Gerd Buurmann spricht mit dem Blogger Roger Letsch und dem Anwalt Joachim Steinhöfel über Zensur und das bedrohte Recht auf freie Meinungsäußerung, den Kauf von Twitter durch Elon Musk und die Pläne für ein Wahrheitsministerium.
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Ich seh schon Anna Lena, Joachim und Hendrik gemeinsam Plastiksoldaten bemalen. Ernsthaft, diese Frau ist weder fachlich noch charakterlich ihrem Job auch nur halbwegs gewachsen, eigentlich ist sie nur eine arrogante, cholerische Hausfrau mit abgebrochenem Studium und einem Sprachfehler. Niemand ist von Putins Angriff begeistert, aber der Grund ist nicht weil er plötzlich verrückt geworden ist, wie sich Annalena das ausdenken tut, ebent, ne? Es wird ein langer blutiger Stellvertreterkrieg mit hohem Eskalationsrisiko für ganz Europa eingerichtet, was auch vom Westen ganz offen betrieben wird. Ich hätte nie gedacht dass ausgerechnet Scholz der letzte Vernünftige in diesem Verein ist. Ansonsten kann man nur hoffen, dass Musk Twitter entmachtet, die Meinungsmacheraristokratie mir den unzähligen Fakeaccounts, die jede winzige Minderheitenforderung als staatsentscheidend durchdrücken kann und auch macht und die Öffentlichkeit vor sich hertreiben, ob Gender, Zuwanderung, cancel culture oder wokism, alles so modifiziert, das es zum Toltalitarismus reicht. Wär schön, wenn dieses Gespenst verschwinden würde.
Für erfolgreiche Propaganda-Arbeit ist es entscheidend, Begriffe zu „besetzen“, die Begriffs-Hoheit zu erlangen. Als Propagandist erfinde ich zwar die Sprache nicht komplett neu, ich bestimme jedoch, wie die Sprache zu verstehen ist, wie Begriffe ausgelegt werden. Zu diesem Zweck „besetzte“ ich diese, bevor mein politischer Gegner diese Begriffe womöglich wahrheitsgemäß, also ihrem tatsächlichen Sinne nach, einsetzt. Dazu gehört der Begriff von „Hass und Hetze“. Ich, als Propagandist, bestimme, was Hass und Hetze sind. Bei der Definition bleibe ich bewusst etwas ungenau, dadurch kann ich die Begriffe benutzen, wann es mir gerade passt. Sie werden nach regelmäßiger Wiederholung nämlich nicht mehr hinterfragt. Man nimmt mir meine Hass- Hetze-Unterstellung ungeprüft ab. Hass und Hetze ist dann etwa gleichzusetzen mit einer „falschen“ Meinung. Mit einer Meinung, die meiner Meinung nicht entspricht. Habe ich jedoch die Begriffs-Hoheit inne, kann ich gefahrlos selber Hass und Hetze verbreiten. Der Gegner kann dieses nicht mehr benennen, da ich ja den Begriff bereits besetzt habe. Ich habe den Begriff bereits „entwendet“. Das bedeutet, dass mir, dem Propagandisten, Hass und Hetze gar nicht vorgeworfen werden können, selbst wenn ich diese schamlos verbreite. Ich jedoch werfe weiterhin meinem Gegner Hass-Rede vor, unabhängig davon, ob er überhaupt „Hass“ verbreitet. Ich interpretiere, was Hass ist. Es ist zu „meinem“ Begriff geworden. Das gleiche gilt für den Begriff der Demokratie. Habe ich diesen Begriff erfolgreich besetzt, bestimme ich allein, was darunter zu verstehen ist und werfe meinem Gegner, wenn er sein zutiefst demokratisches Recht auf Meinungsfreiheit ausübt, eine Verletzung der demokratischen Regeln vor. Ich unterstelle ihm gar, ein Feind der Demokratie zu sein, denn ich bin „Herr“ dieses Begriffes. Und dann wiederhole ich den Vorwurf wieder und wieder. Denn ich besitze die Propaganda-Mittel. Es geht nicht um Wahrheit, sondern um Herrschaft über die Sprache.
Herr Steinhöfel nennt wie nebenbei Putin einen Massenmörder. Gut, kann man so sehen.
Nur dann frage ich ihn und die Runde, die diesen Satz unwidersprochen hingenommen hat und für sich persönlich verdauen mussten.
