einfacher, als man denkt. Auf jeden Fall: Zusammenschließen!

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