indubio / 18.09.2022 / 06:00 / 70 / Seite ausdrucken

Indubio Folge 242 – Das Ende der Gemütlichkeit

Wer heute zweifelt, ist gleich ein Extremist, Querdenker, Schwurbler oder Covidiot. In der Coronazeit scheint die Gemütlichkeit der gepflegten Debatte gestorben zu sein. Über diesen Verlust spricht Gerd Buurmann mit dem Unternehmer Horst Lüning und dem Politikwissenschaftler Werner Patzelt.

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Horst Kruse / 18.09.2022

” In dubio ” hat nach dem Abgang von Müller Ulrich unheimlich stark nachgelassen . Ich bevorzuge jetzt ” Kontrafunk “.

Peter Woller / 18.09.2022

Es wird nur auf die schwarzen Schafe der AfD eingeschlagen. Auch hier auf der Achse. Die schwarzen Schafe aller anderen Parteien werden als gegeben hingenommen. Sozusagen als ein Naturschauspiel. Und die dürfen dann auch so viel Schaden anrichten, wie sie wollen. Es sind ja schwarze Schafe sogenannter “demokratischer” Parteien. Ich find das nicht witzig.

Hans-PeterDollhopf / 18.09.2022

Herr Patzelt schenkt nach meiner Meinung der qualitativen Veränderung, die das politische System der Bundesrepublik erfahren hat, wie sie Hans Herbert von Arnim in den Hebeln der Macht analysiert, keine Beachtung. Auch ein Aljaksandr Lukaschenka hat Angst vor dem Volk. Man muss sich erinnern ,dass die Herrschaft während der Coronazeit, welche ja in Deutschland noch überhaupt nicht vorbei ist, sondern von genau dieser Herrschaft in diesen Tagen verlängert wurde,  angedacht wurde, ob Wahlen stattfinden dürften! Die Realität des kommenden Winters kann dier “Gemütlichkeit”, mit der hier herrschaftskommode Interpretationen angeboten werden, durchaus mit Gewalt die Türe eintreten und einen Reset auslösen, der einen ehrlichen Neuanfang erlaubt. Oder nicht.

Ymme Schaffner / 18.09.2022

Ich habe immer weniger Lust, dieses Indubio zu hören. Warum nur? Als erstes schon mal geht mir die betuliche, belehrende Art von Herrn Buurmann gehörig auf den Keks. Herr Buurmann, sehr viele Hörer dieses Kanals haben mindestens den gleichen Bildungsstand wie Sie und brauchen keine altjüngferlich-gestelzte Instruktion, sondern erhoffen sich eine erfrischend-informative, humorvolle Diskussion wie mit Burkhard Müller-Ehrlich. Eben. Und: “Ein besseres AfD-Bashing findest du überall”, sagte die Katze.

Hans-PeterDollhopf / 18.09.2022

Die Erläuterungen von Werner Patzelt zur Funktionsweise des politischen Systems sind zwar sehr bedenkenswert, sie berücksichtigen nach meiner Meinung aber nicht entscheidende Veränderungen. Die Bundesrepublik hat ja Souveränität an Brüssel abgegeben in dem der Rat, die Kommission, ein “Gerichtshof”  und ein Beamtenapparat illegal herrschen. Der deutsche Regierungs- und Parlamentsbetrieb ist nun mal leider nicht mehr dem Volk verpflichtet.  Und nur weil die Souveränitätsabgabe im ins Grundgesetz geschrieben wurde,ist sie doch nicht legal. Schäuble fuhr, ,als er noch Minister war, jahrelang zu den EG-Ministertreffen,  wo man Richtlinien beschloss, ohne dass einer der Teilnehmer gewählter Gesetzgeber war: Das war alles illegal!  Die Arbeit des heutigen Bundestages besteht oft doch nur noch darin, die Verordnungen aus Brüssel als Gesetz zu verabschieden. Der Krieg gegen die AfD begann ja damit, dass sie EU-kritisch auftrat und nicht, weil sie nazi gewesen wäre. Unterschiedliche Interpretationen des Widerstandsrechtes kommen da leider ein paar Jahrzehnte zu spät. Der wahre Widerstand wird nur noch aus der Realität kommen. Und wenn Herr Patzelt das Existenzrecht Waffen tragender Amerikaner in die Zeit der Gründeranarchie der USA einordnet, dann passt das doch sehr gut zu den Zuständen, die nach vierzehn Tagen Blackout in der “Zivilgesellschaft”  herrschen werden - dann ist nämlich Wild West!

Arne Ausländer / 18.09.2022

Die aggressive Apologetik Herrn Patzelts nervt, auch weil sie allzu viele Ähnlichkeiten mit Tönen hat, die ich aus meiner (DDR-)Jugend kenne. Wie damals, so jetzt: manche Argumente haben einiges für sich, blenden aber wesentliche Aspekte aus. Anderes stimmt schlicht nicht, wie z.B. die Erklärung des US-Waffenrechts aus der Wildwest-Situation 100 Jahre nach dem Unabhängigkeitskrieg. Das Recht der Bürger dort hatte immer explizit den Sinn des Schutzes gegen Tyrannei, nicht (vorrangig) den Selbstschutz bei Fehlen effektiver Staatsmacht. Ob diese Unwahrheiten wider besseres Wissen oder irrtümlich vertreten werden, ist kaum zu unterscheiden - damals wie heute. In jedem Fall: eine sinnvolle Diskussion realer Probleme ist so kaum möglich. Schade.

Th. Wagner / 18.09.2022

Hr. Patzelt hat irgendwie wohl einen idealen Politiker vor sich. Kein vernünftiger Mensch, der etwas zu leisten bereit ist und sich dafür anstrengend will, würde heute noch die Ochsentour durch die Parteihierarchie machen.  Sich mit so viel menschlichen Hickhack, mobbing wie es neudeutsch heißt, bei so viel Unkenntis und blabla durchsetzen braucht sehr starke Nerven, eine Selbstüberheblichkeit, eine gewisse Menschenverachtung und einen Hang zum Selbstmasochismus - dann kann man wohl in dem Parteienklüngel erfolgreich sein. Achso eine weitere Voraussetzung hatte ich vergessen: die Abwesenheit von Ehrlichkeit.

giesemann gerhard / 18.09.2022

@Volker K.: Stimmt, die Russen nach ‘45 haben uns den Arsch gerettet - weil sie den Westmächten noch gefährlicher erschienen als die deutsche Bestie.  Sogar Churchill meinte: Womöglich haben wir das falsche Schwein geschlachtet. Obwohl er natürlich wusste, was zB in Bergen-Belsen geschehen war. Die Deutschen haben einfach nur unverschämtes Glück gehabt, das ist alles. Schwein eben. Stalin aber meinte, auf großen Plakaten aufgestellt: Die Hitlers kommen und gehen - das deutsche Volk bleibt bestehen. Können wir heute ja auf Putin und das russische Volk anwenden ... .

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