indubio / 15.07.2021 / 10:00 / 29 / Seite ausdrucken

Indubio Folge 144 – Wahn, Gewalt und Kuschelpolitik

Der ehemalige Polizist und Polizeitrainer Steffen Meltzer hat ein Buch über die Sicherheitslage in Deutschland, über eine aufgeriebene Gesellschaft und dysfunktionale Behörden herausgegeben: „Die hysterische Republik.“ Burkhard Müller-Ullrich befragt ihn sowie die Rechtsanwältin Annette Heinisch und den Psychiater Prof. Wolfgang Meins (zwei der neun Co-Autoren) zu den Thesen des Sammelbands.

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Hans-Peter Dollhopf / 15.07.2021

Unbesorgt, Herr Kief,  auf Maaßen passen mehr Engel auf als Herrn Haldenwang!

Hjalmar Kreutzer / 15.07.2021

„Stresslage“ bei Polizisten: Da hätte ich mir einen Beitrag von Herrn Meltzer zu der Problematik gewünscht, dass offensichtlich Einsatzkräfte von der Führung, Innensenator, Polizeiführung, künstlich unter Stress gesetzt, „scharf gemacht“ wurden, um völlig überzogen und unverhältnismäßig gegen völlig friedliche Anti-Corona-Demonstranten zu Pfingsten 2021, im Sommer 2020 und zu anderen Anlässen mit brutalster Gewalt vorzugehen. Wenn da irgendein Unterführer losbrüllt: „Hier rein! Zumachen! Alle aufs Maul hauen!“ oder von einem Demoteilnehmer nur noch als „schwarze Schläger“ wahrgenommene Einsatzkräfte in Berlin ohne Ansprache mit Schlägen auf friedliche Leute losgehen, diese zu Boden reißen und mittels Schmerzgriffen abführen, ist da wohl von Hysterie der Polizeiführung auszugehen. Der Freund, der mir diese Szenen schilderte, war früher selbst Polizist und zeigte mir, wie man mit wesentlich milderen und effektiveren Mitteln jede gewünschte Person ohne Zufügen unnötiger Schmerzen oder Verletzungen festnehmen kann. Wieder einmal Doppelstandards imVergleich zu bspw. Anti-Israel- oder BLM-Demos.

Bernd Maier / 15.07.2021

Sorry, aber was ich da zu hören bekam ist Teil des Problems und auf keinen Fall auch nur entfernt so etwas wie eine Art von Lösungsansatz. Gute Nacht!

Guido Fischer / 15.07.2021

Ich weiß gar nicht, worin das Problem mit dem Würzburger Killer liegt. Wenn ich mir den Video-Kommentar von SZ-Prantl im Stile eines Wort zum Sonntags anhöre (dazu braucht man wirklich starke Nerven), haben wir doch allesamt mitgemessert - da der Attenäter laut Prantl “traumatisiert, desintegriert, labil und haltlos” war. “Flüchtlinge brauchen Betreuung, nicht Verwahrung.” Na denn Heribert, dann fang mal an zu betreuen! MfG, Guido Fischer

Stephan Bender / 15.07.2021

An Hysterie leidet man übrigens nie selbst, sondern es sind immer die anderen. Ist man doch mal hysterisch, sind die anderen Verschwörer. Ist man selbst der Verschwörer, werden die anderen hysterisch. Ist die Hysterie positiv konnotiert, ist die Verschwörung kriminell. Ist die Verschwörung positiv konnotiert, ist der Hysteriker wahrscheinlich schizophren. Ist man selbst schizophren, würde man nie bemerken, wie hysterisch man ist, da sie Hysterie nur einen Teil der Persönlichkeit widerspiegelt. Der andere Teil geht arbeiten…

Bernd Meyer / 15.07.2021

Verschlimmbessern ist nicht Ihr Ding. Sie nehmen die Herausforderung an. Und das obwohl die Opportunisten den Heiligenschein tragen. Danke! Deutschland mag noch in der Mitte Europas liegen, aber seine Verantwortung liegt inzwischen an den Grenzen. Die Schweiz, Polen, Ungarn, Griechenland und viele andere sind uns weit voraus. Nee, die müssen wir nicht einholen, wir sollten sie unterstützen. Darin liegt unsere Demut. Das hat nichts mit Neutralität oder Straffreiheit zu tun.

