indubio / 27.05.2021 / 12:00 / 15 / Seite ausdrucken

Indubio Folge 130: Wissenschaftliche Anmaßungen 

Der Wissenschaftsphilosoph Prof. Dr. Michael Esfeld (Lausanne) und der Wirtschaftsethiker Prof. Dr. Christoph Lütge (München) sprechen mit Burkhard Müller-Ullrich über den Irrtum, zu glauben, dass es „die Wissenschaft“ gibt und darüber, von „der Wissenschaft“ politische Handlungsanweisungen zu erwarten. Ihr Buch „Und die Freiheit?“ ist im Riva Verlag erschienen. 

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Matthias Kegelmann / 27.05.2021

@Richard Loewe, dann haben beide deren eigenes Fach NICHT verstanden und sind komplett durchgefallen. ++ Erkenntnistheoretisch, die schwerste Niederlage. Peinlicher geht kaum. Zitat: “[...] bei aller Hochachtung gegenüber den beiden Kollegen (mein Forschungsfeld sind epistemische Werte), finde ich deren kritiklose Akzeptanz des Existenz des menschengemachten Klimawandels und der Pandemie erstaunlich. [...]”. ++ Annahme: Beide Gäste haben das ausdrücklich so gesagt. Ich habe aus Zeitgründen die Konversation nicht hören wollen. Werde ich nachholen, hoffentlich. ++ Der Einfluß des Menschen ist eindeutig NICHT beweisbar. Die Pandemie, so scheint es, (ich bin davon zutiefst überzeugt!!) wurde im Labor, vorbereitet. Ein Verbrechen.

Matthias Kegelmann / 27.05.2021

Ein extrem wichtiges Thema, welches nur sehr wenige Deutsche noch beherrschen wollen. Nur 5 bis 10 Prozent der Studenten haben echtes Interesse daran. Um zur echten Elite zu gehören, ist dieses Fach absolute Pflicht.

Markus Knust / 27.05.2021

Bei allem gebotenen Respekt für die beiden Gäste, aber über die Punkte die sie gern diskutieren möchten sind wir einige Jahre hinaus. Auf mich wirkt das wie ein Diskurs aus einer Blase, die seit geraumer Zeit nicht mehr verlassen wurde. Das zeigt besonders die Verwunderung über Kollegen, die nur noch heimlich zustimmen. Sie selbst blicken der Realität ja auch nicht vollends ins Auge, über die Gründe möchte ich nicht mutmaßen. Wer ein Problem diskutieren möchte, der sollte sich doch bitte erstmal alle Fakten auf den Tisch legen und die Sache zu Ende denken. Das die Rlregierungstreuen Aushängeschilder keine Vorteile haben, glauben sie doch wohl selbst nicht. Es gibt Möglichkeiten der Belohnung, weit jenseits von Geldscheinen und auch von Forschungsgeldern. Manche Manch*In sich wohl bereits mit ein wenig Prominenz und Rampenlicht einkaufen. Andere haben fette Nebeneinkünfte, siehe Hirschhausen.

Klaus Fiegl / 27.05.2021

Gute Männer! Die Thesen des streitbaren Prof. Dr. Karl Homann ziehen ihre Kreise. Danke

Peter Maier / 27.05.2021

Einflussnahme auf die Politik ist für den normalen Bürger nur sehr bedingt möglich, im stärksten Maß wohl i.d.R. durch dessen Wahlentscheidung. Den Ausführungen der beiden Professoren cum grano salis folgend, wäre dann, bezogen auf die Coronapolitik eine Partei zu wählen, welche v.a. auf die Eigenverantwortung der Bürger setzt, Zwangsmassnahmen meidet und einen breiten wissenschaftlich-gesellschaftlichen Diskurs fordert, in welchem gegensätzliche Standpunkte gleichberechtigt zu Wort kommen. Na und siehe da, die Stellungnahmen der Parteien mir zu Gemüte führend, komme ich für mich zum Ergebnis, dass es da doch eine Partei gibt, die derlei Forderungen im Programm hat. Danke für diese Hilfe bzgl meiner Wahlentscheidung im September. Im Gegensatz zu den beiden Herren bin ich allerdings der Ansicht, daß sich ohne massive Unterstützung oppositioneller Parteien rein GAR NICHTS ändert. Die Hoffnung auf Verhaltensänderung bei den derzeit Regierenden und oppositionell mitregierenden durch Einsicht in die stattgehabten Fehlentscheidungen halte ich für illusorisch, ja im Gegenteil wird der Lerneffekt eher darin bestehen immer weiter auf dem Weg zum totalitären Staat voranzuschreiten. Schlicht und einfach weil man’s kann.

