Prof. Peter Hoeres, Lehrstuhlinhaber für Neueste Geschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, spricht mit Burkhard Müller-Ullrich über den kulturellen Bürgerkrieg an den Universitäten: Lagerdenken, Denunziation, Kontaktschuld verdrängen die wissenschaftliche Freiheit. Gegen diese Tendenz hat Hoeres das netzwerk-wissenschaftsfreiheit.de mitgegründet.
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„Ein Tritt nach unten.“ – - – Prof. Hoeres spricht ab Min. 10 den Polsprung an, die Machtergreifung der reaktionärsten Herrschaftsform, zu der Menschen fähig sind, unter einem ‚Linken‘ Etikett. > Ab Obama I gelang es den politischen Stiftungen und Think Tanks, das Akzeptanzproblem des sich nach dem kurzen „Ende der Geschichte“ manifestierenden Neoliberalismus zu beseitigen. Indem man ihn kurzerhand in eine marxistische Sprache und Methodik kleidete. Zu der Zeit wurden auch die, seit den frühen 70ern in marxistischen /esoterischen Subkulturen gärenden CorrectnessGenderKlimaInvasionRassismus, später noch Virus, entdeckt, und seither gezielt zu heute alles beherrschen Normen bzw. Zurichtungsmethoden aufgepumpt. – - – Daß aus dem Neoliberalsimus der frühen 90er, der heute herrschende, globale Marxistische-Neue-Feudal-Absolutismus hervorging, ist rückblickend erklärbar, als zur selben Zeit, zunächst unabhängig, die CCP erstmals ihren Anspruch anmeldete, die Welt bis zum Jahr 2050 zu beherrschen. In Folge ist Nordamerika und Westeuropa derzeit von einem gleichgerichteten Zivilisationsbruch heimgesucht, dessen Ziel die Transformation, der „Great Reset“ der vertikalen, bürgerlichen Nationalstaaten ist – und damit der Endphase kurz vor dem Polsprung zur horizontalen „One World Global Governance“ der Allesbesitzer/Anywheres, über „No Borders – No Nations“. Außer China. Versteht sich.
Sechshundert Leut‚ für die Wissenschaftsfreiheit – dit iss‘ schon was – ein Grund zur Freude! Chapeau Prof. Peter Hoeres! Dass Die Linke als einzige Partei nicht mitzieht, ist auch eine wertvolle Info (Politbüro, ick hör‚ dir trapsen…). – Auch der Marsch der Historikerzunftmehrheit in die wissenschaftliche Langeweile und Unfruchtbarkeit ist eine deftige (= sehr interessante) Einschätzung. – Peter Truchin und David Goodhart (den Hoeres ausdrücklich nennt) – blicken das alles, übrigens (Dr. Peter Turchin s. Elite Overproduction – er hat ne ganz gute Webseite).
Danke für diese Entspannung.
Zum Stichwort „links“: Früher galt Religionskritik als typisches Merkmal, heute gilt Religionskritik – zumindest gegenüber dem Islam – als ausgesprochen rechts.