indubio / 18.07.2021 / 08:00 / 42 / Seite ausdrucken

Indubio Folge 145 – Die nächste Welle kommt bestimmt

Carlos Gebauer, Rechtsanwalt und Publizist, und Walter van Rossum, Literaturkritiker und Essayist, diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über unsere erstaunliche Wehrlosigkeit gegenüber den neuen Machtansprüchen der Politik, über das Kuschen von Wissenschaftsorganisationen, Medien und Verfassungsgerichten sowie über die gendersensible Lufthansa, die keine Damen und Herren mehr begrüßt.

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H.Stolz / 18.07.2021

@Thomas Schmied: Genauso ist es. Wir sind zum 2. Mal innerhalb von 100 Jahren bereit, die Errungenschaft der Aufklärung ohne Not wegzuwerfen. Sapere aude - wage es weise zu sein - wird ersetzt durch: Höre und folge dem, der medial den stärksten Druck erzeugt. Die im Podcast angesprochene Dokumentation über Ken Jebsen ist nichts anderes als die moderne Form der Inquisition. Wer so etwas produziert und sendet, ist entweder ein Zyniker oder dämlich. Früher war der Papst für viele Menschen unfehlbar, heute ist es Kleber und Zamperoni. Vorwärts zurück ins Mittelalter.

Rainer Niersberger / 18.07.2021

Positiv ist zu anzumerken, dass inzwischen Luegen als Luegen bezeichnet werden, wobei der Umstand, dass die Politmafia den Demos beluegt durchaus alarmiend sein muesste. Nun ueberwinden wir noch die Hemmung, kriminelle Handlungen als kriminell zu benennen, auch wenn sie von ” oben” begangen werden und “oben” psychoautomatisch in Deutschland immer gut ist.  Es sei denn, die Abschaffung der FDGO oder konkret die Unterlassung notwendiger Massnahmen im Spätherbst /Winter 2020/2021 zum Schutze der Alten und Pflegebedürftigen in den Heimen mit den entsprechenden, mindestens absehbaren, Folgen wuerde als legal gesehen werden, was mich (als Jurist) doch sehr ueberraschen würde.  Zu diesem Zeitpunkt war durchaus bekannt, welches Risikopotential das Virus fuer (sehr) Alte und Kranke besitzt. Bekanntlich, die konkreten, zahlreichen Faelle mit zahlreichen Toten, sind erinnerlich, wurden daraus keine Konsequenzen gezogen.  Fahrlässig ist das Mindeste, bedingter Vorsatz denkbar. Erstaunlich, wie leger man diesen “Versäumnissen” und Folgen umgeht. Aber genauso” leger” wird ja bis heute die Beseitigung der FDGO behandelt, vermutlich eines der ueblichen “Merkelversehen”. Dass sie offen die Beseitigung des (Verwaltungsgerichts) rechtsschutzes als Motiv fuer ihr Ausnahme -, Ermächtigungs - oder Notstandsgesetz, das bis heute! gilt, als Motiv zugibt, erregt auch kaum noch Kritik, geschweige denn Massnahmen.  Es ist nicht gerade leicht, diese “Sichtweise” auf das Handeln der Machthaber zu verstehen.

Michael Hinz / 18.07.2021

Das wirkliche Problem wird nur zaghaft angedeutet. Es gibt in den zahlreichen alten und neuen Zentren der politischen Willensbildung eine viel radikalere politische Arbeit als in der DDR. Diese kannte weder Die Grünen, Greenpeace, Attac, Extinction Rebellion, Kahane- und Böllstiftungen, Correctiv, Open-Borders-Vereine, Mercatorstiftung, Pro-Asyl, Privatkonzerne als Zensoren bis hin zum Profisport mit Regenbogen-Binde etc, etc. Ohne die SED-Machenschaften zu relativieren: Es hat eine revolutionäre Umsturzbewegung entschlossen und hemmungslos um sich gegriffen, die eine andere Qualität des Terrors aufweist. Mit dem Ziel, die Axt an unsere Lebenswelt samt Freiheit, Sicherheit und Wohlstand zu legen.

K. Schmidt / 18.07.2021

Ich sehe das schon lange ähnlich wie Herr Gebauer. Das Kaputtmachen durch die Linken nicht das eigene Leben bestimmen lassen. Dafür sich um sich selbst kümmern, aber irgendwo anderst.