Richard Loewe / 27.05.2021

bei aller Hochachtung gegenüber den beiden Kollegen (mein Forschungsfeld sind epistemische Werte), finde ich deren kritiklose Akzeptanz des Existenz des menschengemachten Klimawandels und der Pandemie erstaunlich. Ioannidis errechnete für die Gefährlichkeit von Corona einen Wert der unterhalb einer leichten Grippe liegt (0,1%). Und Ioannidis, (sein Why most published research findings are false ist mehr zitiert worden als alles was die beiden zusammen produziert haben) kann Statistiken lesen. Ich führe das auf den naiven Falsikifikationismus zurück dem beide anhängen. Was mich auch aufgeregt hat, war das Vermanschen von Rechten und Würde bei Kant.

Fred Burig / 27.05.2021

Interessant, wie einige Wirtschaftsethiker/-Philosophen den aktuellen Verlauf in Politik und Wissenschaft in Bezug auf das “Corona- Geschehen” wahrnehmen. Sollte da nicht von deren Seite auch mal ein deutlicheres Signal an die regierende Versager- Kaste gesendet werden? Die Einschätzung der Rolle der Wirtschaft bei der Klimaproblematik war m.E. sehr flach. Die Interessen liegen da wohl eher in den ungeahnten Ertragsmöglichkeiten für die Herstellung teilweise hoch subventionierter “klimatechnischen Ausrüstungen”, als bei der Sorge um die eigene “Klimafreundlichkeit” der Unternehmen selbst. Mit Hilfe der wirtschaftlichen Strangulation des Mittelstandes und der kleineren Unternehmen durch die “Lock down- Politik” der Regierung, wurde für diese begünstigten Großkonzerne dem Ganzen schon ein mächtiger “Vorlauf” gegeben. Das kann dann aber nicht wirklich “ethisch” sein! MfG

Michael Köppel / 27.05.2021

In der FAZ vom 11. Mai wird Herr Prof. Esfeld als “instinktlose(r) Nestbeschmutzer” tituliert, der an einem manifesten Triebstau leidet (Zitat J. Müller-Jung). So tief sind wird bereits gesunken in der Diskussion unter Akademikern.

Stefan Riedel / 27.05.2021

Epidemiologische Modellbildung, Klimaforschung, Genderstudies, ... und all der pseudowissenschattliche Hokuspokus? Der alte “wissenschaftliche” Marxismus-Leninismus in neuen Schläuchen. Die (Polit-)Religion unserer Zeit ( man muss nur fest daran glauben).

Dieter Kief / 27.05.2021

Michael Esfeld und Christoph Lütge blenden das Zensurproblem als Hemmschuh der freien wissenschaftlichen Debatte leider zu sehr aus. Sie umschleichen auch das Problem, dass diese Zensur eine starke (partei)politsche und medientechnische Komponente hat. Der Hauptstrom der Medien sieht die wisssenschaftstheoretischen und sozialethischen Probleme gar nicht, von denen die beiden ganz zu recht reden. Ein Grund dafür: Man will der AfD keinen Vorschub leisten… -  sowohl bei CO-19 als auch mit Blick auf den Klimaschutz. Stattdessen haut Christoph Lütge wie gehabt und vollkommen risikolos auf Deutschland ein unter Verweis auf Schweden und die Schweiz. Dabei übersieht er, dass Schweden und die Schweiz die großen Ausnahmen sind in Europa.  - Zwei kleine Länder übrigens, die nicht an WW II teilgenommenn haben. Das freilich nur am Rande - aber das ist gleichwohl ein interessanter Punkt, wie ich finde.

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