indubio / 19.08.2021 / 10:00 / 8 / Seite ausdrucken

Indubio Folge 154 – Wohin treibt Südafrika? 

Der Journalist Wolfgang Drechsler (u.a. Handelsblatt) lebt seit Jahrzehnten am Kap und erklärt im Interview mit Burkhard Müller-Ullrich die Hintergründe der jüngsten Unruhen und die grundlegenden Probleme des schwarzen Kontinents. 

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Hartmut Laun / 19.08.2021

Alles was wir über Süd-Afrika und der Partei den ANC hier hören können, der Niedergang des Landes in allen Bereichen durch eine Partei, warum hat mich das an 16 Jahre Merkel erinnert?

Hans-Peter Dollhopf / 19.08.2021

Herr Müller-Ullrich, das Martyrium von Steve Biko in Police Room 619 scheint wohl vergeblich gewesen zu sein. Was ich Ihren Gesprächspartner Wolfgang Drechsler gerne noch gefragt hätte: Welchen Fußabdruck die Muselmännchen inzwischen in der Gesellschaft Südafrikas setzen? Im Nachbarstaat Mosambik wird in letzter Zeit laut Meldungen ja bereits werbewirksam für Allah gemurxelt. Früher hatte da die Luftwaffe der Buren für Ordnung im Raum gesorgt. Ist die RSA überhaupt noch Ordnungsmacht in der Region? Die Erkenntnisse von Herrn Drexler hätten mich da mal interessiert.

Reinmar von Bielau / 19.08.2021

@A.Blohm: ja, das grundsätzliche Problem beider Staaten ist das Tribalsystem. Hierzulande wird gerne von “Clankriminalität” gesprochen, dort gehört es zum täglichen Leben und je mehr wir von Menschen aus diesen Gesellschaftsstrukturen aufnehmen, desto mehr Clankriminalität haben wir in Deutschland.

Richard Loewe / 19.08.2021

danke, dass ich bei dem Gespräch zwischen zwei alten Freunden zuhören durfte. @ E-F Siebert: ist das ein Witz? Herr Drechsler wird wohl recht behalten, wenn er sagt, daß es wohl ein Wunder braucht, um S-A zu retten. Aber das ist für Deutschland ja auch nicht anders…

Ernst-Friedrich Siebert / 19.08.2021

Herr Müller-Ullrich, leider intervenieren Sie (oft) in Interviews an Stellen, wo man dem Interviewten gern noch weiter zugehört hätte. Schade.

A Blohm / 19.08.2021

Irgendwie sich die Problemlagen von Afghanistan und Südafrika erschreckend ähnlich.

Andreas Mertens / 19.08.2021

Aus dem von Rassisten geleitetenSüdafrika ist seit 1990 (mit dem Ende des Apartheid Regimes) ein völlig “normales” afrikanisches Land geworden. Zur Freude aller Anti-Kolonialisten und Anti-Imperialisten “funktioniert” jetzt Südfrika genau so wie alle anderen afrikanischen Staaten. Zur weiteren Freude der Vorgenannten habenauch ( in überwätigender Mehrheit) die bösen weißen alten Männer und ihre Familien (zuzüglich Know-How und Kapital) das Land verlassen und gingen in die USA, nach Kanada, Australien oder Neuseeland. Klar gibt es immer noch ein paar verbohrte weiße Farmer, aber um deren Wohlergehen kümmert man sich in (nächtlichen) Hausbesuchen. Bald dürfte auch dieses Restärgernis “erledigt” sein.

P. Kiefer / 19.08.2021

Leider wurde in dieser Indubio-Folge das Thema der RSA-Zukunft m. E. ziemlich verfehlt. Beispielsweise kein Wort darüber, dass es eine Sezessionsbewegung der Kap-Provinz gibt. Wären diese Bestrebungen erfolgreich, dann würde das Land zerfallen wie etwa das ehemalige Jugoslawien.  Neben dem ANC gibt es außerdem eine radikalere Schwarzenpartei (EFF = Economic Freedom Fighters), die auf ihren T-Shirts Parolen haben wie “Shoot the Boer” (also salopp gesagt: “knallt den Buren ab”). Es läuft also auf entschädigungslose Enteignung und Vertreibung/Ermordung der noch verbliebenen weißen Farmer, meistens Afrikaaner, hinaus. Damit wäre dann die SRA soweit wie inzwischen Zimbabwe, wo das ja bereits vorexerziert und so der “Brotkorb Afrikas” zu einem Sozialfall wurde. From bread basket to basket case within one generation.  Auch hier wieder einmal Ruinen schaffen ohne Waffen. Fazit: ich sehe schwarz für die RSA.

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