Hat jemals einer aus diesem Kreis, in den weit verbreiteten Massenmedien in Deutschland, hat da jemals eine Zeitung, ein TV-Sender es gewagt. Nixon und seinen Vietnamkrieg mit hunderttausende Tote und einer ungezählten Zahl an verstümmelten Vietnamesen, missgebildeten Säuglingen durch den Einsatz von biochemischen Kampfstoffen, den einen Massenmörder genannt?
Hat aus der selben Richtung einer Obama, eine Madeleine Albright, den US-Präsidenten, der für den Bombardierung von Jugoslawien den Befehl gegeben hat diese Regierung eine Sammlung von Massenmörder genannt?
Hat jemals die vereinte Front aus USA, England, Saudi-Arabien, den Emirate mit ihrem entsetzlichen Krieg gen den Jemen, haben da die Schlagzeilen in den Medien jemals von Massenmördern geschrieben?
Diese Gefälligkeitsmoral ist unerträglich.
So sehen Massenmörder aus:
In einem kürzlich ausgestrahlen Interview von „60 minutes“, fragte Leslie Stahl : „Soweit bekannt, starben 500.000 irakische Kinder aufgrund unserer Wirtschafts-Sanktionen. War es das Madeleine Albright wert?“ Albright antwortete: „Das war es wert!“ (Quelle: Ausgabe S99-124, „Peace“ 18, July 16, 1999
Dem spleenigen superreichen Musk ist genauso so wenig zu trauen, geschäftstüchtig wie er ist, so kann plötzliche „Redefreiheit“ auch „nur“ ein Geschäftsmodell sein . Es wird sich zeigen wo die Freiheit endet. Ansonsten wer braucht Twitter und der andere Mist?
Es war mir wieder eine Freude, Genuss und Gewinn, diesem heutigen Podcast lauschen zu dürfen.
Genauso stellen sich die Verhältnisse dar; selbstverständlich wurde auch ich -wie viele meiner Freunde und Bekannten- wegen eines oder weniger Kommentars bei Twitter gebannt, bei der Welt gecancelt, bei Telegram ausgeschlossen… Was hatte ich z.B. bei Telegram geschrieben, was zum Ausschluss in der Kommentarfunktion führte: „Ich stehe politisch rechts von der Mitte. Und nun bricht das Einzige was ich von den Linken über all die Jahre noch mitgetragen habe, auch noch in sich zusammen. Deren sogenannte Friedenspolitik“. Das ist knallharte Einschränkung der Meinungsfreiheit. Wer so einen Kommentar zensiert, ist nicht besser als all die Papierkragen, die bereits unter den letzten beiden Diktaturen auf deutschen Boden, an deren Propagandamaschine sich mit Beteiligt haben.
Der Weg in die Hölle wurde schon immer mit scheinbar guten Absichten gepflastert.
Weil Schuld für Grüne letztlich unpersönlich ist, sind alle atomaren Restgefahren nur als dräuendes Geschick real und nicht am Handeln einzelner Personen festzumachen.
Frau Zuenti, Sie schreiben, „wenn sich die motivation elon musks als wahr herausstellt, müssen alle die noch kein twitterkonto haben aus solidarität eines eröffnen“.
Solidarisieren ist nur ein komisches Fremdwort für Zusammenhalten.
Sobald man aber wieder in Muttersprache denkt und spricht und nicht mehr in Fremdwortphrasen, wird etwa die wahre Natur von Zusammenhalten plötzlich wieder natürlich.
Elon ist klar für individuelle Freiheit. Und nicht nur gegenüber den bisherigen Twitterorganisten allein. Er hat dort den (Zitat: Böhmermann) reichen Wichsern Bret, Parag und Ned einfach in die Fresse! Weil er sich die dafür notwendigen Muskel-$s phänomenal antrainiert hat und nebenbei: Twitter ist lange schon nur noch ein übler Witz. Ob Twitter jetzt endgültig verreckt und aus der allerorts trüben Bildfläche der woken Mainstreamer verschwindet? Hey, sch‚ drauf. In einer Podiumsveranstaltung fragte Jan Fleischhauer uns, das zahlreiche Publikum, einmal, wer denn überhaupt einen Twitteraccount besitze. (Natürlich habe ich einen unter falschem Namen, nutze ihn aber aus Ekel vor Twitter nicht.) Keiner hob den Arm. Fleischhauer machte daran den Blasencharakter von Twitter klar. Twitter ist eines der postmodern-endzeitlichen Podien für Wahnsinnige und deren wahnsinnige Follower.
Musk hat sich 40 Milliarden Dollar für seinen genüsslichen Stich in diese Eiterblase gegönnt. Respekt. Kann nicht jeder einfach so.