Andreas Rühl / 18.07.2021

Zur “Wissenschaft”. Was wir von den Politikern hören, offenbart in meinen Augen nur eines: Einen eklatanten Mangel an Allgemeinbildung, ja Bildung überhaupt. Die Gründe sind offensichtlich: Wer heute Politiker werden will - mit anderen Worten sich durch die Parteihierarchie nach oben arbeiten - darf gar nichts wissen und hat auch keine Zeit, Wissenslücken zu füllen. Sehr schnell merkt er - während er durch die Gremien nach oben sich netzwerkt - dass niemand in seiner Partei überhaupt etwas weiß. Das bedeutet, dass Wissen nur Ballast ist, den man nicht braucht. Die Wissenslücke ist gar keine! Sie ist - im Gegenteil - sogar ein Vorteil, etwa, wenn es gilt, eine Position sehr schnell, der Karriere willen, gegen eine andere auszutauschen. Da es ja nicht eine Überzeugung ist, die auf eigenem Wissen und Urteilskraft beruht, gelingt es mühelos, die Fronten zu wechseln, bestes Beispiel Merkel und die Kernkraft nach Fukoshima. Lange Zeit habe ich auch gedacht, dass diesen Unfugsäußerungen zu Corona oder Klima ein Plan zugrunde liegt, mittlerweile ist mir aber klar, dass es tatsächlich nur um “Macht” geht für die, die Regierungschancen haben, dem Rest geht es um die parlamentarische Sinekure, sprich: “Diäten”. Um die Sache geht es dabei in keinem einzigen Fall. Den Hinweis auf Bismarck, den ein sprachlich entgleisender Kommentar hier zieht, kann falscher gar nicht sein. Bismarck hatte den Plan, Preussen zur Großmacht zu machen, um, vor allen Dingen, die Katastrophe von 1806 für alle Zeiten unmöglich zu machen. Das unterscheidet Bismarck von Napoleon etwa, der gar keinen Plan hatte, außer den, sich selbst zu bereichern, seinen Clan zu mästen und sich mit Ruhm zu schmücken. Merkel ist näher an Napoleon und Hitler als an Bismarck, ja kilometerweit von Bismarck entfernt. Herr Kollege Gebauer: Ihre Sottise zum SGB ist leider keine. Begleitend dazu empfehle ich die Lektüre des Geldwäschegesetzes, um jeden Glauben an die Herrschaft der Vernunft in unserem Land zu verlieren.

Michael Hinz / 18.07.2021

@Dieter Kief - “Der Dr. van Rossum ist ein Relativist. Wahrhheit gibt’s nicht, alles nur Definitionen und Vereinbarungen. Solche postmodernen Theorien scheitern freilich, wenn es darum geht zu erklären, warum manche Dinge funktionieren und andere nicht.”  Nein - Herr Rossum ist kein Relativist, sondern Nominalist. Bei “Zwei und zwei sind vier” fängt das an: Das kann keine “Wahrheit” sein, weil schon die Zahl, hier die ‘Zwei’ (Quantität, Kategorie, Universalie) so heißt, weil sie so -basierend auf Koventionalität -genannt wurde (Universalia post Res) und nicht, weil sie eine feststehende Wahrheit in sich trüge (Univeralia ante Res) oder als solche mit den Augen einfach wahrzunehmen wäre (Universalia inrebus). Schauen Sie sich den mittelalterlichen Universalienstreit noch einmal an. Der Nominalismus hat sich ideengeschichtlich durchgesetzt. Nicht weil postmoderne Theoretiker oder Herr Habermas da so wollten, sondern weil nur so Wissenschaft möglich sein konnte und kann und erfolgreich ist. Ohne dieses Herzstück des okzidentalen Rationalismus samt Grundlagenforschung könnten Sie jetzt nicht vor Ihrem PC sitzen und tolle Kommentare schreiben.

Rainer Niersberger / 18.07.2021

Lediglich bei Frage aller Fragen nach dem “warum” oder auch “wozu” hakt es immer noch. Natuerlich geht es um die Erzeugung von Angst, die aber kein Selbstzweck ist, sondern Mittel zum Zweck der totalitaeren Macht. Auch diese totalitaere Macht ist zumindest nicht fuer Alle Selbstzweck, sondern ein Mechanismus, mit dem Ideologien, Systeme oder auch ” nur” Geschaeftsinteressen verändert oder optimiert durchgesetzt werden sollen. Wenn man ausnahmsweise den Blick etwas weitet und ueber Corona und Klima hinausgeht, wird man sofort Massnahmen erkennen, bei denen es mitnichten um Angsterzeugung geht, aber sehr wohl um Massnahmen, die ganz offensichtlich dem Systemwechsel und der Dekonstruktion von Entitäten dienen.  Dazu gehoeren die Förderung und Zulassung der Migration aus bestimmten Kulturen ebenso wie der offensichtliche Umbau des Systems der Gewaltenteilung, der Abschaffung der Kontrolle von Bundestag und Justiz, genauer des Rechtsschutzes des Buergers nach Art 19 IV GG, hin zu einem totalitaeren Herrschaftssystem von Autokraten oder Raeten, Kommissionen oder Gruppen, die keinerlei demokratischer Kontrolle unterliegen. Corona und Klima dienen auch dem Ziel, die westlichen Gesellschaften davon zu “ueberzeugen”, dass ein Herrschaftssystem a la China jedem demokratischen System “rettungstechnisch” ueberlegen ist. Merkel hat sich hierzu und zur Laestigkeit demokratischer Abläufe bereits ueberdeutlich eingelassen. Sie schätzt klare Verbote, durch sie oder einer kleinen Gruppe Getreuer verhängt. Man sollte sie endlich ernst nehmen und bei Erklaerungen nicht ständig zu kurz springen.  Die Angst soll der “instinktiv en”, mindestensAkzeptanz totalitaerer Systeme dienen, woraus uebrigens exakt der sich selbst verstaerkende Automatismus entsteht, der Befehle von oben irgendwann ueberfluessig macht. Der fiktionale Idealzustand fuer derartige Machthaber und die Garantie, dass ein derartiges System der Konditionierung laenger haelt, als eines mit ständigen Repressionen von oben.