Ralf Pöhling / 15.07.2021

Das waren die kurzweiligsten 41 Minuten, die ich je mit einem Podcast verbracht habe. Drei Experten ihres Faches, alle liegen wirklich richtig, und sie legen die Fakten an jeglichen Tabus vorbei zielsicher und ungeschönt auf den Tisch. Was ich da zu den Themen Eingriffsschwelle bei unterschiedlichen Kulturen, dem Umgang mit psychisch auffälligen Personen und zur subjektiv verhärteten Blasenbildung in einseitig gepolten politischen Lagern gehört habe, die die eigenen Fehler übersehen und die Fehler der anderen überhöhen, kann ich aus meiner beruflichen Tätigkeit im Sicherheitsbereich, aus meiner ehemaligen Tätigkeit in der Pflege und auch aus meiner politischen Arbeit vollauf bestätigen. Im Gesamtzusammenhang beschreibt dieser Themenkomplex genau das Problem, an dem unser Land gerade krankt. Und ich gehe mittlerweile davon aus, dass jedes Thema dieses Komplexes mit jedem anderen Thema in fataler Wechselwirkung steht. Was letztlich dann den Eindruck erweckt, dass die deutsche Gesellschaft einen an der Waffel hat. Offenkundig rechtswidriges bzw. psychisch auffälliges Fehlverhalten Einzelner wird von der Gesellschaft nicht etwa mehr verurteilt, sondern es werden die verurteilt, die solches Fehlverhalten verurteilen. Was je nach politischer Blase mal in die eine, mal in die andere Richtung schlagen kann. Die Wahrheit ist im gesellschaftlichen Spektrum nicht mehr klar definiert, sondern je nach Position subjektiv. Das ist zwar bis zu einem gewissen Grad normal, da Menschen aufgrund ihrer jeweiligen lokalen Position und gesellschaftlichen Stellung einen anderen Blickwinkel auf die Probleme haben, Was jedoch nicht mehr normal ist, ist die völlige Delegitimierung und Negierung anderer Sichtweisen. Was mich zu dem Schluss führt, das wir zwar alle in ein und dem selben Land leben, aber alle in einer anderen Dimension. Wobei mir dann das Wort “Diversifizerung” durch den Kopf geht. Und das ist ja bewusst politisch herbeigeführt worden. Wie bestellt, so geliefert.

Winfried Jäger / 15.07.2021

Wenn man weltweit kommuniziert, daß Deutschland alle Menschen willkommen heißt, ihnen hier ein Haus, ein Auto und Frauen erwarten, die nur auf sie warten, dann muß man sich nicht wundern, wenn sich das ungebildete Prekariat mit etwas Geld auf den Weg macht. Daß es später zu Enttäuschungen kommt ist klar. Wenn die Hauptbildung dieser Menschen darin besteht, daß man ihnen erzählt hat, daß sie aufgrund ihres Glaubens die “Herrenrasse” wären, dann muß man sich nicht wundern, wenn diese Leute Amok laufen, wenn es den Ungläubigen wirtschaftlich besser leben als ihnen selbst.

Dieter Weingardt / 15.07.2021

Fazit, Deutschland ist das Irrenhaus der Welt: gleich in mehrfacher Hinsicht.  :-)

Andreas Rochow / 15.07.2021

Vielen Dank! Das war wieder unterhaltsamer alternativer Denkstoff auf hohem Indubio-Niveau. Dank Professor Meins sogar als Weiterbildungsveranstaltung für Sozialpädagogen, Sozialarbeiter und Helfersyndrom-Bewegte, die ihren Lebensunterhalt im deutschen Willkommens- und Integrationswesen verdienen. Bedauerlich finde ich nur, dass Professor Meins als Psychiater den inflationären Hysteriebegriff im Buchtitel nicht verhindern konnte. Bei all den zutreffenden Erläuterungen zu Schuldfägikeit im Strafrecht fehlte ein Statement, das die Versuche der Politik (Seehofer, Ströbele & Co.), für die Lösung selbstgemachter Probleme eine “Einsperr-Psychiatrie” in Stellung zu bringen, entschieden zurückzuweist. Knackpunkt ist eine Gesetzeslage (PsychKG der Länder), und die wird der Fremdgefährdung bei psychopathologischer Fremdgefährdung unter Alkohol, Drogen, psychotischen und sonstigen Ausnahmezuständen nicht gerecht! Ich erinnere mich an unzählige Bereitschaftsdienstnächte im psychiatrischen Krankenhaus, in denen tobende, lärmende, spuckende, grob verschmutzte und hochaggressive Personen stundenlang Polizei, Krankentransport, Pflegepersonal, Ärzte, diensthabende Ordnungsbeamte und Richter in Schach hielten und nach dem Frühstück gegen ärztlichen Rat die Klinik verließen, sld wäre nichts geschehen. Ich werde den Eindruck nicht los, dass an dieser Stelle die Freiheitsrechte si sehr gegen die Sicherheit der potentiellen Opfer ausgespielt werden. Auch Polizeiarbeit findet unter vergleichbaren Situationen statt, die Fehler geradezu provozieren, weil der Rechts- und Entscheidungsrahmen ähnlich eng gefasst ist. Gut, dass darüber so offen und qualifiziert gesprochen wird. Eine Fortsetzung ist durchaus wünschenswert.

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