indubio / 15.05.2022 / 06:00 / 46 / Seite ausdrucken

Indubio Folge 224 – Über das Gehasstwerden

Die Publizistin Birgit Kelle und der erfolgreiche Twitter-Influencer Ali Utlu diskutieren mit Gerd Buurmann über das Gehasstwerden, Gendergaga, Islamismus und die Wahl des kleineren Übels in NRW. Ein fulminantes Gespräch.

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Helmut Driesel / 15.05.2022

  Genau, zuerst muss das Kind in den Brunnen, damit es dann jemand retten kann. Das könnte auch die innere Haltung unserer Ministerin für Bären und Böcke auf der Nato-Konferenz sein. Halt, das geht ja gar nicht, solche gemeinen Wortspielereien wie etwa auch das beliebte “Klabauterbach” könnten ja den falschen Eindruck erwecken, dass damit nur Hass verborgen werden soll. Wenn jemand zugibt, er spüre Hass, dann weiss eigentlich jeder, dass das limbische System, das die Gefühle produziert, unwillkürlich funktioniert. Es ist so eine Art Lackmustest, der die eben gedachten Gedanken einfärbt. Man kann also Hass gar nicht präventiv verbieten. Aber man kann lernen, damit positiv umzugehen, seinen Hass sozusagen mit Vernunft einzuhegen, das hat, glaube ich, Eugen Drewermann mal gesagt. Soweit ist unsere Außenministerin aber wohl noch nicht. Das ist nämlich eine mentale Leistung, zu der nicht jeder fähig ist. Es gibt aber viele, die wissen, wie man gleichzeitig liebt und hasst, wie die Liebe den Hass jahrelang klein hält, bis vielleicht vor der Scheidung alle Dämme brechen. Der Drewermann hat auch davon gesprochen, dass man seinen Hass nähren und pflegen oder aber verhungern lassen kann. Wenn die Zeit dafür reicht. Dazu ist es wichtig, seinen Hass zu kennen, ihn zu studieren und zu beobachten. Nicht auf Distanz zu bleiben, seine dunkle Seite zu verleugnen und sich notorisch ins Moralische rauszureden. Solcher Selbstbetrug macht unwürdig. Ich möchte jedenfalls in Ruhe und ungestört hassen dürfen. Alles darüberhinaus Unvorhersehbare möge dann das SEK erledigen. Ich bitte darum. Das ist kein rechtes Statement, ich denke sehr neutral und am bürgerlichen Mittelmaß orientiert, das würden die meisten Grünen und Linken abscheulich finden.

Dieter Kief / 15.05.2022

Naja Heiko Stadler - der Ausdruck “ich weiß nicht so recht, was sich wählen soll” ist in der heutigen Zeit oft ein Platzhalter für: “Ich wähle AfD. ” Der Theater-Kleinunternehmer Gerd Buurmann ist auf Publikümer aus allen Lagern wirtschaftlich angewiesen.

Rudi Hoffmann / 15.05.2022

Wiedermal ein guter Podcast und ....  2 Beteiligte sind genug !

Mike Höpp / 15.05.2022

Hm….ist ja alles richtig und wichtig. Bin wahrscheinlich aber noch weitaus pragmatischer, die Biologie betreffend: ich lege in der Altenpflege eine Windel anders an bei Männlein und Weiblein. Inzwischen widerspreche ich Frau Kelle sogar, denn nicht Männer bestimmen. Heute bestimmen Frauen, was okay ist. Aber es bestimmen zunehmend quasi geschlechtslose Wesen oder vielgeschlechtliche, was okay ist. Was mich zurückführt zu meiner sehr pragmatischen Sicht, wie eng eine Windel anzulegen ist…..

Rolf Lindner / 15.05.2022

Gender bezeichnet ein sozial-kulturelles Geschlecht, das durch gechlechtstypische Verhaltensweisen charakterisiert ist. Mit religionsnaher Dogmatik behaupten Genderideologen, das es Individuen durch gesellschaftliche Normen aufgezwungen wird. Ideologiefrei arbeitende Sexualforscher wie Dörner, Freund, Diamond, Green, Ward usw. haben vor Jahrzehnten herausgefunden, dass die gechlechtliche Differenzirung des Gehirns in einer kritischen Phase im zweiten Trimester einer Schwangerschaft verläuft, nachdem die im ersten Trimester verlaufende physische geschlechtliche Differenzierung abgeschlossen ist. Für Formen psychischer Intersexualität sind u.a. umweltabhängige Disbalancen der Sexual- und Stresshormonproduktion bei der Schwangeren und dem Fötus verantwortlich. Kurios ist die bis in hohe Ämter vorgedrungene genderideologische Realitätsverweigerung in Form des verfassungsrichterlich bestätigten Konstrukts eines dritten Geschlechts. Den Trägern dieser Entscheidung ist nicht klar, dass es sich dabei um die Offenlegung der medizinischen, der ärztlichen Schweigepflich unterliegenden Diagnose einer meistens erblich bedingten sexuellen Entwicklungsstörung handelt, die die genetisch Verwandten mitbetrifft. Das Postulat der freien Wählbarkeit der psychischen Geschlechtszugehörigkeit rückt Homo- und Transsexualität in die Nähe der Psychotherapierbarkeit, die seit langem als unsinnig festgestellt wurde. Absurd ist die Beheimatung der Genderideologie in Kreisen, die die Zuwanderung von Menschen bejubeln, deren soziale Verwurzelung im krassen Gegensatz zur Genderideologie steht. Zu den deutschtypischen Absurditäten gehört, dass ein großer Teil der Bürger “Gender-Gaga” zwar ablehnt, aber Gender-Gaga-Politiker wählt, als ob die Wähler glauben, dass diese Politiker ausschließlich nur auf dem Gebiet des Genderismus gaga sind.

Heiko Stadler / 15.05.2022

Wenn ich 50 Jahre zurückdenke, dann fällt mir ein Spiel ein, bei dem man verloren hatte, wenn man ein bestimmtes Wort aussprach. Dieses Spiel wurde bei Indubio (vermutlich unbewusst) gespielt. Es begann damit, dass der Moderator sinngemäß sagte: “Heute sind Wahlen in NRW und ich weiß nicht, was ich wählen soll”. Es ging weiter mit Sätzen wie “alle Politiker denken nicht mehr zu ende” und “es gibt keine Politiker mehr mit wirklicher Lebenserfahrung” usw. Ali Utlu sprach das Unwort, das mit A beginnt und mit D endet, einmal aus. Vermutlich darf er jetzt keine Talkshow mehr besuchen.

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