lutzgerke / 18.07.2021

Sehr geehrter Herr Carlos A. Gebauer,  ist es nicht so, daß scheinbar die Geimpften vor den Ungeimpften geschützt werden? Die Impfexperten trauen ganz offensichtlich dem Impfstoff nicht? Soll der nicht vor einer Infektion schützen? Wofür ist der dann gut? Warum läßt man sich impfen? Quasi wird damit gespielt, daß die Ungeimpften eine Gefahr darstellen. Für wen denn genau? (zuerst die Antwort suchen) / Die Ungeimpften können nicht schuld sein, daß die Gesellschaft in Knebelhaft ist. Die Geimpften sind schuld, weil sie sich nicht um ihre, sondern um fremde Angelegenheiten kümmen! / Die Ungeimpften können sich nur untereinander anstecken. So die Publikation. Und wir Ungeimpften tragen das Risiko mit Fassung. / Wir Ungeimpfte sollten eine Sammelklage ins Auge fassen. Hier wird ganz massiv in die Bürger- und Menschenrechte eingegriffen und die Schuld an der Knebelhaft verschoben. / Wenn die Geimpften dem Impfstoff nicht trauen, dann können sie sich auch unter Geimpften anstecken. Dann wären sie ohne Maske ihr eigenes Hochrisiko. // Die Zeit ist reif, die Büchertische sind randvoll mit coronakritischer Literatur und die Impfverweigerung ist groß. Ein Aufruf zum croud funding und schon hätten wir die Kohle für 100 Sammelklagen zusammen. Damit könnten wir uns ein Dutzend der bissigsten Kanzleien leisten. Millionen Menschen würden endlich ein Licht am Ende des Tunnels sehen. Eine Sammelklage mit einer million Klägern! Ich verspreche bestimmt nicht zu viel! Das würde das Kartell beeindrucken! Nehmen Sie, Herr Gebauer, die Sache in die Hand. Damit würden sie unsterblich, denn Sie bekämen einen Ruhmesstein. / Und wir fahren alle zum Gerichtsplatz, um der Sache Nachdruck zu verleihen. Das wird richtig gut! / Gehört zwar nicht hierher, aber die Bücher von Walter von Rossum sind super. Sabine Christiansen war schon geil und hat mir neue Horizonte gezeigt.

Richard Loewe / 18.07.2021

besser gehts nicht. Natürlich kann man einen rasenden Mob nicht aufhalten, sondern muß sich einen Hügel suchen, von dem man mit Gleichgesinnten, die Stampede in den grausamen Totalitarismus ansehen kann. Dieser Hügel ist indubio und ich bin sehr dankbar für die Wahlverwandten um mich herum.

Peter Edel / 18.07.2021

Wir alle suchen ja seit 1,5 Jahren ratlos nach dem „warum“, wieso dieses globale Corona-Lügenkonstrukt bis zu den absurdesten Verrenkungen weitergesponnen wird. Herr Gebauer hat hier - fast unbemerkt - einen wichtigen neuen Punkt eingeführt: getrieben von Angst sind die Politiker und Antreiber. Da würde es sich lohnen, anzusetzen und weiter zu denken: welche Angst? Und wer löst sie aus? Wir wissen es noch nicht, aber da muss etwas konkretes sein. Wird die Welt erpresst? Wenn ja, von wem? Ist da in James Bond-Manier jemand, der so st noch schlimmere Viren freisetzt? Bekanntlich geht es ja immer ums Geld. Und die (westliche) Welt ist pleite und stürzt sich gerade Geld-Druckend in den finalen Crash. Sitzt hier die Angst - weil nan die Kontrolle über dieses Geschehen längst abgegeben hat? Wenn ha, an wen? Bitte unbedingt dran bleiben!! Herr Gebauer ist auf der richtigen Spur, scheint mir.

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